Dienstag, 18. April 2017

vonwegen der Bewegung

Hm... was einer so durch den Kopf geht. 
Jemand sagte einmal zu mir, dass gute Energie gute Energie anzieht und das sich bewegen eben automatisch mehr Bewegung bringt. 

Zufälligerweise sind meine Freundin B.K. und ich am Ostermontag woanders entlang spaziert als sonst. In einem Stadtviertel, das hinter einer großen "Hauptstrasse" in meiner Stadt liegt. Nicht das ich das so gar nicht kenne, aber mit dem Entschluss mich wohnlich zu verändern, schaue ich auf einmal anders. Merke mir Straßennamen und Wohnviertel. Jedenfalls bemerkte ich, dass es ein ruhiges und schönes Stadtviertel ist. Das macht doch Lust auf Veränderungen. 
Heute fuhr ich am späten Nachmittag in die Innenstadt - ich brauchte neue Wolle :-)   - und dabei schaute ich in einem Buchladen nach einem Stadtplan. Tatsächlich wurde ausgerechnet jetzt ein Reiseführer mit gutem, herausnehmbaren City-Plan für´n Appel und ´n Ei verkauft. Auf der Rückfahrt in der Bahn stellte ich erstaunt fest wie eben jener neu erkundete Stadtteil heißt. 
Am Samstag werde ich in die T*ageszeitung nach Wohnungen suchen und ansonsten wo immer es geht "streuen", dass ich eine Wohnung suche. Bekanntlich gehen gute Wohnungen wie gute Stellen fast immer unter der Hand weg.  

Eine neue Wohnung bedeutet eine Menge Veränderungen. In dieser Wohnung wohne ich bereits seit 10 1/2 Jahren. In der davor waren es 11 Jahre. Bisher habe ich mich wohntechnisch im Grunde immer etwas verbessert. 

Gestern sagte ich zu B.K., dass es mit der Wohnung wie mit der Arbeit ist. Wenn eine an festen Strukturen und Vorstellungen festhängt bzw. festhält, dann ist es schwer in Bewegung zu kommen. 

Ausbildungstechnisch komme ich aus einem Verlag. Ich bin kaufmännische Fachkraft für´s Büro. Planerin. Assistentin. Disponentin. Sachbearbeiterin. Gestalterin. Sterbebegleiterin. 
Also im Grunde breit aufgestellt. Finde ich. Allerdings kann ich keine Buchhaltung und kein "Personal". Ohne Englisch fallen viele A*rbeitsplätze weg und es wird von Jahr zu Jahr schwerer einen Job zu finden, wenn eine kein Englisch kann.

Mein Blick ist bzgl. meiner A*rbeitssuche bzw. Arbeit schmal, klein und eng. Das mir dsa bisher noch nicht aufgefallen ist?! 
Es gibt - wie es verschiedene Wohnmöglichkeiten gibt - eben auch zig verschiedene Berufe. Logischerweise habe ich zu diesem Zeitpunkt (mit dem starren Blick der letzten drei Jahre auf dem Arbeitsmarkt) keinen blassen Schimmer, was ich für eine Arbeit ausüben könnte.  Womit ich soviel Geld verdiene, dass ich davon leben kann. Also keine Büro-Arbeit von 8 bis 14 Uhr.  25 Jahre lang habe ich von 8 bzw. 10 bis 16  bzw. 18 Uhr von Mo.-Fr. gearbeitet.

Mir wird von Tag zu Tag klarer, dass ich mich bewegen muss. Auf allen Ebenen meines Lebens. Zügig. 
Meine Kohle wird von Monat zu Monat weniger. 
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Tja. Mein Keller ist doch um einiges leerer geworden, was überaus erfreulich ist. Eine Freundin hat sich angeboten mehrere Tüten mit alten Dokumenten fachgerecht zu vernichten. Klasse. Es geht voran. 

Ein unerwarteter Anruf hat mich gegen Mittag etwas aus der Bahn geworfen. Nach ein paar Stunden hatte ich mich in der Balance.

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