Samstag, 8. April 2017

Möglichkeiten

Endlich, endlich, endlich bekomme ich die Möglichkeit meine Wohnung und meine beiden Keller umzugestalten bzw. zu leeren. Meine Cousine hat angeboten zeitnah mit dem Auto zu mir zu kommen, um die bis dahin sortierten und zusammen gesammelten Dinge zu entsorgen/ zu verschenken oder weiterzugeben. Das ist meine Chance endlich nach langem Sehnen danach in meinem Zuhause richtig "Klarschiff" zu machen. 

Ich habe den (seit einiger Zeit "neumodischen") M*inimalismus schon vor vielen Jahren "entdeckt" und im Inneren gefühlt. Bisher habe ich mir von Menschen erklären und einreden lassen - bewußt und unbewußt - was gemütlich oder richtig ist. Da kommt eine erst Recht nicht zum eigenen "Zuhause".
Jetzt sind meine Wohn-Bücher endlich nur Inspiration.

 
Weil ich meinen eigenen Ausdrucksformen - in den vielen Möglichkeiten des menschlichen Lebens wie Wohnraum, Kleidungsstil oder Sprache - bisher nur wenig Raum gegeben habe, wird das womöglich nicht nur für mich selbst im jetzigen TUN eine spannende Geschichte. Ein interessantes Ergebnis. 
Etwas Zeit-Druck ist für die W*ohnungs-Umgestaltung und K*eller-Entrümpelung gut. Die nächsten drei Tage habe ich frei.
Das Wissen um die Möglichkeit der Befreiung von all dem alten Kram setzt neue Energien und Ideen frei. Und es ist ein langes Vorarbeiten für Veränderungen, welche in den nächsten Monaten anstehen. 

Heute Abend habe ich die dritte Socke bis zur Ferse fertig gestrickt. Ich habe den Ehrgeiz, dass diese Socke gut wird und auch passt. Vermutlich wird es doch die 0815-Ferse. 

Hm... ich schreibe täglich mein Essen auf und was ich fühle etc. Um u. a. meiner langanhaltenden A*ppetitlosigkeit auf den Grund zu gehen. Nach sechs Tagen bin ich schon klüger geworden. Was fange ich mit meinem Wissen an? Zumal dies Erkennen zum größten Teil nicht neu ist. 
An den Tagen bei meinem Vater ist mein Essen und mein Ess-Verhalten sehr ungut. 
Er ißt seine Mahlzeiten ("Essen auf Rädern" oder Suppen oder ähnliches) und ich irgendwelches Laugen-Dingenskirchen, Kuchen oder Kekse. Nein. Ich koche nicht. Das schaffe ich kaum für mich, meine Lebensmittel schmecken ihm nicht und ich werde mich nicht in die Küche meiner Mutter stellen und mich mit ihr Vergleichen lassen. Sie konnte nämlich sehr gut kochen. 

Außerdem würde das viel Zeit am Tag kosten. Ich habe genug zu tun. Die Wäsche waschen und Teile davon bügeln, den Haushalt, Spazieren gehen, betüddeln, gut zureden, aufräumen, einkaufen, Termine machen und und und  An den Tag dort habe ich "nur" 5 bis 6 Stunden bei meinem Vater. Dazu kommen noch die 3 bis 3 1/2 Stunden Hin - und Rückfahrt mit Straßenbahn, Bussen und Zug. 

Wo war ich? Richtig.
An zwei Tagen in der Woche ist mein Essverhalten noch lausiger als ohnehin. Dazu schmeckt mir so gut wie nichts. Ja. Auch Kuchen nur selten (wenn ich achtsam esse). Ich koche. Ich esse. Ich verdaue ... ääh... jedenfalls es bleibt dabei: essen/Essen langweilt mich. 
Doch wo soll die Kraft zum Leben herkommen, wenn eine schlecht ißt? Ständig weiß ich nicht, was ich essen soll. Der Zucker macht mich schlapp und geht an meine Nerven. Ich mag keine Schokolade mehr. Außer in Schokoladenpudding. Nach drei Löffeln habe ich den Pudding auch über. Mooahh...

Vorallem habe ich schon vor vielen Jahren begriffen, dass wenn ich hin und wieder Eß*anfälle habe, dass natürlich "Essen nicht das Problem ist". Nicht das Leserinnen denken könnten, dass ich in meiner Lebenssituation ein weiteres "Faß aufmache". Das Thema Essen, Gewicht und S*ucht läuft leise im Untergrund mit.  

23 Uhr. Endlich kann ich ins Bett. Mein Herz pocht seit Stunden ordentlich. Ist schon spät und mein Kopf mault seit zwei Tagen. Den langen Tag bei meinem Vater habe ich heute gut geschafft und es war einer der eher "besseren" Tage.
Morgenfrüh kann ich ausschlafen. Himmlisch!


(aus einer R*ewe-Zeitschrift abfotografiert) 

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