Mittwoch, 12. April 2017

eigene P*rozesse

In ur-eigene tiefe innere Prozesse bin ich am Sonntag abgetaucht. An drei Tagen bin ich völlig in ein längeres Schreiben versunken. Ich habe am Montag wieder neue Dinge erfahren, die ich überhaupt erst einmal begreifen muss. 
Über diese Prozesse kann und will ich hier nicht schreiben.
Die kryptischen Texte sind nicht schön. Ich weiß das. Andererseits möchte ich schreiben - weil es mein Tagebuch ist - , dass sich mein Leben in den Grundfesten umbaut.
Vieles davon ist (noch) nicht wirklich "greifbar". Weder im handfesten Leben noch in meinen Gedanken oder Gefühlen. Es "wabbert" gefühlt durch die Zellen und meinen Geist. Die Seele ist arg in Schwingung geraten und das Herz weiß gar nicht wohin. 
Seit Anfang des Jahres und vorallem seit Anfang März verändere ich mich. Das ist gut, beunruhigend, belebend, erstarrend, seltsam-logisch und doch alles sooo verwirrend. 

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Der Tag in Bremerhaven war schon von den Anfahrts- bzw. Rückwegen entspannter, weil Ferien sind. Mein Pa und ich haben einiges geschafft. Vorallem der größere Einkauf für Ostern. 
Beim großen "A*ktiv-Markt" gab es frische Suppen zum Mitnehmen. Die Linsensuppe sah sehr gut aus und roch total gut. Später haben mein Vater und ich zusammen am Küchentisch leckere, heiße Suppe gegessen. Das tat uns beiden gut. Überhaupt hat mein Vater heute erstaunlich gut gegessen. 
Mir war entfallen wie gern ich als Kind und Jugendliche Linsensuppe gegessen habe. Und diese Suppe war der meiner Mutter schon sehr nahe. 
Mein Vater erzählte mir, dass er die Stunden zählt, bis ich ihn besuchen komme. Das ist natürlich sehr lieb gemeint und will aussagen: "Ich freue mich auf Deinen Besuch." Aber was das für einen Druck erzeugt, dass können sich vielleicht die eine oder andere, die selbst in der unterstützenden Betreuung ihrer Eltern sind, nachvollziehen.
In verschiedenen Telefonaten bekam ich eine Liste mit Vereinen und Organisationen, wo sich Ehrenamtliche finden lassen, die ältere Menschen unterstützen und betreuen. Spazieren gehen oder mal ins Café. Für Arztbesuche oder einen Spiele-Nachmittag.  

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Mit meinem "Aufräum- und Ausmist-Projekt bis nächsten Dienstag komme ich nur schleppend voran. Ich habe sinnigerweise zuerst mal angefangen meine Wohnung aufzuräumen und habe min. 60 Bücher in den Keller geschleppt. Eine Kommode inhaltlich in andere Schränke umgeräumt. So kann dieses hässliche klobige Ding zeitnah in den Sperrmüll. Platz im Schlafzimmer. 
Was mir zwischendrin fehlte war die Motivation. Fand ich aber wieder. Wenn ich im Kopf behalte, dass ich mich im Herbst umsehen möchte nach einer kleineren Wohnung in meinem oder einen angrenzenden Ortsteil.  Da kann ich jetzt mit "R*eiki schicken" beginnen. 
Wenn ich das "anders wohnen" im Blick habe, dann fliegen die Dinge zügiger aus der Wohnung. Vorher habe ich in einer 50 m2 Wohnung gewohnt - sehr gut geschnitten - und das war ausreichend. An diese große Wohnung bin ich durch Zufall gekommen und der Umzug mußte damals schnell gehen.  

Morgenfrüh gibt es wieder ein büschen Eisen und dazu etwas B12. Eine gönnt sich ja sonst nichts. 

Kommentare:

  1. Moin Oona, ich wünsche Dir auch schöne Ostertage! Ich lese Dich regelmässig und bestaune Deine Entwicklung, die oft zwar schwer aber auch irgendwie positiv anmutet (soweit ich das überhaupt beurteilen kann). Ich wünsche Dir schöne Feiertage und hoffentlich kannst Du Dich auch erholen.

    Lieben Gruss
    Clara

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  2. Ich habe auch eine Linsensuppenverbindung mit meinen Eltern. Sie hatten immer ein Pöttchen für mich aufgehoben und eingefroren und wenn ich dann zu Besuch war gab es die. Jetzt kommt mein kleiner Neffe zu diesem Vergnügen.
    Umziehen kann viel positives bewegen finde ich, ein neuer Raum, neue Möglichkeiten, frische Aussichten ... Alles Gute für dich in allem, was sich bei dir bewegt und verändert. Viele Grüße aus Scottiland.

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    1. Das Umziehen und Neuanfänge sehr viel spannendes und gute Veränderungen bewirken können, dass lese ich schon seit Jahren bei Dir.
      Beste Grüße an Dich
      Oona

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