Montag, 17. April 2017

dies und das und jenes

Gegen Mittag treffe ich mich mit B.K. und wir wollen trotz der Kälte und des sehr wechselhaften Wetters einen Spaziergang wagen. Später Kaffee, Tee und Kuchen. Im Anschluß kann B.K. mir helfen die Bücher-Kartons für morgenfrüh fertig zu machen. Sortiert wird nach Altpapier, "doch noch behalten" und "das Gute" kommt in eine Einrichtung. Sinnigerweise habe ich jetzt vor all die bisher ungelesenen Bücher zu lesen. Die kann ich nämlich dann weiterverschenken oder entsorgen. Die Bücher, die ich eh nicht mehr lesen wollen würde :-) , habe ich schon in den Keller verfrachtet.

Aus dem Keller sind morgen meine alten Kleidungsstücke - acht große Müllbeutel voller Kleidung - entsorgt. Auch die Bücher bzw. das Altpapier sind dann endlich weg. Nach dem S*perrmüll müssten die zwei Keller fast leer sein. Erstaunlicherweise fand ich zwei große Eimer mit weißer Wandfarbe. Die DVD´s und C´s, die ich nicht mehr benötige gehen an die "O*xfarm". 

Meine Freundin B.H. will mich seit Monaten auf ein Frühstück
besuchen. Da wird sie nach Ostern auf einen Termin "festge*nagelt" :-) Sie bekommt die angesammelten "Bastel/Kreativ-Sachen" plus den dazugehörigen Bücher. Das kann sie gut für ihren K*unstunterricht an der Schule gebrauchen.

Die Wohnung ist entrümpelt und teilweise neu sortiert. Mit schönen, praktischen Wohnideen - von denen u. a. meine Freundin C. meistens eine Menge hat - kann ich in eine kleinere Wohnung ziehen.

**
Ich hoffe, dass sich nach den Ferien auf dem S*tellenmarkt etwas bewegt. 

Natürlich weiß ich, dass ich mich bewegen muss. Meine Stadt hat seit Jahren einen sehr schlechten "Ar*beitsmarkt" und meine "Vorstellungen" und meine "Einschränkungen" machen das Finden einer Arbeit mit 30 Stunden nicht gerade einfacher.

Meine Motivation woanders hinzuziehen - mit guter Verkehsanbindung um zu meinem Vater zu kommen - ist größer geworden. Weil ich mit meiner Wohnsitutation nicht zufrieden bin und weil ich Geld verdienen will und muss. Erreichbarkeit des Vaters: natürlich weiß ich nicht, wie schnell sich die Situation mit meinem Vater verändern kann / wird. 
Das sich etwas ändert, dass ist klar. 

Eine Freundin war erbost als ich ihr erzählte, dass ich zurzeit nicht dahin ziehe, wo es eher Arbeit gibt, solange mein Vater noch lebt. Sie meinte, dass eine doch nicht ihr Leben nach den Eltern bzw. jetzt dem Vater ausrichten kann/ darf. 

Von außen betrachtet ist es leicht zu sagen, dass man den alten Mann umgehend in ein passendes Heim zwingt. Fertig. Sollen sich andere drum kümmern, weil ich bin weg. So das ich mich - nicht wie jetzt zwei Mal die Woche - um ihn kümmern kann bzw. ihn unterstützen kann. 

Das eigene Leben leben. Sagt sie. 
Aber ist das nicht ein Teil meines eigenen Lebens? Eltern zu haben. Das sie alt werden. Das meine Eltern ab ihren 60 ígern krank und bald dann schwerkrank wurden... ist eben so. Hätten meine Schwester und ich ganz sicher abgewählt, wenn wir es hätte wählen können.

Wichtig ist für mich womit ich leben kann. Mir wurde vor ein paar Wochen klar, dass ich zwei Möglichkeiten habe. Ich kann in den motzigen Widerstand gehen und jedes Mal mit Ärger und Unwillen zu meinem Vater fahren. Oder ich kann es annehmen, wie es ist. Dann ist es weiterhin körperlich und seelisch anstrengend, aber irgendwie auch leichter. 

Sicherlich müsste ich besser für mich sorgen. Das ich mich besser abgrenzen sollte, müsste, weiß ich. 
Noch habe ich weiterhin - unter der Last und den Veränderungen der eigenen Lebensbaustellen - keine "passende" Lösung/Haltung gefunden. Sich ohnehin gefühlt ständig die Anforderungen und Herausforderungen verändern. 

Was mich irgendwie "beruhigt" ist die Tatsache, dass viele Menschen für kürzere oder längere Zeit mit der Unterstützung oder Pflege etc. von Angehörigen zu tun haben. Das müssen nicht die eigenen Eltern sein. 

Wenn eine drauf wartet, dass es irgendwann alles gut, ruhig, gesund, passend, sicher, entspannt und/oder sorgenfrei ist, dann wird sie ihr Leben lang warten. Gut ist es zu begreifen, dass ich genau das gemacht habe. Das ändert sich. 
Oder das eine mit 48 Jahren die (un-) bewußte Erwartung nicht aufgeben kann, dass sie eines Tages auch nur zwei Tage ohne Schmerzen ist. Körperlich wie seelisch.

Das einzig Beständige ist die Unbeständigkeit. 
Eine der tiefsten Wahrheiten, die ich nur schwer begreife. Aber so ist es. In dieser Wahrheit und dem Wissen und der Erfahrung, dass es genau so ist, könnte eine sich entspannen. 
 
Ich beschäftige mich mit dem "annehmen" was ist. 
Und dabei erkenne ich meine Widerstände... gegen so ziemlich alles was ist. Das ist alles andere als gesund für Körper, Geist und Seele und schon gar keine Grundlage für den innren Frieden, nach dem ich mich so sehne. 

Es soll möglich sein - habe ich gehört und gelesen - die meiste Zeit im inneren Frieden zu sein. Selbst in unruhigen und unguten Zeiten.

Und weil das alles so geschmeidig läuft, bekomme ich noch einen Schupfen. Irgendwas ist halt immer...

Einen schönen Rest-Ostermontag wünscht euch 
Oona 
 

Kommentare:

  1. Liebe Oona,

    kürzlich habe ich einen Text in der Zeitung Natur und Heilen gefunden , der mich sehr anrührt...

    Bewegung
    Wenn du das loslässt,
    was sein sollte,
    und ganz und gar
    und voller Dankbarkeit
    das annimmst,
    was ist ,
    wirst du feststellen,
    dass dein Leben
    in Bewegung gerät.
    -Solano-

    liebe Ostergrüße Emma

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    1. Moin Emma,
      danke für diesen schönen Text.
      Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche!
      Lieben Gruß
      Oona

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  2. Moin Oona,
    die Entscheidung, jetzt etwas für Deinen Vater zu tun, die gilt eben nur jetzt. Später bleibt nur ein "hätte ich doch...". Wohl dem, der weiß, dass ihm/ihr sowas noch schwerer im Magen liegt als die momentane Situation. Viele Dinge möchte man rückblickend vielleicht anders machen, aber die meisten kann man später auch noch einmal in Angriff nehmen. Bei älteren Menschen ist das leider nicht mehr so. Soweit ich Dich gelesen habe, ist Dein Wunsch, die Gegend ganz zu verlassen, ohnehin nicht so stark ausgeprägt.
    Das ist auch die Krux der heutigen Zeit: wir haben so viele Freiheiten und Möglichkeiten, aber wir sollen uns möglichst immer erklären, WARUM wir dies oder jenes tun oder lassen. Total überflüssig. Bloß kein Rechtfertigungszwang.
    Viele Leute, die offensichtlich total das Richtige tun, sind leider auch total unglücklich, also wtf?
    Liebe Grüße, Katja

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    1. Moin Katja,

      das ist die Krux. Die Möglichkeiten.

      Es ist wirklich schwer sich nicht dauernd für jeden Mist zu rechtfertigen oder sich NICHT zu erklären. Es wäre um ein vielfaches leichter, würde ich das ablegen können.

      Das sehe ich auch so. Das ich versuchen möchte so wenig wie es möglich ist, mir für später noch weitere Schuldgefühle oder "hätte ich nur - Gedanken" zu ersparen. Da habe ich schon ein paar Einheiten bei meiner Mutter eingesammelt.

      Liebe Grüße
      Oona

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  3. Moin Oona,
    nur kurz:
    https://www.netto-online.de/Online-Prospekte.chtm#mybook/13
    Ne*tto hat mittlerweile auch Tagesgerichte im Angebot, hoffe, der link funzt.
    Sieht nach Hausmannskost aus, falls es Deinem Vater schmeckt, die Nährwerte auch, wäre einfrieren und Microwelle gelegentlich eine Alternative zum Essen auf Rädern.
    Liebe Grüße, Katja

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    1. Moin Katja,
      aucch nicht funzende :-) Links werden dankend angenommen.
      Ich gehe schauen.
      Ganz liebe Grüße
      Oona

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