Sonntag, 2. April 2017

blockiert

Ich bewege mich weniger, denn mein Körper scheint gefühlt in eine vorübergehende Starre zu kommen. Noch mehr als eh schon. Und das ist nicht nur unglaublich störend, sondern auch beängstigend. Dabei hatte sich viel zum Guten verändert, seit ich im Oktober 2016 erneut mit der Al*exander-Technik begonnen hatte. 
Bis vor 11 Wochen. 
Zurzeit finde ich keine Wege raus. Aus den Dingen, die mich zutiefst „bewegen“ (!) und über die ich mit niemanden sprechen kann (aus verschiedenen Gründen) und aus den Situationen, die mich massiv belasten und fordern. Was ich spüre ist eine von Tag zu Tag größer werdende Angst mich zu bewegen. Körperlich. Bewegung = Schmerz. Mein Körper zieht sich tatsächlich „zu“. Die Muskeln verkrampfen sich und überall wandert der Schmerz hin. Wie eine Kugel in einem Fl*ipperautomaten. 
Übertragen auf meinen Geist und meine Seele macht dies für mich einen Sinn. Wenn ich nicht mehr reden kann, dann spricht mein Körper deutlich für mich. Bis auch ich es endlich begreife, dass ich handeln muss. Irgendwie... 


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Die Behandlung am Anfang der Woche hat meinem Vater nichts gebracht. Ich versuche morgen nächste Schritte in die Wege zu leiten. Hoffentlich hat die Schmerz-A*mbulanz nicht schon Osterferien.

Ansonsten fühle ich mich hilflos bzgl. der Situation meines Vaters. Gerade fällt mir mehr nichts ein, wie ein weiterer Abbau auf jeglicher Ebene aufgehalten werden kann. Es ist erschreckend und unglaublich anstrengend. Auch weil mein Vater eben so ist, wie er ist.   

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Tatsächlich war ich heute eine Stunde an der frischen Luft. Die Luft war mild und so wohltuend. Das Licht und die Farben. Außerdem habe ich es geschafft einen Apfelkuchen zu backen. Die nächste Socke habe ich angefangen, wobei bei der 2. Socke noch die Spitze fehlt. Meine Internetverbindung ist heute elendig langsam. Da wird das nix mit einem Video anschauen.
Trotz der Unbeweglichkeit habe ich einen Berg von frischer Wäsche gebügelt und die wenigen warmen Kleidungsstücke raussortiert, um sie in den Keller zu bringen. Mein Bett habe ich sicherheitshalber nicht bezogen. Das ist doch bescheuert. Ich traue mich nicht das Bett zu beziehen, weil ich Angst habe den x-ten H*exenschuss in diesem Jahr zu bekommen. Ein Teufelskreis. Weniger Bewegung = mehr St*eifheit = mehr Chancen auf Schmerzen. Wo soll das noch hinführen?Das ist das Gegenteil von dem, was ich möchte. So bleibt die Butze „dreckig“, der Balkon und die Fenster ungeputzt seit Monaten. Der Keller wird voller und voller und die Wohnung wird nicht renoviert. Ich traue mir immer weniger zu. Es ist zum Verzweifeln.
Selbst meine fast täglichen Körperübungen sind wegen bzw. nach dem letzten Hexenschuss, Knieproblemen, den Muskel-Verkrampfungen überall und der Mensis unter den Tisch gefallen. 

Morgenfrüh habe ich die erste Stunde bei M. in diesem Jahr mit der Al*exander-Technik. Es muss ein neuer Anfangsfaden zu finden sein. 
Natürlich ist einer der Hauptgründe für diese körperlichen Probleme in meiner Seele und in meinem Denken zu suchen und zu finden.

Kommentare:

  1. Liebe Oona,

    spricht etwas dagegen, ein gängiges Schmerzmittel einzunehmen? Einfach, um aus der Schonhaltung, die letzlich kontraproduktiv ist, herauszukommen? Als ganz gezielte Instant-Hilfe nicht als ultimative Lösung?

    Fragt sich gerade
    Marie und grüßt höflich über die Straße

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    1. Liebe Marie,
      das ist eine absolut berechtigte und kluge Frage.
      Wenn ich ein Schmerzmittel "hätte", dass tatsächlich mehr wirkt als das es schadet, dann würde ich eines eine Zeitlang nehmen, um aus dem Hamsterrad rauszukommen.
      Leider wirken bei mir so gut wie keine Schmerzmittel, die es so "normalerweise" gibt. Weder Aspirin oder Paracatamol (habe ich per Infusion bekommen - 0 Wirkung) und IBU vertrage ich nicht. Ein anderes gäniges Schmerzmittel brachte mir einen Kreislaufzusammenbruch.
      Ich war 2008 in der Schmerzambulanz wo auch mein Vater nun ist.
      Antidepressiva zur Schmerzlinderung funktionierte auch nicht.

      Meine Schmerzärztin hat mir dann ein "altes" Schmerzmittel rausgesucht. Das wirkt mittlerweile (warum auch immer) bei starken Kopfweh oder Migräne. Zu 70 %. Bei Rücken oder Mensis nur manchmal Seltsam.

      Ich wurschtel mich so durch. Hatte eine supergute AT-Stunde. Davon mehr evtl. im Blog. Jetzt muss ich mich dringend ausruhen. Nach einer Stunde telefonieren wegen meinem Vater. Mit meinem Vater. und ... überhaupt.

      Lieben Grüße zurück über die Straße
      Oona

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  2. Aber manchmal sind körperliche Probleme auch wirklich nur körperlich. Ich wünsche dir so sehr einen schmerzfreien Früh-Frühling.

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