Mittwoch, 29. März 2017

das Gute sehen und dankbar sein

Am zweiten Tag mit meinem Vater und meiner Schwester in der Schmerz*ambulanz lief es erneut alles glatt. Ein erfreulich heller Tag. Der Termin zum bestmöglichen Zeitpunkt. Meine Schwester kam mit meinem Vater perfekt an und fand erneut einen Parkplatz fast direkt vor der Praxis. Und das in Bremen um 10 Uhr! Kein Stau auf der Autobahn. Mein Vater hat die lange Fahrt wieder erstaunlich gut geschafft. 
Einzig blöde war, dass eine Patientin vor uns ewig den Behandlungsraum blockierte und danach - wie meine Schwester mir berichtete - die gesamte "Anmeldung" lange nach ihrer Behandlung aufhielt. Unnötige Wartezeiten, in der mein Vater seine Kräfte  (und leider auch seine nichtvorhandene Geduld)  verliert. Nun ja. 

Die Arzthelferin war sehr aufmerksam, freundlich und nachsichtig. Ein anderer Arzt als der von gestern hat unseren Vater dann für die Behandlung vorbereitet zusammen mit der Arzthelferin. 
Nach ca. 10 Minuten konnte ich meinen Vater im Behandlungszimmer allein lassen. Meine Schwester und ich sind bei dem wunderbaren Wetter spazieren gegangen. Zudem die Praxis natürlich mega voll war. Es war ja ein Glück (!), dass mich die Arzthelferin am Telefon fast am Ende des Tefefonates vor zwei Wochen fragte, was genau die Schmerzen bei meinem Vater sind. Und als ich die Diagnose "G*ürtelrose" sagte, da bekam mein Vater einen "Not*fall-Termin". Obwohl er mit den schlimmen Schmerzen seit Pfingsten 2016 quält und sein Leben auf ein Minimum einschränkt. Zwei Wochen als N*otfalltermin? Ja. Denn ansonsen ist liegt die Wartezeit in dieser Praxis - wo Menschen von überall her extra anreisen - bei sechs bis 9 Monaten. 
Glück, dass eine sehen kann, wenn sie will. :-)  

Nach zwei Stunden konnten wir wieder los und fanden umgehend etwas, wo wir uns essenstechnisch stärken konnten.
Mein Vater hielt sich die ganze Zeit über sehr wacker. 
Ohne Stau und ganz zügig waren wir um 14 Uhr wieder in Bremerhaven. 
Meine Schwester - ein weiteres Glück, dass sie sich so kurzfristig noch einen Tag frei nehmen konnte und einen der Wagen zur Verfügung hatte - ist zurück ins Geschäft und ich blieb noch bei unserem Vater. 
Tatsächlich wollte er nach einem kurzen Schlaf mit mir an die frische Luft. Einen Mann, der sein ganzes Leben lang immer in Bewegung war und immer ! an die frische Luft wollte und musste, den lockt so ein Wetter mit Sonne, Wärme und bunten Blumen nach draußen. Trotz aller Hindernisse. Mit dem Rollator läuft er mittlerweile kurze Strecken gut und sicher. Kein Rollstuhl mehr seit ein paar Monaten. Glück!  

Um 18.30 Uhr war ich wieder zu Hause. Ganz entspannt ging es dieses Mal mit Bus, Zug und Straßenbahn. Wenn es gut läuft, dann schaffe ich eine Strecke in 1 1/2 Stunden.   

Ob diese sehr schmerzhafte Behandlung etwas "gebracht" hat an Sch*merzlinderung, dass wird sich in den nächsten 48 Stunden zeigen. 

** 
Und ich habe jetzt endlich drei Tage nur für mich. Und die werde ich genießen. Nachdem ich gleich vier Be*werbungen versendet habe.   

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