Mittwoch, 8. Februar 2017

„Beruhige Dich, mein Herz.“

Vielleicht „beruhigt“ es sich in mir, wenn am nächsten Mittwoch die U*rnen-Beisetzung hinter uns liegt. Mama findet ihre letzte Ruhestätte an einem Ort auf dem Lande, wo wir als Familie viele Jahre gewohnt haben. 

Es ist Zeit ins Bett zu gehen. In den wenigen Minuten oder in der Stunde bevor ich in den Schlaf flüchten kann, könnte ich in den glasklaren Momenten des Begreifens, dass meine Mutter unwiederbringlich und für alle Zeiten fort ist, schier verrückt werden.

" Beruhige Dich, mein Herz."


Kommentare:

  1. Die Vielfalt von seelischen Schmerzen - nun kommt noch eine hinzu: Verlust, endgültiges Verlorenhaben. Und vieles, was da grad mit hochkommt, ungerufen und ungefragt.
    Ich schicke dir einen Zweig vom Apfelbaum voller duftender weisser Blüten.
    Herzlich, Ursula

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    1. Liebe Ursula,
      wie wohltuend Deine Worte.
      Danke für den Zweig.
      Ahoi
      Oona

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  2. Liebe Oona,
    wenn die eigene Mutter geht, das ist ein unglaublicher Einschnitt...
    ich möchte dir einfach weiterhin viel Kraft und auch Zuversicht in dieser schweren Phase wünschen.
    Liebe Grüße
    Dorle

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    1. Liebe Dorle,
      gut noch einmal zu lesen, dass es tatsächlich ein ganz unglaublicher Einschnitt in das eigene Leben ist, wenn die Mutter stirbt. Niemanden kennt eine solange und so intensiv wie die Frau, die eine zur Welt gebracht hat.
      Danke für Deine Zeilen.
      Ahoi
      Oona

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  3. ...vielleicht hilft dir die Beisetzung wirklich. Das Ritual, das Gehen-lassen und das Denken, dass es für deine Mutter eine Erlösung ist...
    Liebe Grüße...

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    1. Liebe Gine,
      ich hoffe sehr, dass sich am Mittwoch weitere Prozeße auflösen und mehr Frieden bei allen Familienmitgliedern eintritt.

      Ich glaube und meine zu spüren, dass ich meine Mutter gut habe gehen lassen können. Schon während Tage im Koma konnte ich ihr noch alles sagen und "sie frei geben". Ich meine, dass sie dies gespürt hat.

      Ja. Das Wissen, dass sie ENDLICH keine Schmerzen mehr hat und frei ist, dass ist es großer Trost. Alles erdenklich Gute wünsche ich ihrer Energie. Möge sie eine gute Wiedergeburt haben und sollte es einen Gott geben, dann bin ich mir sicher, dass sie es gut bei ihm hat.
      Was schmerzt, dass ist der Verlust.
      Auch das geht vorüber. Irgendwann.

      Ahoi
      Oona

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