Freitag, 17. November 2017

An*näherung am Morgen

Vor der Arbeit hatte ich noch etwas Zeit und bin an die Weser gegangen. Mein Gesicht hielt ich der Sonne entgegen und war glücklich einfach nur am Fluß zu stehen. Durchatmen. Der blaue Himmel so strahlend. Diese sonnigen Tage sind jetzt im November doppelt kostbar.
Als ich nach links sah, war geräuschlos eine junge Möwe auf der Flußmauer gelandet. 

 

Ganz entzückt sprach ich sie an. Was sie den Tag noch so vor hätte und ob sie sicher ist, dass der Annäherungsversuch ihrerseits eine gute Idee ist. Sie kam mit zögerlichen Schitten auf mich zu.




 Noch ein paar Schritte....


 


... ein kleinwenig näher...



Einige Zeit schauten wir beide gemeinsam auf das Wasser. 
Eine bezaubernde Momentaufnahme an einem hellen Tag am Fluß.


Mittwoch, 15. November 2017

viele Infos über M*igräne

Falls jemand Interesse hat an (evtl. neuen) Informtionen bzgl. K*opfschmerzen und Mi*gräne von einem Spezialisten aus Hamburg:
DAS Rote Sofa mit Herrn Prof. Dr. M*ay und der Moderatorin Inka Schneider. Ist in der Mediathek vom NDR zu sehen. Ein schnelles und sehr informatives Interview (14.11.2017) mit klaren und guten Infos.



Dienstag, 14. November 2017

nebenbei


Sonntag und heute habe ich viel geschlafen. Sehr früh bin ich wach geworden. So konnte ich sehen, wie in der Ferne über den Baumkronen der Tag anfing. Es war still im Haus und auch draußen. Ich stand in der Küche vor dem bollernden Heizkörper und schaute diesem intensiven Blau zu, welches von Minute zu Minute heller wurde. Als das klare Licht die Umgebung aus dem Dunkel heraus holte. Das sind die Momente, die mir mehr bedeuten, als eine sich vorstellen kann. Das geht bis tief in die Seele. 
Das Wetter war wunderbar. Am späten Vormittag habe ich einen kleinen Spaziergang gemacht habe. Ein heller Tag.

Am frühen Abend habe ich gekocht. Während ich das Essen zubereitete wurde mir plötzlich klar, dass mir bzgl. der "neuen" Arbeit eine deutliche und entspannte Sicht auf die Dinge fehlt. Das ich die "Fehler" nur bei mir suche. Außerdem stellte ich fest, dass mir in der Firma durch verschiedene Umstände mein "Büro-Rückgrat" abhandengekommen ist. 

Nicht, dass ich etwas nicht richtig oder nicht schnell genug mache, ist das Problem. Mein - fast automatisches - Verhalten nach einem „Fehler“ ist schwierig. Meine seelische und körperliche Haltung bricht ein. 

Ich fragte mich und spürte nach, wieso die letzte Arbeitswoche ungut für mich war, warum ich das Gefühl habe ständig arbeitstechnisch "zu schwimmen" und diese Woche mich dermaßen erschöpft hat.

Sehr viel weniger als vor Jahren verhalte ich mich unklug. Das will ich der ehrenhalber für mich selbst hier notieren. Jedoch sind es noch zu viele Dinge, welche mir über kurz oder lang schaden.

Ich habe vergessen, dass eine mit einem vorhandenen oder zumindest gespielten Selbstbewusstsein auf der Arbeit sein muss. Sonst hat eine verloren.

Grundsätzlich ist es wichtig sich zu merken, dass eine nur sehr wenigen und nahen Menschen die eigene Bedürftigkeit, Wahrnehmung oder Verletzlichkeit zeigen darf. 
Eine bekommt durch diese unkluge Vertrauens-Seeligkeit und / oder Offenheit nicht das, was sie braucht, wonach sie sich sehnt, was sie stärkt und was sie zufrieden macht. 
Es bleibt ein „sich verkaufen“ für fast nichts.
Das ist auch das Damoklesschwert über diesem Blog. 

Es gibt diese schöne, kluge Geschichte von E*ckhart von H*irschhausen über das P*inguin-Prinzip. Ein „Seevogel, der unförmig und unpassend für das Leben auf dem Land ist. Eine Fehlkonstruktion? Ein wenig schwerfällig. Wenn er jedoch in seinen Element dem Wasser ist und in der Kälte, dann ist sein Körper perfekt und er hat ungeahnte Fähigkeiten.

Im Moment habe ich weder die Kraft oder die Gesundheit, noch den Mut oder die guten Ideen, wie ich als Pinguinfrau  ;-)  aus dieser heißen Wüste ins das kühle, erfrischende Wasser der Antarktis komme...

Sonntag, 12. November 2017

ditt un datt am Sonntagmorgen

Die ganze letzte Woche war nicht günstig. Nachdem - für mich negativ bewegenden - Mittwoch ging es munter so weiter. Am Freitag waren die sechs Stunden für mich grenzwertig. Die Chefin hatte spontan Urlaub genommen. Jedes Mal wenn sie auf einem Freitag nicht da ist, bohnert der Hamster auf allen Leitungen. Schon als ich um 10.50 Uhr ins Büro kam ging es umgehend los. Gegen 12 Uhr waren mein Kopf und mein Körper so angespannt und heiß. Kopfweh. Die kamen vom Stress und von dem glühend-schmerzenden Nacken/Schulter-Bereich. Selbst der BH-Träger war zu viel. Ich kam kaum dazu etwas zu essen oder zu trinken.

Um 17 Uhr raus in den Feierabend. Wenigstens war es erfrischend kalt. Der Wind pfiff und es schüttet mal nicht. Kurz in die Innenstadt gegangen, weil ich für meinen Vater etwas besorgen musste. Durch die Haupt-Einkaufsstraße kam mir ein große Lampion-Zug entgegen. Vorweg drei wunderschöne Phantasie-Wesen, die auf Stelzen liefen und leuchteten. Leider habe ich nur ein kurzes Video gemacht, aber kein Foto. Sie sahen wirklich toll aus. Direkt dahinter lief ein Spielmannzug mit ca. 20 Leuten. Davon vor allem Trommeln. Ich dachte, mir setzt das Herz gleich aus als die fast auf meiner Höhe ankamen. Ich bin in ein Kaufhaus geflüchtet. Hinter dem Spielmannszug liefen viele Erwachsene mit ihren Kindern … und den Lampions.

Wie schön sind die feinen, kleinen Lampionumzüge, wo die Kinder in den Straßen um ihr Zuhause ganz stolz und staunenden ihre u.a. selbstgebastelten Laternen durch die Nacht tragen und dabei zusammen zart- laut- leise-kräftig ihre Lieder singen. 
DAS  ist berührend. Bei mir löst das schwache, aber schöne Kindheitserinnerungen aus.


Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf mein Licht,
Brenne auf mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht.


**

Meine Schwester schickte mir vorgestern ein Foto von der Grabplatte auf dem Friedhof. Endlich ! ist das geschafft. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie macht das was in meinem Inneren.

**

Das mit dem „Zucker weglassen“ hat nur bedingt funktioniert. Apfel- und Birnenmus, Bananen und Brot sind zu häufig auf dem Tisch. Zumindest esse ich seit dem 18.10.2017 keinen gekauften Kuchen oder Kekse mehr. Keine süßen Brötchen, Eis und keine Schokoriegel oder Schokolade. Das will ich JETZT wertschätzen. Das ist wirklich (!) ein sehr guter Anfang. Viel mehr Gemüse wäre gut. Befürchte ich. *lach*
Heute und morgen ist erholen und ausruhen … und kühlen … angesagt. Schreiben. Lesen. Viel schlafen. Morgen soll das Wetter gut werden. Frische Luft.


Mittwoch, 8. November 2017

doch nicht

Um 17.40 Uhr im Outdoor-Laden. Konnte mich nicht entscheiden zwischen dem Mantel - etwas zu lang - und der Jacke - etwas zu kurz -. Habe längere Zeit mit mir gerungen. Vor allem die mögliche Geldausgabe machte mir keine Freude. Also. Es muss eine andere warme Jacke zu finden sein.

Im Grunde müsste ich einiges in der Wohnung machen, weil ich am Sonntag tatsächlich Besuch zum Kaffee bekomme. Doch ich habe mich heute Abend entschieden meinen blöden Perfektinismus in den Wind zu schießen. Der hat mir heute schon auf der Arbeit zugesetzt... 
Plan für Sonntag: ich putze das Bad gründlich. Sauge die Wohnung und wische die Bodenfliesen in Bad und Küche. Irgendwann Freitagabend. Fertig!Zeit zum Backen hätte ich eh nur noch nachts. Deswegen hole ich den Kuchen am Sonntag vom besten Konditor der Stadt, der nur ein paar Minuten von hier eine Filiale hat. Das Backwerk kann ich mir jetzt leisten, denn ich habe heute gespart...

Nachtrag um  22:10 Uhr: Das Leben ändert sich schneller als eine so denkt. Keine Putzaktionen nötig. Die Frau, die mich am Sonntag besuchen wollte, hatte einen Unfall und kann nicht kommen.  

Dienstag, 7. November 2017

"mmoahh... immer diese Folgekosten!"

Wenn eine stumpf und starr nur das Allernötigste bewerkstelligt oder einkauft, dann ist das eine fast sparsame Angelegenheit. Fängt eine an sich zu bewegen, dann ergibt das umgehend Folgekosten.


Am Morgen bin ich früh aus dem Bett. Der Arm maulte ein wenig, weil ich wohl auf der Seite und somit auf dem Arm bzw. der Schulter gelegen habe. Leider hatte ich einen Alptraum, der mir noch eine Zeit nachhing. Manche Träume sind inhaltlich ähnlich. Ich versuche ein Flugzeug oder Zug nach Hause zu bekommen, aber einfach nichts funktioniert. Und die ganze Zeit empfinde ich die Panik. Wenn ich erwache, habe ich ordentlich Puls, mein Körper ist sehr verspannt und nassgeschwitzt.


Dann ist eine Dusche eine Wohltat! Nach dem Frühstück habe ich ein Teelicht vor meiner Buddha-Figur angezündet und habe mich danach für acht Minuten nur auf das Gehen konzentriert. Kaum das ich losgeschritten war, klingelte schon der Wecker. Sehr spannende Zeit und Übung. Als ich vor Jahren in einem mehrtägigen Retreat war, wurde im Wechsel von 50 Minuten im Sitzen und im Gehen meditiert. Daher kenne ich Gehmeditationen ein wenig.


Etwas später als geplant – aber trotzdem mehr als rechtzeitig – fuhr ich mit dem Rad zur Arbeit. Um 10.20 Uhr war es hell. Jedoch hing der Nebel über der Stadt und so war nach kurzer Zeit mein Wintermantel etwas feucht. Die Regenhose hielt die Tuchhose trocken. Meine Güte, war das frisch… aber sehr belebend. Ich fuhr ein kleines Stück des Weges durch den wunderschönen, novembrigen Bürgerpark, der fast schon ein Wald ist. Was für eine Wohltat … was für ein Aufatmen… mich an der Natur zu erfreuen. An den Menschen, die sportlich unterwegs waren. Erstaunlich viele ältere Frauen. Zu zweit oder in Grüppchen. RadfahrerInnen in den verschiedenen Geschwindigkeiten. Ein entspanntes Gewusel von Leben und ich mittendrin. Mein Geist so fein klar. Weil ich ausreichend Zeit eingeplant hatte, musste ich mich überhaupt nicht hetzen. Sehr angenehm. 


Kurz vor der Firma machte ich schlapp. Ich sprach mir Mut zu und das es jeden Tag besser werden wird, denn ich mit dem Rad unterwegs bin. Was mir auch klar wurde: ich benötige einen anderen Sattel (mein Rücken findet die Sitzposition nicht gut), eine größere Fahrradtasche (weil da Regenzeug, Nahrungsmittel für die Arbeit u.s.w. bequem reingehen sollten) und die Griffe am Lenker müssen endlich erneuert werden. Super, dass mir das NACH meinen Urlaub klar wird, wo ich jetzt viel weniger Zeit habe.


Vor dem Arbeitsbeginn konnte ich noch in einem Bio-Supermarkt eine Flasche Wasser kaufen. Mehr hätte ich nicht tragen können und die Tasche war schon voll, weil ich mir ein Käse-Brot und Jogurt mit Birnenmus von zu Hause mitgenommen habe. *stolz*

Morgen treffe ich mich mit C. in der Stadt. Dann habe ich auf jeden Fall eine Pause und ich sehe meine Freundin.

Nach Feierabend um 17 Uhr bin ich zum Rad und überlegte, wie ich jetzt am besten zum Outdoor-Laden in die Innenstadt komme. Tatsächlich habe ich einen gut fahrbaren Weg gefunden, welchen ich abends grundsätzlich nehmen kann. Denn um 17:20 Uhr durch den stockdunklen Bürgerpark zu fahren, das finde ich eine unheimliche Vorstellung. Morgens hin durch den Park, abends fast meine alte Rennstrecke wieder zurück. 


Im Outdoor-Laden fand ich fast umgehend eine Winterjacke, die mir gefiel. Aber der Preis !!! Die tomatenrote Jacke ließ ich mir weghängen, da ich sie auf dem Rad nicht hätte transportieren können. 


Zuhause schaute ich im Internet nach der Jacke und die gibt es auch als Mantel. Hm… ich suche eine wasserdichte, warme, längere Winterjacke/mantel mit einer gutsitzenden Kapuze. Dazu ist sie von Innen so schön muckelig warm.


Als ich erstaunlich schnell und locker (?) mit dem Rad zu Hause angekommen bin, ging ich umgehend einkaufen. U.a. im Bio-Laden. Für ein sättigendes Müsli am Morgen habe ich mir dies und das zusammen gesucht. Tja… wenn ich eines echt doof finde, dann ist es, dass aus geöffneten Tüten die Lebensmittel rieseln. Hirse, Haferflocken, gepoppter Dinkel (ungesüßt) oder Mehl. Jetzt muss ich also los und schöne, praktische Vorratsgläser und Dosen kaufen. Na Bravo!  ;-) 


Zum krönenden Abschluss dieses Tages machte ich mir meine kleinen Pizza-Schnecken. Mit viel Appetit und körperlichem Hunger habe ich sie gegessen. Eine DVD als Unterhaltung.


Morgen habe ich meinen langen Tag und mag nicht schon um 07:45 Uhr durch die Stadt fahren, weil mir der Bürgerpark noch zu dunkel ist. Auf meiner Strecke durch die Stadt ist um diese Zeit der Wahnsinn auf Rädern los.
Außerdem bin ich der Meinung, dass ich den Mantel auch in dem Laden hab hängen sehen. Sollte ich den kaufen, wovon ich jetzt ausgehe, dann kann ich bequem mit der dicken Tüte in die Straßenbahn einsteigen, die fast vor dem Laden hält. 
Im Übrigen benötige ich – so oder so – wärmere Handschuhe und eine wärmere Mütze. Und noch irgendwas reflektierendes, dass ich an das Rad oder am mir befestige.

Montag, 6. November 2017

es fehlt etwas Luft ;-)

In jeglicher Hinsicht... der Tag ist einer der ersten seit gefühlten Wochen, wo die Sonne kräftig vom Himmel strahlt. Dieser leuchtet in wunderschönem Blau. In der Nacht hat es zum ersten Mal gefroren. Trotzdem bin ich heute seit längerer Zeit mit dem Rad gefahren. Also ehrlich. Gefühlt hätte ich auch einfach schnell nebenher laufen können. Ich weiß ja, dass ich muskulär massiv abgebaut habe, aber so! 
Natürlich fehlte den Reifen von meinem Rad etwas Luft. Und tatsächlich fuhr es sich wesentlich leichter und schneller als ich ordentlich Luft drauf gegeben habe. Praktischerweise hat der Fahrradladen draußen so einen Schlauch, wo eine fix und fast ohne Anstrengung die Luft in die Reifen reinpressen kann.

Klamottentechnisch muss ich aufrüsten, wenn ich meine Pläne umsetzen will. Ich habe nach 25 Minuten zu Hause sein noch eiskalte Füße und Hände. Die Handschuhe sind ein Witz. ;-)

Morgen werde ich - sofern es nicht regnet - mit ausreichend Zeit mit dem Rad zur Arbeit fahren. Schön suutsche und achtsam. Es hilft nichts. Irgendwo muss ich anfangen, um meine fernen Ziele 2019 auch zu schaffen. 
Außerdem weiß ich, dass ich zu oberflächlich atme. Rad fahren kann helfen. Um den Streß abzubauen, an der frischen Luft zu sein und mich zu bewegen. Das wiederum hilft gegen dep*ressive Verstimmungen und Muskelabbau. 

In der Stunde mit M. kam ich darauf, dass Sitz.-Mediation weiterhin nicht gut möglich ist. Schmerzen und so. Deswegen machte mich M. auf die Gehmeditation aufmerksam. 
Sie selbst praktiziert schon seit Jahren ZEN. 
Nun ist mein Wohnzimmer relativ lang und ein paar Schritte in Achtsamkeit sind möglich. Im Grunde kann eine alles nutzen, um sich in Achtsamkeit zu üben. Putzen, gehen, backen, kochen, stricken oder essen.

Samstag, 4. November 2017

Zucker und TV

Es ist eine Herausforderung den bisherigen massiven Konsum (in den letzten Monaten) von Zucker und Fernsehen/Internet zu reduzieren bzw. ganz weg zu lassen.
Nachdem es anfänglich gut geklappt hat mit dem "fast kein Zucker", ist die Zuckermenge für einen Tag fast unbemerkt mehr geworden. Erstaunlich wie das so funktioniert. Etwas nicht zu bemerken, was im Grunde gar nicht zu übersehen ist!
Erneut heißt es am "Regler" drehen und runterfahren. Ich schreibe hier nicht von Schokolade oder gekauften Kuchen etc. Sondern aus den zwei Stück selbstgebackenen Kuchen am Tag, wurden es die letzten zwei Tage dann wieder vier Stücke. Und die Prise Zucker im Obstmus wurde großzügiger. Letztlich zuviel an Zucker. Vom Fruchtzucker mal ganz abgesehen. 

Dann telefonierte ich heute und lief dabei in der Wohnung umher. Aus irgendeinem Grund realisierte ich, dass ich an meinem Radio ein Antennenkabel gestöpselt hatte. Verblüfft schaute ich das Kabel an. Natürlich habe ich es versuchsweise an den Fernsehen geklemmt und ... konnte fernsehen. Habe das Kabel umgehend abgenommen. Moooaah... so ein Schiet. Sinnigerweise läuft das Radio auch ohne Antennenkabel! Die letzten drei Tage war ich auffallend oft am Laptop... schleichend zurück in die stärkere "Betäubung".

Der Zucker ist aus der Küche weggeräumt und das Kabel liegt im Schrank.

Denn ich habe deutlich in den letzten Wochen gespürt, wie gut es ist, dass ich nicht fernsehen kann. 
Meinen Muskeln und meinen Nerven geht es von Tag zu Tag besser. Ich versuche mich auf die bereits guten Erfahrungen der letzten Wochen zu konzentrieren und mich nur um den nächsten Tag zu kümmern.

Seit ein paar Tagen meditiere ich morgens...

Freitag, 3. November 2017

was für ein Zufall

Am morgigen Samstag, den 04.11. 2017, ist Theresa B*aumgärtner beim N*DR um 18.45 Uhr auf dem r*oten Sofa zu Gast. Sie stellt u.a. ihr neues Buch vor. Siehe vorherigen Post.

Ich habe mich entschieden am Dienstag wieder zur Arbeit zu gehen. Bis dahin habe ich noch etwas Zeit um die Schulter fit zu machen. Weil der Rest vom Körper etwas durch die akuten Entzündungen in der Schulter und dem Fuß in "Schieflage" gerutscht ist, habe ich am Donnerstag vor der Arbeit einen Termin bei meiner H*eilgymnastin bekommen.  

Der Z*itronenkuchen ist nach dem Auftauen luftig und saftig. Ist also definitiv auf der Liste der Wiederholungs-Kuchen eingetragen ;-) 

Donnerstag, 2. November 2017

Frau Oona backt … Z*itronenkuchen

Aus meinem neuen Buch  „B*acken in der Winterzeit“  von Theresa B*aumgärtner habe ich mir als erstes den Zitronenkuchen rausgesucht. Weil ich mich schwach an den Duft und den Geschmack erinnern kann.
Das hier war das inspirierende Foto aus dem Buch.  




Gestern habe ich wunderschöne Bio-Zitronen gefunden. Das ist ein Zeichen, dachte ich. Einfach weil sie so schön sind, habe ich die Früchte in einer hellblaue Schüssel auf meinen Küchentisch gestellt.



Früher habe ich öfter Überraschungen beim Backen und Kochen erlebt. Mittendrin bei der Zubereitung las ich „1oo ml Milch“. Hä?? Welche Milch oder wieso jetzt Schmand?? Um das zukünftig bei meinen geplanten Back-Experimenten zu vermeiden, habe ich heute alles fein auf meinem Küchentisch zusammengestellt. Vor Beginn habe ich das ganze Rezept und die Abläufe genau durchgelesen…


Mixen, mischen, abwiegen, Löffel schwingend und abmessen.... Hochkonzentriert war ich bei der Sache. Da war auch schon mal meine Zungenspitze zwischen den Lippen zu sehen und das wilde Aufstäuben von Mehl. Ich habe mich immer wieder daran erinnert zu atmen. *lach* 
Es soll Menschen geben, die das Kochen und Backen ganz kolossal entspannt. Daran arbeite ich quasi nebenbei.
Beim Werkeln nie die kleinen Schönheiten in Farben und Formen übersehen. Und sind es auch nur vier glückliche Eigelbe mit Blasenformationen obenauf. Ich liebe es gern rund.


Die mit fluffigem Teig geschmeidig gefüllte Kastenform ab in den vorgeheizten Ofen. 180 Grad, mittlere Schiene mit Ober-und Unterhitze. Leider habe ich keine Umluft-Funktion.
Während der Teig zum Kuchen wurde, habe ich nach Rezeptangabe den Zitronensirup erstellt. Hmm… ich fand den Duft von der erhitzen Flüssigkeit aus Honig, Zitronensaft und Wasser überaus verwirrend und eher unangenehm. Ist das der Honig? fragte ich mich.
Weil ich den Geruch so merkwürdig und unappetitlich fand, habe ich den Sirup entsorgt und das Ganze noch einmal mit Rohrrohrzucker wiederholt. Kurz: es ist der heiße Zitronensaft, der so unschön riecht.

Mehrere Blicke in den Ofen. Der Kuchen lugte und lugte einfach nicht über die Form hinaus. Nach 30 Minuten holte ich - einem mütterlichen Instinkt folgend - die Form auf dem Ofen, um nach dem Rechten zu sehen... und der Kuchen war obenauf verbrannt!

So ein Schiet. Wieso habe ich das nicht gerochen? Nun ja. Atmen, Frau Oona. Atmen. Stäbchenprobe. Der Kuchen war fertig.
Mit dem Backpapier in der Form ließ sich der Kuchen aus der Form vorsichtig „stürzen“. Ich ließ das dampfende Teil „auf dem Kopf“ liegen. Die dunkle "Rinde" kann ich später abschneiden.

Nachdem er ein kleines Bisschen ausgekühlt war, habe ich mit einem langen Holzstäbchen viele Löcher in das Backwerk gepikst. Eben von unten statt von oben. Vorsichtig den Sirup eingeträufelt. Weil die Kruste fein krosch war, lief unten auch nichts raus. Siehste!

Am Nachmittag schnitt ich mein etwas schmales Backwerk an und klöppelte ich mir einen Cappuccino. Auf dem Sofa lag der zweite Band von Jo Nesbo. Ein Teelicht brannte für die Gemütlichkeit und eine bollernde Heizung an der Seite brachte die muckelige Wärme in den Raum. 


Meinen Zitronenkuchen, der schmackhaft, wunderbar duftend, saftig und zitronig geworden ist, habe ich in Scheiben geschnitten und eingefroren. So habe ich die nächsten Tage – wenn ich möchte und es passt – ein kleines Glück zur Kaffeezeit.

Weil es zurzeit so schöne Birnen gibt, ist das nächste Rezept schon rausgesucht. Ein Schokoladen-Birnen-Kuchen… 

**

Mittwoch, 1. November 2017

Gedanken sind Kräfte

Manchmal ist es gut an das eine oder andere nicht zu denken. 

Erst hatte ich mein freies Wochenende. 
Letzten Freitag war ich krank und konnte nicht zu meinem Vater. 
Nächstes Wochenende kann ich nicht zu ihm fahren, weil wieder keine Züge fahren seit letzten Samstag. Voraussichtlich ist das auf "meiner" Strecke so bis zum 8.11.2017! 
Wenn ich gesund bin und diese verfluchten schiet Züge endlich wieder fahren, war ich VIER Wochen nicht bei meinem Vater.
Ich telefoniere zurzeit jeden Tag mit ihm 20 bis 40 Minuten. Er klingt verwirrter. Für mich ist das auch eine "Sicherheitsabfrage" wie es ihm geht. Ab 15.11. oder so hat er dann endlich den H*ausnotruf.
Vor vier Wochen oder so hat er sich erneut entschieden einen  Anbieter von "Essen auf Rädern" zu versuchen. Das Essen ist meistens irgendwie in Ordnung. Selten gut. Aber er bekommt jeden Tag gegen 11 Uhr ein heißes Essen geliefert und ißt es auch. 

Das Einzige, was mir etwas Ruhe bringt ist, dass ich selten am Tag an meinen Vater denke. Wenn ich mich hier zu Hause gräme und mir das Herz so schwer wird, dann ist meinen Vater damit nicht geholfen. Und ich kann es gerade nicht ändern.

Nachdem ich meinen Widerstand aufgegeben habe, ist es viel weniger "mein Leben nicht gestalten wie ich das will". Es erzeugt weniger Versapnnungen, Ärger und Widerstand.
Später möchte ich mir nichts vorwerfen müssen. 

Gedanken sind Kräfte. Manchmal an etwas nicht zu denken, erlöst eine von unguten Gedanken und somit unguten Gefühlen.
Zudem versuche ich mir klarzumachen, dass es mir z.B. gar nichts !! hilft, dass mein Vater sich viele Sorgen um mich macht. Wegen meiner Gesundheit und meiner Arbeit usw. 
Eine kann nur versuchen Lebensumstände zu verändern, damit die sich - wo möglich - zum Besseren hin entwicklen.

Heute fährt meine Schwester hin und kümmert sich um die Wäsche, die dringend gemacht werden muss.

Ich fahre gleich in die Stadt. Dinge müssen erledigt werden und ich treffe mich mit C. zur Pause. Jetzt muss ich nur noch einen wärmeren Pullover und die weite Regenjacke finden, in die ich armtechnisch reinkomme... ;-) 

Ahoi und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!
 

Montag, 30. Oktober 2017

kleinere einheiten

also im grunde zwingt eine so eine entzündete schulter dazu in kleinere einheiten zu denken und zu arbeiten. da ich entschlossen bin diese entzündung in der schulter gründlich ausheilen zu lassen, gebe ich mir größte mühe schön achtsam und vernünftig zu sein. immer wieder kühle ich, nehme weiter schmerzmittel - die ich auch benötige -, trinke viel, ruhe mich aus und wechsel zwischen den sitzen auf dem stuhl - schaue im internet ab und an dokus in der mediathek - und dem sofa. oder ich lege mich für eine stunde hin, weil ich so am besten kühlen kann.

mein selbst gebackener marmorkuchen rettet mir den mors. zwei scheibchen pro tag zum cappuccino. meine kleine zuckerdröhung. dafür lasse ich den zucker ansonsten weg. ich liebäugel mit einem zitronenkuchen aus meinen neuen backbuch von theresa. 
den kuchen aus der kastenform in scheiben geschnitten und dann je zwei scheiben eingeforen, dann hätte ich erneut jeden tag ein kleines glück.sinnigerweise hat die autorin des buches ohnehin ein auge auf die reduzierung von zucker. ich backe zurzeit "nur" das halbe rezept und nehme noch etwas weniger zucker als angegeben. natürlich bin ich mir bewußt, dass die küchlein dennoch zucker beinhalten. 
kein kuchen am nachmittag... das schaffe ich zurzeit einfach nicht.

** 

am anfang hieß es, dass es keinen stein für das grab meiner mutter geben soll. weitere infos dazu behalte ich für mich. dann wurden dinge entschieden und nun muss dort, wo sie liegt, eine grabplatte gelegt werden. heute gab ich die platte in auftrag.

mittlerweile gibt es ein oder zwei tage in der woche, wo mich die trauer nicht schmerzhaft überrollt. nur kurz, aber um so heftiger. wenn ich sie anbranden spüre, die vielen gefühle, dann lasse ich es zu. mir fallen dazu die wellen am strand ein. sie spülen an. manchmal stark und kraftvoll oder sie spülen leise und sanft über den strand. sie kommen und gehen seit urzeiten.

widerstand erzeugt noch mehr schmerz. es ist allerdings wichtig - das habe ich gelernt - darauf zu achten, dass die wellen der trauer und des verlustes auch wieder abfließen können. das ausreichend zeit vorhanden ist, um ruhig ein- und auszuatmen zu können. das leben im jetzt zu leben. 
ja. es bedarf auch zeit, um dem meer zuzuhören und den eigenen bewegungen im inneren. zeit zum entspannen. zeit um zu begreifen. und mit der zeit werden sich weitere "dinge" sortieren. nur wenig ist "zu tun". es reicht zu beobachten. 
vertrauen
loslassen

ich habe mir ein ritual überlegt. trauer"arbeit" und rituale sind eine uralte form zu heilen. überhaupt spüre ich starke impulse in den letzten vier wochen mich erneut auf die suche zu machen nach der "passenden" spiritualität in meinem leben. ;-) das muss keine "festgetackerte" ... hm... form, religion oder so sein.  




im internet habe ich einige dokus über interessante frauen, neue wege oder inhalte gefunden. über die Möglichkeiten im leben einen halt oder einen sinn zu finde. ich spüre, dass mir so etwas fehlt. noch mehr als sonst.

jetzt habe ich den text hier in kleinen einheiten geschrieben. für heute muss das reichen. nun ist kühlung ist angesagt und ausruhen. am abend versuche ich einen pizzateig zu erstellen. eine wird kreativ, wenn sie vorübergehend nur einen arm zur verfügung hat... allein ein hosenknopf kann eine herausforderung darstellen. lächel*

auf dem instagram-account von anja zeilensprung68 habe ich ein sehr schönes Foto mit einem Satz von Roger W*illemsen gefunden. 


"Da wir das Leben nicht verlängern können, 
müssen wir es verdichten." 


*

Samstag, 28. Oktober 2017

Marmorkuchen

am donnerstag habe ich gebacken. meinen ersten marmorkuchen seit langer zeit. keine ahnung wie ich das hinkommen habe.



das schmerzmittel vom arzt wirkte gestern gar nicht. bin auf mein alte schmerzmittel zurückgewechselt. aber ich habe eine 1/2 tablette mehr genommen als sonst. das scheint einen unterschied zu machen. das ich da nicht schon eher drauf gekommen bin. außerdem ist das mittel entzündungshemmend. ich kühle. auch den linken fuß. da habe ich eine weitere entzündung drin. das passiert, wenn ich - ohne es so recht zu bemerken - anfange zu humpeln. 

krank ohne tv ist eine weitere herausforderung. aber ich habe noch genügend zu lesen. ein ganzes regalfach voll. heute habe ich mit dem ersten krimi von dem norweger jo nesbo angefangen.


ansonsten bin ich süchtig nach selbst geklöppeltem apfel- bzw. birnenmus. auf einem dünnen pfannkuchen zum frühstück oder in meinen quark, welchen ich mit ziegenmilchjogurt vermische. der teure jogurt ist viel milder als normaler jogurt.

der mann meiner bayrischen freundin hat mir heute die daten gemailt von dem gebuchten flug von e. im februar. fünf tage wir beiden mädels. darauf freue mich sehr und es ist ein lichtblick. 

hier sind die vorboten vom sturm schon am nachmittag zu spüren. es heult ums haus, dass eine ´ne gänsehaut bekommt. dazu ist hier morgenfrüh ohnehin hochwasser. hoffentlich haut dieser sturm nicht schon wieder zig wunderschöne bäume um. 

die uhren werden umgestellt. ob sie wohl jemals diese bescheuerte idee wieder rückgängig machen?

Freitag, 27. Oktober 2017

beim Or*thopäden gewesen

Also eine weitere Nacht in der ich vor Schmerzen nicht schlafen konnte. Irgendwann war klar: ich muss dringend zum Arzt. Gleich zu einem Facharzt. Um 9:08 h war ich in der Praxis. Kam nach wenigen Minuten dran. Diagnose: eine akute Sch*leimbeutel-Entzündung in der rechten Schulter. Es gab eine K*ortisonspritze und ein anderes Schmerzmittel. K*rankschreibung bis nächste Woche Freitag. Da muss ich zur nächsten Spritze hin. Schonen, kühlen und regelmäßig ein Schmerzmittel nehmen, sagte der O*rthopäde. Dann ist bald alles wieder fein. 

Falls eine gute TIPPS hat, dann her damit. Positive Geschichten nehme ich auch. Schauerliche Berichte zu dieser Erkrankung sind überflüssig ;-)

Mehr zu tippen mit links schaffe ich nicht.  Der rechte Arm ist fast nicht zu benutzen. Schiete... tut das weh!! 
Fluchen soll helfen, habe ich mal gehört. 


Ahoi
Oona



Donnerstag, 26. Oktober 2017

das mach ich mit links

Tja... ich habe mir vorgestern irgendwie den Oberarmmuskel ... ja was ? gezerrt? Einen Nerv eingeklemmt? Die Schmerzen werden schlimmer. Schiete. Morgen fahre ich zu meinem Vater. Was sollte ich beim Arzt? Montag natürlich um mich krankschreiben zu lassen. Aber mein Hausarzt hat Urlaub. Super! Nach dem dreiwöchigen Urlaub dann krank.

Seit Samstag heftige Unterleibschmerzen. Bis Mittwoch. 
Von Samstag auf Sonntagnacht ein eingeklemmter Nerv im Rücken. Was für eine Nacht. Jede Nacht ganz grauenhafte Alpträume. Wo kommt das alles nur her? 
Habe den Nerv am Sonntag wieder frei bekommen mit Wärme und vorsichtigen Bewegungen die mir sinnvoll erschienen. 
Gestern dann fing der rechte Arm an zu schmerzen und ich habe kaum Kraft darin.Vorhin habe ich gekühlt, aber wohl irgendwie den Arm ungut gehalten... das tut so schiete weh. 

Hoffentlich wirkt gleich die Schmerztablette und es ist nicht etwas "kaputt" gegangen bei meinen Dehnungsübungen. Ich war einfach einen Moment unachtsam.

An Tagen wie diesen komme ich an meine Grenzen. 
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal einen Tag mich frei und ohne Schmerz bewegen konnte. 
An Tagen wie heute habe ich einfach keine Lust mehr. 
Wozu das alles. Jeden Tag so mühsam voran. Einfach aus und fertig. In 20 Jahren, ein paar mehr oder weniger, geht dieser Körper ohnehin in Staub über.

...  und nur weil ich mich jetzt weigere, kann ich (noch) die Verzweiflung daran hindern nicht über meine Seele und mein Herz wie ein beschissener, go*ttverdammter Orkan hinwegzufegen.


Mittwoch, 25. Oktober 2017

wertschätzen was ist

Ich hatte gestern den Tag lang das eine und andere erledigt, war 1 ½ Stunden zu Fuß unterwegs im Nieselregen und hatte den täglichen Anruf bei meinem Vater erledigt. Auf dem Sofa sitzend fing ich gegen 17 Uhr an zu lesen… nach einer Viertelstunde wurde ich auf einmal so müde, dass ich das Gefühl hatte, auf dem Sofa wegzukippen. Mittlerweile erkenne ich es als das an, was es ist. Ein Anzeichen für eine wirkliche Pause von allem. Also raus aus den Klamotten und ab ins Bett. Den Wecker stellte ich auf 40 Minuten.  Normalerweise sinke ich bei solchen (heute nur noch seltenen) Aktionen sofort in Tiefschlaf. Dieses Mal lag ich eine kurze Zeit halbwach im Bett.

Mir kam der Gedanke in was für guten Lebensumständen ich bin. Im dunklen, ruhigen Schlafzimmer wurde mir bewusst, was es für ein Luxus ist, dass ich in meiner Lebenszeit – außer während der sechs Stunden im Büro -  frei bin zu tun und zu lassen, was immer ich will. 

Klar, alles im Leben hat  „Vor- und Nachteile“.  Ich kann nur von dem ausgehen, was jetzt ist.

Selten wird mir bewusst, dass ich trotz der unguten Dinge in meinem Leben, zumindest heute ein recht „gutes“ Leben führe. Da ist Dankbarkeit, die ich empfinde. Und eine bisher selten aufgetauchte Wertschätzung für all das was ist. Für das, was ich überlebt, erlebt und dennoch erreicht bzw. geschaffen habe.

Achtung und Respekt mir selbst gegenüber ist mehr als angebracht. So ein Gefühl habe ich gerade.

Geht eine mit einer solchen Wahrnehmung für das Gute im Leben nicht mit einer anderen Haltung durch den Alltag? Ich glaube schon. Das Gefühl der Dankbarkeit und Wertschätzung für sich selbst fühlt sich ziemlich gut an. Es entspannt mich seltsamerweise sehr.
Ja. An den Tagen, in denen es in meiner Seele dunkel ist, kann ich meine in großen Teilen gute und sichere Lebenssituation nicht wahrnehmen. Es ist wie es ist.

Apropöchen gut. Brav nehme ich die Kügelchen meiner Heilpraktikerin, trinke weiterhin viel Wasser und esse jeden Tag (!) eine warme Mahlzeit und fast keinen Zucker. Zur Nacht nehme ich „Tabletten“ zum entsäuern. Seit sieben Tagen gibt es die Vitamin D + Magnesium Tabletten. Außerdem nehme ich erneut ein Mittel, welches gut bei D*epressionen wirkt und mein „Nervenkostüm“  beruhigt. Rein pflanzlich. Tatsächlich verändert sich etwas. Ganz fein, aber bemerkbar. Vor allem meinen Muskeln geht es etwas besser.

So hoffe ich, dass ich bald wieder mehr mit dem Rad fahren kann. Zuletzt war das sehr anstrengend und kraftraubend. Unangenehm. Wo kaum noch Kraft ist, vermeidet eine jede Bewegung oder Anstrengung. Wie ein früherer Kollege stets zu sagen pflegte: „Ein Teufelskreis.“

Wenn ich mit dem Rad fahren würde / könnte – auch bei der jetzigen Jahreszeit -, hätte das einen weiteren nicht zu unterschätzenden Vorteil neben der frischen Luft und der Bewegung. Ich würde den mega-belastenden Situationen aus dem Weg gehen, die eine heutzutage in den öffentlichen Verkehrsmitteln, an Haltestellen oder am Hauptbahnhof begegnet. Wo ich öfter umsteigen muss.

In den letzten 1 ½ Jahren ist es viel unangenehmer geworden und seit Monaten bemerke ich, wie sehr mich das alles stresst. Dieses mich aussetzen von alldem, erzeugt in mir jede Menge erschreckender und schlechter Gedanken und Gefühle. Das ist völlig kontraproduktiv zu allem, was mir wichtig ist und was ich brauche.

Was gibt es noch? Ach ja… meine Waage habe ich weggestellt. Ich freue mich, wenn ich wieder in meine (Arbeits-) Hosen passe. Auf die Arbeit habe ich keine Lust. Aber sie bringt das Geld rein, damit ich meine Lebensumstände bezahlen kann.

Über Mittag fahre ich in die Stadt, um mich mit C. zu treffen. Leider hat M. die heutige Stunde für die K*örpertherapie vorhin aus Krankheitsgründen absagen müssen. 
Es regnet... vielleicht laufe ich auch in die Stadt. ;-)  

Montag, 23. Oktober 2017

Strümpfe für die kalte Füße

Wenn ich mich ins Bett lege und wenn auch noch so müde bin... sind meine Füße kalt, dann kann ich nicht einschlafen. Da ist gar nichts zu machen. Ich wälze mich hin und her. Bin unmotiviert noch einmal aufzustehen, denn im Bett und unter den DREI ! Decken ist es ansonsten ganz kuschelig und muckelig. Aber die Füße sind gefühlte Eisklötze. Verstehe eine warum. 
Mooahh ey ... irgendwann gebe ich auf und steige aus dem Bett, um nach einem Paar lockeren Wollsocken zu suchen. Von denen habe ich nur wenige. Bei der Suche fand ich vorgestern ganz hinten in der großen Schublade meine von mir selbst gestrickten Strümpfe. Da sind sie also geblieben! 
Damit hatte ich vor ein paar Monaten angefangen. Strümpfe zu stricken. Vielleicht erinnert sich noch die eine oder andere Leserin. Das zweite Paar war erstaunlich gut gelungen, aber eben nicht perfekt. Na, für´s Bett reichen sie noch, dachte ich mir (wohl). 
Tja, es ist erstaunlich, wie gut sie mir passen. *staunt und freu*

Wenn ich dann wieder ins Bett gehe - mit wärmenden, kuscheligen Socken an den Füßen - dauert es keine drei Minuten und ich sinke in tiefen Schlaf. Verblüffend. Funktioniert jedes Mal.

Durch die Findung des - gar nicht so schlechten - Sockenpaares bin ich motiviert erneut zu stricken. Am Wochenende treffe ich mich mit B.H. zum Frühstücken und danach wollen wir etwas durch die Stadt "bummeln". Vielleicht fällt mit schöne Strumpfwolle in die Hände. Jetzt beginnt doch wohl die neue Strick-Saison und es gibt schönere Wolle als bei meiner letzten Suche.
Hoffentlich spielt die Fingerkuppe meines linken Zeigefingers mit. Sie ist zwar gut verheilt, aber weiterhin missgestimmt und sie schmerzt leicht. Die empfindlichen Nervenzellen fanden es womöglich nicht erbaulich, dass ich sie mit dem extrem scharfen Brotmesser entzweit habe. Die sind aber auch nachtragend. :- )

Morgen kann ich einen weiteren Tag in der Butze bleiben. Tag vier ohne Termine, Treffen oder notwendige Aktivitäten. Das ist erfreulich, weil erholsam. Nur zum Einkaufen muss ich morgen raus. 

Zurzeit lese ich einen Roman von Petra Oelkers über das Hamburg von 1905. "Das klare Sommerlicht des Nordens"  Interessant geschrieben über das Leben in der Zeit. Irgendwie kann ich keinen "roten Faden" erkennen. Bin aber auch in der letzten Zeit sehr krimilastig unterwegs gewesen und da gibt es meistens eine klare Vorwärtsbewegung in der Geschichte. Das scheine ich lieber zu mögen. 

In meinem Bücherregal gibt es ein ganzes Fach voller ungelesener Bücher. Da fand ich jetzt den letzten "Rosina-Krimi". Auch von Petra Oelker geschrieben. Die "Krimis" spielen im Hamburg von 1765. Die Bücher dieser Serie habe ich alle "durchgeschnurrbst". Wie meine Freundin B.H. zu sagen pflegt. 

Außerdem habe ich meine Schwester angefunkt, ob sie noch ein paar gute Bücher für mich hat, die mir B.H. am Wochenende mitbringen könnte.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Nachtgedanken

Wann habe ich aufgehört Gedichte zu schreiben? Ich weiß es nicht mehr. Wie alles andere, was ich je geschrieben habe, waren meine Gedichte eines Tages gelöscht.

Ich hatte und habe das Gefühl, dass meine Texte jeglicher Art letztlich vor allem eine Manifestierung von unguten Gefühlen und von ungünstigen Gedanken-Wiederholungen waren. Das Festhalten meiner Vergangenheit, die ich ohnehin nicht mehr verändern kann. Ich habe zu viel an Lebenszeit mit der „Betrachtung“ und „Verarbeitung“ meiner Vergangenheit verbraucht. Einiges war sinnvoll und not-wendig. Anderes war Zeitverschwendung.

Jetzt gibt es nur noch eins, wo es im Moment meines Erachtens nach sinnvoll und lebenswichtig ist zurückzuschauen. Es dauert solange es dauert und doch behalte ich die Energie im Blick, die ich verbrauche.

Mein öffentliches „Tagebuch“ hängt weiterhin am seidenen Faden. Mein Blog bzw. meine Art es zu führen, ist ein paralleles Abbild von einem Verhaltensmuster. Eines, welches ich schon sehr lange ablegen will.

Zudem denke ich in den letzten Tagen über die verbale und nonverbale Kommunikation nach. Über aktives Zuhören, mein Reden und über die ge*waltfreie Kommunikation.

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Auch darin wiederhole ich mich beim Schreiben: Dass ich mich durch den Tod meiner Mutter verändere. Auch durch all das, was im Kielwasser ihres Todes aufgetaucht ist. Und anders als früher kommen in den letzten Monaten die Bewegungen, Erkenntnisse, Heilungen und Veränderungen scheinbar von allein.

Der Tod eines Menschen verändert die, welche am Grab stehen und ihr Leben weiter leben müssen… dürfen. 


Bewusst suche ich nach passenderen Möglichkeiten meine Gefühle und Gedanken auszudrücken. Für mich selbst. Vor allem für die Trauer, die Verluste und für meine Schmerzen. Da kann die Freude, die Fülle und das Licht kommen.

Ich fürchte mich etwas davor ins Bett zu gehen. Mittlerweile ist Mitternacht durch. Wegen den starken Schmerzen im Rücken und im Unterleib lag ich gestern Nacht meistens wach im Bett. Sitzen und stehen brachte nur bedingt Linderung. 
Der wenige Schlaf blieb oberflächlich. Die Träume, die ich schon längere Zeit nicht mehr bewusst wahrgenommen habe, weil ich sonsts tief und fest schlafe, empfinde ich als bedrückend.

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