Freitag, 9. Dezember 2016

Musik geht immer / Mode leider nicht

Es ist echt verblüffend. Nicht nur, dass ich gern Filme "mit Weihnachten drin" mir anschaue. Im Radio spielen sie noch verhalten ab und an ein Weihnachtslied. Das gefällt mir dermaßen gut, dass ich mich heute Mittag durch den Kellerinhalt gewühlt habe, um meine zwei alten Weihnachts-CD´s zu finden. Nun erklingen in meiner Wohnung - ohne jegliches Weihnachtsgedöns  *lach* - Weihnachtslieder gesungen von Doris Day, Frank Sinatra, Dean Martin, Jim Reeves oder The Pointer Sisters. Ich mag diese "alten" SängerInnen sehr.

Leider weiß ich nicht viel über Musik. Bei Guido sah ich den Sänger Michael Bublés. Im Internet habe ich nach dem gesucht und ich mag diese Musik. Mir gefiel auch die Musik von Roger Cicero, der im Frühjahr viel zu früh verstorben ist. Und er sang halt deutsch. Da ich englisch nicht gut verstehe, geht es mir bei der englischsprachigen Musik eh "nur" um die Stimme / Stimmung und die Musik. Heutzutage kann ich bei Interesse viele Liedtexte übersetzen lassen. Das ist praktisch.

Jedenfalls ging es in der S*hopping Queen-Folge um Kleidung aus den 1920 -1930 iger Jahren. Danach habe im Internet gesucht und stieß auf eine Homepage, wo eine neugeschneiderte V*intage-Kleidung bestellen kann. Megacool und bezahlbar. Genau solche Hosen, wie sie mir vorschweben, fand ich dort. Meine Größe war leider schon ausverkauft und (!) dazu gehört natürlich auch die passende andere Kleidung von Schuhe über Oberteil. Sonst wird es seltsam. Lustigerweise sah ich genau diese Hose bei der letzten Montagsfolge vom "perfekten Dinner". Die Frau trägt ihre Haare auch ein wenig Vintage und steht auf die 1950 iger Jahre.
Was mir sehr gefiel war, dass der Guido in der Folge etwas mehr über die Mode der Zeit sprach. Das sauge ich alles auf wie ein Schwamm. Farben, Stil-Richtugen, Formen, Stoffe, Mode-Ikonen aus dem 20. Jahrhundert. Mode ist einfach Geschichte und - wie ich finde - sehr spannend. Darüber könnte ich stundenlang und immer wieder reden. Zum Glück habe ich mit G. eine Frau gefunden, die das auch interessiert. Wäre meine Figur etwas ... anders... und ich dünner, dann hätte ich ganz sicher in den letzten Jahren meinen winzigen Kleidervorrat um ein Vielfaches aufgestockt.


Wie ich ja schon mehrfach erwähnte, habe ich mit 16 Jahren eine Lehre zur Friseurin gemacht. Ich wollte Maskenbildnerin werden. Da geht es auch um Geschichte und Mode. Besser wäre es gewesen, ich hätte eine Lehre zur Schneiderin absolviert. Ich weiß, dass habe ich auch schon mehrfach erwähnt...  *schmunzel*
Dann könnte ich mir heute meine Kleidung selbst schneidern. Allein schon um diesen grauenhaften, einfallslosen Einheitsbreit in der heutigen "Mode" zu entgehen. Also diese oft trostlosen Kleidungsstücke für die Frauen, die nicht Größe 38/40 haben. Dazu kommt erschwerend, dass vieles an Kleidung heute ein "billiges" und schlechtes Material hat. Nicht nur bei den "günstigeren" Kleidungsstücken.  

Mit meiner Spannbreite von 42 - 46 ist "meine gewünschte" Kleidung schwierig. Weil ich eben eine bestimmte Vorstellung von Formen, Stil, Farben und Materialien habe. Über-flüssiges Geld wäre dabei auch nicht unwichtig. 

Und da ich die Gegensätze liebe, werde ich mir jetzt ein Wochenend-Einläut-Kuchen backen. Der muss vor Beginn meiner Zeit mit Guido fertig sein...

Kommentare:

  1. Moin Oona,
    dann mal her mit dem Link ;-)
    Falls es nicht der geahnte ist, wäre das eine Bereicherung.
    Ich bin ein echter Vintage Fan, unter anderem auch, weil die Kleidung sehr, sehr haltbar ist. Früher gab es ja noch die Kilo-Secondhandläden, da habe ich einiges gekauft, das ich jetzt noch besitze. Ich hänge meistens auch ziemlich an meinen Klamotten, denn wenn sie gut sitzen und sich gut anfühlen- unbezahlbar.
    Wenn das jetzt schräg rüberkommt, egal: ich besitze fellgefütterte Stiefeletten von meiner Großmutter (wahnsinnig bequem & warm! und gleichzeitig superschön, schmal, kleiner Absatz, hach) und einen grauen 50er Mantel von meiner Tante. Ein echter Klassiker. Selbst als ich sehr schlank war, war ich kurvig. Da finde ich die Mode dieser Zeit sehr schön elegant, feminin, und zeitlos, weil die Proportionen stimmen - davon kann jede Größe profitieren. Also genau was ich mag: morgends aufstehen und nicht groß drüber nachdenken müssen, weil es immer zusammenpasst und gut aussieht.
    Die Hose kommt bestimmt noch mal in Deiner Größe, gute Idee! Besitze eine Marlenehose in schwarz mit dezentem Nadelstreifen , toll, aber momentan eher kwetsch. Da kommen bestimmt noch bessere Zeiten.
    Liebe Grüße, Katja

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    1. Moin Katja,
      ich finde das nicht schräg.
      Die Mode "damals" war femininer und interessanter.
      Die Hosengröße bei der Vintage-Seite werde ich beobachten :-) Das ist nämlich eine recht hochgeschnittene Marlene-Hose und an den beiden Seiten des Beckens gibt es jeweils drei oder vier "maritime" Knöpfe mit Ankern drauf.
      Für Dich habe ich im Post einen Link gesetzt. Und hier:
      https://topvintage.de/de
      Wahrscheinlich kennst Du diese Seite als Vintage-Fan schon.
      Viele liebe Grüße
      Oona

      gerade kugelrund durch übermäßigen Zimt-Marzipan-Schnecken-Verzehr *uuppss - schmunzel*


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  2. Danke! Ja, die Seite kenne ich schon. Da sind immer mal Teile, bei denen ich denke: brauche ich jetzt zwar nicht, aber schön wärs schon...

    Du hattest neulich Deinen verloren gegangenen Hüftschwung erwähnt; da finde ich, dass Kleidung eine große Rolle spielt, wie anmutig frau sich bewegt.
    Ich versuche meistens einen Kompromiss zwischen bequem (keine zu hohen Absätze etc.) und täglichem umsetzbarem Chic. Natürlich sehe ich manchmal trotzdem eher wie aus dem Bett gefallen aus, aber grade an diesen Tagen hilft mir eine praktische Garderobe, die trotzdem nicht zu üsselig aussieht, sehr. So ein schicker Schnitt reisst viel raus, deshalb sehen eben auch Männer in gutgeschnittenen Anzügen (fast) immer gut aus.
    Liebe Grüße, und Zimt-Marzipanschnecken sind zum Genießen da :-) Katja

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