Freitag, 23. Dezember 2016

körperliche Umbaumaßnahmen

Am Dienstag fuhr ich trotz des echt frischen Lüftchens mit dem Rad zu M. ins Viertel. Es ist sehr schön in den großen Raum zu kommen. An der einen Seite befindet sich ein Stück reine Spiegelwand. Ein alter, schöner Holzfußboden und dazu ein Blick hinaus in den Garten durch große, breite bodentiefe Terrassenfenster. Im Raum ist Platz um z. B. „laufen“ zu üben. Welche mag, bekommt einen Tee aus kleinen, orientalisch-anmutenden Gläsern.

Kurz berichtete ich M. von meinen letzten vier Wochen. Das meine Mensis erstaunlich gut verlief; ich verschiedene Dinge mit Reiki behandelt habe; bestimmte Mittel von meiner Heilpraktikerin einnahm und weiter einnehme und dazu fast jeden Tag fleißig an meinem Körper und an mir arbeite. Mit Freude und Gleich-Mut.

Aufmerksam hörte mir M. zu. Sie schlug mir als nächsten „Arbeitsbereich“ vor, dass wir uns mit meiner Halswirbelsäule bzw. den dazugehörigen Muskeln beschäftigen. Der Muskelschicht von Muskeln, die direkt unter dem/am Schädel liegen und den Kopf in Position halten. 
Anhand von schlichten Anatomie-Zeichnungen u. a. dieser Muskeln erklärte sie mir, was ich für sie deutlich sichtbar im Halsbereich „mache“. Mir kommt ihre Aussage „der Kopf führt den Körper“ völlig sinnvoll und richtig vor. Das ist ein wichtiges Wissen und inneres Bild. Wie ein Fisch. Der Kopf führt den Körper, die Bewegung und die Richtung.

Ich sacke im Stehen und besonders im Sitzen mit Hals und Kopf ein. Das fühle ich jetzt ständig! Genau das ist es, was M. bei mir sieht. Mein Kopf ist wie geduckt. Das erzeugt einen Energiestau und eine ...hm... nicht gut funktionierende Wirbelsäule. Die ganze Körper-Statik ist dann schief und kann nicht so arbeiten, wie sie arbeiten sollte und könnte. 
Das weiß ich noch aus dem B*ildungsurlaub bei M., wo ich sie kennen gelernt hatte. Der „gesunde“ Körper an sich benötigt ein Minimum an Kraft, um zu funktionieren. So ist er konzipiert. Er ist für Bewegung und Beweglichkeit gemacht. Wenn alles richtig „hängt“ und steht, dann arbeiten nur die Muskeln, die tatsächlich in der Bewegung arbeiten müssen. Die anderen bleiben entspannt.   

Als erstes habe ich mich auf den Be*handlungstisch gelegt und M. hat den Nacken/Hals und Kopfbereich sowie dann den ganzen Körper entspannt. Mit der Methode der AT. Dabei fiel ihr auf, dass meine Beine a) viel „präsenter“ sind und b) meine Hüfte und mein Becken auf der linken Seite wesentlich beweglicher. Daran habe ich Reiki geschickt (Sturztrauma) und daran habe ich täglich durch Körperübungen gearbeitet. Ich selbst spürte eine große Weite und Lockerheit. Ganz neues Gefühl. Ganz eindeutig hat sich da etwas in den letzten vier Wochen getan. Dort auf dem Tisch deutlicher und anders spürbar. Gutes Gefühl. Ich kann etwas verändern.   

Als ich wieder im Raum stand, ging die Arbeit vor dem großen Spiegel weiter. Tatsächlich konnte ich allein schon durch das Bewusstsein und einer anderen Haltung erkennen, dass mein Halsbereich anders aussah. Auch weil meine Schultern viel entspannter und lockerer sind. Mir dieses Bild von mir zu merken,  war der Sinn der Betrachtung. Damit ich mich zu Hause immer wieder „überprüfen“ kann.

M. holte einen Hocker heran und ich setzte mich darauf. Entspannt sitzen. Bisher kaum wenige Minuten lang möglich. Ich hörte den Worten von M. zu, während sie sich hinter mich auf den Boden setzte und dann ganz leicht ihre beiden Hände an meinen Po legte. Sacht drückte sie den oberen Teil des Gesäßes und den Bereich von Hüfte und Becken nach vorne und somit nach oben. 
Diese Berührung und diese Bewegung kann ich jetzt noch jeder Zeit abrufen. Es war so verblüffend und schön. Ich saß gefühlt das erste Mal entspannt aufrecht. Etwas, das vor vier Wochen unmöglich gewesen wäre. Meine Schultern schmerzten nun beim Sitzen nicht. 

Und durch dieses sanfte „hochdrücken“ saß ich anders und es „rippelte“ sich der ganze Torso bis zum Kopf hin anders auf. Es fühlte sich stimmig an. Ja. So sitze ich „richtig“ und entspannt. Tatsächlich konnte ich noch mehr spüren, wie der Kopf und die Muskeln „richtig“ …hm… gehalten werden können. Es ist nur eine minimale Bewegung. Im Grunde nicht einmal das. Denn es geht nicht um das „machen“ bzw. manipulieren, sondern um das Loslassen des Körpers. Um das Bewusstsein, dass mein Kopf die Richtung angibt. Nach oben. Der Rest des Körpers ordnet sich dem Kopf „unter“. Aufgerichtet wie eine der der großen Stahl-Brücken. Wo an der obersten Stelle des aufstrebenden Pfeilers in der Mitte der Brücke alle Seile angebracht sind. Dann ist der Körper stabil und entspannt. 

Was weiterhin „zu“ ist und öfter schmerzhaft, das sind meine Knie. Da stockt die Energie. Für M. sehr deutlich spürbar. Ich empfinde sie eh als steif und "ängstlich". Sie haben auch echt schon viel abbekommen. Doch ich bleibe so gut es geht entspannt und überlege mir schon etwas, wie ich meine Knie „mit ins Boot“ hole.

Seit Dienstag versuche ich fast ununterbrochen meinen Halsbereich zu entspannen. Schultern sinken zu lassen. Die Muskeln zur Entspannung einzuladen und ich mache sehr häufig dieses winzige Bewegung im Nacken/Halsbereich. Es fällt mir nicht so leicht „nichts zu machen“, sondern dem Kopf/Körper die Entspannung zu erlauben und den Kopf nach oben zu denken. Denn der Kopf führt den Körper. Immer. Und diese neue winzige „Haltungsänderung“ bewirkt so vieles. Das kann ich nicht in Worte fassen. 

Natürlich spüre ich diese „Umbaumaßnahmen“ im Körper deutlich. Gestern Abend habe ich beim Gehen spontan den unteren Rücken losgelassen, weil ich bemerkte, dass der so zu ist. Fast zeitgleich schoss mir ein (bekannter) Schmerz in das linke Knie. Wow! Vorsichtig im Sitzen das Knie bewegt. Mein Mantra: Ich darf mich bewegen, ich kann mich bewegen und ich will mich bewegen. Schmerzhaft war die Bewegung im Knie und es knackte unangenehm. Danach war es weg. Meine Füße treten übrigens auch anders auf seit einiger Zeit. Die Bauchmuskeln werden stärker und halten mich besser.  

Was ich auch sehr bemerkenswert fand, dass ich nach diesem explosionsartigen Stress vorgestern ziemlich schnell wieder runter kam. Mein Körper blieb sehr gut entspannt und das entspannte auch meinen Geist. Toll. 

Mein nächster Termin ist bei M. ist „erst“ am 3.2.2017. Die Zeit bis dahin kann ich gut nutzen. Es gibt jede Menge zu tun und darauf freue ich mich. Zudem kann ich bis dahin viel Reiki schicken. An meine Knie und andere „ungute“ Dinge aus der Vergangenheit, die gefühlt meinen Körper weiterhin blockieren.

Bewegung und Mut helfen. :-) 

Kommentare:

  1. ... ein schönes, vorzeitiges Weihnachtsgeschenk, oder?
    Genussvolle Festtage (!), Slo

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  2. .....hört sich voll interessant an, AT scheint viel in Gang zu bringen. Liest sich spannend, sollte ich mich auch mal informieren....
    bring die kommenden Tage gut rum...lb. Grüße Emma

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  3. Frohe Weiohnachtstage, liebe Oona!

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  4. Oh nein, ein Tippfehler!
    Was nun?
    Nichts. Sowas kommt vor.
    Besinnlicher werden.
    Liebe Grüße!

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