Donnerstag, 8. Dezember 2016

fern-sehen bildet und erinnert

Gestern lag ich im Bett und konnte nicht einschlafen. Das ist nicht schön und kommt in den letzten zwei Wochen öfter vor. Mir wurde beim Rumoxidieren unter der Bettdecke klar, dass ich mich viel zu wenig bewege, in den letzten Wochen meistens über neun Stunden am Stück in der Nacht geschlafen hatte, es in meinem Leben keine positiven Anforderungen gibt und ich einfach so in den Tag lebe. Wieso sollte ich ausgeruht um 22 Uhr umgehend in tiefen und erholsamen Schlaf gleiten?? Moah…  Also stand ich gegen 23.30 Uhr wieder auf. Praktischerweise hatte ich eh Hunger. 

Im wdr lief eine Doku über De*pressionen. Die „neusten“ Erkenntnisse in der Forschung. Wieder wurde ich daran erinnert, dass einer der größten Auslöser von De*pressionen andauernder Stress ist. Stress, welchen Menschen mit D. kaum oder gar nicht mehr abbauen können. 
In meinen Kopf ratterte es los. Okay. Seelischen und körperlichen (wegen HSP) Stress hatte ich in den letzten Wochen noch mehr als sonst. Vier VG´s, keine Arbeit, die Schmerzen, viel Weihnachtstrubel und die Überfüllung aller Art "draußen". Ich wurde durch den Film erinnert, dass bei permanenter Überforderung und bei ständigem Stress sich das bei de*pressiven Menschen so äußert: Ängste, Konzentrations-Störungen, Rückzug, Schmerzen und das Gefühl, alles nicht mehr zu schaffen.

Ich fand es erleichternd und beruhigend logisch zu verstehen, warum ich am Abend nach dem langen VG am Dienstag in ein tiefes, dunkles Loch stürzte. Dazu die starken Gedanken hatte - mit den dazugehörigen, schlimmen Gefühlen- , dass ich einfach zu dumm für alles bin. Das ein Gedankenwirrwarr mich zur Verzweiflung brachte und ich auf allen Ebenen am Limit war. Denn neben alledem bin ich auch noch eine hochsensible Frau. Na Bravo!  *lach* Das schreibe ich hier als reine Tatsachen auf. Im Moment ohne jegliches Gejammer oder Klagen. Es ist gerade wie es ist.

Jedenfalls wird mein Geist klarer und ruhiger. Außerdem bin ich so froh, dass ich dieses Wochenende nicht nach Bremerhaven fahre.

Was mich sehr beschäftigt ist der A*rbeitsplatz, für den ich mich am Dienstag vorgestellt habe. Ich kann mir gut vorstellen für dies „maritime“ Unternehmen zu arbeiten. Einzig wirklich unpassendes an dem Job ist die Arbeitszeit. In der Woche von 9 - 18 Uhr. Da bleibt gefühlt nicht mehr viel vom Tag.   
Sollten sie mich nehmen, dann würde das nachdem halben Jahr arbeiten von April bis September 2016 erneut eine starke Veränderung in meinem Leben bedeuten. Gefühlt wieder von 10 auf 100. Aus der Nummer der extremen "Seiten" komme ich irgendwie nicht raus. Ideal wäre eben langsam aufstocken (bei gutem Gehalt), passendem Job und gern arbeiten von 8 bis 14 Uhr. Doch das Leben ist eben kein Ponyhof. 
Jeder Monat ist für mich Verlust von meinen Rücklagen und Wissen. Fakt ist: ich muss und ich will (!!) zeitnah Geld verdienen. Und ich brauche – auch wegen der Neigung zu de*pressiven Verstimmungen – mehr Struktur in meinem Leben, geistige Forderung (auch wenn ich mich öfter davor fürchte), menschlicher Kontakt, das Gefühl von Achtung, Wertschätzung. Ich möchte mir meinen wenigen Luxus im Leben leisten können.

Weil der Post zu lang wird (und ich habe schon über die Hälfe gelöscht), und weil ich mich bewegen muss, werde ich ein anderes Mal über erstaunliche Veränderungen bzgl. meiner ganz persönlichen Menstruation-Geschichte berichten. *lach* 

Ahoi
und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel ! 

Kommentare:

  1. Liebe Oona, in Deinem Post fiel mir "dumm" und "geistige gefördert" ein, dazu HSP...hab ich noch einen Buchtip für Dich:
    Kluge Mädchen von Katharina Fietze
    Es geht zwar um Hochbegabung, aber bei Frauen zeigt sich die oft anders als bei Männnern, und es geht nicht nur um die intellektuelle Begabung, sondern auch um emotionale ect. sehr interessant UND vor allem stärkend! Es ermuntert seinen Weg zu gehen.
    Liebe Grüße

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    1. Moin Luzia,
      Danke für diesen Buchtipp. Ich habe in den letzten Wochen schöne und hilfreiche Buchempfehlungen bekommen. Sollte mich dieses Jahr jemand nach einem Geschenkwunsch fragen, dann kann ich eine kleine Liste zücken *lach*
      Neben den Krimis, welche UNBEDINGT haben muss.
      Liebe Grüße
      Oona

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  2. Ich mag ihn, Deinen letzten Satz ... :-)
    Wenn der fehlt vermisse ich ihn.
    Die Arbeitszeiten in dem Job sind wirklich sehr, sehr ungünstig. Lange Tage werden das dann.
    alles Gute weiterhin
    ich wünsche Dir ein schönes 3.Adventwochenende
    Elisabeth

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