Freitag, 16. Dezember 2016

dies und das

Manchmal mache ich bei einem Ouiz mit. Oder wenn es auf einem Blog etwas Schönes zu gewinnen gibt wie z. B. ein Kochbuch. Ab und an gewinne ich tatschlich etwas. Jetzt habe ich zum ersten Mal bei dem Bücher-Quiz von der Sendung "f*rauTV" mitgemacht.

Vorgestern erfuhr ich, dass mein Vater am Dienstag im Wohnungsflug unterzuckerte und stumpf umgekippt ist. Das ist länger nicht mehr passiert. Er konnte nachdem er wieder "da war" auf allen Vieren zum Bett krabbeln. Meine Mutter kann ihm nicht aufhelfen, weil sie sich selbst kaum auf den Beinen halten kann. Jetzt hat er noch viel mehr Schmerzen. Meinen Vorschlag, dass er sich untersuchen lassen soll, wurde abgelehnt. Was soll eine dazu sagen? Nicht das mein Vater abgemagert ist und stumpf fiel. Oder das seine Wirbelsäule operiert wurde und nun einige Metallteile die Brustwirbel stabilisieren... 

Hm... und neben dem sich "Sorgen machen" bin ich verärgert. Alles, was ich dazu schreiben möchte und das, was ich denke, dass ist irgendwie ungerecht. Will ich da Energie reingeben? Es würde sich nichts ändern. 
Vieles an unguten Gedanken bzw. Gefühlen sind meine nicht erfüllten Forderungen, uralte Bedürftigkeiten aus der Kindheit und ...hm.... irgendwie ü*bergriffigen Erwartungen an meine Eltern. Es ist leider meine Unfähigkeit mich gut abzugrenzen.

Ich weiß von anderen Freundinnen, Bekannten und BloggerInnen, dass die es - jetzt in unserem Alter - fast alle nicht einfach mit den Eltern haben. So ist es. Die Eltern werden alt, kränker, dement, verschrobener, pf*legebedürftig und wenn eine dazu eh nie das beste Verhältnis zu den Eltern hatte, dann wird es eine Herausforderung. Nach 15 Jahren ständiger Krankheitsgeschichten, De*pressionen, Dramen, vielen Operationen und sehr vielen Besuchen in verschiedenen Krankenhäusern, habe ich kaum noch Nerven und Kraft. Es scheint einfach kein Ende zu nehmen.

Auf dem Weg zum Buchladen meines Vertrauens stehen C*ontainer für Glas, Schuhe und Altkleider. Wieder ist der Keller etwas leerer geworden. Es ist mir ein Rätsel, wie ich zu fünf ! Luftpumpen gekommen bin, wo ich doch nur ein Rad besitze. 

Gegen Mittag kam ich nach Hause und meine W*ohnungstür machte beim Öffen ein ungutes Geräusch und sackte etwas ab. Die Tür ist aus der Verankerung gegangen. Einfach so. Umgehend habe ich den Verwalter angerufen und um 15 Uhr kam der N*otdienst. Der Handwerker hat ca. 20 Minuten gewerkelt und dann war die Tür wieder sicher (!!) in der Verankerung.

Mir ist kodderich. Das Herzrasen fängt an mich zu beunruhigen. Die E*xistenzängste werden lauter. Mein Kopf fühlt sich dumpf an.

Kommentare:

  1. Liebe Oona,

    nur ein Kommentar, dass du weißt, dass du nicht ungelesen bleibst - was Tiefergehendes zu schreiben fällt mir am müden Freitagabend so schwer.
    Mein Lieblingssänger, der selbst mit Depressionen lebt, fasst es unter "Morgen scheint die Sonne und die ganze Finsternis von heute ist Vergangenheit" zusammen. Allerdings klingt es auf Englisch deutlich poetischer als in meiner Übersetzung, aber ich denke, man versteht was er meint.
    Liebe Grüße,
    Mariw

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    1. Danke für Deine Worte und deinen Kommentar.
      Ganz liebe Grüße
      Oona

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  2. Die Elterngeschichte verstehe ich gut, Du hast recht mit dem dass es vielen jetzt so geht....mir auch ....aber was soll man tun.....ich habe immer bewundert mit wieviel Humor Luisa Francia das gemeistert hat, aber die waren auch zu zweit....und konnten sich vielleicht besser abgrenzen...
    liebe Grüße Emma
    Wer ist dein Lieblingssänger Mariw ?

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    1. Bei Luisa und Ilse war ich auch sehr angetan, wie gut - soweit eine das von außen betrachten kann - das mit der Betreuung und Begleitung der Mutter geklappt hat.
      Wahrscheinlich ist es eh für jede/ jeden anders. Die Situationen sind anders. Und doch eben auch wieder sehr ähnlich.
      Ich finde es besonders hart, dass eben beide Elternteile fast zeitgleich schwer erkrankt sind und beide es weiterhin sind.
      Liebe Grüße an Dich
      und Danke für die Rückmeldung

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  3. @Emma - Ich bin Marie und hab mich nur vertippt...
    :)
    Die Textzeile lautet original: "Tomorrow will be sunshine and all this darkness past" und aus "Land of Hope and Dreams"/ Bruce Springsteen.
    LG,
    Marie

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    1. Vielen Dank , hör ich mir an....wollte auch noch seine Biographie lesen...lb. Gruß Emma

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  4. Die fünf Luftpumpen ließen mich schmunzeln. Noch habe ich weitgehend fitte Eltern, aber früher oder später wird sich die Situation ändern. Ihr alle bei denen ich lesen kann wie es sein kann (du Oona und bei Ilse und Luisa) oder bei Freunden, die derzeit durch diese Periode gehen, oder bei meinen Eltern als ihre Mütter alt wurden, erlebe ich schon ein bisschen Einstimmung darauf. Es ist sicher bei jeder ein bisschen anders aber immer eine bedeutende, turbulente Phase im eigenen Leben. Wünsche dir Kraft fürs Abgrenzen wo nötig und fürs Geben wenn du deinen Eltern Unterstützung geben möchtest.

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