Montag, 12. Dezember 2016

den schweren Weg gehen

Es ist kräftezerrend und belastend, dass ich scheinbar stets den umständlichen und schweren Weg gehe bzw. gehen muss. 
Auf den gefühlt letzten Drücker fügten sich gestern Abend alle Informationen, Eindrücke und Fakten zusammen. Und ich hörte letztlich (endlich) auf mein Bauchgefühl. Ich habe mich in der Nacht entschieden. Heute Morgen ein Telefonat geführt und somit geht die Suche nach einer passenden Arbeit mit 30 Stunden die Woche weiter.
Ob es die "richtige" Entscheidung war? Welche weiß das schon. 
Trotz der Erleichterung ob einer Entscheidung, fühle ich mich ungut

Eigen-ver-antwortung war und ist das Zauberwort sowie das Hören auf mein Bauchgefühl. "Umsonst" waren die letzten sechs ( !!) Tage nicht, auch wenn ich es leichter und günstiger gefunden hätte, wenn ich am Donnerstag in der inneren Haltung gewesen wäre, wo ich heute bin. Für den weiteren Weg habe ich nun deutlichere ...hm... Vorgaben und mehr Wissen über mich. Klarheiten quasi.  :-) Ich lerne wenigstens dabei, wenn ich mich durch schwere Weg-Passagen quäle. Noch bin ich etwas unruhig. Hoffe, dass ich seelisch stabil bleibe.

Mich frei machen von den Meinungen und Erwartungen anderer Menschen. Die mein Leben nicht leben. Nicht darauf - unbewußt und bewußt - zu warten, dass andere Menschen mir eine Ab*solution erteilen. Das ist eine der erschreckensten und gleichwohl auch besten erspürte Erkenntnis der letzten Tage. 

Weil ich in meinem Körper deutlich die Bewegungen meiner Seele und meines Verstandes spüre und dazu das Adrenalin, werde ich mich gleich daran machen meine beiden Keller aufzuräumen. Mein Fahrrad bekomme ich nur noch mit viel Gefühl aus dem Raum.

Es ist erstaunlich, wie tief in mir verankert doch Erkenntnisse und Wissen sind aus meinen Zeiten mit dem B*uddhismus und durch / von meinen jahrelangen WegbegleiterInnen. 
Weil es eines der schönsten und für mich besten Gedichte ist, schreibe ich es hier ein weiteres Mal auf. Geschrieben hat es  Luisa Fr*ancia  in einem ihrer Bücher (von 1995). Gleich auf der ersten Seite von "Starke Medizin - Handbuch zur S*elbstheilung".

Ich werde mir das Gedicht (allerdings in "ich-Form") erneut an die Wand schreiben. In meiner vorherigen Wohnung habe ich das auch gemacht. Mit bunter Farbe und feinen Pinseln an die Wand gemalt. Mit Postkarten oder anderen passenden Gegenständen dekoriert. 
Da es mit dem Neugestalten von Teilen meiner Wohnung noch etwas dauert, kann ich mich an den Wänden ausleben...


Wo du nützlich bist
wirst du benutzt.
Sei Königin deines eigenen Reichs,
und du wirst wie eine 
Königin behandelt.
Achte dich selbst, achte auf 
dich selbst,
und du wirst geachtet.
Verzeih dir selbst  -  und alles kommt
ins Gleichgewicht.
Sei eigen-mächtig  -  und niemand
wird macht über dich haben.

*

1 Kommentar:

  1. "Mich frei machen von den Meinungen und Erwartungen anderer Menschen. Die mein Leben nicht leben." Dafür gibt es von mir Standing Ovations. Und Du hast auf Deinen Bauch gehört. Und hast Dich entschieden. Ich kann Deine Entscheidung voll und ganz nachvollziehen... :-).

    Viele liebe Grüße
    Britta

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