Montag, 28. November 2016

unangemeldet

Am Samstag fuhr ich also nach Bremerhaven. Weil ich mehrfach die "Füße in die Hand" genommen hatte, musste ich nirgendwo bei der Kälte dumm rumstehen. Die Zugfahrt war wieder entspannt. Ich sollte bei der Uhrzeit bleiben und mit dem Bummelzug fahren. Wenn ich diesen Zug um 08:41 Uhr rechtzeitig erreiche. Bis jetzt war es die letzten Male so, dass ich die Treppe hochgeflitzt bin, rein in den schon bereitstehenden Zug und nach einer knappen halben Minute fuhr er los. Bekomme ich den nicht, dann kann ich den "schnellen" Zug um 08:56 Uhr nehmen. Eine könnte nun bemerken, dass ich auch früher am Haußtbahnhof sein könnte. Doch die Straßenbahnen fahren Samstagmorgen um diese Zeit nur alle 30 Minuten.
Jedenfalls fuhr der Zug durch dichte, tiefe Nebelwände hindurch und ich konnte teilweise nur bis kurz hinter die benachbarten Gleise schauen. Kurz vor Bremerhaven wurde es noch dichter und es lag Raureif auf der Natur. Was sicherlich an der Weser lag, an der das langgestreckte Bremerhaven entstanden ist. 
Als ich in dem Stadtteil meiner Eltern aus dem Bus stieg, hörte ich das Tuten über der Weser. Ach, das klang so schön, so vertraut ... es löst ein berühigendes Gefühl in mir aus, wenn Nebelhörner über das Wasser und die Stadt tuten. Verwirrend war etwas, dass man die Nebelhörner - welche ich früher in meinem Zimmer gehört habe und schon vor dem Augen aufschlagen wußte, dass es draußen sehr nebelig ist - schon vor Jahren abgeschafft hat.
Als ich vor der Haustür stand und geklingelt hatte, wartete ich eine Zeit. Hm... ist was passiert? Dann wurde der Türsummer gedrückt und ich ging zur Wohnungstür meiner Eltern. Mein Vater machte die Tür auf und stand mit dem Rolator im Wohnungsflur und fragte mich ganz erstaunt: 
"Was machst Du denn hier?" 
Ich lachte und antwortete, dass ich doch jeden Samstag komme. Meine Eltern hatten keine dirkete Ansage von mir bekommen, dass ich an diesem Samstag komme und so haben sie auch nicht nachgefragt. Meine Mutter war auch erstaunt. Und ich wäre so gern zu Hause geblieben. Seltsamerweise fand ich das nach ein paar Minuten nicht mehr schlimm und nahm die Wäsche in Angriff. 
Als meine Mutter später das Mittagessen kochte, haben mein Vater und ich nach langer Zeit ein Gesellschaftsspiel auf den Tisch gelegt. Dabei bemerkte ich, wie tüddelig mein Vater war. Zum Glück sprach ich später meine Muter darauf an und ich erfuhr, dass er noch stärkere Schmerzmittel bekommt.
Ich habe ihre Erlaubnis, dass ich meine TCM-Ärztin ansprechen darf, ob sie noch eine Idee hat, was man gegen die Schmerzen meines Vaters machen kann.

Übrigens hat mein Vater später das Rätsel um die Nebelhörner gelöst, welche es ja gar nicht mehr gibt. 
Er horchte. Nach einer Zeit sagte er: "Das ist ein Schiff, welches sehr langsam die Weser entlang fährt." Tatsächlich hörte das Tuten nach ca. einer Stunde auf. Frag den alten Seemann. Dann weißte Bescheid! *lach*
Meinen Eltern habe ich deutlich ! gesagt, dass ich am nächsten Samstag komme. Nicht, dass sie sich an dem Tag etwas anderes vornehmen...   

Gestern traf ich mich bei Sonnenschein mit B.K. am Vormittag für einen Spaziergang im B*ürgerpark. Ach... Leute... das Sonnenlicht. Eine Wohltat für die Seele!!! Später noch einen Becker Tee bei ihr. Zuhause buk mir den vorerst letzten Apfelkuchen. 
Öfter habe ich das Gefühl dicker zu sein und zu werden. Das finde ich fürchterlich. Ich bin weiterhin deutlich zu schwer für Füße, Rücken und Knie. Wenn ich jedoch ab und an auf die Waage steige, dann ist das Gewicht weiterhin in der zu akzeptierenden schwankenden Ein-Kilo-Zone. 

Nachtrag / 14.00 Uhr: 
Zwei Absagen (nach einem VG und ohne eines) an einem Tag und dazu vorhin eine nicht stattfindene Verabredung. Da wird die Laune trotz Sonnenschein echt unterirdisch....

1 Kommentar:

  1. :-)
    nun lächle ich, denn meine wirklich alte Tante könnte auch so reagieren. Sie vergisst so viel und wundert sich auch immer wenn das ausgemachte dann stattfindet.
    Geniesse sie bitte immerwieder, die wunderschöne Sonne. Sie tut sooooo gut

    AntwortenLöschen