Dienstag, 29. November 2016

Arbeitstitel: sich wehren/ mir selbst vertrauen

Ich habe vor ein paar Tagen bei der Doku-Reihe „L*ebenslinien“ auf dem bayrischen Sender  einen Film über Julia  gesehen. 
Schon als Kind wurde sie gemobbt, weil der Vater aus Jor*danien kam und die kleine Julia anders aussah und anders sprach, weil sie die ersten Lebensjahre in Stralsund gelebt hat. Als ein Stiefvater in ihr Leben kommt, beginnt die Ge*walt im Leben des Kindes. Jahrelang. Wenn Julia das heue als erwachsene Frau erzählt, dann bleibt mir fast das Herz stehen. Nach einer erneuten P*rügel-Attacke vom Stiefvater war das der Tropfen, welcher das Fass zum Überlaufen brachte. An dem Tag hat sie sich gewehrt und sie verprügelte den Scheiß-Kerl. Sie war 14 Jahre alt und haute den Mann aus der Wohnung.
Ihre Mutter sagte in dem Film, dass sie von alle dem nichts gewusst hätte. Ich verkürze meinen Text dazu auf: Das macht mich unglaublich wütend. Nichts will ich hören von den Psycho-Erklärungen, warum Mütter ihre Kinder nicht schützen.  

Die junge Frau hatte das Glück an einen K*ampfsport-Trainer zu geraten, der ihr beibrachte ihre A*ggressionen und ihre Kraft zu bündeln und eine gute Pr*ofisportlerin zu werden. So wurde sie mehrfach eine der weltbesten K*ick-Boxerinnen. Sie hat 2015 überraschend ihre S*portlerinnen-Karriere beendet, um mehr gemeinsame Zeit mit dem adoptierten Sohn zu haben. Julia arbeitet seit Jahren als Polizistin und sie gibt an Schulen Unterricht zum Thema „M*obbing“. In dem Film zeigten sie eine Unterrichtsstunde und das fand ich sehr beeindruckend.

Nachdem ich den Film gesehen habe, kam erneut der Gedanke, dass ich - auch mit meinem schmerzenden Körper – in einen Kurs für S*elbstverteidigung gehen sollte. Ich vermute, dass es mein Selbstvertrauen stärken und meine Grund-Haltung im Leben verbessern würde.
Abschließend möchte ich schreiben, dass ich der Überzeugung bin, dass Ge*walt  - in welcher Form auch immer -  nie eine Antwort oder eine Lösung ist.

Kommentare:

  1. Heyho, probier es aus!
    Erstens hilft Bewegung bei Schmerzen (auch wenn du hinterher vielleicht Muskeln spürst, von denen du nicht wusstest, dass es sie gibt #muskelkater), zweitens schadet es nichts, drittens könnte es sogar Spaß verursachen und viertens bist du nicht verpflichtet, das für den Rest deines Lebens zu machen.
    Ich glaube, Wing-Tsun ist am alltagstauglichsten.

    LG,
    Marie

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    1. *lach* ja... vielleicht verursacht das sogar Spaß.
      Liebe Grüße an Dich
      Oona

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  2. Hallo, ich finde die üblichen Selbstverteidigungskurse zu kurz gegriffen, denn erstmal beginnt Verteidigung im Kopf. Auf der psychischen Ebene muss erstmal das Selbstwertgefühl und Vertrauen da sein, dann der feste Entschluß notfalls zuzuhauen oder auch erstmal "nur" laut STOP oder "Lassen sie mich in Ruhe" zu sagen. Selbstbestimmung in der Körperhaltung, Mimik und Sprache, das ist schon die halbe Miete.
    Mir halfen als Einsteig dazu (weil mir praktische Körperübungen mit Fremden ein Trigger sind, oder auch nur Scheinagriffe ect.) Bücher wie: "Mit mir nicht!"
    Auf energetischer Ebene passiert auch soviel, immer wieder interessant wenn ich nur denke: "hej komm du mir nicht zu nahe", oder: "fass mich an und du hörst die Vögel zwitschern" ect. faszinierend, kann man gefahrlos ausprobieren..:)
    Gutes Gelingen und immer viel Mut in der Tasche ;)

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    1. Da stimme ich Dir zu. Selbstverteidigung beginnt im Kopf. Tatsächlich habe ich nach Kursen in meiner Stadt geschaut und fand einen Bericht der Polizei, dass sie ein "Schnupperkurs" an einem Wochenende für überhaupt nicht ausreichend erachten.
      Und ganz viel hat das eben nichts mit körperlichen Verteidigungen zu tun, sondern schon mit der eigenen Wahrnehmung. Und ich glaube auch, dass eine das öfter üben muss, im Nofall wirklich körperlich sich zu wehren.
      Ich werde mir das Buch mal anschauen. Danke für den Hinweis!
      Lieben Gruß
      Oona

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  3. Diese Doku wühlt auf ... sehr!
    Ich selber könnte keinen solchen Kurs machen. Ich mag so eine Nähe nicht, auch nicht zum üben :-(
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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    1. Lieben Dank für Deine Rückmeldung, liebe Elisabeth.
      Herzlichst
      Oona

      ohne eine einzige Katze :-)

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