Mittwoch, 12. Oktober 2016

welche sucht, die findet ... manchmal

Seit Tagen beschäftige ich mich (u. a.) mit der Frage, warum ich nicht "ankommen" kann. Suche nach Antworten und nach Lösungen. Nicht so frontal und zielstrebig wie früher. Seltsam wabbernd. Nachspürend. 
Im Austausch mit meiner Freundin C. komme ich Schicht für Schicht dem aus mehreren Teilen bestehenden Kern näher. Fühlend und denkend. 
Manches an Verhaltensmustern / Glaubenssätzen erkenne ich aus den Stunden mit der Th*erapeutin. Eine kann bei der nächsten "Runde" zu dem Thema anders draufschauen oder erkennt das eine oder andere Gesehen / Verhalten besser. Auch ohne Begleitung. Zudem fülle ich erstaunlicherweise weiterhin mein papierendes Tagebuch. Schreibend werden interessante, erstaunliche Gedanken und Gefühle "sichtbar". Nachlesbar. Zum Glück auch neue Sichtweisen. 
Noch fliegen die "Puzzel-Teile" für das zu erahnende innere Bild vom "Ankommen" und einem "Zuhause" umher. Warum ich es nicht schaffe eine Wohnung zu meinem Zuhause zu machen und ich weiterhin "auf dem Sprung" bin. Seelisch - und wie ich mit der AT-Technik feststelle - auch körperlich. Anspannung. Nicht zur Ruhe kommen. 
Noch kommen neue Puzzel-Teile dazu. Manchmal möchte ich das eine oder andere Steinchen umgehend aus dem Spielfeld schmeißen. Dann denke sage ich mir: "Alles darf sein. Lege es an den Rand und warte ab, ob es nicht doch einen Platz im Bild / Spielfeld hat.
Kryptischer Text. Ich weiß. Deutlicher es zu beschreiben haut mich wie meistens aus dem "Flow".

Ich bin dankbar, dass ich bis auf Freitagmittag keinen "festen" Termin habe (da gehe ich mir die Haare schön machen lassen... äh... ja) und ich habe mich bei meinen Eltern für das Wochenende abgemeldet. Dafür fahre ich nächste Woche in der Woche nach Bremerhaven.
Auch in Punkto Eltern ruckelt sich was in mir "zurecht". Gefühlt komme ich aus einem unguten "Sog" raus, in den ich vor zehn Monaten hineingerutscht bin.

Eine weitere Entdeckung. Neuerdings schleppe ich wieder ein Buch mit, wenn ich Zug fahre oder länger wo warten muss. Das lenkt mich ab und läßt die wirren Gedanken zur Ruhe kommen. Manchmal stecke ich mir Ohropax in die Ohren. Das dämpft den "Lärm" der Straßenbahn oder dem Zug. Alles andere rückt weit weg. Das entspannt mich. Andere stopfen sich Musik in den Kopf und ich mir eben Wachskügelchen.

Zum Glück habe ich an die 40 ungelesene Bücher im Regal stehen. Freundinnen mit Bücherregalen voller Geschichten. Obwohl ich lieber genau das Buch lese, was ich gerade käuflich erworben habe. Im Moment lese ich endlich den finnischen Krimi. 
Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend tauchen auf. Als mir das viele Lesen von Bergen von Büchern lesen oft den Mors gerettet hat. Abgetaucht in fremde Welten und andere Leben. 
Als ich gestern in einem Buchladen stand - es gibt soo schöne in meinem Stadtteil und im "Viertel"- , da schaute ich mich um und sah all diese wunscherschönen Bücher, die voller Ideen, Bilder und Geschichten sind. 
Für das Lesen eines guten Buches wäre eine gemütliches Zuhause schön. Muckelig einkuscheln, heißen Tee trinken und die Wärme der Heizung spüren. In der vorherigen Wohnung ging das manchmal. Dort hatte es es etwas gemütlicher und das Wohnumfeld war wesentlich ruhiger. 
Nun ja. Ich liebe gute Sprache und das Erzeugen von Bildern und Geschichten. Ein Buch ansich ist für all dasselbe Buch. Doch in meinem Kopf ist es einzigartig. 
Nach Stunden das Buch dann zuklappen und sich wohlig räckeln. Unendlich viele Bücher warten darauf entdeckt zu werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen