Montag, 24. Oktober 2016

ohne Strom nix los / AT / Mors

Heute wurde ab 8 Uhr erneut der Strom abgestellt. Da ich schlecht aus den Federn kam, mußte ich mich sputen. Duschen - ohne Licht und ohne heißes Wasser ist nicht so prickelnd - oder Rührei ohne Wärme. Kannst vergessen. Nicht zu vergessen, dass ich meinen Cappuccino brauche. 
Kurz nach 8 Uhr machte es "klack" und ich saß in der dunklen Küche, da es draußen a) noch nicht so wirklich hell war und b) ansonsten eine dicke Nebel-Suppe schwer über der Stadt hing. Kein Radio, kein Laptop, kein Telefon, kein "Wäsche waschen" möglich, kein warmes Wasser. Um z.B. die Zähne nicht zu erschrecken, wenn eine die Zahnpaste ausspült.Quiekk... Wenigsten habe ich es noch geschafft mir die Haare in Form zu föhnen. Puh... 

Als ich um 11.40 Uhr nach Hause kam, war es natürlich auch im Inneren meines Kühlschrankes etwas mollig. Da bemerkt eine sehr deutlich wie abhängig man vom Strom ist. Oder vom Wasser aus dem Hahn. Denn bei meiner Freundin A., die auf der anderen Seite der Weser wohnt, hatten sie heute das Wasser abgestellt. Zum Glück fahre ich erst am Mittwoch zu ihr und da schaffen wir es wohl zwei Cappuccini zu kochen. Notfalls bringe ich Wasser mit :-) .
Als ich vorhin eine meiner drei "Maschinen Wäsche" im Keller aufhing, traf ich die hochschwangere Nachbarin. Du meine Güte, was schleppt die Frau für einen Bauch vor sich her. Ich sagte freundlich: "Irgendwann muss es ja mal losgehen." Und sie schaute etwas gequält zurück und sagte freundlich: "Noch 20 Tage." 
Gut zu wissen. 

Ich habe es nun aufgegeben und werde doch noch einmal meine bisherige Herbst-Winterjacke tragen. Hülft ja nichts. 

Vormittags bin ich mit dem Rad ins Viertel gefahren. Um 10 Uhr hatte ich meinen zweiten Termin bei M., um mit der A*lexander-Technik weiter zu machen. Ich kam nach einer Stunde entspannt raus. Sehr viel gelernt, gespürt und erkannt. 

M. sagte, dass sie weniger Angst davor hätte, dass ich mir etwas tue, wenn ich mich bewege, sondern davor, dass ich vor lauter Angst vor den Schmerzen immer steifer und steifer werden und dadurch die Schmerzen im Körper definitiv mehr werden. 
Hm... was unglaublich ist: meine Angst vor der Bewegung = Schmerzen. Ich bin selbst erschrocken, wie massiv das ist. 
Wir sprachen auch über meine Knie. Ihrer Meinung und Erfahrung nach ist es wenig sinnvoll von den Knien "Aufnahmen" machen zu lassen. Welcher Art auch immer. So lange keine tatsächliche Entzündung vorliegt oder das Knie unbeweglich wäre. Beides ist nicht der Fall. Sie hat ständig Ärzte aller Fachrichtungen als "Patienten" in ihrem Training und die fragen SIE, was sie gegen diese oder jene Schmerzen machen können. Das zum Thema, dass Ärzte wissen , wo die Häsin lang hoppelt...

Was wichtig ist viel sinnvolle Bewegung. Bewegung. Bewegung. Dazu Kräftigung der Beinmuskulatur und natürlich stimmiges Dehnen. Und in meinem Fall Mut und Vertrauen in den eigenen Körper und in die eigene Kraft. 
Als wir gemeinsam durch den Raum gingen und Martina immer wieder bestimmte Impulse am Körper setzte, da sagte sie einfache Worte, die mir sofort dirket in die Seele rauschten. Holla... 
"Du darfst Dich bewegen, Oona."   
Für heute habe ich genug "gearbeitet". Bis in drei Wochen habe ich jede Menge Zeit zu üben und zu forschen. 
Bewegung, Bewegung, Bewegung. Gute Ernährung. Viel trinken. MUT  MUT  MUT 

Morgen treffe ich mich zur Mittagspause mit C. und weil ich schon im Viertel bin, wird die Hürde womöglich kleiner sein auch wirklich zu dieser Gruppe bzgl. der De*pressionen zu gehen. Einen Schritt nach dem anderen.

Am Sonntag bin ich übrigens mit meiner Freundin B.K. bei allerbestem Wetter ins "Blockland" gefahren. Rein in die Natur. In Lilienthal wollte ich in einem Café meine allerliebste Liebingstorte essen. Eine genial leckere "Amerika-Torte" oder wie man sie hier auch nennt: "Trümmer-Torte". Leider hatte das Café geschlossen - schiei neue Öffnungszeiten! 
Also fuhr ich mit der ewig fahrradfahrenden B.K. zurück nach Hause. 24 Kilomter also fast an einem Stück. Mit meiner Freundin wird auch nicht getrödelt :-)  Ich sach euch... ich weiß gaaannz genau, wo meine Hüftknochen sind und so. Mein Mors und der relativ neue Sattel... wir zwei müssen an unserer Beziehung noch arbeiten. Äh... ja. 

Trotzdem werde ich ab jetzt versuchen so oft es geht mit dem Fahrrad zu fahren. Auch um die Enge und den Menschenmassen in den Straßenbahnen und Bussen aus dem Weg zu gehen. 
B.K. sagt zu mir: "Dann fahr halt mit dem Rad!"

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen