Samstag, 22. Oktober 2016

melde gehorsamst

Fünf Be*werbungen sind geschrieben und verschickt. Zwei davon mit halbwegs ernsthaftem... ähm... Wunsch. Ich habe nämlich gelesen, dass wenn ich beim Amt weiter "renten-technisch" geführt werden möchte (damit ich nachher nicht einen Loch in der Liste habe und noch länger arbeiten muss), muss ich deren Vorgaben einhalten. Acht Be*werbungen pro Monat. Jetzt also noch drei Be*werbungen klöppeln, aber nächste Woche ist ja noch Zeit. 

So ohne Fernseher ist es echt heftig. Da merke ich deutlich, wie sehr mich die Zeit vor der Glotze ...hm... abgelenkt hat. Was ich vorallem bemerke, dass ist die Einsamkeit oder das "allein sein". Das schreibe ich hier rein sachlich und ohne Gejammer. Eine Feststellung halt.

"Nichts kann jetzt anders sein, als es gerade ist." Das hat einmal meine TCM-Ärztin zu mir gesagt. Anders gesagt: Ursache und Wirkung. Welche nichts dafür tun, weniger allein zu sein, die bleibt es eben.
Was allerdings passiert: Ich frage mich, was kann ich noch tun außer viel lesen und schlafen *lach*. Der Tag ist unglaublich "leer" und ich habe gefühlt endlos Zeit für alles. So schaffte ich es die Bügelwäsche nicht wieder so lange liegen zu lassen, bis sich das bügeln erledigt hatte, weil ich alles schon angezogen habe. Ungebügelt. *schmunzel*
Ich habe einen weiteren Apfelkuchen gebacken und leider auch sofort verputzt. Vorerst der letzte Kuchen, weil meine Waage und ich finden das aktuelle Gewicht gar nicht lustig. Ich sollte in meine Vorstellungsgesprächs-Klamotten schon noch reinpassen. Öh.. ja.
Das Bad ist mit Leichtigkeit geputzt worden, das Bett endlich frisch bezogen und ich habe wieder angefangen mit den Rücken - und Dehnübugen. Gestern legte ich dazu - weil ja kein Fernseher - eine CD mit deutschen, maritimen Liedern der Gruppe "Hafennacht" ein. Etwas, dass ich schon lange nicht mehr gemacht habe, kam ganz von allein: singen. Wenn ich schon selten spreche... tja... dann singe ich halt.

Mit meinem Vater habe ich über R*eiki gesprochen. Seit zwei Tagen schicke ich ihm R*eiki. Meine Befürchtung war, dass er nach wahrscheinlichen Erst*verschlimmerung sagt, dass ich das lassen soll. Obwohl er die Re*iki-Sendung arg gemerkt hat, soll ich weiter schicken.
Meine R*eiki-Meisterin ist bis zum 02.11. im Urlaub. Danach wollen wir uns treffen. Es ist ja oft so, dass ein Mensch das, was ihm wirklich gut tut, oft nicht macht. R*eiki hat mir immer gut getan, und ich habe ganz unglaubliche Erfahrungen damit gemacht. Zudem kann ich mein Bedürfnis mich am Tag kurz hinzulegen mit der einstündigen Selbstbehandlung mit R*eiki gut verbinden.

Es passiert schon jetzt das, was ich mir erhofft habe. Ich fange an Dinge zu tun, die getan werden müssen und die ich gern tun möchte, weil ich mich daran erinnere. Und mit der Zeit wird es dann so sein, wie immer wieder in den Phasen ohne Glotze: mein Tag reicht für all die Aktivitäten nicht aus.. verblüffend, oder? 

Einkaufen steht heute auf der papierlosen Liste. Wäsche waschen. Trotz des Wetters und ohne passende Jacke längere Zeit spazieren gehen. Essen kochen. Lesen. Staubsaugen. Notizen machen für meine neue Wohnung und den Mut sammeln bei dem Raumgestalter anzurufen. Ein Kostenvoranschlag ist doch nur ein Kostenvoranschlag. Die Ideen sprudeln. Tja. Dann noch R*eiki schicken und Rückenübungen. Äh...  wenn ich das man alles bis 22 Uhr schaffe. Morgen treffe ich mich mit B.K. und vielleicht fahren wir ein büßschen mit der Bahn.

Und dann wollte ich noch schreiben, wie sehr es mich freut, dass meine Freundin Annika / Sudda einem Hund ein neues Zuhause gibt. 
Dabei möchte ich es nicht unterlassen auf die tolle Arbeit von Susi und ihrer Famile in Portugal hinzuweisen. 
Und ja. Es gibt auch hier volle T*ierheime. Hat nicht jedes Tier ein Recht auf artgerechte Haltung und viel Fürsorge? Egal, wo auf der Welt.
Ich habe mehrfach darüber nachgedacht, ob ich einem Tier ein Zuhause geben könnte. Meine Erfahrung mit einer Katze aus einem T*ierheim waren schlimm. Mir eine schwerkranke Katze - vorher hochgespritzt ??- mitzugeben... Ich hätte das Tier nicht mitgenommen, wenn es so ausgesehen hätte, wie es drei Tage später auf meinem Wohnzimmerboden da lag.  
Der Tierarzt konnte die Katze am Leben halten. Die Katze konnte nicht nach draußen lt. Aussage des Tierarztes und somit ging das nicht als Vollberufstätige mit einer vorerst sehr kranken Katze. Das Tierheim machte Stunk als sie herausfanden, dass ich das Tier nach drei Monaten an gute Hände weitergegeben habe. Das habe ich nicht leichtfertig gemacht. An ein Paar mit jahrelanger Katzenerfahrung und im Schichtdienst. So das stets einer zu Hause war und die auch die Kohle für die Medikamente hatten.
Die vom Tierheim klopften auf den Vertrag. Aber ich hätte das Kätzchen nicht wieder an die zurückgegeben. Das Tierheim ist übrigens nicht das Tierheim in meiner Stadt! Auf das T*ierheim außerhalb kam ich durch eine Kollegin.
Als die immer wieder anriefen, wurde ich richtig sauer. Ich sagte ihnen, dass ich jeden Tag mit der Chef*redaktion der Tageszeitung zu tun hätte und es überhaupt kein Problem ist, dass ich denen die Arztunterlagen gebe... Moaahh... dann war Ruhe im Karton.


Was hat mich diese Aktion damals für seelische Kraft gekostet, Nächte voller Angst und Wochen mit Sorgen um das Tier. Von den 600 DM beim Tierarzt will ich gar nicht reden. 

Danach habe ich mich nicht mehr getraut ein andere Katze aufzunehmen und entwickelte - im Nachhinein erst erkannt - eine "K*atzenhaarallergie". Ich bin mit ziemlich sicher, dass meine verquere Seele mit Schuldgefühlen zu knapsen hatte. Die habe ich dann mit R*eiki behandelt. 
Mittlerweile war ich vor zwei Jahren bei meiner Freundin E. in Bayern mehrere Tage zu Besuch und sie hatten eine Katze in der Wohnung. Es ist gut gegangen. Bei einer anderen Freundin passierte den ganzen Abend auch nichts trotz Katze im Raum.
Wo war ich? 
Richtig: Vieles spricht zurzeit dagegen, dass ich ein Haustier habe. Allein schon die Tatsache, dass ich in dieser Wohnung ausdrücklich keine Tiere halten darf. Doch welche weiß schon, wo sie das Leben hinträgt... 
... jetzt erst einmal an die frische Luft. Es ist ja schon :-) 12 Uhr. 

Ahoi
und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel !

Kommentare:

  1. Moin Oona,
    also ohne Fernseher, wo grad The Walking Dead läuft... lieber nicht.
    Ohne Fernseher würde mein PC mich mehr beim Spielen sehen, auch ein Zeitkiller. Ich schätze meinen Fernseher, lasse mich auch gerne bei sehr langweiligen Tätigkeiten (Socken verpartnern, Knöpfe annähen, Gemüse putzen) bespaßen, aber bin öfter mal erschüttert über die Sachen, die ich noch nie gesehen habe, obwohl sie schon länger laufen.
    Zu der Katzenhaltung erst mal was weniger schönes: Mia ist nicht zu uns gekommen, um bei uns zu leben. Sie hatte zwar keine Knochenbrüche, aber schwere innere Verletzungen. Wir konnten ihr helfen; kein schöner Tag heute.
    Ich hatte in meinem Leben eigentlich immer Katzen, und eher gesunde Katzen. Die Quellen waren immer zufällig- halt so die üblichen Leuts, denen die Katze nicht mehr gehört, wenn der Winter kommt oder die Ferien nahen.
    Meine einzige Tierheimerfahrung war die Frau, die fragte: warum nehmen sie die, die anderen sind doch viel hübscher? als wir vor den Kätzchen unter der Wärmelampe standen. Ohhk, da hat jemand ja seinen Job echt gut gemacht...diese Katze war über 20 Jahre bei uns, und einfach ahhhhh. Deine Tierheimleute sollte man einfach verprügeln, so geht es einfach nicht, ein krankes Tier an Dich abzuschieben - natürlich leidest Du da mit!
    Unsere Katzen hatten diverse Unfälle, Krankheiten weniger, aber jedes Mal war es traumatisch. Wenn ich je ein Buch zum Reichtum schreiben würde, gehörte da auch "kein Haustier" dazu.
    Was mich also momentan am meisten davon abhält, wieder eine Katze anzuschaffen: ich bin nicht gut im Abschied nehmen. Ich bin über die "werde ich das noch 20 Jahre machen " Hürde gesprungen, aber das beutelt mich jedes Mal.

    Jetzt will ich aber noch mehr über den Raumgestalter und seine Funktion erfahren,
    schließlich bin ich grad in der Küchenumgestaltung. Scheint auch so gut zu laufen, aber mit dem Raum verändert sich auch immer etwas.

    Ganz liebe Grüße, Katja

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    1. Liebe Katja,
      mir war so als wenn ich bei Sudda was mit Katzen gelesen habe. Ich gebe zu, dass ich wenig das lese was andere schreiben. Aus verschiedenen Gründen. Nun habe ich das mit der Mia gelesen.
      Ach, es tut mir leid, dass es anders gelaufen ist als gehofft. Ganz sicher ein schlimmer Tag. Mein ganzes Mitgefühl für Dich und Deine Lieben.
      Ja. Das die Tiere wahrscheinlich vor einem selbst gehen, dass ist auch ein Grund, warum ich mit Haustieren stets gezögert habe. Wir hatten nacheinander 3 Katzen in meiner Kindheit. Ich selbst kann mich nun nicht mehr so daran erinnern wie es war, dass sie frot waren. Nicht wieder kamen - wir wohnten auf dem Land - oder eingeschläfert werden mußte, weil die Nieren versagten.
      Letztlich war es meine Mutter, die Tiere jeglicher Art anzog wie ein Magnet, die strikt und dann wirklich knallhart garkein Tier mehr wollte. Weil sie den Schmerz nicht noch einmal ertragen wollte.
      Als meine Schwester und ich ziemlich plötzlich fast gleichzeitig auszogen, ist meine Mutter wieder einmal in eine schwere Phase der Depression gerutscht. Mein Vater hat ihr einen gelben Kanarienvogel gekauft. Dafür konnte ich mich nun gar nicht erwärmen, aber ich wohnte da ja nicht mehr. Meine Mutter hat es unglaublich gut getan und der Vogel wurde tatsächlich 18 Jahre alt.
      ***
      Über die Raumgestaltung gibt es mehr zu schreiben, wenn ich weitere Schritte gemacht habe. Sonst ist das wieder nur viel geschrieben und gedacht, aber nichts kommt bei rum.
      ***
      Ich gucke kein TV (weil das Kabel wirklich weg ist!), aber DVD´s. Aber das bleibt mein Geheimnis. *lach*
      Den ganzen Tag schaffe ich es gut ohne TV und es ist dann echt eine Wohltat, wenn ich um 20 Uhr den DVD-Player anschmeiße und zwei Folgen von der Serie "Castle" sehe. Ich finde das meistens lustig. Es ist überschaubar. Dann lese ich noch etwas und gehe ins Bett.
      Allein in der Wohnung den ganzen Tag und dann abends allein auf dem Sofa... das schaffe ich nicht. Aber vor 20 Uhr gibt es nichts. Das allein ist schon echt hart. .... noch.

      Upps...schon so spät. Ab ins Bett.

      Ganz liebe Grüße an Dich!!
      Oona


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    2. Da ist ein Widerspruch im Text. Ich meine, dass ich es schaffe ohne TV am Tag. Das ich den Tag gut gestalten kann.
      Aber den Abend schaffe ich nicht. Das ist etwas zu hart für mich.

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    3. Hallo ihr beiden,

      Katja - das mit Mia tut mir sehr leid. :(

      Tatsächlich war der Schmerz des Abschieds bzw. der "Vorgang des Sterbens" der Grund, weshalb ich zunächst zögerte, einen anderen Hund zu uns zu holen und das für mich auf SPÄTER verschob. Es tat so furchtbar weh.

      *Ich hab erst hier geschrieben, wie es war - aber das ist zu hart. Es reicht, zu wissen, dass es kaum ertragbar war. Ich hab schon so viel geweint deswegen, darum habe ich es weggelöscht*

      Und doch... es waren so viele wundervolle Jahre, Erlebnisse und Momente mit ihr - da fiel die Waagschale ganz feste auf die JA Seite.

      Ich freue mich jetzt ganz riesig auf Norr - irgendwie hat allein die Entscheidung für sie viel von dem weggewischt, was an Erinnerung drückte.

      ****

      Wir haben auch einen Fernseher, aber der interessiert mich wenig. Dennoch nutze ich ihn manchmal als Hintergrundgeräuschkulisse - also eher in "Radiofunktion". Der Mann ist sehr froh darum, dass mich der TV nicht interessiert, er kann so alle Natur-Wander-Bergsteiger-Aussteiger-Dokus und Krimis gucken, die das Ding so hergibt.

      Natürlich liegt das bei mir daran, dass ich wiederum knietief im Internet stecke... Webseiten, Forum und Mails - das nimmt so viel Zeit in Anspruch. Wenn ich das nicht hätte, wäre es vielleicht doch der Fernseher. Ich weiß es nicht. Ist ja nun egal, ob ich hier oder da in das Rechteck glotze.

      Übrigens sind meine Augen nach 10 Tagen Lappland OHNE Bildschirme irgendeiner Art BESSER gewesen. Also die "Leseaugen". Hm. Das ist mir stark aufgefallen...

      Darum hab ich mir immerhin jetzt diese App vorgeschaltet, die das Licht am Handy am Abend angenehmer macht - läuft bei mir ab 18 Uhr. Muss noch eine für das Laptop suchen.

      Ganz liebe Grüße!

      Annika

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  2. Liebe Oona, danke für deinen Kommentar! er ist leider untergegangen weil ich die Seite doppelt geladen hatte... Freut mich dass auch bei dir die dinge ins Laufen kommen. Und die Tonka bohne: besorg dir eine kleine Reibe und reibe ein bisschen Tonka auf Grießbrei & Co - bald bist du süchtig... Schönen Sonntag wünsche ich dir!

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