Sonntag, 30. Oktober 2016

die drei Stunden Sonne am Tag genutzt

Als ich mich vorhin um 09:45 Uhr an den Rechner setzte, da schaute ich kurz aus dem Fenster. Sonne satt und das Laub leuchtete rund ums Haus. Umgehend machte ich die Kiste wieder aus und war um 10:05 Uhr schon auf dem Rad. Bewegung, Licht, Bewegung, Licht... Mein Weg führte mich u. a. auf den  Friedhof und später fuhr ich mit dem Rad durch mein  Stadtviertel. 









Zu Hause legte ich mich auf den Boden und lauschter der Entspannungs-CD von M.. Das klappte auch dieses Mal sehr gut! Danach habe ich meine Fotos von der Kamera und dem Handy auf das Laptop gepackt und ein wenig bei meinen Blogger-Freundinnen gelesen.

Was ich noch von meiner Radtour am letzten Sonntag mit B.K. bildtechnisch nachreichen wollte, das seht ihr hier


Gestern war ich bei meinen Eltern und es war ein guter Tag. Nicht nur, dass ich geschmeidig in Bremerhaven ankam und die Sonne vom blauen Himmel schien. Klare Luft und bunte Farben überall. 

Mein Vater sagt ja, dass R*eiki nichts bringt - er erwartet eben die sofortige Heilung, auch wenn ich ihm das anders erklärt habe - aber er war gestern so gut drauf wie schon seit fast einem Jahr nicht mehr! Ich schicke ihm seit ca. 1 1/2 Wochen fast täglich Fern-R*eiki. 
Wir liefen am Vor- und Nachmittag jeweils eine Runde um den Block je 20 Minuten. Bei Sonnenschein und frischer Luft. Er sehnt sich nach "draußen sein". Aber allein ist es noch zu unsicher und meine Mutter kann ebenfalls kaum allein gut laufen. 
Irgendwann werde ich den Deich mit neuer Sichtweise erkunden. Wo wir alle drei gut ans Wasser kommen. Mit Bänken in der Nähe. 

Meine Mutter kochte uns eine köstliche, wärmende und energie-gebende Kartoffelsuppe. Mein Vater bekam rote Wangen und musste tatsächlich einen der dicken Pullover ausziehen, wo er doch ständig friert. 


Auch meine Mutter war ansprechbar, obwohl sie wirklich sehr viele massive Schmerzen hat. Es war gut sie lachen zu sehen. Wir haben überhaupt viel an diesem Tag gelacht. Meine Eltern waren etwas positiver gestimmt und mein Vater erstaunlich zuversichtlich. 
Auf dem "Zweier-Sofa" saß ich direkt neben meinem Vater und er bekam Wärme, Kontakt und R*eiki. Später saß ich auf der anderen Seite. Das fand er gut. 

Irgendwann stand mein Vater plötzlich auf, ging ein Stück frei durch den Raum und kam dann auf mich zu und gab mir strahlend die Hand. Ging die paar Schritte zum Sofa zurück und setzte sich hin. Er ist der festen Überzeugung, dass er eines Tages wieder ohne Rollator gehen kann. Es ist überhaupt schon ein "Wunder", dass er laufen und stehen kann. Und das er zurzeit frei vom Krebs ist !!! 

Was super ist, dass meine Eltern beide eine andere Baustelle in Sachen "Gesundheit" angegangen sind. Vorallem meiner Mutter wird das sehr helfen. Das ist so gut und ich freue mich sehr für sie.

Zudem haben sie den realtiv neuen Wohnungseigentümer angesprochen, wie es aussieht mit einem behindert-gerechten Bad. Das Bad müßte ohnehin dringend gemacht werden. Die Krankenkasse würde etwas dazu zahlen. Dann könnten meine beiden Eltern endlich wieder täglich duschen und vielleicht könnte man die "Pflege" von der Kasse etwas reduzieren. Ob das nun gut oder schlecht ist?!
Je eigenständiger sie bleiben bzw. wieder werden, desto besser für sie und ihre Seelen. Ja. Und auch für mich.

Als ich nach Hause fuhr - und auch auf der Rückfahrt war der Zug angenehm leer, weil ich darauf achtete ganz hinten in den Zug einzusteigen -, dachte ich mir, dass es gut für mich ist solche Tage abzuspeichern und mich einfach nur zu freuen. Dankbar zu sein, dass es diese Tage noch gibt. Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit fuhr ich leichter im Herzen nach Hause. 
Nun bin ich noch mehr motiviert meinem Vater täglich R*eiki zu schicken. Meiner Mutter darf ich aus verschiedenen Gründen kein R*eiki schicken und das respektiere ich. 

 b Dienstag kann ich endlich meine R*eiki-Meisterin anrufen. Erstaunlicherweise schrieb mir meine TCM-Ärztin (mit der ich irgendwie auch "privat" verbunden bin), dass sie sich über ein Treffen freuen würde. Wenn ich jetzt noch ein Vorstellungsgespräch bekomme auf meine Bewerbung vom Freitag... na, wenn es läuft, dann läufts... 

Draußen ist es jetzt um 14 Uhr mehr als trübe und fast schon November :-)Nun hänge ich noch eine Stunden "Stellensuche" dran und dann ab auf mein Sofa. 
 

Freitag, 28. Oktober 2016

vorgezogener A*dvent

Jedes Jahr kommt das "Fest" schneller. In einem Einkaufsladen in der Innenstadt steht seit zwei Wochen ein riesiger und voll geschmückter Weihnachtsbaum. Adventkalender. Weihnachtmänner. 
 


Weihnachtsgebäck kann eine ja schon Mitte September kaufen. Ich mag sehr gern Lebkuchen. Allerdings muss ich auf den Invertzucker darin achten. Noch habe ich die Printen meiner Wahl nicht gefunden. Irgendwie ist dann schon das Vorziehen vom Advent. Aber sie jetzt zu kaufen und dann bis Dezember bzw. Advent liegen zu lassen, dass schaffe ich leider nicht.
Das anstrengende und unschöne an diesem "Fest" geht etwas verloren dieses Jahr, da der 24. 12. auf einen Samstag fällt. Sonntag wahrscheinlich die übliche Familienfeier - wenn alle bis dahin durchhalten - und dann nur noch ein Montag frei. Und schon geht das Leben wieder weiter... 

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Ich sach nur: H*ormone !

Naja. Ich wäre nicht Oona, wenn ich das nur sagen würde. "Es sind vor allem die H*ormone."
Tatsächlich war ich bei meiner Heilpraktikerin über zwei Jahre lange nicht mehr. Unglaublich. Ich werte das als gutes Zeichen. Frau B. ist - wie ich finde - extrem erfahren und ich vertraue ihr.
Es ist vor allem erfreulich, dass ich gesunde Organe habe, keine Blockarden querhängen und ich keine akuten T*raumata am laufen habe.
Was allerdings nicht gut arbeitet, dass ist meine Schilddrüse. Ich nehme seit ca. 2 Jahren jetzt 65 mg von dem allgemein bekannten Schilddrüsen-Hormon/Mittel. Davor war es eine zeitlang her. Lt. der Blutuntersuchungen der Internistin ist das ausreichend. 
Lt. der "Bio-Resonanz" zuwenig. 100 mg wären besser. Da es an die fünf Wochen dauert bis eine Erhöhung des Medikamentes wirken würde, nehme ich ab morgen etwas anders - zusätzlich. Frau B. sagt, wenn die Schilddrüse nicht gut funktioniert, dann wirkt sich das u.a. auf die Nebennieren aus und das wiederum macht u.a. diese Antriebsschwäche. Also kurpel ich die Drüse ein büschen an und lasse das im Januar von ihr noch einmal kontrollieren.
V*itamin-D-Mangel. Das passende Mittel hatte ich früher schon gekauft und dann doch nicht genommen. So konnte das ausgetestet werden und nun habe ich die passende Dosis. 
Da ich seit ein paar Tagen Probleme mit dem Kiefer links oben habe, hat sie das getestet. Wie ich es schon befürchtet habe: Knochenentzündung im Kiefer. Hm... ein Mittel habe ich mitbekommen, aber das werde ich beobachten. Ich habe mehr Kieferentzündungen mit OP´s gehabt als es meinem Kiefer und meiner Seele gut getan hat! 
Ab morgen lege ich los mit den Einnahmen. Heute muss noch ein Rezept zur Apotheke für das Mittel, welches bei mir zur "Stimmungsaufhellung" geeignet ist. Eine Wurzelart. Da habe ich Glück, denn nicht alle Leute finden ein rein-pflanzliches Mittel, dass auch greift.
Die Omega3 Fischöl-Tabletten und das Selen - darauf reagierte mein Körper gar nicht beim Test. Wenn es nichst bringt, dann kann ich es lassen. Geld gespart *lach*
Dann überlege ich noch so: Hormone und Schmerzen. Hormone und Bindegewebe. Hormone und Gewichtzunahmen. Die Waage hat mich heute morgen zutiefst erschrocken. Miststück!
Und natürlich denke ich über meinen Zuckerkonsum und M*igräne + Schmerzen + De*pressionen nach.  
Alles eines nach dem anderen.

Jetzt noch 30 Minuten an der Matratze horchen, denn um 15 Uhr bin ich in der Stadt verabredtet zum Kaffeesieren. Bis 31.10. kann ich für so etwas noch Geld aufgeben. Deswegen kaufe ich auch noch heute das neue Kabel für den DVD-Player. 
Das Eulenbuch wurde leider schnell langweilig. Deswegen habe ich es weggelegt und lese nun einen Krimi einer B*remer Autorin. Das Leben ist zu kurz für langweilige Bücher.

Herbstgeräusche

Was ich am Herbst nicht mag: diese überall lauernden Laub-Püster. Auch der Gedanke, dass die Leute die Gehwege freipusten, damit ich sicher und rutschfreier durch die Gegend laufen kann, hilft mir nicht. Mich machen diese Lärmteile aggressiv und der Gestank ist ungut. Dieses Geräusch verursacht bei mir Verspannungen und Abwehr-Haltungen. Ob das für die Natur und für die Tierwelt "gut" ist, dass ist ja nicht geklärt. Also, dass wegpusten und lärmen :-)
Gerade ist ein Heini seit 20 Minuten am arbeiten und macht einer jeden schönen ruhigen Morgen kaputt. Das nervt so dermaßen. 

Mittwoch, 26. Oktober 2016

ein büschen drüber

Hm.... ein büschen drüber. Mit allem. Kopfschmerzen, Schmerzen hier und da, kodderich, flau und alles ist zu viel. Dann habe ich abends seit letztem Mittwoch (?) ab 20 Uhr zwei Folgen Casle auf DVD gesehen, weil der Abend sonst kaum zu ertragen ist. Jetzt geht der DVD-Player nicht mehr. Vermutlich ist eine "Buchse" hin. Das Ding muckelt ja schon länger. 
Ich bin ein büshen genervt von mir selbst, dass ich immer die gleichen Fehler wiederhole. Wenn was geht, dann will ich häufig gleich viel zu viel. Das schmeißt mich dann wieder zurück und ich muss warten bis zum nächsten Impuls. Mooah... 
Morgen hoffe ich den Wecker zu hören, denn früh muss ich los. Um 10 Uhr habe ich den Termin bei der Heilpraktikerin in einem kleinen Ort vor meiner Stadt.

Dienstag, 25. Oktober 2016

ich habe mich getraut

Bevor ich mich auf den Weg ins Viertel machte, um mich mit C. zu treffen, schaffte ich es mich auf den Fußboden zu legen und die 24 Minuten-CD von M. anzuhören bzgl. Entspannung. Das klappte mitten am Tag - und bei äußerhäulichen stärkerer Geräuschkulisse - erstaunlich gut. Dann noch ein paar sachte Kniebeugen. Ich denke, ich sollte diese Übungen "mit was auf den Ohren" machen, denn dieses Geknirsche in den Knie-Gelenken ist nicht gut auszuhalten für mich. Die Gelenke müssen aber "geschmiert" und bewegt werden. Wenn es besser werden soll. 

Mit dem Rad !! fuhr ich zur gemeinsamen Mittagspause mit C., und danach bummelte ich noch bei bestem Wetter durch das Viertel, um mich schon bald auf den Weg zu machen. Zu einem Treffen von Menschen mit De*pressionserfahrungen. Ich war ein wenig aufgeregt und kurz vor dem Haus dachte ich: Fahr einfach nach Hause, Oona. Doch wie steh ich vor mir, den Freundinnen und meinen LeserInnen da?? Durchatmen und rein.
Auf der Rückfahrt mit dem Rad konnte ich auch viel besser zu dem Geflügelhändler meines Vertrauens kommen. Noch etwas Bio-Gemüse käuflich erworben und vor ein paar Tagen hatte ich mir Hirse gekauft. Die läßt sich schnell kochen und ist dazu extrem reich an guten Mineralstoffen. Die brauche ich für das Hirn ... und für die Knie. Ist klar, oder?  
;-) 



aus diesem Buch abfotografiert 

*

Montag, 24. Oktober 2016

ohne Strom nix los / AT / Mors

Heute wurde ab 8 Uhr erneut der Strom abgestellt. Da ich schlecht aus den Federn kam, mußte ich mich sputen. Duschen - ohne Licht und ohne heißes Wasser ist nicht so prickelnd - oder Rührei ohne Wärme. Kannst vergessen. Nicht zu vergessen, dass ich meinen Cappuccino brauche. 
Kurz nach 8 Uhr machte es "klack" und ich saß in der dunklen Küche, da es draußen a) noch nicht so wirklich hell war und b) ansonsten eine dicke Nebel-Suppe schwer über der Stadt hing. Kein Radio, kein Laptop, kein Telefon, kein "Wäsche waschen" möglich, kein warmes Wasser. Um z.B. die Zähne nicht zu erschrecken, wenn eine die Zahnpaste ausspült.Quiekk... Wenigsten habe ich es noch geschafft mir die Haare in Form zu föhnen. Puh... 

Als ich um 11.40 Uhr nach Hause kam, war es natürlich auch im Inneren meines Kühlschrankes etwas mollig. Da bemerkt eine sehr deutlich wie abhängig man vom Strom ist. Oder vom Wasser aus dem Hahn. Denn bei meiner Freundin A., die auf der anderen Seite der Weser wohnt, hatten sie heute das Wasser abgestellt. Zum Glück fahre ich erst am Mittwoch zu ihr und da schaffen wir es wohl zwei Cappuccini zu kochen. Notfalls bringe ich Wasser mit :-) .
Als ich vorhin eine meiner drei "Maschinen Wäsche" im Keller aufhing, traf ich die hochschwangere Nachbarin. Du meine Güte, was schleppt die Frau für einen Bauch vor sich her. Ich sagte freundlich: "Irgendwann muss es ja mal losgehen." Und sie schaute etwas gequält zurück und sagte freundlich: "Noch 20 Tage." 
Gut zu wissen. 

Ich habe es nun aufgegeben und werde doch noch einmal meine bisherige Herbst-Winterjacke tragen. Hülft ja nichts. 

Vormittags bin ich mit dem Rad ins Viertel gefahren. Um 10 Uhr hatte ich meinen zweiten Termin bei M., um mit der A*lexander-Technik weiter zu machen. Ich kam nach einer Stunde entspannt raus. Sehr viel gelernt, gespürt und erkannt. 

M. sagte, dass sie weniger Angst davor hätte, dass ich mir etwas tue, wenn ich mich bewege, sondern davor, dass ich vor lauter Angst vor den Schmerzen immer steifer und steifer werden und dadurch die Schmerzen im Körper definitiv mehr werden. 
Hm... was unglaublich ist: meine Angst vor der Bewegung = Schmerzen. Ich bin selbst erschrocken, wie massiv das ist. 
Wir sprachen auch über meine Knie. Ihrer Meinung und Erfahrung nach ist es wenig sinnvoll von den Knien "Aufnahmen" machen zu lassen. Welcher Art auch immer. So lange keine tatsächliche Entzündung vorliegt oder das Knie unbeweglich wäre. Beides ist nicht der Fall. Sie hat ständig Ärzte aller Fachrichtungen als "Patienten" in ihrem Training und die fragen SIE, was sie gegen diese oder jene Schmerzen machen können. Das zum Thema, dass Ärzte wissen , wo die Häsin lang hoppelt...

Was wichtig ist viel sinnvolle Bewegung. Bewegung. Bewegung. Dazu Kräftigung der Beinmuskulatur und natürlich stimmiges Dehnen. Und in meinem Fall Mut und Vertrauen in den eigenen Körper und in die eigene Kraft. 
Als wir gemeinsam durch den Raum gingen und Martina immer wieder bestimmte Impulse am Körper setzte, da sagte sie einfache Worte, die mir sofort dirket in die Seele rauschten. Holla... 
"Du darfst Dich bewegen, Oona."   
Für heute habe ich genug "gearbeitet". Bis in drei Wochen habe ich jede Menge Zeit zu üben und zu forschen. 
Bewegung, Bewegung, Bewegung. Gute Ernährung. Viel trinken. MUT  MUT  MUT 

Morgen treffe ich mich zur Mittagspause mit C. und weil ich schon im Viertel bin, wird die Hürde womöglich kleiner sein auch wirklich zu dieser Gruppe bzgl. der De*pressionen zu gehen. Einen Schritt nach dem anderen.

Am Sonntag bin ich übrigens mit meiner Freundin B.K. bei allerbestem Wetter ins "Blockland" gefahren. Rein in die Natur. In Lilienthal wollte ich in einem Café meine allerliebste Liebingstorte essen. Eine genial leckere "Amerika-Torte" oder wie man sie hier auch nennt: "Trümmer-Torte". Leider hatte das Café geschlossen - schiei neue Öffnungszeiten! 
Also fuhr ich mit der ewig fahrradfahrenden B.K. zurück nach Hause. 24 Kilomter also fast an einem Stück. Mit meiner Freundin wird auch nicht getrödelt :-)  Ich sach euch... ich weiß gaaannz genau, wo meine Hüftknochen sind und so. Mein Mors und der relativ neue Sattel... wir zwei müssen an unserer Beziehung noch arbeiten. Äh... ja. 

Trotzdem werde ich ab jetzt versuchen so oft es geht mit dem Fahrrad zu fahren. Auch um die Enge und den Menschenmassen in den Straßenbahnen und Bussen aus dem Weg zu gehen. 
B.K. sagt zu mir: "Dann fahr halt mit dem Rad!"

Samstag, 22. Oktober 2016

melde gehorsamst

Fünf Be*werbungen sind geschrieben und verschickt. Zwei davon mit halbwegs ernsthaftem... ähm... Wunsch. Ich habe nämlich gelesen, dass wenn ich beim Amt weiter "renten-technisch" geführt werden möchte (damit ich nachher nicht einen Loch in der Liste habe und noch länger arbeiten muss), muss ich deren Vorgaben einhalten. Acht Be*werbungen pro Monat. Jetzt also noch drei Be*werbungen klöppeln, aber nächste Woche ist ja noch Zeit. 

So ohne Fernseher ist es echt heftig. Da merke ich deutlich, wie sehr mich die Zeit vor der Glotze ...hm... abgelenkt hat. Was ich vorallem bemerke, dass ist die Einsamkeit oder das "allein sein". Das schreibe ich hier rein sachlich und ohne Gejammer. Eine Feststellung halt.

"Nichts kann jetzt anders sein, als es gerade ist." Das hat einmal meine TCM-Ärztin zu mir gesagt. Anders gesagt: Ursache und Wirkung. Welche nichts dafür tun, weniger allein zu sein, die bleibt es eben.
Was allerdings passiert: Ich frage mich, was kann ich noch tun außer viel lesen und schlafen *lach*. Der Tag ist unglaublich "leer" und ich habe gefühlt endlos Zeit für alles. So schaffte ich es die Bügelwäsche nicht wieder so lange liegen zu lassen, bis sich das bügeln erledigt hatte, weil ich alles schon angezogen habe. Ungebügelt. *schmunzel*
Ich habe einen weiteren Apfelkuchen gebacken und leider auch sofort verputzt. Vorerst der letzte Kuchen, weil meine Waage und ich finden das aktuelle Gewicht gar nicht lustig. Ich sollte in meine Vorstellungsgesprächs-Klamotten schon noch reinpassen. Öh.. ja.
Das Bad ist mit Leichtigkeit geputzt worden, das Bett endlich frisch bezogen und ich habe wieder angefangen mit den Rücken - und Dehnübugen. Gestern legte ich dazu - weil ja kein Fernseher - eine CD mit deutschen, maritimen Liedern der Gruppe "Hafennacht" ein. Etwas, dass ich schon lange nicht mehr gemacht habe, kam ganz von allein: singen. Wenn ich schon selten spreche... tja... dann singe ich halt.

Mit meinem Vater habe ich über R*eiki gesprochen. Seit zwei Tagen schicke ich ihm R*eiki. Meine Befürchtung war, dass er nach wahrscheinlichen Erst*verschlimmerung sagt, dass ich das lassen soll. Obwohl er die Re*iki-Sendung arg gemerkt hat, soll ich weiter schicken.
Meine R*eiki-Meisterin ist bis zum 02.11. im Urlaub. Danach wollen wir uns treffen. Es ist ja oft so, dass ein Mensch das, was ihm wirklich gut tut, oft nicht macht. R*eiki hat mir immer gut getan, und ich habe ganz unglaubliche Erfahrungen damit gemacht. Zudem kann ich mein Bedürfnis mich am Tag kurz hinzulegen mit der einstündigen Selbstbehandlung mit R*eiki gut verbinden.

Es passiert schon jetzt das, was ich mir erhofft habe. Ich fange an Dinge zu tun, die getan werden müssen und die ich gern tun möchte, weil ich mich daran erinnere. Und mit der Zeit wird es dann so sein, wie immer wieder in den Phasen ohne Glotze: mein Tag reicht für all die Aktivitäten nicht aus.. verblüffend, oder? 

Einkaufen steht heute auf der papierlosen Liste. Wäsche waschen. Trotz des Wetters und ohne passende Jacke längere Zeit spazieren gehen. Essen kochen. Lesen. Staubsaugen. Notizen machen für meine neue Wohnung und den Mut sammeln bei dem Raumgestalter anzurufen. Ein Kostenvoranschlag ist doch nur ein Kostenvoranschlag. Die Ideen sprudeln. Tja. Dann noch R*eiki schicken und Rückenübungen. Äh...  wenn ich das man alles bis 22 Uhr schaffe. Morgen treffe ich mich mit B.K. und vielleicht fahren wir ein büßschen mit der Bahn.

Und dann wollte ich noch schreiben, wie sehr es mich freut, dass meine Freundin Annika / Sudda einem Hund ein neues Zuhause gibt. 
Dabei möchte ich es nicht unterlassen auf die tolle Arbeit von Susi und ihrer Famile in Portugal hinzuweisen. 
Und ja. Es gibt auch hier volle T*ierheime. Hat nicht jedes Tier ein Recht auf artgerechte Haltung und viel Fürsorge? Egal, wo auf der Welt.
Ich habe mehrfach darüber nachgedacht, ob ich einem Tier ein Zuhause geben könnte. Meine Erfahrung mit einer Katze aus einem T*ierheim waren schlimm. Mir eine schwerkranke Katze - vorher hochgespritzt ??- mitzugeben... Ich hätte das Tier nicht mitgenommen, wenn es so ausgesehen hätte, wie es drei Tage später auf meinem Wohnzimmerboden da lag.  
Der Tierarzt konnte die Katze am Leben halten. Die Katze konnte nicht nach draußen lt. Aussage des Tierarztes und somit ging das nicht als Vollberufstätige mit einer vorerst sehr kranken Katze. Das Tierheim machte Stunk als sie herausfanden, dass ich das Tier nach drei Monaten an gute Hände weitergegeben habe. Das habe ich nicht leichtfertig gemacht. An ein Paar mit jahrelanger Katzenerfahrung und im Schichtdienst. So das stets einer zu Hause war und die auch die Kohle für die Medikamente hatten.
Die vom Tierheim klopften auf den Vertrag. Aber ich hätte das Kätzchen nicht wieder an die zurückgegeben. Das Tierheim ist übrigens nicht das Tierheim in meiner Stadt! Auf das T*ierheim außerhalb kam ich durch eine Kollegin.
Als die immer wieder anriefen, wurde ich richtig sauer. Ich sagte ihnen, dass ich jeden Tag mit der Chef*redaktion der Tageszeitung zu tun hätte und es überhaupt kein Problem ist, dass ich denen die Arztunterlagen gebe... Moaahh... dann war Ruhe im Karton.


Was hat mich diese Aktion damals für seelische Kraft gekostet, Nächte voller Angst und Wochen mit Sorgen um das Tier. Von den 600 DM beim Tierarzt will ich gar nicht reden. 

Danach habe ich mich nicht mehr getraut ein andere Katze aufzunehmen und entwickelte - im Nachhinein erst erkannt - eine "K*atzenhaarallergie". Ich bin mit ziemlich sicher, dass meine verquere Seele mit Schuldgefühlen zu knapsen hatte. Die habe ich dann mit R*eiki behandelt. 
Mittlerweile war ich vor zwei Jahren bei meiner Freundin E. in Bayern mehrere Tage zu Besuch und sie hatten eine Katze in der Wohnung. Es ist gut gegangen. Bei einer anderen Freundin passierte den ganzen Abend auch nichts trotz Katze im Raum.
Wo war ich? 
Richtig: Vieles spricht zurzeit dagegen, dass ich ein Haustier habe. Allein schon die Tatsache, dass ich in dieser Wohnung ausdrücklich keine Tiere halten darf. Doch welche weiß schon, wo sie das Leben hinträgt... 
... jetzt erst einmal an die frische Luft. Es ist ja schon :-) 12 Uhr. 

Ahoi
und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel !

Freitag, 21. Oktober 2016

nächstes Buch

Gestern war ein sehr trüber Tag... und heute ist ein neuer Tag. Mangels TV-Betäubung habe ich natürlich zum Buch gegriffen. Tja. Der Krimi wurde quasi verschlungen und als ich damit fertig war, bin ich aufgestanden und zog das nächste Buch aus dem Regal. Meine Freundin B.K. hat mir ein Buch empfohlen und gleich ausgeliehen. 


Es las sich gleich wunderbar an. Dennoch bin ich vor 22 Uhr in die Federn... Ich habe mich deswegen für diese Lektüre aus dem Stapel ungelesener Bücher entschieden, weil ich Eulen schon immer interessant fand. Als Kind habe ich zig Eulen gemalt. Ich konnte ganz gut zeichnen und so wurden die Eulen mit jeder Zeichnung etwas schöner. Von den Löwen und Pferden kann ich das nicht behaupten.
In dem Kinofilm "Jenseits von Afrika" hat die Karen Blixen einen kleinen Kauz im Haus. Damals - als der Film erschien - fand ich es beeindruckend, dass man eine "Eule" als Haustier halten kann. Steinkäuze finde ich persönlich am schönsten. Natürlich gehören solche Tiere -  im Grunde alle Tiere - in die freie Natur. 
Warum der Autor am Anfang des Buches genau das auch schreibt, aber dann 15 Jahre mit einer Eule zusammen gelebt hat, dass werde ich mir erst erlesen müssen. 

Gestern habe ich einer Frau gemailt, die als Ansprechpartnerin angegeben wurde für eine Gruppe von Menschen mit "De*pressionserfahrungen". Sie hat mir umgehend geantwortet.  Wenn ich genügend Mut habe, dann gehe ich am nächsten Dienstag dort hin. Es ist keine S*elbsthilfegruppe, sondern eine Gruppe von Menschen, die zusammen etwas unternehmen und sich - logisch - auch austauscht. So habe ich das verstanden. Die Fotos von den gemeinsamen Aktionen auf der Internetseite zeigen Menschen vorallem in meinem Alter. Es gibt zudem eine "Lauf-Gruppe" und "Fahrrad-Gruppe". 

Gerade habe ich meine R*eiki-Meisterin angeschrieben. 

Das Amt hat mir vorgestern geschrieben. Nun weiß ich endlich, dass ich für den Oktober ein letztes Mal so viel Geld bekomme, dass meine Fixkosten gut abgedeckt sind. Die Krankenkasse ist von mir informiert und berechnet zurzeit, welche Höhe an Beitrag ich an sie ab dem 03.11.2016 überweisen muss.

Ich habe für die nächste Woche an vier von fünf Wochentagen einen "Termin" oder "Treffen" organisiert. Am Samstag oder Sonntag zu meinen Eltern. 

Meine Freundin B.K. und ich suchen eine ruhige Bleibe für Silvester/Neujahr. Bedeutet: nach vielen Jahren feiern wir zusammen ins neue Jahr. Für den 24.12. wurde ich von meinen Freunden auf dem Land erneut eingeladen mit ihnen zusammen zu feiern.

Die Freundin aus Bayern sagte zu mir die Tage - weil sie noch keinen Flug gebucht hat und mich das unruhig macht - , dass sie auch mit Zug oder dem Auto "hoch kommt". Diese Woche Urlaub ist im März 2017 ist eingetragen und somit ist diese Zeit "festgetackert". Wir freuen uns beide dermaßen auf die gemeinsame Zeit. Schön. 

Jetzt sind Rücken- und Dehnungsübungen angesagt. Dann evtl. Bügeln. Ich versuche später sechs sinnlose sehr schlichte Be*werbungen zu verschicken, damit ich den "Druck" los bin.  

Dienstag, 18. Oktober 2016

das Schöne sehen und fühlen

Doch, ich bin froh, dass ich meine letzten Posts geschrieben habe und sie stehen geblieben sind. Dazu ein anderes Mal mehr, denn jetzt möchte ich kurz über etwas Gutes schreiben. 

Am vergangenen Sonntag war ich mit C. und einer früheren Arbeitskollegin (aus der vorherigen Firma) unterwegs. Ich kenne A. kaum, aber wir waren uns stets sympathisch.
C. hatte Geburtstag und so war das ein gemeinschaftlicher Ausflug nachträglich zum neuen Lebensjahr. Ich habe mich sehr gefreut, dass C. und A. mich ausgewählt haben auf den Bio-Hof in die Nähe von B*remen mitzukommen. Und das Wetter war ein Träumchen! Die Blätter färben sich bunt und der Nebel zieht über das Land. Schön. 
Das kleine Café wird von den netten Inhabern so ländlich, natürlich und ohne Schnickschnack geführt. Direkt auf dem Hof. Klein und eigen. Bunt gewürfeltes Geschirr und das Besteck aus Großmutters besten Zeiten. 
Für das Geburtstagskind und A. gab es zum Anlass - von der Bäuerin ausgegeben - selbstgemachten Eierlikör. Der ordentlich Umdrehungen hatte... *lach*. Doch es waren nur so winzig-filigrane, aber langstilige Likörgläser anno irgendwas.Leider ist mein "großes" Bild vom gesamten Tisch nichts geworden. Also ein Bild, das mir das Geburtstagskind schickte. Natürlich ohne Menschen drauf, aber mit meinem Handy, weil ich gerade in dem Moment ein Kuchenfoto machte. Darum ist dies Foto in einem seltsamen Format hier gezeigt. 


Dazu noch das Kuchen-Foto von mir:

ein einzelnes Stück der selbst-geklöppelten Quitten-Sahne-Torte



Die Sonne und das Wetter waren so verlockend, dass wir im Anschluß noch einen längeren Spaziergang machten. Dabei sahen wir viele Rehe und einen Reiher. Knall-weiße Kühe in der Ferne auf einer Weide und dazu eine wunderbare Luft... es wurde geredet, bestaunt, gesammelt und viel gelacht. 

 


Am Ende des kleinen Weges gab es eine Kermaik-Werksatt mit Mosterei und einem Hof. Leider alles geschlossen. Für Kinder gab es das wunderhübsche und kleine Butzen-Paradies auf einer Wiese. Neben dem Gemüsegärtchen.






Solche Stunden gibt es selten, aber es gibt sie. Trotzallem kann ich noch dies Schöne und das Reine sehen, fühlen und mich daran erfreuen. Empfinde Dankbarkeit und ein stilles Glück.

Montag, 17. Oktober 2016

wehe, du gibst deinen Verstand an der Garderobe ab...

... dann bist du am Arsch, Marie. 
Nach einer langen inneren Aus*einandersetzung, habe ich am Sonntag beschlossen es mit einem leichten Anti-De*pressiva zu probieren. Am Morgen entschied ich mich erst zum Hausarzt zu gehen statt mir eine N*eurologin zu suchen. 
Natürlich war bei der Gemeinschaftspraxis heute Vormittag die Ärztin da, die ich nicht so mag. Ich habe versucht meine Überlegung und Situation klar zu formulieren. Um es abzukürzen: Sie hat mit ein Standard-Anti-De*pressiva aufgeschrieben. xy, 20 mg, morgens. Dann fing sie wieder damit an, dass sie ( also der andere Arzt und sie) ja ein Seminar sehr befürworten. Das hat sie mir schon vor zwei Jahren andrehen wollen. 
Ein Wochenende und schon ist der Schalter umgelegt. Sagte sie. Kostet 600 Euro für drei !!! Tage. Hatte ihr aber schon erzählt, dass ich ab 1.11. von niemandem mehr Geld bekomme. 
Sie eierte so ein wenig rum. Andere Patienten kämen da auch hin. Sie selbst und Herr yx (anderer Arzt der Praxis) wären auch da. "Dep*ressionen gibt es nicht wirklich."
Achwas!?! 
Sie drängte mich dort anzurufen. Wenn ich das Wochenendseminar / Training machen will - geht Mitte November los - dann könnte ich am Mittwoch vorbeikommen und den Antrag dort in ihrer Arztpraxis ausfüllen. Aber ! das Antidepressiva darf ich bis dahin nicht nehmen. Das wäre nicht gut, denn eigentlich ist dieser Kurs nur für seelisch gesunde Menschen. Sagte sie. HALLO ????
Und: "Sie müssen Ihre Eltern ja nicht pflegen. Das wissen Sie?" 
ACHWAS !
Etwas verdattert bin ich aus dem Besprechungszimmer mit einem Zettel, wo die Telefonnummer von dem Anbieter der Kurse draufstand. Da solle ich mal anrufen. Das Rezept lies ich ausdrucken und steckte es ein. Zur Apotheke werde ich damit bestimmt nicht gehen. 

Schon auf der Treppe im Haus der Gemeinschaftspraxis fing ich an mich zu ärgern. Je länger ich über dieses längere Gespräch nachdenke, desto verstimmter bin ich. 
Der Arzt dieser Praxis hat mich in diese dämmliche Reha.Klinik für De*pressionen geschickt. 27 Jahre versuche ich mir selbst zu helfen. Verschiedenen Therapien. Oft auf meine Kosten. Ich habe viel ! geschafft. 
Glaubt diese Ärztin wirklich, dass mir so ein drei Tage-Kurs hilft?? Das ist die pure Abzocke! Ich finde das unverantwortlich und ist das überhaupt korrekt, einer verzweifelten Patientin in einer schweren Lebenssituation so einen Kurs (wo die beiden Ärzte ja klar mit drin hängen) für 600 Euro zu empfehlen?? 

Auf jeden Fall ist es Zeit mir eine andere Arztpraxis zu suchen! 

Dann telefonierte ich meiner Freundin aus Bayern. Klare Ansagen von ihr. Sie kann aus verschiedenen Gründen dazu etwas sagen. Brachte mich auf eine andere Idee. 

Vorhin habe ich bei meiner Heilpraktikerin auf den AB gesprochen. Die kennt mich viele Jahre, der vertraue ich und sie ist sehr erfahren. 
Außerdem kommt es auf 2 -3 Wochen auch nicht mehr an und ich warte auf die Rückkehr meiner Therapeutin. Sie hatte mir im September geschrieben, dass ich ab 1.11. anrufen kann und wir einen Termin ausmachen. Fünf Stunden habe ich ja noch.

Samstag, 15. Oktober 2016

ab*gleiten

Irgendwie habe ich das Gefühl ständig über meine körperlichen Schmerzen zu schreiben. Welche will das auf Dauer lesen... aber es macht mich verzweifelt und müde. Täglich tut etwas weh. Heute Tag vier mit starken Schmerzen.

Sobald ich an meine Eltern denke (ich versuche es zu vermeiden, wo es nur geht, aber sie schleichen sich immer wieder rein in den Kopf), spüre ich den Mühlstein am Hals, der mich in die See von Gefühle zieht.

Ich spüre wie ich ins Dunkelgrau abgleite. Diese Antriebslosigkeit und das Bedürfnis mich ständig in den Schlaf zu flüchten. 

Als ich früh in der Innenstadt war, um erneut nach einer warmen Winterjacke zu suchen, fingen die Unterleibsschmerzen erneut an. Seit ein paar Monaten dauern die Mensis-Schmerzen mind. drei Tage an. Davor einen Tag Migräne. 
Mittlerweile tut es mir an vielen Stellen im Körper weh (was auch an der Bewegungslosigkeit durch die Schmerzen liegt und dem vielen liegen) und mir ist etwas kodderich. Manchmal wirken die Schmerzmittel und öfter passiert nichts. Dann muss ich es eben aushalten.

Ein persönlicher Kontakt zu einer Blog-Leserin aus Hamburg hat sich diesem Frühjahr leider aufgelöst. Sie hatte mir von einem neuen Anti*Depressiva erzählt, welches sie gut vertrug. Leider habe ich mir nicht den Namen davon geben lassen und jetzt bekomme ich auf meine E-Mail keine Antwort mehr. Ich hoffe sehr, dass es ihr einigermaßen gut geht. 

Ich denke, dass ich mein Leben schon schaffe. Doch ich komme nicht vorwärts und erschöpfe mich im "den Kopf über´s Wasser zu halten."

Wenn die Seele wie heute dermaßen heftig dunkel wird, dann frage ich mich in den letzten Wochen schon, ob ich es nicht endlich mit einem Medikament versuchen sollte. 
Aber vielleicht sind es "nur" die Umstände, dass ich so schwarz sehe/fühle. Mag es an den "Tagen" liegen, den vier Tagen Dauerschmerz, dem ständigen allein sein seitdem ich nicht mehr arbeite oder die Schuldgefühle, dass ich meinen Eltern aus dem Weg gehe. 

Natürlich weiß ich, dass es grauenhaft ist so zu leiden und so zu leben wie sie es nun seit einem Jahr tun. Aber Himmel noch eins. 
Soll das jetzt noch zehn Jahre so weiter gehen?
Mich kotzt das alles so an. 
Ja. Nun ist es raus. 
Scheiß drauf! 
Vielleicht sollte ich gnadenlos ehrlich sein und alles so rausgeben, wie ich mich fühle und wie ich es denke. Das wäre mehr als unmenschlich und unsozial. 
Aber
vielleicht hätte ich dann weniger Schmerzen und mehr Energie mein ätzendlangweiliges trost-loses Leben auf Kurs zu bringen. Für die paar Jährchen, die mir noch bleiben. 

Gefühlt ändert sich nichts in meinem Leben.

Ab 1. November ist meine T*herapeutin zurück und ich will zumindest die letzten fünf Stunden - welche seit April auf Halde liegen - nutzen. Therapien aller Arten können unterstützen. Manches verbessern. Vieles zu erkennen und zu wissen, dass hilft nicht unbedingt viel. 
Letztlich muss eine allein den Mors vom Eis kriegen und ...hm... kämpfen... neue Wege gehen... Mut haben... notfalls auch hier und da mal "klar Schiff " machen.   

Ahoi 
und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel !

Meine Freundin C. sagt, dass mein Blog doch sehr kontrolliert geschrieben ist. Natürlich weiß sie, dass ich im Internet aufpassen muss, was ich schreibe. 
Selbst dieser Text ist nicht "einfach so" rausgeschrieben. Ich bin gespannt, wie lange der Text dieses Mal hier stehen bleiben darf.    

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Bücher-Auswahl

Ein Teil der Bücher, die noch ungelesen bei mir im Schrank rumtümpeln. Teils selbst gekauft und viele habe ich über die Jahre auch geschenkt bekommen.


Gestern Abend habe ich ein zweites Mal ein Kartoffel-Gratin gemacht. Ohne Butterflöckchen und "nur" 150 ml Sahne statt 250 ml. Ein toller Duft kam aus der Küche als ich mit B.K. nachschauen wollte, ob das Gratin fertig ist. Die Kartoffeln nun Sorte Linda und direkt vom Bauern gekauft. So muss das sein. Sehr lecker! Für ein Foto war es zu dunkel. 

Heute ist ein Tag, wo ich "berechtigt" rumlümmeln darf. Erster Tag das Mensis. Trotzdem habe ich es geschafft die ersten zwei Be*werbungen zu verschicken. Gestern Mittag war ich bei meiner Krankenkasse, weil ich mich ab dem 3.11. selbst versichern muss. Auch erledigt. 

Weiterhin mache ich meine Körperübungen. Vorsichtig. Langsam. Beide Knie sind eine erstaunlich und auch wieder nicht erstaulich massive Schwachstelle. Hm... in zwei Wochen kann ich mit Martina darüber reden. Auch ob es Sinn macht die Knie heute untersuchen zu lassen.  

Mittwoch, 12. Oktober 2016

welche sucht, die findet ... manchmal

Seit Tagen beschäftige ich mich (u. a.) mit der Frage, warum ich nicht "ankommen" kann. Suche nach Antworten und nach Lösungen. Nicht so frontal und zielstrebig wie früher. Seltsam wabbernd. Nachspürend. 
Im Austausch mit meiner Freundin C. komme ich Schicht für Schicht dem aus mehreren Teilen bestehenden Kern näher. Fühlend und denkend. 
Manches an Verhaltensmustern / Glaubenssätzen erkenne ich aus den Stunden mit der Th*erapeutin. Eine kann bei der nächsten "Runde" zu dem Thema anders draufschauen oder erkennt das eine oder andere Gesehen / Verhalten besser. Auch ohne Begleitung. Zudem fülle ich erstaunlicherweise weiterhin mein papierendes Tagebuch. Schreibend werden interessante, erstaunliche Gedanken und Gefühle "sichtbar". Nachlesbar. Zum Glück auch neue Sichtweisen. 
Noch fliegen die "Puzzel-Teile" für das zu erahnende innere Bild vom "Ankommen" und einem "Zuhause" umher. Warum ich es nicht schaffe eine Wohnung zu meinem Zuhause zu machen und ich weiterhin "auf dem Sprung" bin. Seelisch - und wie ich mit der AT-Technik feststelle - auch körperlich. Anspannung. Nicht zur Ruhe kommen. 
Noch kommen neue Puzzel-Teile dazu. Manchmal möchte ich das eine oder andere Steinchen umgehend aus dem Spielfeld schmeißen. Dann denke sage ich mir: "Alles darf sein. Lege es an den Rand und warte ab, ob es nicht doch einen Platz im Bild / Spielfeld hat.
Kryptischer Text. Ich weiß. Deutlicher es zu beschreiben haut mich wie meistens aus dem "Flow".

Ich bin dankbar, dass ich bis auf Freitagmittag keinen "festen" Termin habe (da gehe ich mir die Haare schön machen lassen... äh... ja) und ich habe mich bei meinen Eltern für das Wochenende abgemeldet. Dafür fahre ich nächste Woche in der Woche nach Bremerhaven.
Auch in Punkto Eltern ruckelt sich was in mir "zurecht". Gefühlt komme ich aus einem unguten "Sog" raus, in den ich vor zehn Monaten hineingerutscht bin.

Eine weitere Entdeckung. Neuerdings schleppe ich wieder ein Buch mit, wenn ich Zug fahre oder länger wo warten muss. Das lenkt mich ab und läßt die wirren Gedanken zur Ruhe kommen. Manchmal stecke ich mir Ohropax in die Ohren. Das dämpft den "Lärm" der Straßenbahn oder dem Zug. Alles andere rückt weit weg. Das entspannt mich. Andere stopfen sich Musik in den Kopf und ich mir eben Wachskügelchen.

Zum Glück habe ich an die 40 ungelesene Bücher im Regal stehen. Freundinnen mit Bücherregalen voller Geschichten. Obwohl ich lieber genau das Buch lese, was ich gerade käuflich erworben habe. Im Moment lese ich endlich den finnischen Krimi. 
Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend tauchen auf. Als mir das viele Lesen von Bergen von Büchern lesen oft den Mors gerettet hat. Abgetaucht in fremde Welten und andere Leben. 
Als ich gestern in einem Buchladen stand - es gibt soo schöne in meinem Stadtteil und im "Viertel"- , da schaute ich mich um und sah all diese wunscherschönen Bücher, die voller Ideen, Bilder und Geschichten sind. 
Für das Lesen eines guten Buches wäre eine gemütliches Zuhause schön. Muckelig einkuscheln, heißen Tee trinken und die Wärme der Heizung spüren. In der vorherigen Wohnung ging das manchmal. Dort hatte es es etwas gemütlicher und das Wohnumfeld war wesentlich ruhiger. 
Nun ja. Ich liebe gute Sprache und das Erzeugen von Bildern und Geschichten. Ein Buch ansich ist für all dasselbe Buch. Doch in meinem Kopf ist es einzigartig. 
Nach Stunden das Buch dann zuklappen und sich wohlig räckeln. Unendlich viele Bücher warten darauf entdeckt zu werden.

Dienstag, 11. Oktober 2016

der Anschluß-Apfel

sieht heute so aus


Für meinen gerade sehr gemochten kleinen Apfelkuchen benötige ich im Grunde nur drei mittelgroße Äpfel. Falls ein Apfel innen unschön sein sollte, kaufte ich beim ersten Kuchen vier CoxOrange-Äpfel. Es blieb einer übrig,. Da lag er nun. 
Ich kann Äpfel nicht roh essen und für ein Apfelkompott für den Jogurt ist ein Apfel zuwenig. So kaufte ich wieder - sicherheitshalber drei - neue Äpfel... falls einer ´ne Macke hat. Da war am Ende erneut ein Apfel übrig. Mein vierter oder fünfter Anschluß-Apfel. 
"Wie wäre es mit einem Birnenkuchen?" frage ich mich. Die Frucht kann ich notfalls roh essen, wenn es eine bestimmte Sorte ist. Morgen kommt meine Freundin B.K. nach der Arbeit auf einen Tee vorbei. Ich werde ihr den Apfel mitgeben... und werde dann Birnen kaufen. Aber vorher muss endlich der Kürbis verarbeitet werden. Mir schwebt ein Birnenkuchen im Kopf umher mit Schokolade so irgendwie. Dank des Internets ist die Rezeptauswahl wahrscheinlich riesig. 


Morgen mache ich mich daran die gewünschten acht Be*werbungen für mich und das Amt zu schreiben. Danach geht es auf einen Wochenmarkt auf der Suche nach Linda-Kartoffeln. Einen zweiten Gratin will ich ausprobieren. Dieses Mal mit weniger Fett und dafür bessere Kartoffeln. Solche, die noch nach was schmecken. Goldgelb und sabschig-weich. So wie ich sie in der Kindheit gegessen habe.