Sonntag, 18. September 2016

Tränen und Freude

Heute morgen kam ich kaum aus dem Bett. Die Schmerzmittel wirkten nicht. Ich rief eine Freundin an, die um die Ecke wohnt und wir ohnehin zu einem Spaziergang verabredet waren. All Dämme brachen und ich habe ins Telefon geweint... Diese täglichen Schmerzen machen mich müde und bremsen mich aus. Gestern habe ich es gerade so geschafft bei meinen Eltern die Berge von Wäsche zu waschen. Meinen Eltern ging es beiden sehr sehr schlecht. Einfach ein schlechter Tag für alle. Als ich um 19 Uhr nach Hause kam, da war ich sehr erleichtert. 

Morgens also nach einer alptraumreichen Nacht mit heftigen Unterleibsschmerzen raus aus dem Bett. Die Freundin vorgewarnt und endlich mal geweint. 
Tatsächlich hat die dritte Schmerztablette (insgesamt seit gestern Morgen) etwas gewirkt. So konnte ich kurze Zeit später fast zwei Stunden lang draußen die Natur wahrnehmen und genießen. 
Mich zusammen mit B.K. über dieses wunderbare Wetter freuen und an all dem, was eben im September und Oktober soooo schön ist. Wir liefen längere Zeit durch ein großes Schrebergarten-Gebiet, wo in den alten Gärten das Obst an den Bäumen, das Gemüse in unzähligen Beeten und die Blumen vor Farben, Formen, Gerüchen und einer riesiger Vielfalt nur so strotzten. Diese Schönheit und diese Fülle!!!!
Dazu ein blauer Himmel mit den hübschesten, weißen Wölkchen. Der frische Wind, der an manchen Ecken die brutzelnde Sonne erträglich machte. Das Blätterrauschen. Die Luft frisch und klar. Meine Seele und mein Herz wurden von Minute zu Minute glücklicher, dankbarer und weiter. 

Schrebergärten ansich beinhalten die wenigen zutiefst guten Erinnerungen meiner Kindheit. Hier meine Oma, meine Mutter und ich in dem großen Schrebergarten meiner Großeltern 1974.


Das © liegt bei der Schreiberin dieses Blogs

An meiner Seite heute eine meiner nahesten und liebsten Freundinnen, die schon seit über zwei Jahrzehnten einer der wenigen Stützpfeiler in meinen krautigen Leben ist. Eine Frau, die alle Tiefen und Höhen in meinem Leben mit mir geteilt hat. Wie auch meine Freundinnen C. , E., A. und B.H.. 
Erstaunlicherweise sind sie alle weiterhin mit mir befreundet. Darüber bin ich so unsagbar dankbar!

So lange ich diese Stunden in der Natur und mit meinen Freundinnen noch so wahrnehmen und erleben kann, so lange weiß ich, dass es schlichtweg "nur" meine zarte Seele, überaktiver Verstand und meine angeschlagene Gesundheit sind, die mich oft so verzweifeln lassen. Das die Gefühle sein dürfen, weil sie eine Berechtigung haben. 
So lange mich ein Spaziergang - mit oder ohne einer Freundin an meiner Seite - dermaßen positiv und hell berührt, weiß ich, dass die De*pression auf kleiner Flamme vor sich hinglüht. Es ist wichtig, die De*pression im "Auge zu behalten", aber ihr nicht mehr Energie zu geben als notwendig ist um "sie" in Schach zu halten. 

Der körperliche Schmerz ist gegen Mittag gewandert. Innerhalb weniger Minuten tut nun die rechte Seite massiv weh von Kopf über Schulter bis in die rechte Hand. Über das Schmerzmittel hinweg. Also werde ich mich kurz hinlegen (müssen). Manchmal ist es eine Möglichkeit - wenn es denn klappt - ein wenig dem Schmerz zu entkommen, in dem ich schlafe. 
Ich habe sehr viel versucht, wie ich diese Schmerzen eindämmen kann. Es gibt Tage, da kann ich damit leben und es gibt Tage, da treibt mich der Schmerz in die Verzweiflung.

Vielleicht wird es die nächsten zwei Tage besser und ich kann bei dem wunderbaren Wetter jeden Tag eine große Runde in die Natur gehen und vielleicht finde ich irgendwo ein ruhiges Plätzchen. Und da mache ich nichts.  *lach* 
Auf jeden Fall fördert dieses wunderschöne Obst an den Bäumen und den Sträuchern die L*ust auf Obstkuchen und Kürbisbrot. Die Freude an ein büßchen Herbstdeko in der Butze und auf morgendliche Spaziergänge mit der Makrokamera. 

Kommentare:

  1. hast du einmal deine Halswirbelsäule untersuchen lassen? Das hört sich für mich schwer nach Bandscheibenvorfall an.Die Beschwerden können sich im ganzen Körper ausdehnen.(Ich habe und hatte die gleichen Beschwerden und Diagnose)

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    1. Moin Bara,
      Danke für den Hinweis. Ich will demnächst meine Knie beim Orthopäden ansehen lassen. Da kann der auch noch einmal auf die HWS schauen!

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