Sonntag, 28. August 2016

die schöne Momente wahrnehmen

Gestern also bei der Wärme um 9 Uhr nach Bremerhaven. Der Zug voll mit Menschen, die u.a. an die Küste wollen. Ab Bremerhaven fährt der Zug nach Cuxhaven. 
Seit neustem stecke ich mir während der Zugfahrt Ohrenstöpsel in die Ohren. Ich nehme so zumindest die Geräusche stark gedämpft wahr. Das ist gut. Wenn ich dazu noch lesen kann, dann tauche ich etwas ab in den eigenen Raum. 

Morgens hätte ich fast verschlafen und hörte den Wecker erst um 4.30 Uhr. Also zügig unter die Dusche und etwas essen. Ab 5.30 Uhr ging dann das Geklingel los. Über den ganzen Vormittag riefen Menschen auf dem Firmenhandy an. Es ging aber irgendwie ganz gut und ich wußte, das ist das letzte Mal.

Die Busse am Bahnhof in Bremerhaven waren übervoll und so habe ich mir ein Taxi gegönnt. So kam ich 30 Minuten früher bei meinen Eltern an. 
Meiner Mutter sah erstaunlich gut aus und hatte einen guten Vormittag. Das ist überaus selten und um so erfreulicher. Bei meiner Mutter musste vor zwei Wochen sehr dringend an einem Finger der komplette Nagel entfernt werden. Jetzt trägt sie nur noch ein größeres Pflaster. Endlich ist es geschafft und der Finger kann heilen.
Das Glück an einem Sparziergang im grünen Hinterhof war: mein Vater geht. Am Rollator. Langsam. Das er für eine kurze Zeit wieder stehend mir in die Augen schauen kann. Das seine wenigen Haare wieder da sind mit einem ordentlichen neuen Schwung... das alles ist sehr schön. 

Ich rief am Sonntag um 10 Uhr B.K. an und ich schaffte einen längeren Spaziergang mit ihr über den R*iensberger Friedhof. In dieser sehr großen Parkanlage war die Wärme zu ertragen. Irgendwann saßen wir auf einer Bank im Schatten und schauten in das satte Grün und lauschten der Natur. Dem Wind, dem Rauschen der Blätter, dem Toben von Kindern in der Ferne und ab und an lauschten wir der Ruhe. Farbenprächtig die Blüten im Sommer. Auf jeden Fall zwei sehr schöne Stunden. Mit Licht und Luft. 
Später sah ich mir das neue Rad von B. an und wir plauschten auf ihrem Sofa bei erfrischendem Wasser  :-) 

Gestern gab es übrigens leckere Königsberger Klospe, welche meine Mutter einfach so aus dem Handgelenk schüttelt. Doll. Sie kochte schon immer sehr gut. In den letzten Monaten gehe ich ihr manchmal beim "Essen kochen" zur Hand. Dabei habe ich bemerkt, dass meine Mutter an das Essen erstaunlich viel Zucker und Salz macht. Somit war gestern ein Tag, wo ich Industriezucker gegessen habe.

Heute bin ich nicht so froh, dass ich keine Kekse und keinen Kuchen zum sonntäglichen Cappuccino hatte. Das fehlte mir total und ich bin missgestimmt, dass ich jetzt keinen Pflaumenkuchen esse. Hmm... da hilft nur selbst backen. Klein, fein und fast zuckerfrei. Meine Eltern haben für mich ein Los bei der G*lückspirale gekauft. Tatsächlich habe ich 11 Euro gewonnen! Davon kaufe ich mir eine kleine Backform. 

Kommentare:

  1. Eine schöne Beschreibung der guten und weniger angenehmen Momente ist das. Ich höre direkt das Blätterrauschen und sehe vor meinem inneren Auge die Bank im Schatten. Die Eltern so älter werden zu sehen ist bestimmt nicht immer einfach. Ich bin noch nicht an dem Punkt, dass das ein Thema ist, aber irgendwann wird das natürlich kommen. Eine kleine Backform ist eine sinnvolle Anschaffung, um einen cake for one or two zu backen. :-) Viele Sonne und Stille im Innern wünsche ich dir.

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  2. Ersteinmal, entschuldige, dass ich erst heute "Danke" für die Glückwünsche sage. Irgendwie hab ich nie Zeit fürs Schreiben wenn die Kinder Ferien haben ...
    Ich denk so viel an Dich, immerwieder möchte ich eine Mail schreiben und dann ruft das Leben.
    Der Post klingt gut, einfach positiv, weil Du es schaffst und Dich immer wieder aufrappelst und weiter gehst. Ich freu mich, dass es Deinen Eltern doch besser geht als erwartet.
    liebe Grüsse, von Elisabeth

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