Mittwoch, 6. Juli 2016

Wie im Flug

rauschen die Tage an mir vorbei. Langsam beginne ich zu vergessen, dass das nicht das Leben ist, dass ich mir wünsche und das ich auf Dauer leben kann. Es bleibt halt auch nicht viel Zeit an jedem Tag, wo ich tatsächlich über mich und mein Leben "reflektieren" könnte. 
Etwas, dass ich letztlich konsequent schon immer gemacht habe: zu viel fern gesehen. Es ist tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben kaum mehr möglich, weiter so meine Zeit zu verleben. Wenn ich gefühlt ein eigenes Leben haben möchte. Das geht nur schwer umzusetzen, weil so eine mächtige Gewohnheit. Machbar, aber schwer.

Montag und Dienstag war ich gegen 18.45 Uhr zu Hause. Etwas zu essen finden - nie gesund, nie warm, nie lecker - , dann noch etwas Wäsche waschen, ein wenig bloggen, etwas aufräumen. Mit den Eltern telefonieren, etwas putzen. Das Nötigste schaffe ich gerade so. 
Nächste Woche fahre ich an einem Tag später in die F*irma, weil der Hausver*walter mit einem Statiker kommt, der sich meinen Balkon anschauen muss. Da bröckelt es auf einmal erschreckend gewaltig. Dicke Rostflecken und Beulen. Ich gehe da nicht mehr drauf und auch die Nachbarin (im 5. Monat schwanger ... äh... genau), welche unter mir wohnt, ist auch nicht mehr wohl, wenn sie den Balkon-Putz auf den Kopf bekommt. Der fällt von "meiner" Balkonunterseite runter. 
Ganz bestimmt wird weiträumig um meinem Urlaub ab Mitte September bis Mitte Oktober alles ruhig in dem Mietshaus sein, in dem ich wohne! Drückt mir feste die Daumen. Ich brauche die zwei Wochen Urlaub wie eine Frau das Wasser in der Wüste. 
Als mich letzten Freitag die Verwalterin anrief, habe ich allerdings nach dem Telefonat für fünf Minuten die Nerven verloren... äh... ja... *schwamm drüber* 

Die Dinge, das Leben, mich selbst annehmen wie ich bin. Das ist unglaublich schwer. Ich hadere weiter mit meiner schlechten Ernährung und den acht Kilo zuviel. Seit acht Jahren.. ähm... ja... wenn eine sonst nix zu tun hat... Das Annehmen des "alt werdens" des eigenen Körpers. Ich denke: "Na, Frau Oona, Du gehst auf die 50 zu  (IST DAS ZU FASSEN!!!)  und irgendwann fängt es halt an aus der Form zu gehen." 

Draußen stürmt es wieder arg. Die Baumkronen schleudern ihre dicken Äste durch die Luft und der Regen fällt schräg vom Himmel. 
Die einzige frische Luft, die mich gestern den ganzen Tag erreicht hat, war der "Durchzug". War halt den ganzen Tag recht stürmisch. 
Der Heini braucht frische Luft, das Deckenlicht soll aus, das Auto vor der Tür nervt und ... einfach nur anstrengend. Weil das Wetter mittags so schlecht war an den letzten drei Werk-Tagen, wird es eine Herausforderung wenigstens 30 Minuten ohne den zu sein... 

Ich weiß. Der Heini hat mir nichts getan. Außer das er so eine Art von Mann ist, die mir in der alten Firma das Leben schwer gemacht haben. Jedenfalls ist der Heini mir arg unsymphatisch.
Nicht unfreundlich zu sein, denn das wäre nicht in Ordnung, aber mich gleichtzeitig gut abzugrenzen und mich distanziert zu halten ... das ist sehr anstrengend.

Ach übrigens, mein mein Freund und Wegbegleiter  R*einhard  faßt es in Worte, was mir zu den aktuellen Ereignissen auf der Welt in den Kopf kommt. 
Bei Luisa Fra*ncia las ich die Tage, dass  nach  der Wahl in England bei G+oogle am meisten "Was ist die E*U?" gego*ogelt wurde.  Es ist einfach unbegreiflich.

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