Mittwoch, 8. Juni 2016

Möglichkeiten und Fülle

Fernsehen langweilt mich gerade und um ins Bett zu gehen ist es noch zu früh. Um mit jemandem zu telefonieren fehlt die innere Ruhe. So habe ich mich ein wenig bei f*lickr. umgesehen. Da kann eine in ungeahnte Bilderwelten, Geschichten und tolle Foto-Ideen hineinrutschen. Hier und da einen neuen Blog entdecken. 

Diese Fülle an Bildern... Leben. Landschaften. Tieren. Menschen. Situationen. Ideen. Und ich dachte gerade, dass mein Gefühl in den letzten Jahren war, dass es schon so viele Fotos gibt und im Grunde alles schon irgendwie fotografiert / umgesetzt wurde, da braucht die Welt meine Bilder nun nicht auch noch.
Aber im Grunde ist das nicht klug gedacht. Wenn mir das Fotografieren große Freude machte/macht, dann sollte ich es einfach tun. 
Allerdings finde ich, dass eine schon eine "Plattform" dafür braucht. Wie beim Schreiben ist es irgendwann dann tatsächlich überflüssig oder schade, wenn das so mühsam, liebevoll, gute "Erstellte" irgendwo in einer Schublade, in einem Archiv etc. verstaubt und nie das Tageslicht sieht. 

Wichtig finde ich für mich, dass eine etwas Eigenes "entwickelt" oder eine Idee von jemandem anderes in das passende Eigene umwandelt. Vor Jahren fand ich bei f*lickr. jemanden, der von fremden Menschen den Inhalt ihrer Taschen fotografierte. Immer im gleichen Bildaufbau. Das fand ich unglaublich spannend. Was Menschen so in ihren Taschen mit sich herumtragen. Tolle Idee. Eine andere stellte alte Gemälde in der heutigen Zeit nach. Klasse. Und was für eine Arbeit. 
Es entstand ein Buch aus den Fotos von zwei Frauen, die auf zwei  Kontinenten leben. Jede fotografierte ihr Frühstück. An 365 Tagen im Jahr. 

Jetzt warte ich auf den Geschirrspüler. Wenn der fertig ist und ich noch ein büschen versuche aufrecht zu bleiben, dann geht es um 21.30 Uhr ins Bett.

Heute Abend erfuhr ich, dass mein Vater am Montag recht kurzfristig in die dringend benötigte Reha gebracht wird. Mit dem Zug von meiner Stadt 60 Minuten entfernt. Meine Mutter ist also erst einmal drei Wochen allein. Bedeutet, dass ich jedes Wochenende unterwegs bin...

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