Montag, 16. Mai 2016

wenn nicht hier, dann da auch nicht

Wenn ich es hier nicht schaffe mehr im Hier und Jetzt zu sein, dann schaffe ich das - und meine bisherigen Reise-Erfahrungen unterschreiben das - auch erneut nicht in einem Urlaub. Ich bekam bisher nur einen kleinen Teil mit von meinen Reisen. Der Rest geht unter in Streß, Panik, Hunger, der Suche nach etwas Eßbarem und Schmerzen. Denn die habe ich bei den meisten Reisen - logischerweise - bisher sehr massiv gehabt. Wenn es dann noch zu heiß ist... 
Diese nicht neue Erkenntnis führt mich geradewegs in das Hier und Jetzt. Wenn ich es nicht schaffe hier noch wesentlich mehr das wahrzunehmen, was schön ist, dann werde ich mich in einem Café in Edinburgh / Wien oder an einem schönen Punkt in atemberaubender Landschaft auch nicht entspannen können und fühlen und wahrnehmen. UND !!! das abspeichern. 
Nächstes Jahr möchte ich zwei Urlaube machen. 
Da wäre das verlängerte Wochenende in Wien mit meiner Freundin E. aus Bayern. Wenn es ihr im nächsten Jahr möglich ist. Hoffentlich schaffen wir die eine Woche im Frühjahr bei mir.
Im Rosenmonat Juni würde ich gern eine Woche nach Südengland. Cornwall wäre schön, aber ist nicht so dringend. Südengland ist - glaub ich - überall sehr schön. Gern an die Küste. Zum Glück muss ich mir über die F*inanzierung keine Gedanken machen. 
Einer der Vorteile, dass ich nun wieder arbeiten gehe. Merken Oona! 
Bis dahin heißt es gesünder und kraftvoller werden. Das Leben viel mehr genießen lernen. Egal, was um mich herum passiert. Mehr Lebensmittel als "sicher" einstufen durch austesten. 
***

Ich spreche über die Arbeit und all meine Gefühle dazu mit einer Freundin, die noch andere Fragen und Ideen und "Antworten" hat als: "Das wird sich schon finden." oder "Das ist normal überfordert zu sein." Sie hilft mir nicht unterzugehen in meinen Zweifeln und den Überforderungen oder mit der Unzufriedenheit, dass ich jetzt 40 Stunden arbeite.
Sie erinnert mich daran, wenn die inneren Wogen hochschlagen, dass ich 14 Tage K*ündigungsfrist habe. Und daran, dass ich jeder Zeit gehen kann. Auch wenn ich festangestellt sein sollte im April 2017. Manchmal vergesse ich das, weil ich so absorbiert bin von der Arbeit und oft sehr müde. Und sie ermutigt mich abzuwarten. Vier Wochen sind nur ein Anfang. Ende August schaue ich noch einmal, was mein Kopf und mein Herz zu sagen haben. 

Im Grunde macht es wenig Sinn mit weiteren Menschen darüber zu reden. Wie über das Meiste andere im Leben auch. Sich gezielt den einen oder anderen Menschen suchen, um ein das eine oder andere zu besprechen. Manchmal gibt es gute Hinweise, Tipps und Informationen. Wenn es um rein sachliche Dinge geht. Wie: Wo kaufe ich ein Auto. Wo finde ich die besten Bio-Eier. Was mache ich mit Kalkflecken im Badezimmer. Wo buche ich günstig einen Flug nach London usw. 
Für die Entscheidungen bzgl. des eigenen Lebens oder im Sinne meines Gefühls, da kann ich die Antwort nur in mir selbst finden. Selbst-ver-antwortung. Selbst-Vertrauen. Ich muss ja auch allein mit den Folgen / Konsequenzen leben. Und es lebt sich viel leichter und besser mit "faschen" Entscheidungen und Taten, die eine selbst entschieden hat als mit den Konsequenzen, die sich einstellen, weil eine auf andere gehört hat oder sich hat besabbeln lassen.

Genug geschrieben. Um 12 Uhr mache ich mich auf den Weg zu B.K. und wir wollen einen Spaziergang wagen. Am Ende soll es ein Stück Kuchen geben und ein Heißgetränk. Denn es ist kalt und der Wind fegt einer um den Kopf.   

Kommentare:

  1. Das mit dem Job sage ich mir auch immer: Es ist nicht lebenslänglich! Du machst das schon gut und ich bewundere, wie Du 40 Stunden nach der Zeit Zuhause schaffst. Das ist eine Leistung, auf die Du sehr stolz sein kannst - auch wenn es Dir nicht so vorkommen mag. Und trotz aller tristen Momente findest Du immer wieder Inseln der Freude (mit Kuchen und so). Du machst ja schon ganz viel richtig :-).

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  2. Was mein Leben mich gelehrt hat und Dir vielleicht helfen kann: Keine Entscheidung zu treffen, erzeugt manches Mal viel Schlimmeres, als eine falsche Entscheidung je verursachen kann. Mir hat das jedenfalls geholfen, meine Furcht vor dem Treffen von Entscheidungen zu verkleinern. Nur Mut!

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  3. Bitte, lass den Gedanken, dass Du stolz auf Dich sein kannst einschleichen.
    Du machst das doch so fein, es ist eine riesen Umstellung und doch schaffst Du es.
    Immer nur Tag für Tag .... es muss nichts für ewig sein!
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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