Montag, 23. Mai 2016

... und wieso

habe manche Menschen so ein Scheiß-Glück in ihrem Leben? 
Sehen gut aus - am besten schon als Kleinkind- sie sind zeitlebens schlank. Sie haben kluge, lustige und seelisch stabile Eltern mit etwas Moos in der Tasche, zwei Pferde am Haus, ´nen traumhaft schönen Garten... erstklassige Geschwister - älteren Bruder und so - und natürlich sind diese Menschen verdammt  klug, treffen die richtigen Entscheidungen zur perfekten Zeit, finden den Lebenspartner für´s verflucht lange Leben, sind scheiße reich und dazu leben sie einfach wunderschön in ihrem eigenen Haus. Da wo es schön ist und ruhig. So wie sie es wollen und brauchen. Natürlich haben sie geniale Arbeit - weil sie schon als 16 jährige wußten, was sie werden wollten und zielstrebig ihre Ziele verfolgen konnten, weil kein A*rsch sie aufgehalten hat mit dummen Kram und sie seelisch mehr als gesund waren und sind - und sie haben eine Mega-Freude am Arbeiten. Klar. Kreativ und dennoch schwemmt die Kohle in die Taschen. Selbstverständlich haben sie einen guten, großen Freundeskreis mit echt lustigen, gescheiten Menschen. Am Ende leben die Glückskinder ein super schönes, tolles Leben bis sie 80 Jahre alt sind und schlafen am Abend ein und wachen am nächsten Tag nicht wieder auf. Obwohl sie verflucht nochmal gesund und schmerzfrei waren ihr langes Leben lang. 

An manchen Tagen bricht alles zusammen und ich kann mein seltsames Leben nicht ausstehen.
Und wozu der ganze Scheiß? Um am Ende in der Erde zu verrotten. Ob eine gelebt hat oder nicht... schiet-egal.  
Nachts liege ich im Bett und es ist schier unerträglich zu wissen, dass in mehr oder weniger vielen Jahren ich einfach wech bin. Auch die wenigen Menschen, die mir etwas bedeuten. 
Irgendwie auch gut zu wissen, dass dieses "Leben" ein Ende hat. Die tiefe, gnadenlose Einsamkeit. 
Dieses ständige "Achterbahn fahren" der Gefühle. 

Ich wünschte mir, dass ich das entspannt tief bereifen nnte. Also, dass es noch vielleicht 30 Jahre sind. Ist ein Schiss in der Unendlichkeit. Aber auch erschreckend lang noch.
Hey, denn dann wäre die einzig sinnvolle Tat: 
Lebe Dein Leben. Jetzt. 
Oder geh rechtzeitig von Bord. 
 
Ach... ich bins grad so leid.   

AHOI  

Kommentare:

  1. ... und stopp für die Gedankengänge.
    Niemand ist immer und auf allen Ebenen ein Glückskind !!!! Fassade .... pur!

    Neulich habe ich gelesen:
    Ich habe beschlossen heute glücklich zu sein.
    Vielleicht macht das den entscheidenden Unterschied.

    Morgen einen glücklicheren Tag, Slo

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    1. Ja, liebe Slo, es war heute ein besserer Tag.
      Liebe Grüße
      Oona

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  2. Recht hast du! Leider, seufz! Und weil du recht hast, ist es eine ernste Sache, Überlebens-Mittel zu finden. Denn einfach sterben wär sicher schön, weil ewige Ruhe. Bloss bis dahin sollte es etwas leidfreier zugehen, etwas lustvoller.
    Alles was du fühlst, fühlen andere Menschen (eben nicht diese seltenen von dir beschriebenen Geschöpfe) auch, aber wer um Himmels willen ist so ehrlich wie du und gibt das zu! Danke Oona, du gibst all denen eine Stimme, die das nicht zuzugeben wagen und genauso leiden.
    Heute ein paar helle freundliche Momente für dich.
    LG Ursula

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    1. Danke. Es gab lichte Momente und einen angenehmen Arbeits-Flow. Danke für Deine Rückmeldung.
      Ganz viele Grüße in die schöne Schweiz sendet Dir
      Oona

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  3. Oona. Ich glaube, Krisen und Zweifel haben alle Menschen, mehr oder weniger.

    Wieviel "komplett glückliche" Menschen kennst du, bei denen "alles immer" super läuft?

    Ich traf am Wochenende einen (natürlich nicht nur einen!) Mittelalterhandwerker, und fragte, wie seine Werkstatt läuft. Er antwortete "Super. Schön."
    Und nach einer Weile kam hinterher: "Also vom Geld her ist es natürlich nicht so prall, aber... das Leben eben..."

    Und er sah glücklich aus.

    Solche Begegnungen hatte ich letztes Wochenende viele...
    (Ich kann das nur nicht alles in den Blog bringen....da bin ich dann zu müde dafür...)

    Also
    liebe Grüße, Oona!

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    1. Danke für Deine Worte und Deine Rückmeldung, liebe Gine.
      Bei mir duftet es immer noch wunderbar im Bad Dank Deiner Seifen :O)
      Liebe Grüße und gute (Verkaufs-)Tage wünscht Dir
      Oona

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  4. Ganz schön arrogant, zu glauben, Du wüsstest so gut über irgend jemandes Leben Bescheid, dass Du es für makellos glücklich befinden könntest. Mein Leben hat mich jedenfalls gelehrt, dass es in niemandes Lebenswirklichkeit nur Schokolade gibt. Und das ist auch richtig so, wo bliebe da schließlich die Herausforderung zur Entwicklung? Und die ist schließlich das, was unterm Strich zählt. Das so zu befinden, diese Arroganz nehme ich mir jetzt mal heraus. Und Unzufriedenheit entsteht doch oft genug nur aus dem Vergleich.

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    1. Moin kvinna,
      mir würden rückblickend zu meinem Post einige Worte einfallen. Arrogant kommt mir da nicht in den Sinn. Vermutlich gibt es zig verschiedene Möglichkeiten meinen Text zu begreifen oder je nach Stimmung und Situation zu deuten.
      Danke für Deine Rückmeldung.
      Gruß Oona

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  5. Hallo Oona,
    bist du wirklich sicher, dass all die "Schönen und Reichen" wirklich keine Sorgen haben? Vielleicht zeigen sie es nicht.
    Es gibt aber auch viele Mensche, die hier kein leichtes Leben haben, Muttis, die allein erziehend sich und vielleicht mehrere Kinder zu versoregn haben - neben dem Fulltimejob, dazu vielleicht auch noch alte, kranke Eltern. Die jeden Tag die Zähne zusammen beißen müssen, um ihren Kindern ein ordentliches Leben bieten zu können. Die haben keine Zeit nachzudenken, ob sie das alles schaffen, ob sie schlank genug sind, ob sie schön genug sind. Die fallen am Abend mehr tot als lebendig in ihr Bett um am nächsten Morgen das gleiche Spiel von neuem zu beginnen.Tag für Tag und Jahr für Jahr.
    Es wird in diesem Leben nur ganz wenigen Menschen etwas geschenkt, da kannst du sicher sein.
    LG
    Heide

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    1. Ganz sicher wird niemandem was geschenkt. Ist klar.
      Danke für Deine Gedanken zu dem Post.
      Lieben Gruß
      Oona

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  6. @ all:
    Natürlich weiß ich, dass es solche Menschen nicht gibt. Das war eine Aneinanderreihung von "das Bestmögliche".
    Natürlich weiß ich, dass Vergleichen nur Leid erzeugt. Hier mehrfach zum Thema gemacht.
    Natürlich ist mein Leben wie es ist und an guten Tagen versuche ich das Beste daraus zu machen.
    Und manchmal ist die Ssele so Dunkel, dass alles schmerzt. Auch das, was eine meinte hätte haben zu wollen, zu können, zu dürfen, zu sollen.

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  7. Neid - ist ein äußerst schlechter Ratgeber! Zufriedenheit würde ich Dir wünschen, mit dem, was Du hast! Du hast ein Dach über dem Kopf, Du lebst in Frieden, mußt nicht flüchten (höchstens vor Deinem Leben) - und glaube mir, es ist NIE zu spät, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben!

    Eine schöne Zeit an Dich -

    liebe Grüße Luitgard

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    1. Moin Luitgard,

      Hm...Neid. Ich bin nicht neidisch auf die Glückskinder, die es ohnehin ja nicht gibt. Sondern ich fragte, wieso es (scheinbar) Menschen gibt, denen so vieles gelingt und denen scheinbar viel Gutes passiert. Weiter hätte mein Gedankengang geschrieben lauten müssen: und wieso gibt es so unendliche viele Menschen, die massiv leiden müssen und denen scheinbar das Glück - das Gute - verwehrt bleibt.

      An vielen Tagen bin ich mir sehr bewußt, dass ich es auf verschiedenen Ebenen gut habe. Wie Du es schreibst. Eine Wohnung, Geld, FreundInnen...

      Manchmal hat die Wahrnehmung von dem, was aktuell ist, wenig mit Zufriedenheit zu tun. Dann ist es hart, dass ich fast täglich Schmerzen habe und ein Leben mit Traumata schaffe, mit PTBS, den De*pressionen, ich kranke Eltern habe seit ca. 15 Jahren, die nun am Ende ihrer Kräfte und Möglichkeiten sind ... und so...

      Und ich höre / las den Satz schon mehrfach, dass es für eine glückliche Kindheit nie zu spät ist. Hm... ich sehe das nicht so. Meine Kindheit war zeitweise gut, oft nicht. Und sie ist vorbei. Nichts liese sich daran mehr ändern. Es ist wie es ist.
      Die Frage wäre eher, was kann eine sich aus den Startvorgaben und genetischen Vorgaben und den eigenen Fähigkeiten und Lebenssituationen für ein Leben gestalten.

      Ich grüße Dich!
      Oona

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  8. Hallo Oona, ich kann Dich sehr gut verstehen...diesen Groll aufs Leben, warum es andere viel leichter haben. Ich habe einige in meinem Freundes/Bekanntenkreis die so leicht leben können, die haben auch Sorgen, aber viel weniger und kleinere (auch aus deren Sicht, nicht meiner).
    Ich habe nun 2 Bücher gelesen, über die vorgeburtliche Planung unseres Lebens bzw. Reinkarantion. Da kommt unweigerlich die Frage auf: warum soviel Leid?
    Mir halfen die Antworten, ein wenig Leichtigkeit zu erleben: dass ich mich daran entwickeln soll, daraus was lernen darf und mir sogar evtl. das einzelgängerische Wesen selbst ausgesucht habe...mal ganz platt.Aufhören zu kämpfen und das machen, was geht und nicht an dem zu orientieren was als "normal" in unserer Gesellschaft angesehen wird. Auch nicht leicht, ist klar...
    Und die Aussicht: dass wir es vielleicht im nächsten Leben auch leichter haben werden :-)
    Liebe Grüße
    Luzia

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    1. Danke Luzia für Deine Worte.
      Ja. Mögen es alle Lebewesen in den nächsten Leben besser und besser haben. Möge niemand in Leid leben. Was nach der buddhistischen Sichterweise ein langer Weg ist.
      Beste Grüße
      Oona

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