Mittwoch, 25. Mai 2016

"Ich bin mühsam flexibel."

Als ich mich mit C. mittags zur Pause bei unserem neuen Lieblingscafé traf, erzählte ich von diesem und jenem. Und ich sagte mitten im Gespräch: 
"Ich bin mühsam flexibel." 
Stutz. Beide mussten wir lachen. Interessante Aussage, aber es trifft die Sache auf den Punkt. 
Nicht selbst über Dinge / Situationen entscheiden zu können, tr*iggert heftig und leider immer noch zu häufig. Der Vorteil ist nach Jahrzehnten P*sycho: Ich erkenne das heutzutage fast umgehend und kann mich dabei beobachten, wie es im mir kämpft, ich fast automatisch in den Widerstand gehe oder trotze. Spannend. Diese massiven Gefühle zu beobachten und zu wissen, dass es seine Ursache in diesem und jenem hat, dass macht in dem Moment die Situation nicht unbedingt sofort besser/leichter, aber sie endet schneller und ich bekomme eher meine Handlungsfähigkeit zurück.
Es ist gerade in Ordnung für mich, dass ich mühsam flexibel bin. 
Im Café konnte ich das letzte Stück Käsekuchen mit Rhabarber entern und dazu einen köstlichen Cappuccino.  

Am Abend telefonierte ich mit meiner Freundin aus Bayern. Die jeden Morgen meine Blog liest. Irgendwie lustig.

"Guten Morgen, liebe E. ! Genieße heute Deinen freien Tag!"  

Vorher telefonierte ich mit meinen Eltern, die mich anriefen. Das kommt so gut wie nie vor. Wir hatten ein angenehmes Telefonat. Mein Herz ist zumindest bis zum nächsten Treffen am Sonntag ein kleines Büschen weniger schwer. 

Upss... 21.48 Uhr. Ab in mein Bett.

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