Dienstag, 12. April 2016

glasklar

Eine lernt in Zeiten wie diesen viel über das Menschsein ansich, über die eigenen Eltern und über sich. Vieles weiß ich seit Jahren. Was gerade überdeutlich wird, ist das Erkennen woher ich die Ängste habe, die ich seit meiner Kindheit in mir trage. 
Das empfinde ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr mehr als "ihre Schuld."   
Diese gerade neue Sichtweisen und Wahnnehmungen geben mir Raum und eine neue Art für verstehen und akzeptieren gegenüber meinen Eltern und für mich selbst. 
Es ist interessant und erschütternd zugleich, zu erkennen wie ich zeit meines Lebens permanent mit Ängsten und Sorgen geflutet wurde und werde (!), die gar nicht meine sind !

Meine Eltern sind beide im K*rieg geboren. Meine Mutter erlebte ihn auf dem Land und mein Vater in der Stadt. 
Wenn ich überlege, was ich in den letzten 25 Jahren gelernt habe über Wichtigkeit der Kindheit für das gesamte Leben, und was T*rauma meist (nicht immer !) ein Leben lang das Leben, die Gesundheit und die Gestaltung des eigenen Lebens beeinflußt, dann wird mir vieles klarer. Ich fühle mehr Verständnis und ein "sie machen so gut wie sie es können". Auch wenn mich ihr Verhalten und ihre Art das Leben anzugehen sehr oft - und das ebenfalls so lange ich lebe - in emotionale Tiefen befördert. Weil ICH mich u. a. nicht so gut abgrenzen kann, wie ich es gerne würde und wie es nötig ist. Auch etwas, dass ich zurzeit weiter lerne. 
 

1 Kommentar:

  1. denke sehr viel nach, über deine Zeilen...da bei mir, zur Zeit, (fast) gänzliche "Wortlosigkeit" - kriege ich nicht wirklich, zu fassen, was ich hierauf, auf deinen Beitrag - eigentlich - antworten möchte; darum nur - und aus der Ferne und unbekannterweise - fühl dich "verstanden" und gedrückt, wenn ich darf...

    liebgruss,
    L.*

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