Sonntag, 24. April 2016

auf einmal Luxus

Tatsächlich habe ich zehn Stunden geschlafen. Ab und an haben mich meine Träume geweckt. Hauptsächlich ging es in denen um die Arbeit im Büro. Am "ausschlafen" finde ich schön, dass ich erstens stundenlang nichts bewußt denke und dass ich zweitens nach ein paar Minuten spüre, wie klar und frisch mein Geist ist.
Das mag ich.
Nachdem ich eine ziemlich lange Zeit frei über meine Zeit verfügen konnte, wird schon nach einer Woche arbeiten jeder "freie" Tag unglaublich kostbar. Luxus quasi! Freie Tage sind die Tage für mich, an denen ich nicht ins Büro gehe und auch nicht den ganzen Tag zu meinen Eltern. 

Durch die Zeit, wo ich nun länger "zu Hause" war, verändert sich wohl das Bewußtsein. Es kommt mir ... Wie schreibe ich es am verständlichsten ? ... hm.... Ich kann es nicht gut in Worte erfassen. Anders. Das Leben ist kurz. Einzigartig. Definitv endlich.
Was bleibt vom Leben übrig, wenn ich die nächsten 20 Jahre ständig 40 Stunden die Woche arbeite??? 
Interessanterweise ist die Zeit "auf der Arbeit" für mich keine Zeit meines Lebens. Fällt mir gerade erneut auf. Es gibt die Zeit vor Arbeitsbeginn - ich glaube, deswegen stehe ich gern früh auf und habe Zeit für mich - und dann die Zeit von Arbeitsende bis zum Arbeitsbeginn am nächsten Tag.

Warum die Zeit auf der Arbeit gefühlt nicht mein eigenes Leben ist? Erst einmal würde ich meinen, dass es aus den vorherigen A*rbeitsverhältnissen in meinem Leben kommt.
Ich hoffe sehr, dass es dieses Mal anders wird, wenn ich mich eingearbeitet habe und ich weiß, wie die Häsin so hoppelt. Besser wäre es. Denn ein Leben, dass aus zwei Tagen in der Woche besteht, dass ist irgendwie ... hm... falsch. Finde ich. 

Vorerst werde ich wohl weiter einen Tag am WE zu meinen Eltern fahren. Ich hoffe, dass etwas Ruhe einkehrt, wenn mein Vater die Behandlungen nach Pfingsten überstanden hat und meine Mutter endlich !!! eine vernünftige Sch*merztherapie und Pflege bekommt. Dass sie beide ihr Leben wieder viel mehr selbst bestimmen und ihren Alltag strukturieren können.

Es muss arbeitstechnisch bei mir natürlich nicht so bleiben, wie es jetzt ist. Deswegen gibt es u. a. P*robezeiten. Um herauszufinden, ob einer die neue Arbeit, die Firma, die KollegInnen und anderes zusagen.

Morgen soll es glatt werden und kalt und schauerlich und so. Fahre ich halt mit der Straßenbahn ein Teil des Weges zum Büro. Nach der Arbeit möchte ich eine weitere "Runde" nach Kleidung suchen. Außerdem brauche ich unbedingt einen großen Kleiderschrank und einen Schuhschrank. Mittlerweile quilt die Kleidung aus den zwei Schranktüren. Es ist halt nur ein Kleiderschränkchen. 

Ich werde gleich einen Cappuccino auf dem Sofa sitzen trinken. :O) Dazu ein paar Bio-Kekse essen und einen schönen, ruhigen Kinofilm auf DVD anschauen und "abschalten". Draußen ist es fiese kalt und es graupelt/hagelt. Das beste Wetter für so einen Sonntag.
Ach ja. Im Büro bin ich ständig in Bewegung. Das finde ich gut. Dazu fahre ich mit dem Rad hin und zurück zur Arbeit. Nicht viel Bewegung, aber immer hin 30 Minuten. Dann die vielen körperlichen Arbeiten bei meinen Eltern in den letzten Wochen wie das Putzen, die Wäsche waschen, den Haushalt aufräumen oder einkaufen. Von der seelischen Belastung mal ganz abgesehen. 
Ich mag neuerdings nicht viel essen und letzte Woche habe ich auch kaum etwas "runter" bekommen. Das ist neu.  
Meine neuen Hosen werden lockerer. Auch gut.  

Habt einen schönen Sonntag im wechselhaften April

eure Oona

Kommentare:

  1. Hallo Oona,
    für mich hört sich das zumindest nach einem gelungenen Start an. Nach der Probezeit kannst Du das Zeitproblem vielleicht noch mal angehen; größere Unternehmen bieten oft verschiedene Arbeitszeitmodelle an. Da lohnt sich genaueres Hinschauen. Ich persönlich finde eine 3/4 Stelle ideal: 4 Tage arbeiten, 3 Tage frei. Es muss halt auch mit den Finanzen passen, aber oft ist der Verlust geringer als gedacht.
    Glückwunsch zur Entscheidung zum größeren Kleiderschrank! Selbst wenn Du ihn nicht komplett mit Klamotten füllst, können da ja auch andere Dinge wegorganisiert werden. Das ist immer gut.
    Angesichts der Wetterlage bin ich ja versucht, guten Rutsch zu schreiben...
    Liebe Grüße, Katja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Moin Katja,
      ich werde bestimmt - wenn ich die Probezeit geschafft habe - irgendwann danach fragen.
      Das Wetter war ja heute wirklich unangenehm. Konnte leider nicht nach draußen in der Pause. Sonst wäre ich pittschenass geworden.
      Liebe Grüße
      Oona

      Löschen
  2. Liebe Oona..
    ich kann nachvollziehen, wie du dich fühlst. Wenn man zu Hause ist, lebt man irgendwie in einer anderen Späre.
    Aber gib dir ein wenig Zeit. Das dauert. Und das Leben ist trotzdem schön. Und wenn du nette Kollegen hast und dich wohl fühlst im Job, ist das Leben auch da. Aber damit steht und fällt alles. Nur für das Geld den Job zu haben, das stehst du auf Dauer nicht durch. Habe die Erfahrung erst kürzlich machen müssen. Ich wünsche dir ganz viel Glück.
    LG
    Heide

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Moin Heide!
      Lieben Dank für Deinen Kommentar!
      LG
      Oona

      Löschen
  3. Ich hab das Gefühl: Es liest sich gut, Dir geht es gut!
    Weiterhin viel Kraft für das alles, herzliche, ganz liebe Grüsse
    Elisabeth

    AntwortenLöschen