Mittwoch, 16. März 2016

ditt und datt

Nachdem ich ein wenig in der Wohnung rumgerödelt und geduscht hatte, schaute ich im Internet nach J*ob-Angeboten. Tatsächlich konnte ich eine weitere Be*werbung versenden. Danach bin ich zum Laden um die Ecke und kaufte ein. Die Zutaten für einen Apfelkuchen. Habe ich doch glatt einen Rührteig mit einem Mürbeteig verwechselt. Rührteig geht einfach schneller. Glück! 

Hm... diese Äpfel aus Übersee sprechen mich nicht an. Im Bio-Laden sahen die Äpfel mal wieder so aus, wie manche Leute meinen, dass Bio-Lebensmittel aussehen sollten. Überhaupt ist mir nicht klar, warum der "neue" Laden immer ein wenig schmuddelig aussieht. In einer Kiste mit Obst fand ich gutaussehende, deutsche Äpfel. Auf den Preis habe ich einfach nicht geschaut... 
Der Apfelkuchen mit ein büschen Marzipan drin ist hoffentlich etwas geworden und schmeckt meiner Cosuine, ihrem Mann und mir. Am Nachmittag bin ich bei ihnen zum Kaffee eingeladen. 
Statt nach dem Backen massenhaft Dinge zu erledigen, habe ich mich auf meine Bett gelegt, die Beine hochgelagert und hörte mir Vera F. Birkenbihl auf dem Laptop an. Zwischendrin bin ich natürlich eingeschlafen. Ähm... das Unterbewußtsein hört ja mit.
Seltsamerweise hat sich meine Wohnung in der Zeit nicht von allein geputzt und ich weiß immer noch nicht, was ich zum V*orstellungsgespräch morgen anziehen soll. 

Mittlerweile bin ich unglaublich von mir selbst genervt. Mein blöder Perfektionismus ist nicht lustig. Zudem habe ich mich kurzfristig - mal wieder - aus den Augen verloren. 
Diese Firma sucht eine Mitarbeiterin und ich habe ihnen meine Arbeitskraft angeboten. Punkt. Ich seh aus wie ich aussehe. Ich trage, was ich trage und wenn wir einander ansprechend finden UND ich mir vorstellen kann da zu arbeiten und sie das bezahlen, was ich mir vorstelle... dann kommt der nächste Schritt. 
Ich habe mir geschworen, dass ich mich nie wieder auf faule Kompromisse einlasse. Diese bescheuerte Schule im letzten Jahr soll das letzte "mich verkaufen" gewesen sein. Wenn ich es schon mit der dämlichen Reha 2013 erneut versemmelt habe. 

Bei beiden "Aktivitäten" schrie mein Bauchgefühl nach zwei Wochen laut: "Das ist hier nicht gut für mich. Geh weg." Bauchgefühl. Da paßte der Vortrag von Vera gerade sehr gut. Wenn Dein Reptiliengehirn-Bereich aktiv ist - Kampf oder Flucht - dann kann eine nicht klar denken und handeln. 
Wie will ich auf mein Bauchgefühl hören, wenn ich so verspannt bin und die Ä*ngste das Ruder übernehmen? Natürlich ist es wichtig, dass ich Geld verdiene. Damit ich meine Wohnung behalten und die Fixkosten tragen kann. Noch was zum Leben wäre sinnvoll. 
Wenn es dieser Job nicht ist, weil a,b,c, oder d, dann ist das eben so. Du liebes Ließchen, Frau Oona! Zwei Monate bekomme ich noch Geld. Dann bin ich frei. Auch nicht das Schlechteste. Viele Menschen träumen davon ihr Leben lang.

Ich wünschte mir, dass endlich "etwas" (?) in mir begreift - nach all den vielen Jahren innerer Arbeit -, dass ich vollkommen in Ordnung bin, wie ich bin. Das ich ums verrecken - verflucht noch eins - niemandem gefallen muss. Außer ich mir selbst.  :O)

Kommentare:

  1. Guter Text, Oona,
    dein Kampfgeist ist da.
    Ich wünsche dir viel Erfolg bei dem Vorstellungsgespräch, wo du so bist, wie du bist.
    Du machst das!
    Liebe Grüße
    (Ich bräucht noch deine Adresse zum Versenden!
    ;-))

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    1. Danke für die freundlichen Worte.
      Adresse wegen Seifenpröbchen?
      Aber nur, wenn das für Dich okay ist.
      Dann sende ich Dir über Deine Email - welche ich wohl bei deinem Blog finde ??- meine Adresse.
      Liebe Grüße
      Oona

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  2. Und? Wie war das Vorstellungsgespräch? Ich hab Dir fest die Daumen gedrückt. Ich hoffe, es ist nicht wieder etwas wo Du Dich "verstellen und verkaufen" müsstest.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  3. Daumen waren gedrückt,
    ich hoffe auf eine positive Erfahrung und Infos ;-)

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