Sonntag, 20. März 2016

alt werden (dunkelgrau)

"Alt werden" kann wahrlich ungut und unschön sein. Wenn eine so um sich schaut und im Umfeld aufmerksam hinhört, dann scheint es nur extrem wenige Menschen zu geben, die einigermaßen körperlich & geistig gesund und dazu nicht vereinsamt alt werden (können).
Es wird geforscht, wie es möglich ist, dass Menschen länger leben. Noch länger?? Sind die denn verrückt? Es ist nicht erstrebenswert mit zig Gebrechen, Schmerzen, dann wohl längst verarmt - welche Rente soll 50 Jahre gezahlt werden und von wem - und dazu noch einsam 120 Jahre alt zu werden. Mit diesen verrückten Menschen auf dieser Erde. Wenn ich die 70 erreiche, habe ich mich lang genug durch dieses Leben gequält gebracht. Es ist gut, dass mein Leben definitiv endlich ist. Die meisten Menschen, die ich gesprochen habe, die haben keine Angst vor dem Tod. Aber vor dem Sterben. Bei mir ist das auch so. Vorallem wenn eine fast 30 Jahre lang chronisch schmerzkrank und die Seele ein sehr mimosenhaftes Wesen ist. 

Nach einem langen Spaziergang mit B.K. über Mittag, habe ich den Rest des Tages sinnlos vor der Glotze verbracht. So denke ich nicht über die schwerkranken Eltern und deren elendiges Leben nach. Oder über eine weitere sehr schwerwiegende Geschichte in meiner Familie, die sich seit Wochen abzeichnete. 

Schon spät. Dabei möchte ich morgen früh aus dem Bett, denn ich bin um 10 Uhr verabredet. Meine Freundin A. kennt sich etwas aus mit dem Körper und sie will sich meinen Nacken anschauen. Danach gibt es selbstgeklöppelten Cappuccino

Kommentare:

  1. Liebe Oona,
    die Themen Alter, Altern, Krankheiten und Sterben
    tauchen in unserer überalterten Gesellschaft an jeder Ecke auf.
    Mich belastet das auch. Gerade die aktuellen Themen in der Familie.
    Bloggen kann ich darüber nicht.

    Liebe Grüße!

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    1. Liebe Regine,
      ja es ist ein schweres Thema.
      Ich würde hier auch gern mehr darüber schreiben, aber das würde die Privatsphäre meiner Eltern zu sehr verletzen. Das möchte ich auf keinen Fall. Ich fühle mich schon jetzt oft unwohl, wenn ich etwas über sie schreibe. Andererseits ist das eben etwas, was mich enorm beschäftigt.
      Viele liebe Grüße
      Oona

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  2. Wie wahr, Oona.
    Und dann ist da das Geschäft mit der Angst: könnte xy lebensverkürzend sein? Na wenn schon, lieber mehr Lebensqualität! Bizarr auch die Angst der Gesundheitsversorger, schmerzlindernde Mittel könnten süchtig machen und die damit einhergehende Rationierung. Ich brauche auch ständig Luft zum Atmen, sollte ich mich vielleicht einschränken?
    Umgekehrt machen die Altersvor-sorger den Reibach.
    Du hast Recht, schwieriges Thema.

    Liebe Grüße, Katja

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    1. Moin liebe Katja,
      diess absurde Diskussion über die Sucht nach Schmerzmitteln ist mir nicht neu. Gern Thema in der Sterbebegleitung. Wie kann es angehen, dass einem Menschen Mo*rphium oder Ha*sch verweigert wird, wenn es hilft. Deutlich hilft. Wenn die Lebenszeit auf 5 Tage, 2 Wochen oder 2 Monate geschätzt wird.
      Oona

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