Freitag, 30. Dezember 2016

Farb-Möglichkeiten

Ein paar Bilder konnte ich der Landschaft im Dezember entlocken. Jedes Foto kann eine in zig Versionen verändern. Manchmal ist pur die beste Möglichkeit. Manchmal bin ich erstaunt, was mit dem B*ildbearbeitungsprogramm möglich ist. Manchmal lass ich es krachen.... *lach*  
Hier eine kleine Auswahl: 



(mit einem Doppelklick kann eine die Bilder vergrößern)


Nach 80 Minuten an der frischen Luft kam ich nach Hause. Spazieren gehen hilft. Später buk ich mir die Zimt-Marzipan-Schnecken, welche ich mir vor Tagen backen wollte.


Dienstag, 27. Dezember 2016

Frau Oona atmet und tanzt

Als ich aufwachte war es 09:00 Uhr. In der Nacht habe ich wenig geschlafen. Noch gefangen in dieser Erstarrung wegen diesem "Fest". Dann hörte ich zwei Stockwerke unter mir die Reinigungskraft. 
Ich fühlte: Das Leben hat mich wieder!! 
Diese "toten" drei Wochen und die letzten drei "Fest"-Tage liegen hinter mir. Auf die Zeit "zwischen den Jahren" pfeiffe ich. Es ist Dienstag und ich treffe mich nachher mit C. im Viertel für ein Stündchen zur "Mittagspause".
Ach, ich tanzte schwungvoll zum Badezimmer. Wusch unter der Dusche mir den schweren Gefühlskram vom Körper ab und meine Haare bekamen gleich zwei Wäschen. Danach ein Pflegemittel. Fluffig. Ich sach nur: fluffig! :-)
Zurückgeschwebt zur Waage im Schlafzimmer. Mutig. Aufatmen! Ich habe abgenommen. *lach* ...yeah... das Leben hat mich wieder... yeah...
Im Radio läuft anständige Musik. Draußen rauschen die Autos auf die Parkplätze und die Leute schieben Einkaufswagen durch die Gegend. Irgendwo wird gehandwerkert und unter mir wird beim Putzen die Wohnung auseinander genommen. Ist es nicht schön? *lach*

Freitag, 23. Dezember 2016

körperliche Umbaumaßnahmen

Am Dienstag fuhr ich trotz des echt frischen Lüftchens mit dem Rad zu M. ins Viertel. Es ist sehr schön in den großen Raum zu kommen. An der einen Seite befindet sich ein Stück reine Spiegelwand. Ein alter, schöner Holzfußboden und dazu ein Blick hinaus in den Garten durch große, breite bodentiefe Terrassenfenster. Im Raum ist Platz um z. B. „laufen“ zu üben. Welche mag, bekommt einen Tee aus kleinen, orientalisch-anmutenden Gläsern.

Kurz berichtete ich M. von meinen letzten vier Wochen. Das meine Mensis erstaunlich gut verlief; ich verschiedene Dinge mit Reiki behandelt habe; bestimmte Mittel von meiner Heilpraktikerin einnahm und weiter einnehme und dazu fast jeden Tag fleißig an meinem Körper und an mir arbeite. Mit Freude und Gleich-Mut.

Aufmerksam hörte mir M. zu. Sie schlug mir als nächsten „Arbeitsbereich“ vor, dass wir uns mit meiner Halswirbelsäule bzw. den dazugehörigen Muskeln beschäftigen. Der Muskelschicht von Muskeln, die direkt unter dem/am Schädel liegen und den Kopf in Position halten. 
Anhand von schlichten Anatomie-Zeichnungen u. a. dieser Muskeln erklärte sie mir, was ich für sie deutlich sichtbar im Halsbereich „mache“. Mir kommt ihre Aussage „der Kopf führt den Körper“ völlig sinnvoll und richtig vor. Das ist ein wichtiges Wissen und inneres Bild. Wie ein Fisch. Der Kopf führt den Körper, die Bewegung und die Richtung.

Ich sacke im Stehen und besonders im Sitzen mit Hals und Kopf ein. Das fühle ich jetzt ständig! Genau das ist es, was M. bei mir sieht. Mein Kopf ist wie geduckt. Das erzeugt einen Energiestau und eine ...hm... nicht gut funktionierende Wirbelsäule. Die ganze Körper-Statik ist dann schief und kann nicht so arbeiten, wie sie arbeiten sollte und könnte. 
Das weiß ich noch aus dem B*ildungsurlaub bei M., wo ich sie kennen gelernt hatte. Der „gesunde“ Körper an sich benötigt ein Minimum an Kraft, um zu funktionieren. So ist er konzipiert. Er ist für Bewegung und Beweglichkeit gemacht. Wenn alles richtig „hängt“ und steht, dann arbeiten nur die Muskeln, die tatsächlich in der Bewegung arbeiten müssen. Die anderen bleiben entspannt.   

Als erstes habe ich mich auf den Be*handlungstisch gelegt und M. hat den Nacken/Hals und Kopfbereich sowie dann den ganzen Körper entspannt. Mit der Methode der AT. Dabei fiel ihr auf, dass meine Beine a) viel „präsenter“ sind und b) meine Hüfte und mein Becken auf der linken Seite wesentlich beweglicher. Daran habe ich Reiki geschickt (Sturztrauma) und daran habe ich täglich durch Körperübungen gearbeitet. Ich selbst spürte eine große Weite und Lockerheit. Ganz neues Gefühl. Ganz eindeutig hat sich da etwas in den letzten vier Wochen getan. Dort auf dem Tisch deutlicher und anders spürbar. Gutes Gefühl. Ich kann etwas verändern.   

Als ich wieder im Raum stand, ging die Arbeit vor dem großen Spiegel weiter. Tatsächlich konnte ich allein schon durch das Bewusstsein und einer anderen Haltung erkennen, dass mein Halsbereich anders aussah. Auch weil meine Schultern viel entspannter und lockerer sind. Mir dieses Bild von mir zu merken,  war der Sinn der Betrachtung. Damit ich mich zu Hause immer wieder „überprüfen“ kann.

M. holte einen Hocker heran und ich setzte mich darauf. Entspannt sitzen. Bisher kaum wenige Minuten lang möglich. Ich hörte den Worten von M. zu, während sie sich hinter mich auf den Boden setzte und dann ganz leicht ihre beiden Hände an meinen Po legte. Sacht drückte sie den oberen Teil des Gesäßes und den Bereich von Hüfte und Becken nach vorne und somit nach oben. 
Diese Berührung und diese Bewegung kann ich jetzt noch jeder Zeit abrufen. Es war so verblüffend und schön. Ich saß gefühlt das erste Mal entspannt aufrecht. Etwas, das vor vier Wochen unmöglich gewesen wäre. Meine Schultern schmerzten nun beim Sitzen nicht. 

Und durch dieses sanfte „hochdrücken“ saß ich anders und es „rippelte“ sich der ganze Torso bis zum Kopf hin anders auf. Es fühlte sich stimmig an. Ja. So sitze ich „richtig“ und entspannt. Tatsächlich konnte ich noch mehr spüren, wie der Kopf und die Muskeln „richtig“ …hm… gehalten werden können. Es ist nur eine minimale Bewegung. Im Grunde nicht einmal das. Denn es geht nicht um das „machen“ bzw. manipulieren, sondern um das Loslassen des Körpers. Um das Bewusstsein, dass mein Kopf die Richtung angibt. Nach oben. Der Rest des Körpers ordnet sich dem Kopf „unter“. Aufgerichtet wie eine der der großen Stahl-Brücken. Wo an der obersten Stelle des aufstrebenden Pfeilers in der Mitte der Brücke alle Seile angebracht sind. Dann ist der Körper stabil und entspannt. 

Was weiterhin „zu“ ist und öfter schmerzhaft, das sind meine Knie. Da stockt die Energie. Für M. sehr deutlich spürbar. Ich empfinde sie eh als steif und "ängstlich". Sie haben auch echt schon viel abbekommen. Doch ich bleibe so gut es geht entspannt und überlege mir schon etwas, wie ich meine Knie „mit ins Boot“ hole.

Seit Dienstag versuche ich fast ununterbrochen meinen Halsbereich zu entspannen. Schultern sinken zu lassen. Die Muskeln zur Entspannung einzuladen und ich mache sehr häufig dieses winzige Bewegung im Nacken/Halsbereich. Es fällt mir nicht so leicht „nichts zu machen“, sondern dem Kopf/Körper die Entspannung zu erlauben und den Kopf nach oben zu denken. Denn der Kopf führt den Körper. Immer. Und diese neue winzige „Haltungsänderung“ bewirkt so vieles. Das kann ich nicht in Worte fassen. 

Natürlich spüre ich diese „Umbaumaßnahmen“ im Körper deutlich. Gestern Abend habe ich beim Gehen spontan den unteren Rücken losgelassen, weil ich bemerkte, dass der so zu ist. Fast zeitgleich schoss mir ein (bekannter) Schmerz in das linke Knie. Wow! Vorsichtig im Sitzen das Knie bewegt. Mein Mantra: Ich darf mich bewegen, ich kann mich bewegen und ich will mich bewegen. Schmerzhaft war die Bewegung im Knie und es knackte unangenehm. Danach war es weg. Meine Füße treten übrigens auch anders auf seit einiger Zeit. Die Bauchmuskeln werden stärker und halten mich besser.  

Was ich auch sehr bemerkenswert fand, dass ich nach diesem explosionsartigen Stress vorgestern ziemlich schnell wieder runter kam. Mein Körper blieb sehr gut entspannt und das entspannte auch meinen Geist. Toll. 

Mein nächster Termin ist bei M. ist „erst“ am 3.2.2017. Die Zeit bis dahin kann ich gut nutzen. Es gibt jede Menge zu tun und darauf freue ich mich. Zudem kann ich bis dahin viel Reiki schicken. An meine Knie und andere „ungute“ Dinge aus der Vergangenheit, die gefühlt meinen Körper weiterhin blockieren.

Bewegung und Mut helfen. :-) 

Mittwoch, 21. Dezember 2016

der pure St*ress

Als ich um 11 Uhr endlich am Laptop saß, wollte ich euch von meiner letzten AT-Stunde mit M. berichten. Da fiel mir ein, dass ich noch beim A*mtsgericht anrufen wollte. Tja… und dann kam echt was, dass keine braucht. Die Aussage von dem Mann beim Amt hat mich unvorbereitet getroffen. 
Es machte mich unruhig, dass ich lt. Aussage des Amtes, wo meine Schwester war, auf ein Anschreiben vom Amts*gericht warten soll. Wenn der Brief nun verloren geht. Um diese Unruhe zu beenden, hatte ich am letzten Wochenende mir von meiner Mutter wichtige Namen und Daten geben lassen.

Da saß ich nun an meinem Laptop und in meinem Kopf rasten die Gedanken. Was kann ich jetzt tun?
Eine im Internet gefundene N*otarin in der Nähe konnte helfen. Nur 30 Minuten später war ich in der K*anzlei. Nach einer kurzen Wartezeit hatte ich das Dokument in Händen, womit ich die Erb*schaft ausschlage. Ich radelte weiter zum A*mtsgericht. Dort gab ich das Dokument ab und ließ mir die Kopie davon von einem Beamten mit einem Eingangsstempel versehen.

Wenn alles gut läuft, dann habe ich einen Tag vor Ablauf der F*rist die E*rbschaft ausgeschlagen! E*rbe bedeutet in diesem Fall eben Sch*ulden. Ich kann jetzt nur noch auf die Bestätigung warten. Hoffentlich geht das alles gut. Ich darf nicht darüber nachdenken, nicht auch nur ein kleines Bisschen, wenn es nicht so wäre.

Um 15 Uhr kam zum Glück G. auf eine Tasse Tee vorbei. Ich konnte reden und mich ablenken. Ein schönes Treffen. Nahrung für die Seele.

Der kürzeste Tag des Jahres ist geschafft.    



kleine Glücksmomente vom gestrigen Tag:
gute Schokolade, ein lange erwartetes Taschenbuch 
und der weltbesten Cappuccino 
  *

Dienstag, 20. Dezember 2016

D*anke

In dem von mir gehörtem regionalen R*adiosender wurde den ganzen Morgen lang ruhig, sachlich und unaufgeregt über das Geschehen in B*erlin berichtet. Danke. 
Gerade hörte ich Frau M*erkel im Radio, die vor wenigen Minuten einen "Ansprache" hielt. Ich möchte schreiben, dass mir ganz persönlich diese Worte gut getan haben. Klare Worte und ...hm... wie ich finde: weitsichtig-klug und mitfühlend. Meine Meinung.
Danke. 

Gleich fahre ich mit dem Rad - allein schon um den M*enschenmassen in Bussen und Bahnen aus dem Weg zu gehen - ins Viertel, um bei M. eine Stunde lang weiter mit der Al*exander-Technik zu arbeiten. 
Später habe ich das eine oder andere auf dem Zettel. Morgen bekomme ich Besuch zum Kaffee von G.

Ahoi
und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel ! 

Montag, 19. Dezember 2016

dies und das - Teil 2

Tatsächlich habe ich es geschafft den Wecker zu hören und war somit einigermaßen früh auf, obwohl ich nur vier Stunden geschlafen hatte. Üble Träume. Irgendwas im Rücken hatte ich mir in der Nacht eingeklemmt. (??)  Später half die gute alte Wärmflasche und ... Bewegung. :-) 
Frühstück mit nachträglichem Kartenspiel. Soll noch eine sagen, ich hätte keine Struktur. Ich hätte gern eine andere Struktur des Tages. Doch wenn eine genau hinschaut, dann ist so etwas wie ein gleichbleibender Ablauf zu erkennen.

Es wurde Wäsche gewaschen, ein paar Teile gebügelt und ich habe endlich den Knopf in einer meiner "guten" Hosen angenäht. Hat ein wenig gedauert bis ich den durchsichtigen Knopf wieder gefunden hatte. Zwei Unterbuxen wurden genäht - die trotz ihres Preises schon nach einmal tragen defekt waren - und meine blickdichte Strumpfhose habe ich am Fuß gestopft. Falls ich mich traue mit dem schönen - aber doch recht kurzen - Rock aus dem Haus zu  gehen. 

Mein großer "Benjamin" ist seit drei Wochen erneut in der Mauser. Wenn ich an ihm vorbeigehe, dann plüstert er sich auf wie ein Vögelchen und es segeln erschreckend viele Blätter gen Boden.  

Als ich im Keller mein Fahrrad rausfuhr, um mich auf dem Weg zu dem einzigen Laden zu machen der mein Marzipan hat, da fiel mir eine Plastiktüte mit alten Kleidungsstücken in die Hände. 
Ein Hosenanzug in einem hellen Grau, welchen ich vor über 20 Jahren zur silbernen Hochzeit meiner Eltern trug. Bisher habe ich mich von dem Ding nicht trennen können, weil der so teuer war. Obwohl mir der Anzug heute mehrere Nummer zu groß wäre. Der Schnitt alt und von dem Rumgehänge in den Kellerräumen wurde der auch nicht besser. Nun ist er wech und dazu noch ein paar andere Stücke, die noch in die Tüte passten. So werde ich Stück für Stück die Berge von alten, ollen oder nicht mehr passenden Klamotten wegbringen. Niemand soll sich mit dem Kram von mir abmühen.

Mein Vater rief am Abend an und fragte, was denn heutzutage auf einen Brief geklebt werden muss. "Schau doch kurz in deinem Internet nach." So is er  :-) 
Als er lang überlegte, wem er denn die Weihnachtspost mitgeben könnte, sagte ich zu ihm, dass er sich morgen auch anziehen könne und die Post selbst am Ende der Straße in den Briefkasten stecken. "Da hast Du recht. Das kann ich ja machen." sagte er erstaunt. 

Die R*eiki-Meisterin hat mir auf meine Anfrage wegen meiner Schickung bzgl. eines A*rbeitsplatzes geantwortet. Nun schicke ich an etwas anderes und das fühlt sich stimmiger an. Dennoch versuche ich herauszufinden, was das tatsächliche Hindernis ist, einen guten und vor allem passenden Job zu finden. Ich mag nicht hinschauen. Ich ahne, dass wird nicht lustig. Doch die Ängste werden größer und zwingen mich geradezu endlich "Butter bei die Fische" zu geben.  

was ich im Grunde schreiben möchte,

dass lösche ich nach ein paar Sätzen wieder. Fange von vorn an. Lösche es erneut. Ängste, Langeweile, die Einsamkeit. 
Viele Gefühle. Dazu dieser blöde Monat Dezember. Der schlimmste Monat im Jahr. 

Freitag, 16. Dezember 2016

dies und das

Manchmal mache ich bei einem Ouiz mit. Oder wenn es auf einem Blog etwas Schönes zu gewinnen gibt wie z. B. ein Kochbuch. Ab und an gewinne ich tatschlich etwas. Jetzt habe ich zum ersten Mal bei dem Bücher-Quiz von der Sendung "f*rauTV" mitgemacht.

Vorgestern erfuhr ich, dass mein Vater am Dienstag im Wohnungsflug unterzuckerte und stumpf umgekippt ist. Das ist länger nicht mehr passiert. Er konnte nachdem er wieder "da war" auf allen Vieren zum Bett krabbeln. Meine Mutter kann ihm nicht aufhelfen, weil sie sich selbst kaum auf den Beinen halten kann. Jetzt hat er noch viel mehr Schmerzen. Meinen Vorschlag, dass er sich untersuchen lassen soll, wurde abgelehnt. Was soll eine dazu sagen? Nicht das mein Vater abgemagert ist und stumpf fiel. Oder das seine Wirbelsäule operiert wurde und nun einige Metallteile die Brustwirbel stabilisieren... 

Hm... und neben dem sich "Sorgen machen" bin ich verärgert. Alles, was ich dazu schreiben möchte und das, was ich denke, dass ist irgendwie ungerecht. Will ich da Energie reingeben? Es würde sich nichts ändern. 
Vieles an unguten Gedanken bzw. Gefühlen sind meine nicht erfüllten Forderungen, uralte Bedürftigkeiten aus der Kindheit und ...hm.... irgendwie ü*bergriffigen Erwartungen an meine Eltern. Es ist leider meine Unfähigkeit mich gut abzugrenzen.

Ich weiß von anderen Freundinnen, Bekannten und BloggerInnen, dass die es - jetzt in unserem Alter - fast alle nicht einfach mit den Eltern haben. So ist es. Die Eltern werden alt, kränker, dement, verschrobener, pf*legebedürftig und wenn eine dazu eh nie das beste Verhältnis zu den Eltern hatte, dann wird es eine Herausforderung. Nach 15 Jahren ständiger Krankheitsgeschichten, De*pressionen, Dramen, vielen Operationen und sehr vielen Besuchen in verschiedenen Krankenhäusern, habe ich kaum noch Nerven und Kraft. Es scheint einfach kein Ende zu nehmen.

Auf dem Weg zum Buchladen meines Vertrauens stehen C*ontainer für Glas, Schuhe und Altkleider. Wieder ist der Keller etwas leerer geworden. Es ist mir ein Rätsel, wie ich zu fünf ! Luftpumpen gekommen bin, wo ich doch nur ein Rad besitze. 

Gegen Mittag kam ich nach Hause und meine W*ohnungstür machte beim Öffen ein ungutes Geräusch und sackte etwas ab. Die Tür ist aus der Verankerung gegangen. Einfach so. Umgehend habe ich den Verwalter angerufen und um 15 Uhr kam der N*otdienst. Der Handwerker hat ca. 20 Minuten gewerkelt und dann war die Tür wieder sicher (!!) in der Verankerung.

Mir ist kodderich. Das Herzrasen fängt an mich zu beunruhigen. Die E*xistenzängste werden lauter. Mein Kopf fühlt sich dumpf an.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

für meine Lieben :-)

Unterwegs mit dem Zug. Ich sach nur: 
"Thank you for travelling with D*eutsche Bahn." Moah. Aber ich bin heute doch angekommen, denn gestern Abend hatte ich mich fast spontan entschlossen, bei meiner Schwester und meinem Schwager vorbeizuschauen. Sie haben heute ein neues Geschäft eröffnet. Ich wollte mir das endlich anschauen, wo sie schon seit Monaten dermaßen viel gearbeitet haben. Mein Überraschungsbesuch ist geglückt.
Der neue Laden ist toll und wird zur neuen Saison noch mehr laufen als alle die Jahre davor schon. Und jetzt die vielen Parkplätze rund um das Haus...
Weil ich vor kurzem erfahren habe, dass meine Schwester schon lange meinen Blog liest: 


Herzlichen Glückwunsch, 
meine Lieben!

Das neue Geschäft habt ihr mega-klasse, schön und mit viel Liebe und Weitsicht gestaltet. 
Ihr seid so mutig, toll, cool und stark. 

Fühlt euch
von ganzem Herzen 
gedrückt. 

Wir sehen uns. 

*

Dienstag, 13. Dezember 2016

Bewegung hilft - ich wiederhole mich

Das weiß ich. :-) Heute Morgen habe ich meinen fleißig-tönenden Smartphone-Wecker erneut nicht gehört und so war es bereits 08:30 Uhr als ich erwachte. Wirklich erfreulich ist, dass ich zwar die ersten Schritte nach dem Aufstehen laufe wie eine alte Frau, aber dann geht es meinem Körper viel besser als lange Zeit davor. 

Das B*alance-Board benutze ich alle drei Tage, aber ich hoffe mich auf jeden zweiten Tag steigern zu können. Ansosnten mache ich fast täglich "meine" Übungen aller Arten. Mitterlweile bin ich damit gut eine Stunde lang beschäftigt. Weil ich alles ! sehr achtsam und eher langsam mache. 
Sehr viel bringen die bisher wenigen bzw. einfachen  B*auchmuskel-Übungen, welche ich auf dem Boden liegend ausübe. Und je öfter ich die mache, desto leichter fallen sie mir. Meine neuen Hanteln setze ich vorsichtig ein. Diese Übungen mache ich aus meiner Erinnerung heraus. Ein Vorteil ist, wenn eine zuviel m*ännliche Hormone hat, dass die Muskeln schon nach kurzem Training sichtbar und fühlbar wachsen. Stück für Stück kann ich mich besser und leichter aufrichten. Das macht was mit der Seele. 
Am nächsten Dienstag bin ich zur AT-Stunde bei M. und darauf freue ich mich sehr. Neues zu erlernen und neue Übungen mit auf den Weg zu bekommen. 

Um 10:00 Uhr war ich vorhin erneut im Keller. Auch da mache ich alles achtsam und langsam, obwohl ich spüre, dass mein Körper viel !! lockerer geworden ist. Nach 1 1/2 Stunden spürte ich meinen Rücken. Morgen ist auch noch ein Tag. 
Für die "Altpapier-Abholung" habe ich Berge von leeren Schuhkartons aussortiert. Die kann ich am Donnerstagabend an die Straße stellen. Wech. Außerdem habe ich in dem gestern gesäuberten und geleerten Keller 2 jetzt alles das an Kram reingestellt, was ich beim nächsten (fremden) Sperrmüll vor die Wohnanlage dazustellen kann.

Frisch geduscht gibt es nun eine Kleinigkeit zu essen. Um 15:00 Uhr bin ich bei meiner Lieblingscousine und ihrem Mann auf der anderen Seite der Stadt zum "Kuchen essen" eingeladen. 
Das tut meiner Seele gut. 

Montag, 12. Dezember 2016

den schweren Weg gehen

Es ist kräftezerrend und belastend, dass ich scheinbar stets den umständlichen und schweren Weg gehe bzw. gehen muss. 
Auf den gefühlt letzten Drücker fügten sich gestern Abend alle Informationen, Eindrücke und Fakten zusammen. Und ich hörte letztlich (endlich) auf mein Bauchgefühl. Ich habe mich in der Nacht entschieden. Heute Morgen ein Telefonat geführt und somit geht die Suche nach einer passenden Arbeit mit 30 Stunden die Woche weiter.
Ob es die "richtige" Entscheidung war? Welche weiß das schon. 
Trotz der Erleichterung ob einer Entscheidung, fühle ich mich ungut

Eigen-ver-antwortung war und ist das Zauberwort sowie das Hören auf mein Bauchgefühl. "Umsonst" waren die letzten sechs ( !!) Tage nicht, auch wenn ich es leichter und günstiger gefunden hätte, wenn ich am Donnerstag in der inneren Haltung gewesen wäre, wo ich heute bin. Für den weiteren Weg habe ich nun deutlichere ...hm... Vorgaben und mehr Wissen über mich. Klarheiten quasi.  :-) Ich lerne wenigstens dabei, wenn ich mich durch schwere Weg-Passagen quäle. Noch bin ich etwas unruhig. Hoffe, dass ich seelisch stabil bleibe.

Mich frei machen von den Meinungen und Erwartungen anderer Menschen. Die mein Leben nicht leben. Nicht darauf - unbewußt und bewußt - zu warten, dass andere Menschen mir eine Ab*solution erteilen. Das ist eine der erschreckensten und gleichwohl auch besten erspürte Erkenntnis der letzten Tage. 

Weil ich in meinem Körper deutlich die Bewegungen meiner Seele und meines Verstandes spüre und dazu das Adrenalin, werde ich mich gleich daran machen meine beiden Keller aufzuräumen. Mein Fahrrad bekomme ich nur noch mit viel Gefühl aus dem Raum.

Es ist erstaunlich, wie tief in mir verankert doch Erkenntnisse und Wissen sind aus meinen Zeiten mit dem B*uddhismus und durch / von meinen jahrelangen WegbegleiterInnen. 
Weil es eines der schönsten und für mich besten Gedichte ist, schreibe ich es hier ein weiteres Mal auf. Geschrieben hat es  Luisa Fr*ancia  in einem ihrer Bücher (von 1995). Gleich auf der ersten Seite von "Starke Medizin - Handbuch zur S*elbstheilung".

Ich werde mir das Gedicht (allerdings in "ich-Form") erneut an die Wand schreiben. In meiner vorherigen Wohnung habe ich das auch gemacht. Mit bunter Farbe und feinen Pinseln an die Wand gemalt. Mit Postkarten oder anderen passenden Gegenständen dekoriert. 
Da es mit dem Neugestalten von Teilen meiner Wohnung noch etwas dauert, kann ich mich an den Wänden ausleben...


Wo du nützlich bist
wirst du benutzt.
Sei Königin deines eigenen Reichs,
und du wirst wie eine 
Königin behandelt.
Achte dich selbst, achte auf 
dich selbst,
und du wirst geachtet.
Verzeih dir selbst  -  und alles kommt
ins Gleichgewicht.
Sei eigen-mächtig  -  und niemand
wird macht über dich haben.

*

Sonntag, 11. Dezember 2016

erkennen

Während ich so warte - und ich hasse es zu warten - , nachdenke und versuche einen Weg zu erkennen, sah ich gerade eine der letzten Folgen von "Bauer*feind assistiert" mit Wolfgang Nie*decken.

Aus dem Nichts kam eine dermaßen heftige Gefühlsregung von Trauer, Verzweiflung, Schmerz, Verbitterung, Enttäuschung und was weiß ich und dazu die klare...  so schmerzhafte Erkenntnis: 

Ich habe mein Leben sowas von verkackt verplempert.

Samstag, 10. Dezember 2016

warten

Auf die Entscheidung eines möglichen neuen A*rbeitgebers zu warten, das ist nicht schön. Dieses Mal jedoch auch gut, weil ich für mich selbst eine Entscheidung finden kann. Wobei... kann ich das eine Entscheidung nennen? Es fühlt sich eher so an, wie wenn ich versuche "das Arbeiten gehen" ansich anzunehmen.
Eine Arbeit anzunehmen, wo mir die Arbeitszeiten nicht gefallen (Luxusgefühl ?) und damit verbunden 40 Stunden in der Woche arbeiten zu gehen. 
Werde noch weitere J*obangebote kommen? Ich werde von Monat zu Monat älter und bin mehr "raus". Gibt es nicht immer ein oder zwei unschöne Anteile bei einem Job? Kann ich an zwei Tagen in der Woche mich so erholen, dass ich die fünf Tage in der Woche gut schaffe? Und jeden Tag geht auf der anderen Seite das Geld vom Konto. Das ist kaum auszuhalten. Hat wohl was mit Ex*istenzängsten zu tun.
Ich befürchte, wenn ich mich entschieden habe, dass ich den Job annehme und die mich nicht wollen (trotz gutem Bauchgefühl meinerseits), dann könnte es sein, dass ich in ein kleines Loch falle. 
Alles recht verworren. 
Wieder "normal" sein. Wieder Geld verdienen. Den Druck nicht mehr haben. Kaum noch freie Zeit für mich. Neue Arbeit. An die 70 neue KollegInnen. Warum sollte ich das nicht schaffen? Ich gehe nicht mehr blauäugig in die Arbeit wie im April. 
"Da musste halt aus dem Quark kommen, Frau Oona." denke ich. 

Jetzt könnte eine sagen: "Nun warte es doch erst einmal ab, ob die dich überhaupt nehmen." Das kann ich nicht. Bis die Firma sich Anfang nächster Woche meldet, muss ich das für mich klar haben. Bin ich gefühlt g*rößenwahnsinnig und sage einer Firma ab, die mir einen guten Arbeitsplatz anbieten will? Oder bin ich unklug, weil ich eine Arbeit mit 40 Stunden annehme mit blöden Arbeitszeiten. Obwohl ich HSP bin, zu de*pressiven Phasen neige und die Eltern jedes Wochenende an der Backe habe.
Dann schaue ich in meinem Umfeld und sehe, dass viele meiner FreundInnen viel arbeiten und teilweise Schicht- und Wochenenddienste haben. Oder zur Arbeit bis über eine Stunde unterwegs sind.
Nun. Die Gedanken habe ich jetzt in der stark gekürzten Version einfach hingeschrieben. Schreiben hilft, wenn eine einerseits kaum jemanden zum reden hat, aber andererseits auch nicht von anderen Menschen und deren ganz eigenen Erfahrungen und Meinungen "beeinflusst" werden will.

Die kurzen Gespräche mit einer Freundin erden mich. Sie stellt mir kluge Fragen und sie erinnert mich, dass ich es einfach ausprobieren kann. Sollte ich merken, dass ist es nicht, dann bin ich dieses Mal klüger und suche einen neuen Job aus einer F*estanstellung heraus. In einem Jahr ist viel Wasser die Weser heruntergelaufen. Das Leben verändert sich.
Ich kann, darf und will verändern, handeln, beobachten und mich freuen. Nichts ist in Stein gemeißelt. 
Danke C. 

Freitag, 9. Dezember 2016

Musik geht immer / Mode leider nicht

Es ist echt verblüffend. Nicht nur, dass ich gern Filme "mit Weihnachten drin" mir anschaue. Im Radio spielen sie noch verhalten ab und an ein Weihnachtslied. Das gefällt mir dermaßen gut, dass ich mich heute Mittag durch den Kellerinhalt gewühlt habe, um meine zwei alten Weihnachts-CD´s zu finden. Nun erklingen in meiner Wohnung - ohne jegliches Weihnachtsgedöns  *lach* - Weihnachtslieder gesungen von Doris Day, Frank Sinatra, Dean Martin, Jim Reeves oder The Pointer Sisters. Ich mag diese "alten" SängerInnen sehr.

Leider weiß ich nicht viel über Musik. Bei Guido sah ich den Sänger Michael Bublés. Im Internet habe ich nach dem gesucht und ich mag diese Musik. Mir gefiel auch die Musik von Roger Cicero, der im Frühjahr viel zu früh verstorben ist. Und er sang halt deutsch. Da ich englisch nicht gut verstehe, geht es mir bei der englischsprachigen Musik eh "nur" um die Stimme / Stimmung und die Musik. Heutzutage kann ich bei Interesse viele Liedtexte übersetzen lassen. Das ist praktisch.

Jedenfalls ging es in der S*hopping Queen-Folge um Kleidung aus den 1920 -1930 iger Jahren. Danach habe im Internet gesucht und stieß auf eine Homepage, wo eine neugeschneiderte V*intage-Kleidung bestellen kann. Megacool und bezahlbar. Genau solche Hosen, wie sie mir vorschweben, fand ich dort. Meine Größe war leider schon ausverkauft und (!) dazu gehört natürlich auch die passende andere Kleidung von Schuhe über Oberteil. Sonst wird es seltsam. Lustigerweise sah ich genau diese Hose bei der letzten Montagsfolge vom "perfekten Dinner". Die Frau trägt ihre Haare auch ein wenig Vintage und steht auf die 1950 iger Jahre.
Was mir sehr gefiel war, dass der Guido in der Folge etwas mehr über die Mode der Zeit sprach. Das sauge ich alles auf wie ein Schwamm. Farben, Stil-Richtugen, Formen, Stoffe, Mode-Ikonen aus dem 20. Jahrhundert. Mode ist einfach Geschichte und - wie ich finde - sehr spannend. Darüber könnte ich stundenlang und immer wieder reden. Zum Glück habe ich mit G. eine Frau gefunden, die das auch interessiert. Wäre meine Figur etwas ... anders... und ich dünner, dann hätte ich ganz sicher in den letzten Jahren meinen winzigen Kleidervorrat um ein Vielfaches aufgestockt.


Wie ich ja schon mehrfach erwähnte, habe ich mit 16 Jahren eine Lehre zur Friseurin gemacht. Ich wollte Maskenbildnerin werden. Da geht es auch um Geschichte und Mode. Besser wäre es gewesen, ich hätte eine Lehre zur Schneiderin absolviert. Ich weiß, dass habe ich auch schon mehrfach erwähnt...  *schmunzel*
Dann könnte ich mir heute meine Kleidung selbst schneidern. Allein schon um diesen grauenhaften, einfallslosen Einheitsbreit in der heutigen "Mode" zu entgehen. Also diese oft trostlosen Kleidungsstücke für die Frauen, die nicht Größe 38/40 haben. Dazu kommt erschwerend, dass vieles an Kleidung heute ein "billiges" und schlechtes Material hat. Nicht nur bei den "günstigeren" Kleidungsstücken.  

Mit meiner Spannbreite von 42 - 46 ist "meine gewünschte" Kleidung schwierig. Weil ich eben eine bestimmte Vorstellung von Formen, Stil, Farben und Materialien habe. Über-flüssiges Geld wäre dabei auch nicht unwichtig. 

Und da ich die Gegensätze liebe, werde ich mir jetzt ein Wochenend-Einläut-Kuchen backen. Der muss vor Beginn meiner Zeit mit Guido fertig sein...

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Fotos vom Riens*berger Friedhof

Bei frischen Temperaturen bin ich gestern Mittag über den Riens*berger Friedhof spaziert. 






















Das VG am Abend lief gut. Nach 70 Minuten habe ich mich wieder auf den Weg nach Hause gemacht. 

Tiefe Dunkelheit im Inneren. 
Manchmal ist weinen das Einzige, was noch geht.   

Dienstag, 6. Dezember 2016

Morgenritual

Die Sonne scheint vom blauen Himmel und es ist erneut - 7 Grad. Erst einmal habe ich in Ruhe gefrühstückt. Im Anschluß daran gibt es jeden Morgen einen Cappuccino und eine Runde "Karten verschieben". So kann ein Tag geschmeidig starten. 



Auf dem gestrigen Rücckweg vom Land habe ich versucht Fotos zu machen. Mit dem Smartphone. Hier ein verschwommener Versuch


Gleich werde ich in die warmen Sachen schlüpfen und eine Runde an der frischen Luft gehen. So lange die Sonne scheint.

Montag, 5. Dezember 2016

- 7 Grad und die Straßenbahnen fahren zögerlich

Jedes Jahr das gleiche Wunder. Es fällt die Temperatur unter 0 Grad und dazu noch etwas Feuchtigkeit vom Vortage ... schon fallen die Busse und Bahnen in meiner Stadt aus oder kommen mit elendiger Verspätung. Mein Weg hin zum VG war nicht sehr gut. Ein Taxifahrer weigerte sich mich zu befördern. Sprach kaum deutsch. Nee... in den Vorort L. fährt er nicht. 
Am Ende habe ich es auf die Minute geschafft in der Firma anzukommen. Nachdem ich 20 Minuten durch die Kälte gelaufen war. Dabei war die Natur ein Traum! 
Das Gespäch. Verschiedener konnten die zwei letzten VG´s nicht sein. Als ich nach 30 Minuten wieder aus dem "Büro" kam, da war ich froh. Das ist auf gar keinen Fall ein A*rbeitsplatz. Allein schon weil das auch nur wieder für ein Jahr wäre und sie wollen 200 Euro weniger zahlen als ich angegeben hatte. Dabei "verkaufe" ich meine Fähigkeiten und mich mit dem angegebenen Preis ohnehin schon unter Wert. Und.... ich kann halt kein Englisch. 

Als ich wieder zu Hause war, ging es mir nicht gut. Dieser ganze Stress (welchen ich mir selbst mache und denn ich ums Verrecken nicht abgestellt bekomme) macht mich gefühlt krank. Mir tut alles weh und ich habe schon seit heute Morgen das Gefühl schlimme Kopfweh zu bekommen.

Es wäre schön und aufbauender, wenn das VG morgen besser läuft. Allein schon der Arbeitsort wäre cool. Zum Glück habe ich bis zum frühen Nachmittag genügend Zeit mir die Homepage der Firma in Ruhe anzuschauen. Mir ein paar gute Fragen aufzuschreiben und mir etwas Wissen über diese Firma anzueignen. 

Heute Abend rufe ich die Eltern an. Sie bekommen bei den Themperaturen auf der einen Seite der Wohnung sieben neue Fenster. Am Dienstag hat mein Vater einen Besprechungstermin bei dem Chefarzt der Schmerzabteilung im Krankenhaus. Der Arzt ist also wieder gesund. 

Es ist erschreckend. Während ich hier sitze, fühle ich mich fiebrig und total erschöpft. Ich weiß nichts mit mir anzufangen. Das fühlt sich bedrohlich an. Hoffentlich sind das nicht die Vorboten der Migräne, weil ich am Mittwoch wahrscheinlich meine Mensis bekomme. 

Plan a) der Frauenärztin habe ich wieder verworfen. Die Ängste sind zu groß. Mein Körper zu empfindlich. Ob ihr das nun gefällt oder nicht. Sie muss das ja nicht einnehmen und wir sehen un alle Jahr einmal. Es ist mein Leben und meine Entscheidungen. Ja. Die liebe Eigenverantwortung.
Also noch ein Gespräch gleich Anfang des Jahres bzgl. Plan B.  

Sonntag, 4. Dezember 2016

"28 Jahre lang hat sie gehalten."

Das war der Kommentar meiner Mutter. Sie war nicht im Wohnzimmer als ihr Ehemann im Beisein der Pflegekraft das kleine (am Boden stehende) Holzfiguren-Ensemble einer "Krippe" mit dem Rollstuhl angefahren hatte. Er rollte geschmeidig im Rückwärtsgang. Dabei hat er den armen K*önig Melchior zerlegt. Die Pflegerin soll gesagt haben: "Ich glaube, das gibt Ärger." Meine Mutter, die ihren Mann ganze 50 Jahre lang kennt, wußte gleich an seinem Gesichtausdruck, dass etwas im Busch ist. Und strategisch, wie er halt so ist, hat er den Satz angefangen mit: "Ich kann den wieder zusammenkleben, M." 
Jetzt steht die Krippe mit geklebtem König unter dem kleinen Tisch, wo obendrauf die Weihnachtspyramide dreht. Sicher ist sicher. Außerdem weiß man nach 28 Jahren eh wie die Krippe aussieht. 
Die K*önigsberger Klopse von meiner Mutter waren sooo lecker. Auf meinem Teller fand ich einen Karpern-Hasen.


Die Nacht von Freitag auf Samstag hatte ich drei Stunden geschlafen. Eine große innere Unruhe ist seit Freitagmorgen spürbar. Der Tag gestern in Bremerhaven war lang und die Rückfahrt sehr unentspannt. Schon vor 22:00 Uhr bin ich ins Bett, weil ich gefühlt im Stehen hätte einschlafen können. Tatsächlich habe fast 11 Stunden geschlafen und bin heute morgen mit argen Kopfweh aufgewacht. 
Leider ist meine Aussprache durch die Erschöpfung der letzten zwei Tage verwaschen. Das bemerkte ich bei dem Treffen mit B.K. Wir unternahmen einen Spaziergang an der frischen Luft. Der Nebel hing sehr tief in der Stadt und auf dem R*iensberger Friedhof hätte eine sich leicht verlaufen können. Die Natur war wunderschön. Das Raureif machte alles ganz zauberhaft und der Nebel dämpfte die Geräusche. 
Beim nächsten Mal, wenn das Wetter so ist wie heute, dann gehe ich - auch wenn es eben sehr kalt ist - raus in die Natur. Unzählige tolle Fotomotive sprangen mich geradezu an, doch ich hatte weder Smartphone noch Kamera dabei.
B.K. hatte noch zwei Stücke von ihrem selbstgebackenen Birnen-Käsekuchen von gestrigen Tag retten können und so kam ich am Nachmittag in den Genuß des Kuchens. Birne ist gerade mein Favorit.

Von meinen neuen Hanteln will ich euch noch ein Foto nachreichen. Die Sorte des Wasser ist unerheblich, denn ich habe die Flaschen rein nach der Form bzw. Griffigkeit gekauft. 


Morgen Vormittag also das erste VG der Woche. Es ist etwas umständlich für mich in das Ge*werbegebiet vor meiner Stadt zu kommen. Und hoffentlich ist mein Geist klar und ich bin entspannter als sonst. Übermorgen ist das sicherlich noch wichtiger, weil mich die ausgeschrieben S*telle sehr interessiert. Durchatmen.

So gut es geht versuche ich dem Weihnachtstrubel etc. aus dem Weg zu gehen. Kein Deko in meiner Butze. Mir fehlt da nichts. Am "h*eiligen Abend" ist bei mir Ruhe, gutes Essen und fernsehen angesagt. Was ich tatsächlich gern mache, dass sind Kinofilme schauen, wo das Fest drin vorkommt. Sehr schön ist "Der kleine Lord" (welchen ich mitsprechen kann) oder aber "Tatsächlich ... Liebe". 
Welches ist euer absoluter Weihnachtsfilm, liebe LeserInnen? 
Zurzeit werden einer DVD´s zu diesem Thema günstig geradezu nachgeschmissen. Vielleicht kann ich mir noch ein oder zwei weitere und für mich neue Filme kaufen, dann bin ich am 24.12.2016 nicht auf das schlechte F*ernsehprogramm angewiesen. Wobei ich zig andere gute Kinofilme über die Weihnachtstage  schauen könnte, wenn ich denn wollte. Mein DVD-Player geht zum Glück wieder!

Wenn ihr mögt, dann drückt mir die Daumen für das VG am Dienstag um 17 Uhr. Danke!

Freitag, 2. Dezember 2016

auf sieben kommen zwei

Auf sieben neue Be*werbungen kamen zwei V*orstellungsgespräche. Eines am kommenden Montag und das andere VG am nächsten Dienstag. Durchatmen. Die Mensis kommt hoffentlich erst am 9. Dezember´.

Zudem steht Ende nächster Woche eine Entscheidung an, die mich von Tag zu Tag mehr beschäftigt. Mein Kopf sagt: "Probiere es wenigstens." und der Bauch sagt: "Lass es. Nehme gleich Option C." Seuftzt. Heute fiel mir selbst Option D ein.

Ausgerechnet dieses Mal hat mir die Friseurin am Dienstag meine Haare verschnitten. Beim Korrektur-Schneiden konnte sie gestern nur ein wenig was "retten". So ein Mist.  

Für meinen Neffen hat gestern der "Ernst des Lebens" angefangen, wie man das so sagt, wenn die Kinder sich aus dem Elternhaus in die Welt begeben. Ich denke öfter an ihn und hoffe sehr, dass es ihm gut geht. 

Heute kam mich G. am Nachtmittag besuchen. Das bedeutete für mich putzen und aufräumen. Die drei Stunden mehr Bewegung waren sicherlich gut und ich kann hoffentlich traumlos schlafen.

Am Vormittag habe ich nun doch die Heilgymnastin angerufen. Ich habe einen Termin am nächsten Mittwoch bekommen. 

Im Zuge des sich stetig erweiternden "Körpertrainings" zu Hause, habe ich mir gestern zwei Hanteln gekauft. Für je 0,59 Cent. :-) 

Morgen besuche ich die Eltern. Auf die Frage meiner Mutter, was ich essen möchte, habe ich den Wunsch nach "Königsberger Klopse" geäußert. Da freue ich mich schon jetzt drauf. 

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Fürsorge statt ignorieren

Nachdem ich mir am letzten Freitag bei meiner R*eiki-Meisterin eine Auf*frischung abgeholt habe, die mehr mein Bedrüfnis war, als das sie nötig gewesen wäre, habe ich mich gestern an eine neue "Behandlung" gemacht. Das hat schon Mut gekostet, da es Erst*verschlimmerungen geben kann.

Gestern Abend habe ich angefangen R*eiki an meinen schweren Treppensturz im Januar 2003 - in meiner alten Firma - zu schicken. Zum Glück bewahre ich alle Unterlagen auf und somit auch den Unfallbericht. Darauf stand das genaue Datum (das ist nicht unwichtig beim Schicken von R*eiki) und was ich mir im Körper massiv geprellt hatte. Die komplette linke Körperhälfte. Die Knie, der Oberschenkel, das Becken, die Schulter... Das ich mit dem Kopf aufgeschlagen bin, während ich die 10 Stufen mit echt Schmackes heruntergerollt bin, dass habe ich nicht mehr gewußt. 
Tatsächlich hatte ich viele Monate danach arge Probleme beim Laufen und Schmerzen. Besonders am/im Becken. Gebrochen war definitiv nichts. 
Ich habe über zwei Jahre gebraucht bis das Walken im Park ohne Probleme ging. Mein Gangbild - dass wurde mir bei der letzten AT-Stunde glasklar bewußt - hatte sich verändert. 

Vor dem P*sychoterror in meiner Abteilung ab 2002 und dem Sturz 2003 bin ich "weiblich" gegangen und hatte einen feinen Hüftschwung. Während des P*sychoterrors von 4 - 5 KollegInnen bin ich über die Jahre erstarrt. Hmm... ich habe das Gefühl, dass meine Seele weiterhin nicht begriffen hat, dass ich diesen für mich furchtbaren Ort verlassen habe. Weil ich das so wollte und mit geradem Rücken. 

Wo war ich? 
Im Bett schickte ich gestern Nacht weiter eine längere Zeit. Es ist für mich nicht von Bedeutung, ob andere Menschen an R*eiki "glauben" oder nicht. Ich habe über die Jahre meine eigenen Erfahrungen gemacht und ich weiß, dass es wirkt. 

Natürlich können die Schmerzen, die ich seit heute Morgen auf der linken Seite habe, reine Einbildung sein. Oder die immer stärker werdenen Schmerzen in meinem linken Ellenbogen. Durchatmen. 
Als ich gerade im Internet unterwegs war, da spürte ich auf einmal diese schmerzhafte Ziehen im Becken. Fast umgehend dachte, dass ich es dieses Mal mit Fürsorge und Hinwendung behandle. Deswegen habe ich nun eine wohltuende Wärmflasche an der LWS. Linksseitig :-) Bevor ich nachher ins Viertel fahre, um mich mit C. zu treffen, werde ich eine längere Zeit Reiki schicken. Damit sich das T*rauma weiter auflösen kann, welches ich bis heute spüre.

Fürsorge, sinn-volle Nachsicht und Achtsamkeit sind nicht kompatibel mit Überforderung und liniarer Zielführung. 
Mein Körper spricht andauernd mit mir. In meinen Körperzellen ist alles archiviert aus meinen Leben - wie schon Luisa Francia vor Jahren schrieb - und mein Körper gibt jetzt den Weg vor. Mut bedarf es dahin zu schauen, zu fühlen und sanft zu "handeln" oder atmen, wo es "gefühlt" unerträglich ist.

Im Moment bin ich zuversichtlich.

Mittwoch, 30. November 2016

mir ein Herz gefasst

Vor einer halben Stunde habe ich mir ein Herz gefasst und bin zu den Nachbarn unter mir. Ich klingelte und überreichte der erstaunten Nachbarin mein kleines Geschenk für das Baby. Sie war wirklich erfreut und sagte das auch. Ich sagte, dass ich hoffe, dass es ihr gut gehe und ich fragte vorsichtig, was es geworden ist. Ein Mädchen. Sie schaute ins Kinderzimmer und sagte, dass die Kleine gerade eine neue Windel bekäme. In dem Augenblick kam der stolze Papa mit der lütten Deern auf dem Arm um die Ecke. Auch ihm sprach ich meinen Glückwunsch aus. Sooo klein und süß. Sie heißt J*ette und sie ist noch etwas verknauscht nach den ersten 15 Tagen auf der Welt. Ganz entzückend. Die Nachbarin fragte mich, ob ich die Lütte in der Nacht hören würde. Meine Antwort war, dass sie sich bitte darüber keine Gedanken machen sollen, weil ich ohnehin immer mit Ohropax schlafe wegen des Klopfens in den Heizkörpern. 
Es ist irgendwie entspannend, wenn eine spürt, dass sich die anderen Menschen zumindest Gedanken gemacht haben. 

Meine innere Aufregung wegen "Nachbarn" ist unschön. Gerade war ich auch nicht wirklich bei mir. Gefühlt war ich einerseits freundlich, aber auch total unsicher. 
Fast immer haben die Begegnungen mit den allen Nachbarn eher etwas Unerfreuliches an sich. Scheinbar wirke ich auf mir fremde Menschen doof und alt. Nun ja. Liegt sicherlich an meinen nicht entspannten Empfinden von Nachbarschaft.

Auch hier hat es etwas mit "den eigenen Raum einnehmen" und dem eigenen Selbstverständnis zu tun, dass ich in Ordnung bin, wie ich bin. Meine Haltung ist aus (alten) Erfahrungen und meinem massiven Sicherheitsbedürfnis entstanden. Doch es ist nie zu spät das zu ändern!
Früher bin ich ausgezogen... geflüchtet trifft es wohl eher... wenn mir die Nachbarn unerträglich erschienen. Als hochsensible Frau habe ich in den letzten Jahren sehr dran "gearbeitet", dass ich besser damit klar komme. Vor gar nicht so langer Zeit konnte ich erkennen, dass mich Geräusche, welche ich nicht "kontrollieren" oder "einordnen" kann fast umgehen t*riggern. Daran habe ich mit der T*rauma-Therapeutin gearbeitet. 

In meiner letzten Wohnung / im Wohnhaus hatten wir eine gute und angenehme Hausgemeinschaft. Die Geräusche haben mich auch mackig gemacht. Aber es war anders. Ich wußte, dass Annette jeden Samstag die Butze putzt und dabei laut Musik hört. Weil ich Annette mochte und wir uns gut verstanden, hat mich das Putzen nicht gestört. 
Irgendwann zogen andere Frauen ein in das sechs Parteienhaus. Nicht alles war super, aber wir hatten oft Spaß. Eine grüßte sich zumindest im Haus oder Garten. Schnackte ein paar Worte.

J*ette ist übrigens einer meiner Lieblingsnamen *lach*

zufällige Zufälle

Nachdem der Besuch bei meiner Friseurin letzten Donnerstag ausgefallen ist, bin ich heute hin, um mir die Haare schön machen zu lassen. Eine weiß ja nie, wann das nächste VG ansteht. Frische Farbe brauchte mein Haar und mehr Stufen. Volumen quasi. 
Wir legen gleich los mit dem Besprechen und ich plaudere so vor mich hin, da kommt von links eine Frau auf den Stuhl neben mich gehuscht. Und für den Bruchteil einer Sekunde denke ich: G. Als die Friseurin die Farbe anmischen geht, sagt eine mir wohlbekannte Stimme: "Soso, da ist die Frau Oona also beim Friseur." Ich setzte meine Brille auf und staune. Tatsächlich habe ich G. in dem Frisörsalon getroffen. Was für eine Freude!! G. und ich haben zusammengehalten in den neun Monaten in der bescheuerten Computerschule. 
Die Zeit im Salon ist nur so verflogen und wir mussten unser Gespräch leider unterbrechen, weil ich fertig geföhnt war und ihre Farbe vom Kopf gewaschen werden musste. Aber das macht nichts, denn wir sind ohnehin am Freitag zum Kaffeesieren verabredet.

Dienstag, 29. November 2016

Arbeitstitel: sich wehren/ mir selbst vertrauen

Ich habe vor ein paar Tagen bei der Doku-Reihe „L*ebenslinien“ auf dem bayrischen Sender  einen Film über Julia  gesehen. 
Schon als Kind wurde sie gemobbt, weil der Vater aus Jor*danien kam und die kleine Julia anders aussah und anders sprach, weil sie die ersten Lebensjahre in Stralsund gelebt hat. Als ein Stiefvater in ihr Leben kommt, beginnt die Ge*walt im Leben des Kindes. Jahrelang. Wenn Julia das heue als erwachsene Frau erzählt, dann bleibt mir fast das Herz stehen. Nach einer erneuten P*rügel-Attacke vom Stiefvater war das der Tropfen, welcher das Fass zum Überlaufen brachte. An dem Tag hat sie sich gewehrt und sie verprügelte den Scheiß-Kerl. Sie war 14 Jahre alt und haute den Mann aus der Wohnung.
Ihre Mutter sagte in dem Film, dass sie von alle dem nichts gewusst hätte. Ich verkürze meinen Text dazu auf: Das macht mich unglaublich wütend. Nichts will ich hören von den Psycho-Erklärungen, warum Mütter ihre Kinder nicht schützen.  

Die junge Frau hatte das Glück an einen K*ampfsport-Trainer zu geraten, der ihr beibrachte ihre A*ggressionen und ihre Kraft zu bündeln und eine gute Pr*ofisportlerin zu werden. So wurde sie mehrfach eine der weltbesten K*ick-Boxerinnen. Sie hat 2015 überraschend ihre S*portlerinnen-Karriere beendet, um mehr gemeinsame Zeit mit dem adoptierten Sohn zu haben. Julia arbeitet seit Jahren als Polizistin und sie gibt an Schulen Unterricht zum Thema „M*obbing“. In dem Film zeigten sie eine Unterrichtsstunde und das fand ich sehr beeindruckend.

Nachdem ich den Film gesehen habe, kam erneut der Gedanke, dass ich - auch mit meinem schmerzenden Körper – in einen Kurs für S*elbstverteidigung gehen sollte. Ich vermute, dass es mein Selbstvertrauen stärken und meine Grund-Haltung im Leben verbessern würde.
Abschließend möchte ich schreiben, dass ich der Überzeugung bin, dass Ge*walt  - in welcher Form auch immer -  nie eine Antwort oder eine Lösung ist.

Montag, 28. November 2016

unangemeldet

Am Samstag fuhr ich also nach Bremerhaven. Weil ich mehrfach die "Füße in die Hand" genommen hatte, musste ich nirgendwo bei der Kälte dumm rumstehen. Die Zugfahrt war wieder entspannt. Ich sollte bei der Uhrzeit bleiben und mit dem Bummelzug fahren. Wenn ich diesen Zug um 08:41 Uhr rechtzeitig erreiche. Bis jetzt war es die letzten Male so, dass ich die Treppe hochgeflitzt bin, rein in den schon bereitstehenden Zug und nach einer knappen halben Minute fuhr er los. Bekomme ich den nicht, dann kann ich den "schnellen" Zug um 08:56 Uhr nehmen. Eine könnte nun bemerken, dass ich auch früher am Haußtbahnhof sein könnte. Doch die Straßenbahnen fahren Samstagmorgen um diese Zeit nur alle 30 Minuten.
Jedenfalls fuhr der Zug durch dichte, tiefe Nebelwände hindurch und ich konnte teilweise nur bis kurz hinter die benachbarten Gleise schauen. Kurz vor Bremerhaven wurde es noch dichter und es lag Raureif auf der Natur. Was sicherlich an der Weser lag, an der das langgestreckte Bremerhaven entstanden ist. 
Als ich in dem Stadtteil meiner Eltern aus dem Bus stieg, hörte ich das Tuten über der Weser. Ach, das klang so schön, so vertraut ... es löst ein berühigendes Gefühl in mir aus, wenn Nebelhörner über das Wasser und die Stadt tuten. Verwirrend war etwas, dass man die Nebelhörner - welche ich früher in meinem Zimmer gehört habe und schon vor dem Augen aufschlagen wußte, dass es draußen sehr nebelig ist - schon vor Jahren abgeschafft hat.
Als ich vor der Haustür stand und geklingelt hatte, wartete ich eine Zeit. Hm... ist was passiert? Dann wurde der Türsummer gedrückt und ich ging zur Wohnungstür meiner Eltern. Mein Vater machte die Tür auf und stand mit dem Rolator im Wohnungsflur und fragte mich ganz erstaunt: 
"Was machst Du denn hier?" 
Ich lachte und antwortete, dass ich doch jeden Samstag komme. Meine Eltern hatten keine dirkete Ansage von mir bekommen, dass ich an diesem Samstag komme und so haben sie auch nicht nachgefragt. Meine Mutter war auch erstaunt. Und ich wäre so gern zu Hause geblieben. Seltsamerweise fand ich das nach ein paar Minuten nicht mehr schlimm und nahm die Wäsche in Angriff. 
Als meine Mutter später das Mittagessen kochte, haben mein Vater und ich nach langer Zeit ein Gesellschaftsspiel auf den Tisch gelegt. Dabei bemerkte ich, wie tüddelig mein Vater war. Zum Glück sprach ich später meine Muter darauf an und ich erfuhr, dass er noch stärkere Schmerzmittel bekommt.
Ich habe ihre Erlaubnis, dass ich meine TCM-Ärztin ansprechen darf, ob sie noch eine Idee hat, was man gegen die Schmerzen meines Vaters machen kann.

Übrigens hat mein Vater später das Rätsel um die Nebelhörner gelöst, welche es ja gar nicht mehr gibt. 
Er horchte. Nach einer Zeit sagte er: "Das ist ein Schiff, welches sehr langsam die Weser entlang fährt." Tatsächlich hörte das Tuten nach ca. einer Stunde auf. Frag den alten Seemann. Dann weißte Bescheid! *lach*
Meinen Eltern habe ich deutlich ! gesagt, dass ich am nächsten Samstag komme. Nicht, dass sie sich an dem Tag etwas anderes vornehmen...   

Gestern traf ich mich bei Sonnenschein mit B.K. am Vormittag für einen Spaziergang im B*ürgerpark. Ach... Leute... das Sonnenlicht. Eine Wohltat für die Seele!!! Später noch einen Becker Tee bei ihr. Zuhause buk mir den vorerst letzten Apfelkuchen. 
Öfter habe ich das Gefühl dicker zu sein und zu werden. Das finde ich fürchterlich. Ich bin weiterhin deutlich zu schwer für Füße, Rücken und Knie. Wenn ich jedoch ab und an auf die Waage steige, dann ist das Gewicht weiterhin in der zu akzeptierenden schwankenden Ein-Kilo-Zone. 

Nachtrag / 14.00 Uhr: 
Zwei Absagen (nach einem VG und ohne eines) an einem Tag und dazu vorhin eine nicht stattfindene Verabredung. Da wird die Laune trotz Sonnenschein echt unterirdisch....

Donnerstag, 24. November 2016

für die Muskeln und so

habe ich tatsächlich ohne Internetbestellung ein Balance-Board Gleichgewichtsbrett käuflich erworben. Dazu bin ich heute Mittag quer duch die ganze Stadt gefahren in ein überaus geschmackloses Einkaufscenter. Gähnende Leere überall. In dem Fachgeschäft für Sportgeräte hatte ich mir das scheinbar letzte Gleichgewichtsbrett der ganzen Stadt zurücklegen lassen. 25 Euro. Ich hoffe, dass sich das auszahlt. Ich finde es gut, dass es aus Holz ist und etwas breiter. Bei a*mazon hatte ich mir die "Bretter" angesehen und öfter in den Beurteilungen gelesen, dass sich die Dinger auch nach unten biegen können bei höherem Gewicht. Da ich nicht leicht bin und meine Füße schön breit :-), wird das hiermit wohl klappen.




Obwohl ich schon ein büschen Muffensausen habe wie mein übersensibler Körper auf neue Bewegungsabläufe reagiert. Und schon kann ich die Angst vor Schmerzen wahrnehmen. 
Eines der Haupthemen bei meiner freiwillig gewählten Körperarbeit. Die Angst mich zu bewegen. U. a. weil ich Angst habe noch mehr Schmerzen zu fühlen. Es ist zurzeit ständig eine Frage der bewußten Entscheidung es doch zu tun. Zu putzen. Mit dem Rad zu fahren. Trotzdem über Kopfsteinpflaster zu gehen - mega achtsam. Der Bahn entgegenzulaufen.
Die Putzaktion von gestern merke ich den Tag über immer deutlicher. Durchatmen. Das kommt und das geht wieder. 
Und den eigenen Raum einnehmen! Schwierig, aber machbar. Meistens. Da ist noch sehr viel Potenzial in alle Richtungen. 

Bei der Bank habe ich die 65 Euro für Apothekengedöns überwiesen. Diesen Monat flutscht mir das Geld nur so aus den Fingern. Dienstag 100 Euro für 2x AT-Stunden. Mit Freude und Dank an M. das Geld weitergereicht. Im Grunde ist dieses neue Erlernen unbezahlbar. Am nächsten Dienstag habe ich zeitnah einen neuen Termin bei der Friseurin ergattert. Sind locker an die 80 Euro. Morgen zur Reiki-Meisterin. 20 Euro.
Im Moment ist es eben, wie es ist. Zudem überlege ich mir viel besser und genauer, wofür ich mein erspartes Geld ausgeben möchte. Außerdem sage ich zu mir bei Dingen, die ich zurzeit dann nicht kaufe: "Im Moment möchte ich das Geld für noch bessere Dinge oder schönere Aktionen ausgeben." Das fühlt sich anders an. Es hat etwas mit dem Gefühl der eigenen Entscheidung zu tun. Viel besser als: "Das kann ich mir nicht mehr leisten."