Montag, 13. Juli 2015

eine Handbreit Wasser unter dem Kiel

Heute bin ich in der kurzen Pause im leichten Regen zum Bäcker gelaufen. Ich sah den flachen Betonsockel eines Sonnenschirms vor dem Laden nicht. So bin ich mit dem linken Schuh bzw. meinem Fuß mit ordentlich Schmackes gegen den Betonsockel gelaufen. Da habe ich womöglich länger was von. 
Und ich dachte noch: es wäre entspannender, wenn ich nicht zur Schule gehen müßte. Was eine eben so denkt, dass kriegt sie evtl. dann auch. 

AHOI und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel !
 
P.S.:  Ich würde lieber über etwas Schönes schreiben. Das Leben und von den Alltags-Abenteuern. Von der Schönheit der Natur. Von dem Glück der kleinen Dinge und der Kinderhand in meiner. Davon, dass ich mein Leben ... das ich einen Sinn fühle. 

Wäre der Blog dann so langweilig, wie diese "heile Welt - und schöner Leben-Blogs" mit Werbetäfelchen? Wovon könnte mein Blog gefüllt sein, wenn nicht dauernd von der D*rama-Queen? 

(Welche übrigens gerade mit ihren pinken Flip-Flops und der Zigarette im Mundwinkel im Türrahmen steht. Ihren Kopf - mit den bunten Lockenwicklern im Haar - genervt schüttelt. Ich hasse es, wenn sie die Augenbraue hochzieht und ich weiß: gleich nimmt sie Anlauf und begräbt mich unter ihr. Ich rudere und schreie am Boden, aber sie sitzt feste auf mir drauf und macht sich fein die Nägel... )

Wo war ich? Richtig. Wovon könnte mein Blog handeln? Wenn ich die Schmerzen aller Arten und die - langweilige - Erschöpfung und all das andere Gejammere und das wahre Leid unterschlage nicht aufschreibe. Was bleibt von Frau Oona übrig? Wenn ich nicht die schmerzkranke, alleinlebende Frau ohne Job bin. Das wäre eine Antwortsuche wert. Sach ich ma.

Manchmal nehme ich mir vor einfach nicht mehr viel zu sprechen. Nichts zu planen oder mir auszumalen. Nicht anderen und mir selbst zu erzählen, immer und immer und immer wieder, was alles nicht läuft, wo es schwierig werden könnte oder was ich plane zu tun, wenn der Mond richtig zur Erde steht. Mir und anderen nicht zu oft sagen, was ich alles nicht kann. Stattdessen mich auf das konzentriere, was ich alles kann und was ich geschafft habe. Oft würde ich dann nämlich nicht an meinen eigenen Ideen und an meinen Vorhaben und an den eigenen Ansprüchen scheitern. 
Denn was niemand weiß, dass ... weiß halt niemand. 
Auch nicht ich selbst. :O)

Kommentare:

  1. Es ist viel, viel mehr als das was Du meinst. Du machst wundervolle Fotos, dafür braucht man ein Gespür ... Du schreibst in einer Art, die ich mag ....
    Du hältst die Kontakte zu Dir Lieben ....
    Du stehst immerwieder auf ....
    Du schickst Post durchs Land :-) .... die guttut!

    Viel, viel mehr gibt es da.
    liebe Grüsse, schlaf gut
    Elisabeth

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  2. lol - beim letzten Schuhkauf hat mich mein Mann explizit darauf hingewiesen, daß die Schuhe OHNE Stahlkappe sind - also wenn Du Dich unfallgefährdet findest...ich bin es gewohnt, schwerere Dinge auf meinen Schuh zu stellen, wenn ich nicht möchte, daß sie unschön mit dem Boden in Kontakt kommen. Zuhause, barfuß, hab ich da "mal eben" einen Balken aus dem oberen Stockwerk angenommen...der Nagel ist nachgewachsen, nach 2 Jahren oder so.
    Ansonsten: keine Sonne ohne Schatten.
    Wenn ich eine Decke über meine Couch werfe, steht da immer noch die Couch im Raum.
    Deshalb kannst Du ja gar nicht nicht an das denken, an das Du nicht denken möchtest.
    (Denk jetzt nicht an radfahrende rosa Elefanten! Oder an Zitronensaft.)
    Gute Besserung dem geplagten Fuß, Katja

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    1. Schuhe mit Stahlkappen. Das ist zu überdenken :O)
      Genau! "Denken sie jetzt nicht an einen Mops!"
      Zack, haste Möpse im Kopp *knigger*
      Danke. Der Fuß ist zumindest beweglich geblieben.

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  3. Gute Besserung, Oona.
    Ach, letztendlich beschäftigt eine, was eine eben beschäftigt. Ich lese Dich immer wieder gerne und mag Deine Fotos auch sehr. Vielleicht gilt es auch einfach zu akzeptieren und anzunehmen, dass es ist wie es ist. Und dass Du trotzdem ein interessanter und wertvoller Mensch bist.

    Liebe Grüsse
    Clara

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  4. Oona, dein Blog ist schön. So, wie er ist.
    Wenn er nur aus Blumenfotos bestehen würde,
    wäre es nicht Deins.
    Du verstehst es sehr gut, menschliche Zweifel, die ja wohl jeder hat, auszudrücken.
    Jede/r muss mal jammern oder zweifeln,
    und du kriegst ja auch immer wieder die Kurve zu Schönem.
    Laß dich drücken.

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  5. Über "da hab ich noch länger was von" musste ich grinsen. Diese Ereignisse und Gefühle kenne ich auch.

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    1. Vielleicht doch nicht so lange wie befürchtet. :O) Gut, dass ich trotz Sommer so feste Schuhe trug.

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