Mittwoch, 1. April 2015

Gehts noch?

Nur wenig bekomme ich in den M*edien bzgl. des F*lugzeugabsturzes mit. Doch was ich im Radio zufällig hörte: 
Upps... nun muss die Firma zugeben: Er hat es uns gemailt. Wir wußten davon, aber wir haben es vergessen.

Wenn die Gesellschaft meint, dass Menschen mit p*sychischen Er*krankungen sich gefälligst in der Arbeitswelt sichtbar machen sollen bzw. sich "outen", dann muss die Gesellschaft sich gefälligst weiter und zeitnah ändern. Hin zum Menschen und seiner Einzigartigkeit.
Sicher gibt es Berufe, wo es noch ungünstiger ist, wenn ein Mensch eine solche E*rkrankung hat. Doch die Menschen, die mit diesen Er*krankungen leben (müssen oder daran sterben), die gibt es überall und in allen Berufen. In allen Altersgruppen. Jetzt und hier und täglich.

Wenn ich allein an die R*eha denke: viele der Menschen dort haben kurz vor der R*eha gearbeitet und gingen danach mehr oder weniger Vollzeit wieder zurück in die Arbeit. Andere waren weiter a*rbeitsunfähig. Manche können nie mehr arbeiten. 
Einige der Menschen dort, welche ich leider das Pech hatte mehr kennenzulernen, standen bis zum Anschlag in Me*dikamenten. Oft Me*dikamente, die das Wesen des Menschen beeinträchtigten oder verändern. Damit gehen Menschen arbeiten. An schweren Maschinen, arbeiten zusammen mit Menschen/Patienten/Kunden und sie tragen Verantwortung. 
Sie müssen und wollen arbeiten. Ihr Geld verdienen für sich, die Familie, das Haus, die pflegebedürftige Angehörigen oder für Therapien usw.
Diese Medis können Leben retten. 

So sieht es aus. 

Und es werden mehr Menschen, die in diesem System wegbrechen. In alle möglichen Krankheiten. Nicht weil SIE schwach sind. Sondern weil das System auf allen Ebenen krankt. 
Das ist meine persönliche Meinung.   




Hoffnung

ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit, 
dass etwas Sinn hat - 
egal wie es ausgeht. 



V*aclav H*avel 

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Kommentare:

  1. Ich stimme dir zu !
    Lieben Gruß

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  2. Liebe Oona

    Diese Gedanken habe ich auch, bezüglich unserer Gesellschaft. Ich habe selber eine lange Arbeitsreha hinter mir. Es ist so einfach, einfach einen Schuldigen zu suchen statt Grundsätzliches in unserer Welt in Frage zu stellen. Solange es nur darum geht, Menschen -egalwie- nach einer Krise wieder zurechtzupäppeln nur um sie erneut "eingliedern" zu können, wird das System nicht gesunden. Patentlösung habe ich auch keine. Was ich in unserem System vermisse sind Menschlichkeit, Seele und Pragmatismus (im besten Sinn gemeinter gesunder Menschenverstand). Dein Zitat dazu finde ich sehr passend gewählt!

    Lieber Gruss, Anne

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