Samstag, 27. September 2014

mit fast ohne Zucker :O)

Auf einem Blog, welchen ich schon vor einiger Zeit entdeckt habe, fand ich ein Rezept für einen Zwetschgenkuchen ohne Zucker. Auch ohne Ersatzstoffe. Auf dem Wochenmarkt leuchteten mich die letzten Zwetschgen der Saison an und ich konnte sie da ja nicht so rumoxidieren lassen. Interessanterweise fand ich keine Tarteform in den Maßen 35 x12 cm oder so. Wäre einfach nett gewesen, weil ich schon mehrere Rezepte gefunden habe, wo die Form passend gewesen wäre. Spargel-Tarte. Rharbarber-Kuchen. Nun ja. 
So nahm ich statt dieser Tarteform einen Springform im Durchmesser von 18 cm. Zu klein. Aber für ´ne vorhandene 26 ´iger hätte der Teig nicht gereicht und ich halte mich gern an genaue Backangaben. Das habe ich mit Biolek gemein :O) Für die, welche sich noch an die Anfänge der Kochsendungen im deutschen Fernsehen erinnern können. Ich habe die Sendung "Alfre*dissimo" sehr gern gesehen. Auch wenn manche der Gäste gar nicht kochen konnten. *knigger*

Jedenfalls habe ich meinem Hefeteig dann doch 8 g Bio-Vanille-Zucker hinzugefügt, weil ich der Meinung bin das Hefetteig doch als Triebmittel etwas Zucker braucht. ODER? 

Also der Teig ist sooo was von aufgegangen. Guckst Du hier: 


Weiteren Zucker habe ich nicht benötigt und das Mehl ist natürlich aus Dinkel. Weizen verwende ich schon seit Jahren nicht mehr. An der Teigverteilung = Backformgröße muss ich noch arbeiten. Wenn der Teig flacher ist, dann beißt eine in Pflaume und Teig. So ist es doch etwas viel lascher Teig. Nächstes Mal würde ich großzügiger mit den Mandeln auf den Pflaumen sein. Oder das Mandelmehl in den Teig geben. So wie bei dem Teig meiner Mutter. Ohne Hefe.

Und ich fand in dem Buchladen in der Stadt eine Backform mit kleinem Rezeptbuch für Quiches.


Die meisten der darin befindlichen Rezepte kann ich umsetzen. Die mit Fisch oder Schalentiere lass ich wech. Weil ich schon jahrzehntelang keinen Fisch esse und eben keine Schalentiere, fällt es mir total leicht :O) zu sagen, dass ich zumindest diese Lebewesen nicht esse. Schweinefleisch kommt mir seit Jahren nicht auf den Teller. Jedenfalls nicht bewußt. Lamm, Kaninchen, Ganz, Ente oder so war eh nie auf meinem Speiseplan. Bleibt noch Huhn, Eier und das Rind. 

Das ist ein riesiges Feld. Ernährung, Bio, Klima, Weizen, Umweltgifte, Wiederverwertung, Demeter, Regional, Saisonal :O), Tierhaltung, vegan/vegetarisch/zuckerfrei oder die Milch-, Soja- oder Zuckerwirtschaft und deren Folgen. Natur und Energie.

Und ich habe das Gefühl, dass es - neben der momentanen ve*ganen Megabewegung - insgesamt ein größeres Thema wird. 
Es macht mit Spaß mich da reinzuarbeiten. Für mich ganz allein. Aber auch: Was könnte ich damit anfangen? Das bewegt sich schon länger in mir. 

Im Café trank ich einen Cappuccino (mittlerweile schon länger ohne Zucker und ich ließ den Keks liegen) und las ein wenig hier und da in dem Buch hier: 


Gleich am Anfang stolperte ich beim Inhaltsverzeichnis darüber: 
Krank durch Zucker u.a. De*pressionen und ch*ronische Schmerzen. In einem anderen Bericht im Internet las ich über einen Zusammenhang zwischen Zucker und Mi*gräne. 

Seit einiger Zeit unterhalte ich mich mit einer Frau über das Thema Zucker, Sucht, Gewicht, Wirkungen auf Körper und Geist. Sie liest auch gerade das Buch und hatte mich darauf hingewiesen. Erst hatte ich das abgetan mit: Zucker ist "ungut". Das muss ich nun nicht auch noch alles lesen. Wie ich jetzt festgestellt habe, sind da doch noch ein paar Infos drin, die mich weiterbringen. 
Was ich nicht möchte für mich ist eine "Verteufelung" des Zuckers. Ansich ist es ein irgendwann entdecktes Süßungsmittel. Das wir damit nicht mehr umgehen können ist ja nicht Schuld des Zuckers. Wie heißt es so schön: "Die Dosis macht das Gift."

Morgen freue ich mich auf meinen Pflaumenkuchen mit einen Klacks frischer Schlagsahne und einem schmackofatzleckeren selbstgeklöppelten Cappuccino mit Ziegenmilch. 

Schade, dass ich mich weiterhin in der Entscheidungsphase bzgl. eines Smartphones mit super Kamera befinde. In einer Passage in der Innenstadt sang heute ein Shantychor. Wunderbar. Da bekomme ich sofort gute Laune und fühle mich mächtig als Frau von der Küste. Eben Kieler Sprotte. Hätte ich ein neues Handy gehabt, dann wäre das hier der Raum, um euch daran teilhaben zu lassen. 

Heute war ich im "kurzen" Rock unterwegs. Hui... immer noch ein wenig aufregend. Meine neue Übergangsjacke hatte ich an (wunderschön in warmen Grün von T*chibo) und einen noch nie benutzten Schal von einem "Eine-Welt-Projekt". Der perfekt zur Jacke paßt. Meine neuen Schuhe (dunkles taubenblau) liefen sich prima und ich fühlte mich gut. 


So. Das Bett scheint zu rufen. Ich hoffe, dass ich morgenfrüh walken kann. Das Wetter soll erste Sahne sein.  

Kommentare:

  1. Noch was zum nachschauen: Xylith als Zuckerersatz :-)

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    1. Moin Regenfrau,
      Danke für Deinen Hinweis. Mittlerweile habe ich gelernt, dass Xylith (E967) der Zuckeraustauschstoff aus dem Industrielebensmitteln ist und eben massiv abführend wirkt.
      In der Back-Küche wird Xylose benutzt. Den sogenannten Holzzucker. Hat 90 % der Süßkraft von Haushaltszucker.
      Letztlich werde ich in Ruhe rausfinden, inwieweit ich Ersatzstoffe nutzen möchte. Den Zucker vermeiden ist Zucker vermeiden. Sucht ist Sucht.
      Herzlichst
      Oona

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  2. Liebe Oona,
    es gibt ja einige Diskussionen darüber, dass eine kohlenhydratreiche Ernährung alle möglichen Krankheiten begünstigt und Symptome verstärkt, z.B. bei Fibromyalgie, Reizdarm, Migräne. Einfach mal googeln, da finden sich alle möglichen Erfahrubgen und Studien. Über Ernährung ist tatsächlich viel zu machen, v.a. wenn Du schon weißt, dass Du Dich nicht von Medikamenten abhängig machen möchtest. aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass durch low carb/ no carb viele Beschwerden besser wurden (Migräne, Muskel- und Gelenkschmerzen & -steifheit, Zyklusbeschwerden, Müdigkeit, Depressionen). Dabei ist es leider fast egal, ob Du reinen Zucker, Mehl oder Kartoffeln ist (wobei ich in meinem Fall beobachte, dass alle Getreide noch ungünstiger wirken, als die Prise Zucker hin und wieder oder aber auch als Kartoffeln). Das beträfe also auch das Dinkelmehl in deinem Kuchen. Der zugegebenermaßen köstlich aussieht.
    Herzlich, Nina

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    1. Moin Nina,
      vielen Dank für Deinen langen Kommentar und die Informationen.
      Eigene Erfahrungen sind mir die liebsten Infos. Möchte ich erwähnen, dass ich die Diagnose Fibro und Darm schon 2006 hatte. Ich habe zur Fibro so meine ganz eigenen Erkenntnisse und sage deswegen schon seit zwei Jahren, dass ich keine Fibro habe.
      Wie schön, dass es Dir mit der Ernährungsumstellung soviel besser geht!!!
      Das motiviert mich jetzt am "Ball" zu bleiben.
      Mit dem Getreide, da habe ich noch ´ne Trotzblockarde. Dieses Psyeudobrot erinnert mich dann doch zu sehr an ve*ganen Chemiebaukasten. Hm.... Ich nehme die Info einfach erst einmal so an und schaue, was sich zeigt.
      Es ist ja auch da die Frage der Menge. Ich esse recht viel Brot und durch den Kuchen eben auch viel Getreide und ich mag mein Müsli mit Bio-Getreide-Flocken. Ich mag Kartoffeln sehr. Auf Reis kann ich weiter verzichten :O)
      Nun. Ich werde mich überraschen lassen was passiert.
      Ganz liebe Grüße
      Oona

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  3. Moin Oona, von dem Kuchen würd ich mir ein Stückchen gönnen, so lecker sieht der aus :)

    Xylith im Orginal ist sogenannter "Birkenzucker" und sehr gut für die Gesundheit - aber er wirkt tatächlich
    abführend. Man muss allerdings aufpassen, denn Xylith wird auch aus genverändertem Mais hergestellt und dann finde ich ihn schon nicht mehr so gesund...

    Ich bin auf Sukrin umgestiegen, zumindest fürs Backen. Ansonsten gehts auch ganz gut
    ohne Zucker. Ich persönlich habe festgestellt, dass die Sucht nach Zucker bei mir einen mentalen Ursprung hat und die "Sucht" nicht vom Lebensmittel selbst ausgeht sondern erstmal von meinem mentalen "Problem", die Sucht ist also in mir und der Zucker bzw. die Kohlenhydrate sind eben dann das Mittel zum Zweck, um die Sucht zu bedienen und nicht per se schlecht sondern werden von mir einfach nicht vernünftig angewendet. Da bleib ich mal weiter am Ball und Dir wünsche ich, dass Du den für Dich passenden "Lebensmittelweg" findest, der Dir gut tut.

    Liebe Grüsse
    Clara

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    1. Moin Clara, auch Dir danke ich für Deine Worte.
      Ja. Das mit der Sucht. Das ist mir für mich voll bewußt.
      Sukrin finde ich erst einmal interessant. Habe da schon einiges gelesen.
      Es ist spät.
      Dir einen guten Start in die Woche!
      Oona

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  4. Hallo Oona,
    ich merke, dass es mir mit den Frühstücksvorschlägen ohne Getreide und also auch Brot um vieles besser geht. Ich verwende Amaranth oder Quino. Das "schießt" mir zwar nicht so ins Gehirn wie der Zucker, ich finde es hält bei mir aber um einiges länger an, bevor ich wieder Hunger bekomme.
    Zucker hat für mich so einen hohen Suchtfaktor. Wie eine Drogensüchtige giere ich oft danach. Ein vermeintliches Glücksgefühl stellt sich ein und will dann bald wieder befriedigt werden.
    Mir kommt auch vor, dass das Süßen mit Agavensirup mir besser tut als Zucker. Da wird der Mechanismus nicht so angekurbelt.
    Aber sicherlich kommt es auf die Menge an, egal ob es jetzt Kartoffeln oder ein Amaranthmüsli ist.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag,
    ganga

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    1. Moin ganga,
      schön von Dir zu lesen. Amaranth und Konsorten habe ich jetzt mal auf der Liste. Agavensirup auch. Für mich ist das alles eine Herausforderung mit meiner Ansgtstörung bzgl. Essen. Doch ob nun so weiter essen würde wie bisher oder etwas andere Wege gehe: neue Lebensmittel - und damit meine ich auch Mais oder anderes Gemüse - will ich ausprobieren.
      Grüße
      Oona

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  5. Moin Ooona,
    ich würde das gerne mal aufdröseln, denn Du wirftst da verschiedene Dinge in den selben Topf:
    - körperliche Abhängigkeit/Sucht/Gier
    - mentale Abhängigkeit
    - Symptome (alles, wie: Unterzucker, Entzug, Schmerzen)

    Wenn Du wirklich das Gefühl hast, daß verschiedene Stoffe bei Dir den Drang, über das Hungergefühl zu essen, auslösen, dann hilft es mM nach, die erst mal auszulassen. Verschiedene Pflanzen(schutz)stoffe lösen im Körper eine Reaktion aus, die, so negativ sie im ersten Moment wirkt, durchaus suchtfördernd sein kann. Das trifft leider nicht nur auf glutenhaltige Getreide, sondern auch grade auf Vollwertpseudogetreide zu (intakte Schutzschicht). Das kann dem geneigten Körper sozusagen den Kick geben, nach den er dann immer wieder giert.
    Du hast zwar geschrieben, Dir kommen Ersatzstoffe fragwürdig vor, aber ich habe es mir einfacher gemacht und erst mal die Zutatenliste bearbeitet.
    Sagen wir mal so: bis ich meinen mentalen Kram abgearbeitet habe, das kann noch eine Weile dauern. Ich möchte aber jetzt schon gesünder sein. Bei mir hat das so funktioniert; ich versuche zwar konsequent, aber nicht überstreng mit mir zu sein. Manchmal kann man eben nicht alle Probleme auf einmal lösen.

    Also ich habe mit Xylit ganz gute Erfahrungen gemacht, aber noch bessere mit Xylit light. Nicht ganz so gesund, aber weniger abführend bei mir. Xylit benutzen wir weiter als Mundwasser, und unser Zahnarzt ist pflegetechnisch sehr angetan - keine Beläge. Forder doch mal ein paar Proben an und schau, wie es Dir damit geht.
    Beim Brot: ich backe regelmäßig. Vegan würde das nicht gehen, denn mein Teig enthält Eier und Quark.
    Als exotischste Zutat Flohsamenschalenpulver (auch wahnsinnig gesund, hier als Bindemittel), dann Mandelmehl, Sonnenblumenkerne - also jetzt nichts dolles. Auf Xanthan habe ich auch keine Lust, vertrage ich auch nicht.
    Für den süßen Zahn habe ich alle 2 Wochen einen kleinen Kuchen mit Xylit gebacken - mittlerweile passiert das nicht mehr so oft. Sanfte Entwöhnung :-)
    Lieber Babyschritte in die richtige Richtung, als immer wieder entnevt das Handtuch zu werfen!
    Du schaffst das - tschakka *lol*

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    1. Moin Katja,
      das sind ja jede Menge Informationen. Danke.
      Schön die Aufdröselung.
      So sehe ich das auch, aber schön in Worte gefasst. Dann kann eine es besser erfassen.
      Es ist schwer mit einer Eßstörung auch noch mit der Ernährung zu arbeiten. Zumal sie durch die reine Sucht nach z.B. Zucker eben noch massiv verstärkt wird.
      Also eine ißt aus seelischen Gründen den Zucker (oder zuviel Fett oder anderes) und statt den ersehnten Trost oder die Beruhigung bekommt sie es mit der anderen Sucht nach dem SToff Zucker zu tun.
      Essen ist nicht das Problem. Und auch wieder doch. Denn ist noch schwerer sich dem seelischen Hunger zu stellen, wenn die rein körperliche Sucht dazu kommt.
      Irgendwo muss eine Anfangen.
      UND das sehe ich wie Du: lieber kleine Schritte und dafür achsam und gehbar.
      Liebe Grüße
      Oona

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