Mittwoch, 29. März 2017

das Gute sehen und dankbar sein

Am zweiten Tag mit meinem Vater und meiner Schwester in der Schmerz*ambulanz lief es erneut alles glatt. Ein erfreulich heller Tag. Der Termin zum bestmöglichen Zeitpunkt. Meine Schwester kam mit meinem Vater perfekt an und fand erneut einen Parkplatz fast direkt vor der Praxis. Und das in Bremen um 10 Uhr! Kein Stau auf der Autobahn. Mein Vater hat die lange Fahrt wieder erstaunlich gut geschafft. 
Einzig blöde war, dass eine Patientin vor uns ewig den Behandlungsraum blockierte und danach - wie meine Schwester mir berichtete - die gesamte "Anmeldung" lange nach ihrer Behandlung aufhielt. Unnötige Wartezeiten, in der mein Vater seine Kräfte  (und leider auch seine nichtvorhandene Geduld)  verliert. Nun ja. 

Die Arzthelferin war sehr aufmerksam, freundlich und nachsichtig. Ein anderer Arzt als der von gestern hat unseren Vater dann für die Behandlung vorbereitet zusammen mit der Arzthelferin. 
Nach ca. 10 Minuten konnte ich meinen Vater im Behandlungszimmer allein lassen. Meine Schwester und ich sind bei dem wunderbaren Wetter spazieren gegangen. Zudem die Praxis natürlich mega voll war. Es war ja ein Glück (!), dass mich die Arzthelferin am Telefon fast am Ende des Tefefonates vor zwei Wochen fragte, was genau die Schmerzen bei meinem Vater sind. Und als ich die Diagnose "G*ürtelrose" sagte, da bekam mein Vater einen "Not*fall-Termin". Obwohl er mit den schlimmen Schmerzen seit Pfingsten 2016 quält und sein Leben auf ein Minimum einschränkt. Zwei Wochen als N*otfalltermin? Ja. Denn ansonsen ist liegt die Wartezeit in dieser Praxis - wo Menschen von überall her extra anreisen - bei sechs bis 9 Monaten. 
Glück, dass eine sehen kann, wenn sie will. :-)  

Nach zwei Stunden konnten wir wieder los und fanden umgehend etwas, wo wir uns essenstechnisch stärken konnten.
Mein Vater hielt sich die ganze Zeit über sehr wacker. 
Ohne Stau und ganz zügig waren wir um 14 Uhr wieder in Bremerhaven. 
Meine Schwester - ein weiteres Glück, dass sie sich so kurzfristig noch einen Tag frei nehmen konnte und einen der Wagen zur Verfügung hatte - ist zurück ins Geschäft und ich blieb noch bei unserem Vater. 
Tatsächlich wollte er nach einem kurzen Schlaf mit mir an die frische Luft. Einen Mann, der sein ganzes Leben lang immer in Bewegung war und immer ! an die frische Luft wollte und musste, den lockt so ein Wetter mit Sonne, Wärme und bunten Blumen nach draußen. Trotz aller Hindernisse. Mit dem Rollator läuft er mittlerweile kurze Strecken gut und sicher. Kein Rollstuhl mehr seit ein paar Monaten. Glück!  

Um 18.30 Uhr war ich wieder zu Hause. Ganz entspannt ging es dieses Mal mit Bus, Zug und Straßenbahn. Wenn es gut läuft, dann schaffe ich eine Strecke in 1 1/2 Stunden.   

Ob diese sehr schmerzhafte Behandlung etwas "gebracht" hat an Sch*merzlinderung, dass wird sich in den nächsten 48 Stunden zeigen. 

** 
Und ich habe jetzt endlich drei Tage nur für mich. Und die werde ich genießen. Nachdem ich gleich drei Be*werbungen versendet habe.   

Montag, 27. März 2017

Licht am Ende des Tunnels?



Um zwei Uhr wachte ich auf und war hellwach. Na Bravo : -) Gegen vier Uhr schlief ich wieder ein bis mich meine Wecker um 05:15 Uhr aus dem Schlaf holten.  Ich bin eher eine „Lerche“ statt einer „Eule“, wie ich von einem Sch*laf-Forscher beim „N*achtcafé“ auf swr am letzten Freitag feststellen konnte. Morgens gern und früh hoch und abends nicht lange rumtrödeln bevor ich ins Bett gehe. 22:22 Uhr ist die perfekte Zeit.

Es klappte alles ganz wunderbar bei meinem Vater und meiner Schwester.  Als ich auf dem Weg zum Sch*merz-Praxis war, kam eine Nachricht: „Wir sind da.“ Also mehr als pünktlich. Zwischen Bremen und Bremerhaven liegen immerhin über 60 Kilometer. Dazu gab es heute Morgen schon den herrlichsten Sonnenschein am strahlend blauen Himmel.

Es ist doch erfreulich, wenn ein Facharzt sehr gut erklärt, was eine G*ürtelrose im Grunde ist und was es für Möglichkeiten gibt. Für eine Behandlung heute gab es weder Zeit noch Räume und somit das gleiche Spiel morgen noch einmal. Meine Schwester nimmt sich einen weiteren Tag frei und wir werden wohl einige Zeit in der Praxis sein.
Wenn diese einmalige Behandlung wirkt, dann ist es wunderbar. Wenn nicht, dann gibt es eine andere Möglichkeit. Natürlich kann so ein Facharzt nicht zu dem massiven Gewichtsverlust meines Vaters sagen. Dazu ist mir noch nichts wirklich eingefallen. Zurzeit allerdings versuche ich eben nicht so viel dran und an anderes zu denken.
Spontan entschied ich mich nach dem Gespräch und einer Tasse Kaffee in einem nahen Café, dass ich heute doch wieder nach Hause gehe, weil ich morgen definitiv mit meiner Schwester und meinem Vater nach Bremerhaven zurück fahre. 

Der Schuss vor den Bug hat gewirkt. 

An der frischen Luft auf dem Weg nach Hause fiel mir ein, dass mir gestern B.K. bei unserem langen Spaziergang erzählt hat, dass es den Woll-Laden ein paar Straßen weiter von mir weiterhin gibt. Da ich mit einem kleinen Schlenker am Laden vorbei kam, habe ich mir dort weitere – dieses Mal feinere - Strumpfwolle gekauft. Nach einer Beratung entschied ich mich für ein dünneres Nadelspiel aus „Holz“. Die Dame riet mir zu runden Nadeln, weil bei 2,5 cm die eckigen Nadeln einer auf die Fingerkuppen gehen.  Nach einem „Fühltest“ gab ich ihr Recht. 



Wo wir ins Plaudern kamen, erzählte sie mir, dass sich am Donnerstag- und Freitagnachmittag in dem Laden eine Kreativgruppe trifft. Sie erklärte mir, dass der Name „Strickgruppe“ sich so altbacken anhört. *lach* Ich könnte auch so vorbeikommen, wenn es mal wo harkt oder ich eine Frage habe. Super!
An einem Ständer hingen ganz entzückende Baby-Socken zum Verkauf. Die Dame, die diese Söckchen in Perfektion strickt, kommt auch des Öfteren in die Gruppen und hat schon einigen Frauen das Stricken dieser kleinen Wollschönheiten beigebracht. Da schlägt das Herz der Frau Oona ja gleich etwas schneller. Quiek.
Nach einem einstündigen Mittagsschläfchen bin ich eine Stunde in die Natur gegangen. Vitamin D tanken und die Sonne genießen. Wunderbar! Durchatmen. Die Kamera hatte ich mit, war aber nicht beweglich genug für die Blumenschönheiten am Boden. Nächstes Mal wieder. Die Konzentration auf das Gezwitscher der Vögel gerichtet, die Blumen und die frische Luft bewusst einatmen. Schwere Gedanken sanft aus dem Bewusstsein schieben.
Zuhause habe ich mich auf das Sofa gesetzt und am Strumpf weitergestrickt. Der sieht mittlerweile so aus 
 

Für die Strumpf-Spitze setze ich mich erneut vor das / den Laptop und schaue mir einen Strick-Film dazu an. Hat bei der Ferse super geklappt. Es gibt eine unglaubliche Auswahl an mehr oder weniger guten Filmen zum Thema "Strümpfe stricken". Nebenbei habe ich etwas von Roger W*illemsen auf Y*Tube gehört. Dann, wenn eine beim dem Strick-Film ein paar Reihen glatt wegstricken muss. In den Videos geht das in Zeitraffer. Sooo schnell bin ich dann doch nicht.  *lach*

Mir ist weiterhin etwas kodderich. Doch ich werde gleich gaaaannnnzz achtsam versuchen meine Körperübungen zu machen. Am nächsten Montag geht es mit der A*lexander-Technik endlich weiter. Die letzten beiden Termine musste ich absagen.
Manchmal läuft das Leben so ganz anders als gedacht oder geplant...


Zum Thema genußvollen, abwechslungsreichen und ausgewogen Essen kriege ich nicht die Kurve. Wäre schön, wenn ich dabei wenigstens abnehmen würde. Also bei dem gruselig schlechten essen. Der Sommer naht und Frau Oona hat wieder – nerv – gar nichts anzuziehen. Wie jedes Jahr. Aber das ist eine andere, schwer-langweilige Geschichte… 
 

 

 *

Sonntag, 26. März 2017

nächtlicher Sch*uss von den Bug

Die letzte Nacht war fürchterlich. Irgendwann dachte ich, dass ich sterbe. Mein ganzer Körper schmerzt heute Morgen von dem schweren Schüttelfrost. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten als ich zur Toilette musste. Alles zitterte und zuckte. Mir war schwindelig und mein Kopf und Nacken fühlten sich seltsam an. Überall im Körper flammten Schmerzen auf, die dann wieder verschwanden. Der Kopf schmerzte ständig.

Wen hätte ich anrufen sollen? Die einzige Person, die sachlich und menschlich reagieren würde, ist verreist und E. wohnt zu weit weg. Das Telefon habe ich eine Zeit in der Hand behalten. Mit Not*ärzten habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Früher. Aber für alle Fälle. Das gab mir etwas Sicherheit. Mit Glück wäre ich zumindest in 15 Minuten nicht mehr allein damit.
Nach den Schüttelfrost-Anfällen wußte ich jedoch einigermaßen sicher, was los ist. Eine völlig Überladung des Gehirns und der Seele. Da hätte mir ein Arzt nicht helfen können.

Als ich vorhin spürte, dass ich aufstehen und ich klar geradeaus schauen kann, bin ich vorsichtig in der Wohnung umhergelaufen. Duschen habe ich mich nicht getraut, weil ich mich unsicher auf den Beinen fühle und die Muskeln schmerzen.

DAS war definitiv der letzte Schuss vor meinen Bug.  
Ich habe verstanden. 
Sobald mein Hirn heute wie gewohnt und gefühlt unabstellbar das "tiefe" Denken anfangen will, wird mir kodderich. 

Hm... zwei Dinge wurden mir "einfach so" beim Frühstück klar. Darüber bin ich froh. Sie sind eine ganz starke Motivation umgehend etwas zu verändern.

Morgen hoffe ich meinem Vater - zusammen mit meiner Schwester, die ihn nach Bremen fährt  - gut bei dem Arzt unterstützen zu können. Ich werde danach mit ihnen beiden zusammen nach Bremerhaven fahren. Abends wieder zurück zu mir. Danach habe ich mir selbst vier Tage strikte Ruhe verordnet. Vorallem im Denken! Das muss ich ernsthaft versuchen. Konzentration nur und ausschließlich auf den Augenblick. 
Raus an die frische Luft - egal wie der Wetter ist oder die mangelnde Kraft. Viel schlafen und versuchen regelmäßig etwas zu essen bzw. zu trinken. Lesen, wenn der Kopf es will.

Da ich keine Stückzahl an Be*werbungen mehr schaffen muss, kann die Kiste diese Woche ausbleiben. Das Smartphone darf ab Montagnachmittag auch ausruhen. Falls mich tatsächlich jemand sprechen wollen würde: Es gibt noch das gute alte Festnetz.

Freitag, 24. März 2017

und das kam so

Gestern bin ich erstaunlich spät für meine Verhältnisse zum Amt gefahren. Termin um 9.30 Uhr. Keine überfüllten Bahnen. Ich übe für meine „geplanten“ Reisen mich nicht mehr so zu stressen. *schmunzel*  Also nicht überall viel ! zu früh aufzutauchen.

Jedenfalls kam ich zeitlich so beim Amt an, dass ich keine drei Minuten saß als mich „meine“ S*achbearbeiterin einsammelt. Nennen wir sie hier im folgenden Text kurz Frau K. Sie entschuldigte sich freundlich, dass ich nach Herrn xy im Januar nun bei ihr gelandet bin. Weitere Umstrukturierungen im Haus. Wie bisher bei meinem Besuchen beim Amt war ich offen, freundlich und kommunikativ. *lach* 
Frau K. findet es nicht gut mit dem Druck, welcher entsteht, wenn eine unbedingt acht Be*werbungen pro Monat versenden muss. Das war die Vorgabe meiner bisherigen zwei SachbearbeiterInnen, weil es sonst etwas auf die Mütze gibt.
Sie ist der Meinung, dass eine sich auf Stellen bewerben sollte, die auch in Frage kommen. Achwas. Außerdem - bestätige sie mir quasi – sind auf dem A*rbeitsmarkt in unserer Stadt seit Monaten keine größeren Bewegungen zu verzeichnen. Siehste!
Sie hat sehr gut verstanden, dass ich im Januar und Februar nur wenige Be*werbungen schreiben konnte, weil das mit meiner Mutter passierte. Ihr Vater ist im letzten Jahr gestorben. Sie weiß Bescheid. Da ich eine ehrliche Frau bin, habe ich auch gesagt, dass ich eine J*obzusage gegen Ende Januar abgelehnt habe, weil meine Mutter auf der Intensivstation lag. Ich es nicht geschafft hätte zwei Wochen später mit der neuen Arbeit zu beginnen.

„Was kann ich sonst für Sie tun?“ fragte sie mich freundlich. Da habe ich von meiner spontanen Idee Überlegung gesprochen, dass ich in der Zeit, wo ich eh zu Hause bin, mich weiterbilden könnte. Für mich würde ein bestimmter Berufsbereich einen Sinn machen. Das fand sie eine gute Idee. Sie zeigte mir umgehend, wo ich nach einer W*eiterbildung im Internet suchen kann. Natürlich müsste ich wie jetzt von meinem eigenen Geld leben, aber die Weiterbildung würde sie mir bewilligen. Natürlich könnte ich diese dann konsequenzlos abbrechen, wenn ich einen passenden Job gefunden habe. 
Nach einem - wie ich finde - guten Gespräch mit Frau K. bin ich zufrieden in die Innenstadt gefahren. Wie gut, dass ich mich zum Besuch beim Amt dieses Mal so seriös und fein angezogen habe.

Bei T*halia habe ich nach günstigen Hörbüchern geschaut. Ich habe festgestellt, dass ich beim Stricken nicht fernsehen sollte. Wenn ich keine Maschen verlieren möchte oder fünf Reihen später einen Fehler bemerken. Die Tage habe ich drei Bücher auf meine Buchliste geschrieben. Genau diese drei „neuen“ Bücher  gab es auch/schon als Hörbuch. Im Buchladen-Café habe ich einen relativ guten Cappuccino getrunken. Auf dem Weg nach draußen sah ich, dass es einen neuen (finnischen) Krimi mit Maria K*allio gibt. Auch auf die Liste.
Meine Freundin C. hat Hörbücher auf ihrem S*martphone. Werde mich erkundigen, wie das geht. Außerdem bin ich der Meinung, dass eine Freundin mehrere Hörbücher im Regal liegen hat. Sollte mir diese Kombination  – stricken und dabei Bücher anhören – längerfristig gefallen, gibt es sicherlich in der großen Stadtbibliothek jede Menge Hörbücher zum Ausleihen.

Schon seit Wochen will ich bei meinem Stromanbieter nach einem Tarifwechsel fragen. Die hatte mich deswegen Anfang des Jahres angeschrieben. Jedes Mal war das S*ervice-Center dermaßen überfüllt, dass ich sofort umdrehte. Gestern jedoch hatte ich Glück als ich spontan reinschneite. Tatsächlich kann ich drei Euro pro Monat sparen. Seit über 20 Jahren bin ich bei diesem Stromanbieter. Seit gestern kann ich „nur“ zum Jahresende kündigen, aber dafür habe ich voraussichtlich 36 Euro im Jahr gespart.

Weitere Dinge erledigt bevor ich um 13 Uhr ins „Viertel“ zu meiner S*eelenbegleiterin fuhr. Normalerweise wäre es die letzte T*herapie-Stunde gewesen. Also von der K*rankenkasse gezahlt. Wäre das mit meiner Mutter nicht geschehen und das, was noch passierte, dann wäre es völlig in Ordnung für mich und auch für Frau L. gewesen, dass unsere gemeinsame Zeit zu Ende ist.

Frau L. ist – wie ich – der Meinung, dass eine gute Unterstützung für weitere Monate not-wendig geworden ist. Sie wird es möglich machen, dass wir ab Mitte Mai (nach ihrem längeren Urlaub) weiter machen können. Am Ende der Stunde teilte sie mir mit, dass sie Anfang 2018 in Rente geht. Was habe ich für ein Glück (!), dass ich bei ihr einen der wenigen Plätze für diese T*herapieform bekommen habe und dass ich die nächsten Monate weiter von ihr unterstützt werde.  

Am Nachmittag mit meinem Vater längere Zeit telefoniert. Alle Hoffnung richtet sich auf Montag. Ich mache mir Gedanken, was passiert, wenn … NEIN. Es wird gut und sie werden unserem Vater helfen können.

Tja… und dann schaue ich in meinen Account im Internet. SIE HABEN POST! Eine Firma, bei der ich Mitte Februar 2017 ein recht gutes VG hatte, hat mir eine interne St*ellenausschreibung zugeschickt. Wenn mich diese Arbeit interessieren könnte, dann würden sie meine Be*werbungsunterlagen an die entsprechende Stelle im Haus weiterleiten. Mein Einverständnis vorausgesetzt. Dafür benötigen sie meine zeitnahe Rückmeldung und das habe ich gestern Abend noch gemacht. Die Tätigkeiten klingen umfangreich, interessant und sie wäre mit 27 Stunden pro Woche fast perfekt.

… und dann war ich „drüber“. Ich bekomme dann das Gefühl einer schweren Grippe, die Ohren muckeln und so. Ausruhen klappte nur so halb. Zumindest bin ich früh zu Bett und habe tief und fest bis 7 Uhr geschlafen.
Gleich habe ich einiges auf dem Zettel. Vor allem will ich nachher – wenn es etwas wärmer ist – an die frische Luft. Der Himmel ist blau und die Sonne lacht… 

Donnerstag, 23. März 2017

mir schwirrt der Kopp

Es gäbe viel zu berichten. Viel positives. Jedoch merke ich, dass es jetzt gerade "drüber" bin und ich mich dringend ausruhen muss. Morgen habe ich einen ganzen Tag "frei" und bin dann frisch und ausgeruht.   
Auf jeden Fall geht es der Hand fast wieder gut (dafür bin ich mit dem Ellenbogen im Türgriff hängengeblieben)  und konnte an meinem Strumpf sogar weiterstricken. 


Ahoi!

Mittwoch, 22. März 2017

wie unklug muss eine sein

Mooahh... ich stand vor einer halben Stunde an meinem Herd und wollte den E*spresso-Kocher draufstellen. Auf der großen "Platte" sah ich vermeindliche Krümel und wischte drüber. Leider hatte ich kurz davor auf der Platte das Rührei gebraten. Auaaaa..... 
Zum Glück hat es "nur" eine Stelle (Nachtrag 10 Minuten später: zwei Stellen) richtig erwischt. Schiete tut das weh. Verbrannte Haut ist nicht lustig. Sofort kaltes (kein eiskaltes !) Wasser drüberlaufen lassen.

Ich bin mit meinen Gedanken in letzter Zeit irgendwie weg und ständig passieren mir blöde bis dämliche Sachen. In den wenigen Gesprächen mit anderen Menschen verliere ich den Faden und bin gefühlt weit weg. Mein ohnehin weniges Geschirr hat sich in den letzten Wochen reduziert - schlichtweg hier und da etwas fallen gelassen- und den guten Aufschäumer für die Milch habe ich gestern in einer Unachtsamkeit kaputt gemacht. 

Nun will ich fix nach St*ellen schauen und auf dem Weg zur Friseurin halte ich die andere Hand mit R*eiki über die Brandstelle. Schwebend. 
Zum Glück kann ich mir nicht selbst die Haare schneiden... 

Dienstag, 21. März 2017

52 = 13 oder 48 = 12

Am Montagabend habe ich mich an der neuen Strumpfwolle ausprobiert. 6 Fäden hat die Wolle und ist somit etwas dicker als wohl normale Wolle für Socken. Laut den Tabellen habe ich 52 Maschen aufgenommen und beim zweiten Versuch war ein Muster im Bündchen zu erkennen. Hm... ordentlich geht anders. 
Heute Nachmittag kam G. auf einen Kaffee zu Besuch. Ich zeigte ihr meinen dritten Versuch und wir besprachen zusammen die richtige Maschenanzahl. Sehr lustiges Gespräch. Am Ende zog ich die Nadeln raus und das Bündchen über meinen Fuß. Übrigens Größe 41, aber vorne recht breit. Wir kamen auf 48 Maschen. So mit halber Logik und Bauchgefühl. :D
Das strickt sich auch besser als 13 Maschen pro Nadel. G. erzählte, dass sie schon länger nicht mehr handarbeitet. Zuletzt hat sie sich eine Art Schultertuch gestrickt. 
Ich fragte: "Und ist sie etwas geworden?" 
G. antwortete trocken: "Ja. Eine Tagesdecke." 
Lange ist es her, dass ich so lachen musste. Dabei hat G. wirklich tolle Sachen gestrickt. 
Jetzt habe ich das erste annehmbare Bündchen fast fertig. Weiter mit dem "Bein" kann nicht so schwer sein. Ich gehe es entspannt an. Zu der Strick-Gruppe bin ich heute am Mors der Welt nicht gefahren, weil ich bis 18.30 Uhr Besuch hatte. 

Über die Mittagszeit traf ich mich mit C. in der Stadt auf einen Kaffee. Ein wohltuendes Gespräch, welches mich allerdings auch aufgewühlt hat.

Montag, 20. März 2017

Fr*ühlingsanfang

Den Fr*ühlingsanfang sehe ich als kleine Aufforderung loszulegen. Kaum habe ich zwei Punkte von meiner Liste gestrichen, hängen sich drei neue Punkte unten drunter. Was sagt eine dazu.  :-) 

Meine S*eelen-Begleiterin schrieb mir heute eine erfreuliche Nachricht und somit geht die Begleitung nach dem 15.05. ein wenig weiter. Wenn sie aus ihrem langen Urlaub zurück ist. Wenn ich ein Haus mit Garten in den norditalienischen Bergen hätte, dann würde ich im Frühjahr die Praxis auch für sechs Wochen dicht machen.

Gestern war ich bei ordentlich viel Wind und fiesem Dauerregen bei meinem Pa. Die von mir besorgten "Er*nährungsdrinks" scheinen ihm zu schmecken und zu bekommen. Der Zucker ist bei einer halben Flasche pro Tag unbewegt. Deswegen steigert er das jetzt auf eine Flasche (200 ml) pro Tag. An die Nüsse geht er nicht ran. Einen Versuch war es wert. 
Es gäbe zig Dinge zu organisieren. Aber ich warte auf den Termin in der Sch*merzambulanz Anfang nächster Woche. Die Hoffnung ist sehr groß, denn die Schmerzen bei meinem Vater werden schlimmer. Natürlich weiß ich, dass das u.a. auch durch das Alleinsein kommt, den Mangel an Muskelmasse, fehlende Bewegung und durch die Trauer / vielen Gefühle. 

Die junge A*rzthelferin prökelte heute Morgen ein wenig in meinen Blutbahnen rum, aber schließlich ist die Infusion in mich hineingetröpfelt. Ohne zu zögern hielt ich ihr danach meinen Mors hin. Spritze ahoi! *lach* Mögen sich die Speicher füllen!

Mit der Ä*rztin (genauso unmotiviert wie immer) habe ich vorhin abgesprochen, dass ich nach der Intensiv-Kur alle vier Wochen eine Vitamin B*12-Spitze bekomme und alle sechs Wochen die Eiseninfusion. Es hilft nichts. Der ch*ronisch entzündete Magen kann Eisen und B*12 nicht aufnehmen und ich will nicht immer wieder in so einen massiven Mangel kommen.Wozu gibt es Kalender? Jetzt ist das geplant und fertig.

Gleich fix zwei In*iativbewerbungen schreiben mangels vernünftiger St*ellenausschreibungen. Ist das jetzt schon wieder das "vor Osterferien-Tief" oder immer noch der Winterstillstand?? Naja. Ich vergesse oft, dass meine Stadt eine der höchsten A*rbeitslosenzahlen hat. Und wieder würde meine Freundin E. sagen: "Komm nach Bayern. Hier findest Du Arbeit." und nette, offene Menschen. Bayern... soweit weg vom Norden. 
Obwohl ich gestern einen schönen Bericht über S*üd-Tirol gesehen habe *schmunzel*. Überhaupt. Ich klebe weiterhin an einem scheinbar sicheren, aber in allen Bereichen etwas leblosem Ort fest. 
Die Krankheiten, das Sterben und der Tod meiner Mutter sind dabei mich stark zu verändern. 
Mir ist schon klar, dass ich mich "bewegen" muss. Das mir das soo schwer fällt....seuftz. 
Es ist ja nicht so, dass ich in einem gefühlten Zuhause lebe oder Ort. Die Wohnung ist austauschbar. Eine gute Nachbarschaft nicht vorhanden. Es ist auch nicht so, dass ich eingebunden wäre in einer angenehmen Gemeinschaft von Menschen. 

Samstag, 18. März 2017

auch erledigt

zumindest zur Hälfte. Von den angeordneten acht Be*werbungen für März habe ich heute vier am Abend versendet. Bis nächsten Donnerstag haue ich irgendwie noch vier raus und dann sollte der Termin beim A*mt so entspannt sein wie möglich. Das ich meine "A*uflagen" im Januar und Februar nicht geschafft habe, dass wird die nächste neue Be*raterin vielleicht verstehen. Wenn nicht, dann ist es eben so. Es geht hier "nur" um die R*egistrierung bei der D*RV.

In einem Woll-Laden lies ich mich beraten. Jetzt habe ich ein Knäuel mit schöner Strumpfwolle und ein neues Nadel-Spiel (3,5 cm) aus Holz zu Hause liegen. Die Nadeln sind eckig statt rund. Ich war so neugierig, wie es sich damit stricken lässt, dass ich vorhin einfach so ein büschen gestrickt habe. Mit der Wolle von meiner Mutter. Ein Bündchen bekomme ich aus der Erinnerung hin. 

Ansonsten habe ich einiges geschafft. Das ist ein gutes Gefühl. Der morgige Tag geht für die eigenen Vorhaben verloren, weil ich nach Bremerhaven fahre. Wenigstens schaffe ich es während der Zugfahrten weiter in dem Krimi zu lesen, welcher in der Woche hier etwas Staub ansetzt.

Heute ist meine Mutter seit sieben Wochen fort. 
Vor zwei Wochen gab es einen heftigen Schlag ins Kontor... ich frage mich weiterhin, wie ich das überstehen konnte.Bisher. 

Glücklicherweise konnte ich meine S*eelen-Begleiterin zwei Mal treffen. Nächste Woche wird wohl die letzte Stunde sein. Ein weiterer Abschied. 

Dazu verändert sich eine Beziehung dermaßen stark -  in meinem Inneren. 

Ich bin erstaunt über die Klarheiten, welche in manchen Bereichen des Lebens in meinem Geist und in meinen Gefühlen entstehen. Vorallem bin ich dankbar ... und sehr achtsam!

Freitag, 17. März 2017

über den Wolken

... und schon ist sie wieder wech. Die Tage sind dahin geflogen. Ein paar Tage des Zusammenseins mit einem lieben Menschen waren eine Wohltat für meine Seele. Angenehme Zuneigung und pures Wohlwollen. Alles darf sein. Und nach einem Treffen ist vor einem Treffen. Im Oktober plane ich für vier Tage nach Bayern zu fahren, weil es einen runden Geburtstag zu feiern gibt.
Ich vermisse sie schon jetzt.


Für den morgigen Tag habe ich einiges auf dem Zettel. Das ist gut. 


Donnerstag, 16. März 2017

Kalender-Weisheiten

Am Morgen ging es mit der Straßenbahn an die Weser. In einem Café fast am Wasser haben wir gefrühstückt. Danach lockte uns die Sonne zu einem Spaziergang an der Weser entlang. Blauer Himmel. Gegen Mittag waren wir wieder zu Hause. Ansonsten war heute faulenzen angesagt. Essen kochen, etwas fernsehen und ausruhen.

Auch heute telefonierte ich mit meinem Vater. Er war längere Zeit draußen an der frischen Luft und er hat im "Vorgarten" einen großen Strauch beschnitten. Das freut mich so.
Leider kann ich ihn dieses Wochenende nicht besuchen, weil ich ihn nicht anstecken möchte bzw. ich weiterhin zu erschöpft bin. Montag wird es hoffentlich klappen.

Wenigstens konnte ich ein paar andere Dinge telefonisch klären. U.a. habe ich mich gestern nach einem anderen P*flegedienst bei der Krankenkasse meines Vaters erkundigt. Also ob und zu wann er den Dienst wechseln könnte, wenn er den wollte. Es kommen nur noch unregelmäßig Leute. Wichtige Dinge werden nicht erledigt oder nur nach mehrmaligem Nachfragen. DAS geht gar nicht!
Mein Vater erzählte erstaunt, dass der P*flegedienst sich heute fast überschlagen hätte... Das ich mit seiner Krankenkasse telefonierte, das habe ich ihm bisher noch nicht erzählt. Ich habe mich ja nur informiert, weil ich ohnehin dort anrufen musste.

Auf dem Tisch-Kalender fand ich vom D*alai Lama diesen Satz: 


Wenn wir mit dem Leid anderer konfrontiert sind, 
kann es geschehen, 
dass wir selbst unglücklich werden. 
Das aber hat nichts mit Mitgefühl zu tun. 


Morgen Nachmittag startet das Flugzeug, welches meine Freundin nach Bayern bringt. Die Zeit vergeht wirklich so schnell. 

Dienstag, 14. März 2017

habe ich sonst nie

Ich habe seit Sonntagnachmittag richtig doofen Schnupfen und sowas habe ich nie bis fast gar nicht. Das ist echt blöd, aber gerade nicht zu ändern. Noch halte ich mich wacker. So einem Elch an Weihnachten bin ich eine echte Konkurrenz. Ich sage nur: Nase!

Das Amt will mich sprechen in zwei Wochen. Das macht mich nicht glücklich. 

Am Tag hat heute wunderbar die Sonne geschienen und so sind E. und ich zu Fuß zur Sch*merzambulanz gelaufen, wo ich die Unterlagen für meinen Vater persönlich abgeben konnte. Später ging es an die Weser. Wunderbare Luft und die Innenstadt war außergewöhnlich leer. 

Abends bekommt E. von mir Reiki auf ihr schmerzendes Knie. Das wuckelt und ruckelt unter meinen Händen... sehr beeindruckend.
Wir beide nehmen es mit Humor, dass wir so vor uns hin kränkeln. Werden halt älter. E. wird in diesen Oktober "schon" unglaubliche 50 Jahre alt. Immer schön locker und entspannt schlendern wir so durch den Tag. 

Montag, 13. März 2017

Stricknadel-Übergabe an die Tochter

Beim Sport nennt man das die Staffel-Übergabe. Bei mir liegt nun ein Teil der Handarbeitssachen meiner Mutter. Trotz aller körperlicher Schwierigkeiten - besonders in den letzten zwei Jahren - hat meine Mutter versucht weiterhin ihre Handarbeiten fortzuführen. 


Vorallem habe ich eine Vielzahl von Stricknadeln in allerlei Formen und Größen übernommen. Neue Strumpfwolle und damit ein angefangener Socken. Sogar eine Muster-Socke für die Füße meines Vaters fand ich. Die passt ihm wie angegossen. (rechts oben im Bild)
Schon lange will ich es mit Strümpfe stricken versuchen. Das bleibt ständig in meiner Erinnerung, weil ich auf einer meiner Lieblingsseiten bei F*lickr. bei Anja = z*eilensprung diese hübschen bunten Strümpfe und Handwärmer sehe. Dazu gibt es andere wunderbare kreativen Dinge zu sehen, die ich sehr inspirierend finde! 

Ein Paar Strümpfe habe ich mühsam mit einer Papier-Anleitung im Jahr 1999 in meiner Reha gestrickt. Mein allererstes Paar überhaupt und es wurde gut. 
Jetzt habe ich seit einem Jahr eine Gleitsichtbrille. Somit müsste das "Gucken" wieder klappen. Wenn es mir liegt, dann habe ich fix Erfahrungen und ich kann daraus evtl. kleine Geschenke machen. Als Jugendliche habe ich Norweger-Pullover gestrickt...
In dem Woll-Laden, wo ich vor ein paar Jahren meine Wolle für den Loop kaufte, erfuhr ich von einer Strick-Gruppe in einem angrenzenden Stadtviertel. Da können mir bestimmt nette Frauen das Stricken von Strümpfen beibringen. Klar. Gibt es auch als Filmchen und in Büchern. Aber ich will mehr unter Menschen. 

Nachdem ich durch die massiven M*uskelnverspannungen im Rücken und anderer Angeschlagenheiten leider drei Tage "Vorbereitung" für den Besuch verloren habe, will ich nun noch fix den Krankheitsverlauf für den neuen Sch*merzarzt meines Vaters aufschreiben und dann wird gaannnz vorsichtig die Küche und das Bad gereinigt. 

Das Wetter soll die nächsten fünf Tage gut werden. Wunderbar! Ich freue mich sooo sehr. Es ist schön und praktisch, dass meine Wohnung so groß ist, dass ich bequem zwei Räume mit zwei anständigen Betten habe. 

Um 16 Uhr landet der Flieger mit E. in meiner Stadt. Praktischerweise fahre ich mit der Straßenbahn in 30 Minuten fast direkt in den Terminal.
 

Samstag, 11. März 2017

auf der Stelle treten

Hmm.... über was kann ich schreiben, was nichts mit den Eltern, dem Verlust, Schmerzen, der Ernährung oder mit der eigenen Gesundheit zu tun hat?
Wenn einer dazu erst einmal fast nichts einfällt, dann ist das - wie ich finde -  doch bemerkenswert.
Wenn das Leben sich in den letzten 1 1/2 Jahren um die Arbeit / das Arbeit finden dreht und um die Unterstützung der Eltern in einer anderen Stadt und um die immer gleichen, begrenzten Themen, bemerke ich doch, dass ich mich nicht wundern muss, wenn das "Ergebnis" stets gleich oder ähnlich ist. Nicht, dass mich diese Erkenntnis ganz neu begrüßt. Mooah... 


 
 

Donnerstag, 9. März 2017

gegönnt

Gestern hatte ich ja einiges auf dem Zettel. Für Vaddern einiges erledigt. Unteranderem habe ich endlich in einem Verein eine Pa*tientenverfügung für ihn besorgt. Dort gibt es u.a. Tr*auer-Gruppen. Vielleicht gehe ich hin. Einfach um zu reden. Ich bin zuviel allein und zuwenig kann sich durch´s Aussprechen bzw. formulieren "lösen". Zudem spricht es sich mit "fremden" Menschen in einem geschützen Raum manchmal leichter. Das ist kostenlos und eine kann hingehen oder es eben lassen. Passt es nicht für mich, dann eben nicht. 

Auf dem Weg zurück konnte ich im Buchladen im Viertel ein bestelltes Buch abholen. Erster Fall der Serie. Und weil ich schöne Schreibhefte/Kladden so mag, kamen die hier auch mit. 
Das habe ich mir jetzt gegönnt. 




Ich hoffe, dass ich heute Nacht schlafen kann. Schon den ganzen Tag habe ich mich mit gehen, wenig sitzen und viel liegen über Wasser gehalten.

Am Montag kommt meine Freundin E. aus Bayern für fünf Tage zu Besuch. Und ich habe keine Ahnung, wie ich die Butze rechtzeitig säubern soll. Zumal ich mich zurzeit nicht so geschmeidig bewegen kann und zu allem Überfluss blöde Halsschmerzen bekommen habe. Hm... und das eine oder andere müsste noch erledigt werden.
Morgen bin ich unterwegs. Hoffentlich. Samstag werde ich mich mit meinem Vater durch einiges an Unterlagen arbeiten.

Bisher habe ich noch keine Ahnung, wie das Wetter werden soll. Ich hoffe auf zumindest trockenes Wetter, damit E. und ich viel an die frische Luft können.  

es grüßt die H*exe

Nein, nein, nein... habe mir eine mittelschwere Muskelverkrampfung eingefangen. Wollte was vom Boden in der Dusche aufheben. Teste gerade das Sitzen... naja.... 
VG bei der Zei*arbeitsfirma abgesagt. Das ichweiterhin zu oft die Dinge - unbewußt - über den Schmerz regeln muss. Ich lerne zu langsam die Eigenverantwortung zu übernehmen. 

Das ist jetzt echt ein sehr blöder Zeitpunkt. So wichtige Dinge stehen an. Die ... ja... alle nichts mit Arbeit fnden zu tun haben... 

Ich habe gegen Mittag den Termin zur Infusion. Das muss irgendwie gehen. Morgen ist es bestimmt schon besser. Ganz bestimmt! 

Nachtrag: Eisen-Infusion und Spitze geschafft!! 
 

Dienstag, 7. März 2017

geschmeidig durchgekommen

Der Tag verlief recht fluffig. Viel mit Straßenbahnen, Bussen und Zügen durch die Gegen gefahren. Alles ungewöhnlich angenehm. 

Die H*eilpraktikerin war am Morgen wieder hilfreich. Es ist beeindruckend, wenn jemand einen großen Wissens- und Erfahrungsschatz hat. 
Vermutlich wird es mir in vier Wochen durch verschiedene Maßnahmen und Einnahmen von "natürlichen" Mitteln schon wesentlich besser gehen. Das macht mir Hoffnung. 

Von dem Städtchen, in dem die H*eilpraktikerin wohnt, fuhr ich mit dem Zug direkt durch nach Bremerhaven. In 50 Minuten war ich schon da und um 12 Uhr war ich bei meinem Vater. Der hat sich sehr gefreut. Erfreulich ist zudem, dass sein Arztbesuch heute erstaunlich gute Feststellungen beinhaltete. 
Was ungut ist: er nimmt weiter massiv ab. Jetzt werde ich mich schlau machen, was er essen kann, um zuzunehmen. Mir fielen spontan Nüsse ein, weil die zwar Energie haben, aber weniger Zucker. Die sogenannte "A*stronautennahrung", die er dummerweise im K*rankenhaus bekam, um zu Kräften zu kommen nach der Chemo, hat die Zuckerwerte über 300 geschossen. Zurzeit ist der Wert tief. Weil er wenig ißt und ihm kaum etwas schmeckt.

Falls eine von euch eine hilfreiche Idee hat, was sinnvoll wäre bei U*nterernährung und D*iabtes, um an Gewicht zuzulegen, dann lasst es mich bitte wissen. Danke!

Im Zug habe ich mir eine "zu tun - Liste" geschrieben. Es steht viel auf dem Blatt Papier und wirklich Zeit habe ich nur am morgigen Tag. Am frühen Abend habe ich einen Termin bei der S*eelenbegleiterin. Darüber bin ich so froh!

Am Donnerstag ist das VG bei einer Zeit*arbeitsfirma. Hm... ich versuche das so locker wie möglich anzugehen. Natürlich weiß ich, dass ich arbeiten muss. Aber ehrlich geschrieben habe ich seit Januar ganz andere Prioritäten und Herausforderungen zu bewältigen. Wie ich einen Job suchen und womöglich eine neue Arbeit beginnen soll, dass ist mir ein Rätsel. 
Ein Schritt nach dem anderen. 
Ein Tag nach dem anderen. 

Am Morgen und am Abend machen die Vögelchen ein "Radau". Das es eine wahre Freude ist. Der Frühling naht mit großen Schritten. Ich sehne mich mehr dennje nach Licht, Farben und vor allem nach frischer Luft. 
 

Montag, 6. März 2017

Sp*eicher wie leergefegt

Der heutige Tag war sehr lang. Allein schon deswegen, weil ich um 4.20 Uhr aufgestanden bin. Nach zwei Tagen mit M*igräne und nur drei Stunden unruhigen Schlafes. Ich wollte deswegen so früh aus den Federn, weil ich mit dem Zug in eine andere Stadt fuhr, um bei einer Neu*Eröffnung zu helfen. Von 08:00 bis ca. 14:00 Uhr war ich dort. Dann ging es zurück in meine Stadt. Vom Bahnhof gleich zur Zahnärztin, denn eine Zahnk*rone ist am Samstag erneut abgeflogen. Die saß nicht richtig. Dieses Mal waren sie etwas sorgsamer - hatte ich das Gefühl - und ich musste das Aufkleben mit Zement nicht bezahlen. Weil die Krone nur drei Wochen gehalten hatte. Das auf den Nerv bohren war zum Glück nur kurz. 

Weiter zum Buchladen meines Vertrauens. Dort habe ich den ersten Fall einer neuer Krimi-Serie bestellt. Die habe ich am letzten Samtag in einer großen B*uchladen-Kette in Br*emerhaven entdeckt als ich mit meinem Vater unterwegs war.

Zuhause kamen vorhin die frischgekauften lila-farbenen Tulpen in eine Vase und sie stehen jetzt auf der Anrichte zusammen mit einem Foto meiner Mutter und einer Kerze. 
Mein Vater hatte angerufen und auch die hausärztliche Praxis. Ich rief meinen Vater zurück. Kurzes Gespräch. Ich sehe ihn morgen erneut. Weil beim Arzt keiner ans Telefon ging, bin ich kurz hingelaufen. Ich bekam am Empfang gleich die Rezepte für E*iseninfusionen und V*itamin-B-12-Spritzen ausgehändigt, eine Kopie der Ergebnisse meiner Blut-Untersuchung (auf meinen Wunsch hin) und wir machten viele Termine aus für die Behandlung. Los geht es am Donnerstag. 
Wie ich es mir gedacht hatte: meine E*isenspeicher sind fast leer und das V*itamin B-12 ist ge*sundheitsschädigend verschwunden. 
Wieder nicht aufgepasst. Von nun an lasse ich nach der letzten Behandlung alle sechs Monate meine Werte testen (eine Notiz im Kalender wäre hilfreich) und ich fange wieder mit der Behandlung an, wenn ich geradeso unter die "Norm" rutsche. Das es mit erneut schlecht geht - allein schon durch die körperlichen M*angelerscheinungen - das muss nicht sein. 
Die Sch*ilddrüse testet morgenfrüh die H*eilpraktikerin. Ich bin gespannt. Doch ich vermute, dass ich weiterhin ca. 40 mg zu wenig einnehme. Dann erhöhe ich langsam die Dosis, weil ich einfach nicht aus dem Quark komme und es mir körperlich - wie schon geschrieben - seit Wochen schlechter geht. 
Zu all den unfassbaren Dingen, die seit sieben Wochen passieren. 

Samstag, 4. März 2017

Wahrheit


 
Es gibt eine Vollkommenheit
 tief  inmitten alles Unzulänglichen. 

Es gibt eine Stille
 tief  inmitten aller Ratlosigkeit. 

 B*uddha






Freitag, 3. März 2017

im Grunde ... unerträglich ohne sie zu sein


Schmerzlich vermisse ich meine Mutter. 
Jeden Tag ein bißchen mehr. 



Donnerstag, 2. März 2017

Berechnungsoptimierung

Nüchtern zur Ge*meinschaftspraxis um die Ecke. Genau. Die, die ich doof finde. Es ist eine Frage der Gewinnoptimierung. Dort kann ich bei der wahrscheinlich anstehenden E*iseninfusionen und Spritzen in drei Minuten hinlaufen. 
Mein Blutdruck zu tief. Kenne ich ja. Mein Puls allerdings war unterirdisch. Die Arzthelferin fragte mich, ob es mir gut geht. Wegen des "Gesundheits-Checks" durfte ich mich messen lassen. 176 cm. Ich bin größer geworden, denn im P*ersonalausweis stehen 174 cm. Sicherheitshalber habe ich in den Spiegel geschaut. Meine Augen sind weiterhin blaugrau.

Mittwoch, 1. März 2017

das Essen kommt zum Schluss

Damit sich allgemein-interessierte und gewogene LeserInnen nicht durch die Texte bzgl. Lebensmittel und Ernährung lesen müssen, obwohl sie das womöglich  ;-) gar nicht interessiert, werde ich meine Gedanken dazu weitestgehend an das Ende meiner Schreiberei setzen.

Mich nicht mehr jeden Tag mit dem Thema „Arbeit“ zu beschäftigen, kommt einem seelischen Be*freiungs-Schlag nahe. Das ist verblüffend. Es ist so, als ob auf einmal die Sicht auf mein eigenes Leben wieder da ist. Energie kommt zurück. Fühlbar gibt es Raum zum Atmen und zum Gestalten.  

Mein Geld verbraucht sich zurzeit, ob ich die Tage voller Sorgen und Ängste erlebe oder ob ich die Zeit, die ich „frei“ habe, schlicht in vollen Zügen genieße. Meine Entscheidung!

Gestern im Gespräch mit A. kam etwas in den Raum, weil ich es ausgesprochen habe. A. ist eine gute Zuhörerin und fragt nach, gibt kluge und doch achtsame Rückmeldungen und kann Dinge stehen lassen. Meinem ausgesprochenen Gedanken = Gefühlen, die „arbeitslose Loserin“ zu sein, wurde beantwortet mit: „Das ist Deine Wahrnehmung und Dein Denken, Oona.“ 
Das ist wahr. Muss eine nur drauf kommen. *lach*

Hm… und daraus konnte ich wieder an das ganz untergründige, eigene (! )Empfinden kommen. Verstehen, dass ich es in meiner Kindheit gelernt habe „gefallen“ zu müssen. Oder es eben allen Recht zu machen. Passend sein. Nicht stören. Nicht zu viel reden. Nicht weinen. Alles Wissen darum ist längst da. Da ich mich heutzutage mehr oder weniger bewusst aus dem „aktiven“ Leben rausgezogen habe, ist die Zerrissenheit und der Druck wesentlich weniger als noch vor ein paar Jahren.

Und ohne es zu hinterfragen bzw. es als wahr anzunehmen, versuche ich das zu machen, was ich meine/glaube, dass andere Menschen in dieser Lebenssituation von mir erwarten. Den untergründigen und offenen Erwartungen anderer Menschen aus einem uralten Bestreben nach „passend sein“ und „gut“ und „richtig“ zu folgen.
Vermeintliche Erwartungen gerade zum ersten Mal aufgeschrieben: bitte geknickt (!) durch das Leben zu laufen, mir Sorgen machen, viel Tun für einen neuen Job, mehr und mehr Bemühen, nur mit Arbeit gehöre ich dazu und deswegen muss ich mich zurückhalten. 

NACHTRAG !!!! 
Hm... ich merke gerade etwas betroffen und auch beschämend, dass das nicht gerade freundlich und fair ist, dass ich das ungefiltert und mehr oder weniger fast allen Menschen in meinem Umfeld unterstelle. Hui.... upps....  Schau genauer hin, Frau Oona!!!
Erneutes hmm... ich lasse den Text jetzt dennoch so stehen. 

Natürlich ! habe ich mich in all den letzten Jahren weiterentwickelt, verändert und ich konnte Dinge / Verhaltensmuster lösen. Ab und an tappe ich voll wieder in alte Muster. Um mich recht zeitnah erneut da rauszuarbeiten. Wieder etwas mehr gelernt und wieder etwas klüger.

Mein Verhalten und mein Empfinden in meiner momentanen Lebenssituation hat etwas dem Bewusstsein von mir selbst zu tun. Zum Glück bedurfte es keine langen oder mühsamen Gedankenbewegungen an den letzten drei Tagen, um mich wieder ins Lot zu bringen. Das nehme ich war und darauf bin ich stolz. Wertschätzen! Ich habe gelernt und mich entwickelt.  

Was mich stets krank gemacht hat und was mich zutiefst unglücklich macht, dass ist, wenn ich meine Eigenverantwortung nicht übernehme und wenn ich mich klein mache/halte.

Wie ich seit jeher sage: „Mit das Schlimmste ist, wenn ein Mensch sich „verkaufen“ muss für ein wenig Zuwendung, Nähe, Respekt oder gar Liebe… und im extremsten Fall, um zu ü*berleben.“ Erlebtes im Kleinkindalter legt Grundüberzeugungen. Wenn es ungut läuft, dann werden diese Grundüberzeugungen im weiteren Verlauf des Lebens nicht abgebaut sondern festzementiert. Seufz.

Meine Freundin A. kennt eine ähnliche „Arbeitssituation“ und es tut gut sich auszutauschen. Scheinbar definieren sich die Menschen von 20 bis 65 Jahren massiv in diesem Land über ihre Arbeit. Das ist eines der ersten Themen, die „abgefragt“ werden, wenn eine sich in neue, gesellschaftliche Bereiche begibt. Gleich nach der Frage: „Hast Du / haben Sie Kinder?“ Da biste bei vielen Menschen (nicht bei allen – ausdrücklich hier notiert) dann auch sofort unten durch, wenn Du keine Kinder vorweisen kannst. Merke: Nur als „Eltern“ hast Du den wahren Sinn eines menschlichen Lebens begriffen. Ja. Im Grunde nur eine Lebensberechtigung.  *kotz*  Was für eine Anmaßung! Wenn Du noch erwähnen würdest (die kluge Frau schweigt), dass du bewusst keine Kinder wolltest, weil du nicht an glückliche Kindheiten glaubst…   

Wo war ich? Richtig! Sobald das Gegenüber begreift, dass ich nicht arbeite = kein eigenes Geld verdiene und somit dem Staat auf der Tasche liege (was ja nicht stimmt), dann kann ich sehen und spüren, wie fast alle neu kennengelernte Menschen in den letzten Jahren innerlich und äußerlich „zu“ machen. Und natürlich nagt das an meinem schwankenden Selbstwertgefühl und dem Streben „richtig“, „perfekt“ und „gut“ zu sein. Dann geht es mit großen Schritten auf die 50 zu. Die Dinge formieren sich…

…WENN ich es zulasse!

Mir wird glasklar (erneut und immer wieder), dass ein Großteil der Rückmeldungen anderen Menschen an mich (merkwürdige Ratschläge, verletzende Aussagen, depressive Zustimmung etc.) hauptsächlich aus meinem Verhalten und mein Sein in der Welt gespeist werden. Und ich gebe – unbewusst … äh… ab jetzt nicht  mehr ! – anderen Menschen die  Erlaubnis mich zu gängeln, beleidigen oder unreflektiert & unwissend zu kritisieren.

Seit ich denken kann, habe ich Menschen um mich bzw. „angezogen“, die mein(t)en mir sagen zu dürfen, wie ich zu sein habe oder was ich machen muss. Klar. Da hat sich mein Muster der Anpassung ganz wunderbar verbunden mit dem Muster anderer, die meinen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Erstaunlich, dass ich sehr oft Menschen „anziehe“ oder mir gesucht habe, die vor allem eines sind: übergriffig und rechthaberisch…. Hm… natürlich ist das nicht erstaunlich sondern logisch.  

Bis auf zwei Menschen habe ich mich von denen getrennt. Wie ich schon schrieb: „Welche sich nicht bewegt, die spürt ihre F*esseln nicht.“ Die Muster würden natürlich wieder aktiv, wenn ich mich mehr in die Welt hineinbewege. Mehr soziale Kontakte oder Arbeit. Anders Wohnen. Also ist es weiterhin mehr als wichtig (!!!!) , dass ich meine Eigenverantwortung überehme  - ich kenne davon nur wenige Menschen, die das wirklich machen - und mich auf mein Sein in der Welt konzentriere. Denn wahre Nähe, Freude, Kommunikation und Wärme und vieles mehr kann nur entstehen, wenn ich mit mir verbunden bin und bleibe. Erste Priorität. Alles andere folgt danach. 

Hm… viel Persönliches von mir. Bin gespannt, wie lange das im Internet stehen bleibt. 

**

Ernährung: Wo ich angefangen habe im Internet nach passenden und neuen Gerichten zu suchen, finde ich erstaunlich schöne Food-Blogs. Ich suche die Rezepte vor allem auf der Seite „Köstlich & Konsorten“, wo deutschsprachige Food-Blogs bzw. Rezepte vermerkt sind.  Sehr schön finde ich, dass eine Bloggerin an den Anfang eines jeden Monats einen kleinen Saison-Kalender für Obst und Gemüse reinstellt. Ich vermute, dass sich die Rezepte z.B. im Monat März mit den saisonalen Gemüse beschäftigt. Das mit dem Saison-Kalender finde ich klasse. Ich habe eine Rosenkohl-Suppe entdeckt und weil ich Rosenkohl sehr gern mag, habe ich mir das Rezept ausgedruckt. Allerdings muss der Kohl wirklich! gut gegart sein. Die Vitamine sind bestimmt flöten. 
Für den heutigen Tag habe ich mir eine Kartoffel-Tortilla ausgesucht. Die Bio-Kartoffeln sind vorgekocht. Zubereitung am späten Nachtmittag.


Beim Einkaufen entschied ich mich für einen kleinen Becker Schoko-Sahne-Pudding. Ich habe einen mit Geschmack von R*ewe entdeckt. Dazu habe ich mir drei kleine Hälften Birnen reingeschnitten. 


Mehr Birne auf einmal geht nicht und diese Birnen kamen aus der Dose. Den Geschmack von Schoko-Pudding und Birne mag ich sehr. Be-merkenswert.


Ahoi 
und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel !