Mittwoch, 7. Dezember 2016

Fotos vom Riens*berger Friedhof

Bei frischen Temperaturen bin ich gestern Mittag über den Riens*berger Friedhof spaziert. 






















Das VG am Abend lief gut. Nach 70 Minuten habe ich mich wieder auf den Weg nach Hause gemacht. 

Tiefe Dunkelheit im Inneren. 
Manchmal ist weinen das Einzige, was noch geht.   

Dienstag, 6. Dezember 2016

Morgenritual

Die Sonne scheint vom blauen Himmel und es ist erneut - 7 Grad. Erst einmal habe ich in Ruhe gefrühstückt. Im Anschluß daran gibt es jeden Morgen einen Cappuccino und eine Runde "Karten verschieben". So kann ein Tag geschmeidig starten. 



Auf dem gestrigen Rücckweg vom Land habe ich versucht Fotos zu machen. Mit dem Smartphone. Hier ein verschwommener Versuch


Gleich werde ich in die warmen Sachen schlüpfen und eine Runde an der frischen Luft gehen. So lange die Sonne scheint.

Montag, 5. Dezember 2016

- 7 Grad und die Straßenbahnen fahren zögerlich

Jedes Jahr das gleiche Wunder. Es fällt die Temperatur unter 0 Grad und dazu noch etwas Feuchtigkeit vom Vortage ... schon fallen die Busse und Bahnen in meiner Stadt aus oder kommen mit elendiger Verspätung. Mein Weg hin zum VG war nicht sehr gut. Ein Taxifahrer weigerte sich mich zu befördern. Sprach kaum deutsch. Nee... in den Vorort L. fährt er nicht. 
Am Ende habe ich es auf die Minute geschafft in der Firma anzukommen. Nachdem ich 20 Minuten durch die Kälte gelaufen war. Dabei war die Natur ein Traum! 
Das Gespäch. Verschiedener konnten die zwei letzten VG´s nicht sein. Als ich nach 30 Minuten wieder aus dem "Büro" kam, da war ich froh. Das ist auf gar keinen Fall ein A*rbeitsplatz. Allein schon weil das auch nur wieder für ein Jahr wäre und sie wollen 200 Euro weniger zahlen als ich angegeben hatte. Dabei "verkaufe" ich meine Fähigkeiten und mich mit dem angegebenen Preis ohnehin schon unter Wert. Und.... ich kann halt kein Englisch. 

Als ich wieder zu Hause war, ging es mir nicht gut. Dieser ganze Stress (welchen ich mir selbst mache und denn ich ums Verrecken nicht abgestellt bekomme) macht mich gefühlt krank. Mir tut alles weh und ich habe schon seit heute Morgen das Gefühl schlimme Kopfweh zu bekommen.

Es wäre schön und aufbauender, wenn das VG morgen besser läuft. Allein schon der Arbeitsort wäre cool. Zum Glück habe ich bis zum frühen Nachmittag genügend Zeit mir die Homepage der Firma in Ruhe anzuschauen. Mir ein paar gute Fragen aufzuschreiben und mir etwas Wissen über diese Firma anzueignen. 

Heute Abend rufe ich die Eltern an. Sie bekommen bei den Themperaturen auf der einen Seite der Wohnung sieben neue Fenster. Am Dienstag hat mein Vater einen Besprechungstermin bei dem Chefarzt der Schmerzabteilung im Krankenhaus. Der Arzt ist also wieder gesund. 

Es ist erschreckend. Während ich hier sitze, fühle ich mich fiebrig und total erschöpft. Ich weiß nichts mit mir anzufangen. Das fühlt sich bedrohlich an. Hoffentlich sind das nicht die Vorboten der Migräne, weil ich am Mittwoch wahrscheinlich meine Mensis bekomme. 

Plan a) der Frauenärztin habe ich wieder verworfen. Die Ängste sind zu groß. Mein Körper zu empfindlich. Ob ihr das nun gefällt oder nicht. Sie muss das ja nicht einnehmen und wir sehen un alle Jahr einmal. Es ist mein Leben und meine Entscheidungen. Ja. Die liebe Eigenverantwortung.
Also noch ein Gespräch gleich Anfang des Jahres bzgl. Plan B.  

Sonntag, 4. Dezember 2016

"28 Jahre lang hat sie gehalten."

Das war der Kommentar meiner Mutter. Sie war nicht im Wohnzimmer als ihr Ehemann im Beisein der Pflegekraft das kleine (am Boden stehende) Holzfiguren-Ensemble einer "Krippe" mit dem Rollstuhl angefahren hatte. Er rollte geschmeidig im Rückwärtsgang. Dabei hat er den armen K*önig Melchior zerlegt. Die Pflegerin soll gesagt haben: "Ich glaube, das gibt Ärger." Meine Mutter, die ihren Mann ganze 50 Jahre lang kennt, wußte gleich an seinem Gesichtausdruck, dass etwas im Busch ist. Und strategisch, wie er halt so ist, hat er den Satz angefangen mit: "Ich kann den wieder zusammenkleben, M." 
Jetzt steht die Krippe mit geklebtem König unter dem kleinen Tisch, wo obendrauf die Weihnachtspyramide dreht. Sicher ist sicher. Außerdem weiß man nach 28 Jahren eh wie die Krippe aussieht. 
Die K*önigsberger Klopse von meiner Mutter waren sooo lecker. Auf meinem Teller fand ich einen Karpern-Hasen.


Die Nacht von Freitag auf Samstag hatte ich drei Stunden geschlafen. Eine große innere Unruhe ist seit Freitagmorgen spürbar. Der Tag gestern in Bremerhaven war lang und die Rückfahrt sehr unentspannt. Schon vor 22:00 Uhr bin ich ins Bett, weil ich gefühlt im Stehen hätte einschlafen können. Tatsächlich habe fast 11 Stunden geschlafen und bin heute morgen mit argen Kopfweh aufgewacht. 
Leider ist meine Aussprache durch die Erschöpfung der letzten zwei Tage verwaschen. Das bemerkte ich bei dem Treffen mit B.K. Wir unternahmen einen Spaziergang an der frischen Luft. Der Nebel hing sehr tief in der Stadt und auf dem R*iensberger Friedhof hätte eine sich leicht verlaufen können. Die Natur war wunderschön. Das Raureif machte alles ganz zauberhaft und der Nebel dämpfte die Geräusche. 
Beim nächsten Mal, wenn das Wetter so ist wie heute, dann gehe ich - auch wenn es eben sehr kalt ist - raus in die Natur. Unzählige tolle Fotomotive sprangen mich geradezu an, doch ich hatte weder Smartphone noch Kamera dabei.
B.K. hatte noch zwei Stücke von ihrem selbstgebackenen Birnen-Käsekuchen von gestrigen Tag retten können und so kam ich am Nachmittag in den Genuß des Kuchens. Birne ist gerade mein Favorit.

Von meinen neuen Hanteln will ich euch noch ein Foto nachreichen. Die Sorte des Wasser ist unerheblich, denn ich habe die Flaschen rein nach der Form bzw. Griffigkeit gekauft. 


Morgen Vormittag also das erste VG der Woche. Es ist etwas umständlich für mich in das Ge*werbegebiet vor meiner Stadt zu kommen. Und hoffentlich ist mein Geist klar und ich bin entspannter als sonst. Übermorgen ist das sicherlich noch wichtiger, weil mich die ausgeschrieben S*telle sehr interessiert. Durchatmen.

So gut es geht versuche ich dem Weihnachtstrubel etc. aus dem Weg zu gehen. Kein Deko in meiner Butze. Mir fehlt da nichts. Am "h*eiligen Abend" ist bei mir Ruhe, gutes Essen und fernsehen angesagt. Was ich tatsächlich gern mache, dass sind Kinofilme schauen, wo das Fest drin vorkommt. Sehr schön ist "Der kleine Lord" (welchen ich mitsprechen kann) oder aber "Tatsächlich ... Liebe". 
Welches ist euer absoluter Weihnachtsfilm, liebe LeserInnen? 
Zurzeit werden einer DVD´s zu diesem Thema günstig geradezu nachgeschmissen. Vielleicht kann ich mir noch ein oder zwei weitere und für mich neue Filme kaufen, dann bin ich am 24.12.2016 nicht auf das schlechte F*ernsehprogramm angewiesen. Wobei ich zig andere gute Kinofilme über die Weihnachtstage  schauen könnte, wenn ich denn wollte. Mein DVD-Player geht zum Glück wieder!

Wenn ihr mögt, dann drückt mir die Daumen für das VG am Dienstag um 17 Uhr. Danke!

Freitag, 2. Dezember 2016

auf sieben kommen zwei

Auf sieben neue Be*werbungen kamen zwei V*orstellungsgespräche. Eines am kommenden Montag und das andere VG am nächsten Dienstag. Durchatmen. Die Mensis kommt hoffentlich erst am 9. Dezember´.

Zudem steht Ende nächster Woche eine Entscheidung an, die mich von Tag zu Tag mehr beschäftigt. Mein Kopf sagt: "Probiere es wenigstens." und der Bauch sagt: "Lass es. Nehme gleich Option C." Seuftzt. Heute fiel mir selbst Option D ein.

Ausgerechnet dieses Mal hat mir die Friseurin am Dienstag meine Haare verschnitten. Beim Korrektur-Schneiden konnte sie gestern nur ein wenig was "retten". So ein Mist.  

Für meinen Neffen hat gestern der "Ernst des Lebens" angefangen, wie man das so sagt, wenn die Kinder sich aus dem Elternhaus in die Welt begeben. Ich denke öfter an ihn und hoffe sehr, dass es ihm gut geht. 

Heute kam mich G. am Nachtmittag besuchen. Das bedeutete für mich putzen und aufräumen. Die drei Stunden mehr Bewegung waren sicherlich gut und ich kann hoffentlich traumlos schlafen.

Am Vormittag habe ich nun doch die Heilgymnastin angerufen. Ich habe einen Termin am nächsten Mittwoch bekommen. 

Das erste Mal gehen die 1.100 Euro vom Konto, ohne das ein Gehalt oder das A*LG1-Geld draufgekommen ist. Menschenskind. Das ist beängstigend. 

Im Zuge des sich stetig erweiternden "Körpertrainings" zu Hause, habe ich mir gestern zwei Hanteln gekauft. Für je 0,59 Cent. :-) 

Morgen besuche ich die Eltern. Auf die Frage meiner Mutter, was ich essen möchte, habe ich den Wunsch nach "Königsberger Klopse" geäußert. Da freue ich mich schon jetzt drauf. 

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Fürsorge statt ignorieren

Nachdem ich mir am letzten Freitag bei meiner R*eiki-Meisterin eine Auf*frischung abgeholt habe, die mehr mein Bedrüfnis war, als das sie nötig gewesen wäre, habe ich mich gestern an eine neue "Behandlung" gemacht. Das hat schon Mut gekostet, da es Erst*verschlimmerungen geben kann.

Gestern Abend habe ich angefangen R*eiki an meinen schweren Treppensturz im Januar 2003 - in meiner alten Firma - zu schicken. Zum Glück bewahre ich alle Unterlagen auf und somit auch den Unfallbericht. Darauf stand das genaue Datum (das ist nicht unwichtig beim Schicken von R*eiki) und was ich mir im Körper massiv geprellt hatte. Die komplette linke Körperhälfte. Die Knie, der Oberschenkel, das Becken, die Schulter... Das ich mit dem Kopf aufgeschlagen bin, während ich die 10 Stufen mit echt Schmackes heruntergerollt bin, dass habe ich nicht mehr gewußt. 
Tatsächlich hatte ich viele Monate danach arge Probleme beim Laufen und Schmerzen. Besonders am/im Becken. Gebrochen war definitiv nichts. 
Ich habe über zwei Jahre gebraucht bis das Walken im Park ohne Probleme ging. Mein Gangbild - dass wurde mir bei der letzten AT-Stunde glasklar bewußt - hatte sich verändert. 

Vor dem P*sychoterror in meiner Abteilung ab 2002 und dem Sturz 2003 bin ich "weiblich" gegangen und hatte einen feinen Hüftschwung. Während des P*sychoterrors von 4 - 5 KollegInnen bin ich über die Jahre erstarrt. Hmm... ich habe das Gefühl, dass meine Seele weiterhin nicht begriffen hat, dass ich diesen für mich furchtbaren Ort verlassen habe. Weil ich das so wollte und mit geradem Rücken. 

Wo war ich? 
Im Bett schickte ich gestern Nacht weiter eine längere Zeit. Es ist für mich nicht von Bedeutung, ob andere Menschen an R*eiki "glauben" oder nicht. Ich habe über die Jahre meine eigenen Erfahrungen gemacht und ich weiß, dass es wirkt. 

Natürlich können die Schmerzen, die ich seit heute Morgen auf der linken Seite habe, reine Einbildung sein. Oder die immer stärker werdenen Schmerzen in meinem linken Ellenbogen. Durchatmen. 
Als ich gerade im Internet unterwegs war, da spürte ich auf einmal diese schmerzhafte Ziehen im Becken. Fast umgehend dachte, dass ich es dieses Mal mit Fürsorge und Hinwendung behandle. Deswegen habe ich nun eine wohltuende Wärmflasche an der LWS. Linksseitig :-) Bevor ich nachher ins Viertel fahre, um mich mit C. zu treffen, werde ich eine längere Zeit Reiki schicken. Damit sich das T*rauma weiter auflösen kann, welches ich bis heute spüre.

Fürsorge, sinn-volle Nachsicht und Achtsamkeit sind nicht kompatibel mit Überforderung und liniarer Zielführung. 
Mein Körper spricht andauernd mit mir. In meinen Körperzellen ist alles archiviert aus meinen Leben - wie schon Luisa Francia vor Jahren schrieb - und mein Körper gibt jetzt den Weg vor. Mut bedarf es dahin zu schauen, zu fühlen und sanft zu "handeln" oder atmen, wo es "gefühlt" unerträglich ist.

Im Moment bin ich zuversichtlich.

Mittwoch, 30. November 2016

mir ein Herz gefasst

Vor einer halben Stunde habe ich mir ein Herz gefasst und bin zu den Nachbarn unter mir. Ich klingelte und überreichte der erstaunten Nachbarin mein kleines Geschenk für das Baby. Sie war wirklich erfreut und sagte das auch. Ich sagte, dass ich hoffe, dass es ihr gut gehe und ich fragte vorsichtig, was es geworden ist. Ein Mädchen. Sie schaute ins Kinderzimmer und sagte, dass die Kleine gerade eine neue Windel bekäme. In dem Augenblick kam der stolze Papa mit der lütten Deern auf dem Arm um die Ecke. Auch ihm sprach ich meinen Glückwunsch aus. Sooo klein und süß. Sie heißt J*ette und sie ist noch etwas verknauscht nach den ersten 15 Tagen auf der Welt. Ganz entzückend. Die Nachbarin fragte mich, ob ich die Lütte in der Nacht hören würde. Meine Antwort war, dass sie sich bitte darüber keine Gedanken machen sollen, weil ich ohnehin immer mit Ohropax schlafe wegen des Klopfens in den Heizkörpern. 
Es ist irgendwie entspannend, wenn eine spürt, dass sich die anderen Menschen zumindest Gedanken gemacht haben. 

Meine innere Aufregung wegen "Nachbarn" ist unschön. Gerade war ich auch nicht wirklich bei mir. Gefühlt war ich einerseits freundlich, aber auch total unsicher. 
Fast immer haben die Begegnungen mit den allen Nachbarn eher etwas Unerfreuliches an sich. Scheinbar wirke ich auf mir fremde Menschen doof und alt. Nun ja. Liegt sicherlich an meinen nicht entspannten Empfinden von Nachbarschaft.

Auch hier hat es etwas mit "den eigenen Raum einnehmen" und dem eigenen Selbstverständnis zu tun, dass ich in Ordnung bin, wie ich bin. Meine Haltung ist aus (alten) Erfahrungen und meinem massiven Sicherheitsbedürfnis entstanden. Doch es ist nie zu spät das zu ändern!
Früher bin ich ausgezogen... geflüchtet trifft es wohl eher... wenn mir die Nachbarn unerträglich erschienen. Als hochsensible Frau habe ich in den letzten Jahren sehr dran "gearbeitet", dass ich besser damit klar komme. Vor gar nicht so langer Zeit konnte ich erkennen, dass mich Geräusche, welche ich nicht "kontrollieren" oder "einordnen" kann fast umgehen t*riggern. Daran habe ich mit der T*rauma-Therapeutin gearbeitet. 

In meiner letzten Wohnung / im Wohnhaus hatten wir eine gute und angenehme Hausgemeinschaft. Die Geräusche haben mich auch mackig gemacht. Aber es war anders. Ich wußte, dass Annette jeden Samstag die Butze putzt und dabei laut Musik hört. Weil ich Annette mochte und wir uns gut verstanden, hat mich das Putzen nicht gestört. 
Irgendwann zogen andere Frauen ein in das sechs Parteienhaus. Nicht alles war super, aber wir hatten oft Spaß. Eine grüßte sich zumindest im Haus oder Garten. Schnackte ein paar Worte.

J*ette ist übrigens einer meiner Lieblingsnamen *lach*

zufällige Zufälle

Nachdem der Besuch bei meiner Friseurin letzten Donnerstag ausgefallen ist, bin ich heute hin, um mir die Haare schön machen zu lassen. Eine weiß ja nie, wann das nächste VG ansteht. Frische Farbe brauchte mein Haar und mehr Stufen. Volumen quasi. 
Wir legen gleich los mit dem Besprechen und ich plaudere so vor mich hin, da kommt von links eine Frau auf den Stuhl neben mich gehuscht. Und für den Bruchteil einer Sekunde denke ich: G. Als die Friseurin die Farbe anmischen geht, sagt eine mir wohlbekannte Stimme: "Soso, da ist die Frau Oona also beim Friseur." Ich setzte meine Brille auf und staune. Tatsächlich habe ich G. in dem Frisörsalon getroffen. Was für eine Freude!! G. und ich haben zusammengehalten in den neun Monaten in der bescheuerten Computerschule. 
Die Zeit im Salon ist nur so verflogen und wir mussten unser Gespräch leider unterbrechen, weil ich fertig geföhnt war und ihre Farbe vom Kopf gewaschen werden musste. Aber das macht nichts, denn wir sind ohnehin am Freitag zum Kaffeesieren verabredet.

Dienstag, 29. November 2016

Arbeitstitel: sich wehren/ mir selbst vertrauen

Ich habe vor ein paar Tagen bei der Doku-Reihe „L*ebenslinien“ auf dem bayrischen Sender  einen Film über Julia  gesehen. 
Schon als Kind wurde sie gemobbt, weil der Vater aus Jor*danien kam und die kleine Julia anders aussah und anders sprach, weil sie die ersten Lebensjahre in Stralsund gelebt hat. Als ein Stiefvater in ihr Leben kommt, beginnt die Ge*walt im Leben des Kindes. Jahrelang. Wenn Julia das heue als erwachsene Frau erzählt, dann bleibt mir fast das Herz stehen. Nach einer erneuten P*rügel-Attacke vom Stiefvater war das der Tropfen, welcher das Fass zum Überlaufen brachte. An dem Tag hat sie sich gewehrt und sie verprügelte den Scheiß-Kerl. Sie war 14 Jahre alt und haute den Mann aus der Wohnung.
Ihre Mutter sagte in dem Film, dass sie von alle dem nichts gewusst hätte. Ich verkürze meinen Text dazu auf: Das macht mich unglaublich wütend. Nichts will ich hören von den Psycho-Erklärungen, warum Mütter ihre Kinder nicht schützen.  

Die junge Frau hatte das Glück an einen K*ampfsport-Trainer zu geraten, der ihr beibrachte ihre A*ggressionen und ihre Kraft zu bündeln und eine gute Pr*ofisportlerin zu werden. So wurde sie mehrfach eine der weltbesten K*ick-Boxerinnen. Sie hat 2015 überraschend ihre S*portlerinnen-Karriere beendet, um mehr gemeinsame Zeit mit dem adoptierten Sohn zu haben. Julia arbeitet seit Jahren als Polizistin und sie gibt an Schulen Unterricht zum Thema „M*obbing“. In dem Film zeigten sie eine Unterrichtsstunde und das fand ich sehr beeindruckend.

Nachdem ich den Film gesehen habe, kam erneut der Gedanke, dass ich - auch mit meinem schmerzenden Körper – in einen Kurs für S*elbstverteidigung gehen sollte. Ich vermute, dass es mein Selbstvertrauen stärken und meine Grund-Haltung im Leben verbessern würde.
Abschließend möchte ich schreiben, dass ich der Überzeugung bin, dass Ge*walt  - in welcher Form auch immer -  nie eine Antwort oder eine Lösung ist.

Montag, 28. November 2016

unangemeldet

Am Samstag fuhr ich also nach Bremerhaven. Weil ich mehrfach die "Füße in die Hand" genommen hatte, musste ich nirgendwo bei der Kälte dumm rumstehen. Die Zugfahrt war wieder entspannt. Ich sollte bei der Uhrzeit bleiben und mit dem Bummelzug fahren. Wenn ich diesen Zug um 08:41 Uhr rechtzeitig erreiche. Bis jetzt war es die letzten Male so, dass ich die Treppe hochgeflitzt bin, rein in den schon bereitstehenden Zug und nach einer knappen halben Minute fuhr er los. Bekomme ich den nicht, dann kann ich den "schnellen" Zug um 08:56 Uhr nehmen. Eine könnte nun bemerken, dass ich auch früher am Haußtbahnhof sein könnte. Doch die Straßenbahnen fahren Samstagmorgen um diese Zeit nur alle 30 Minuten.
Jedenfalls fuhr der Zug durch dichte, tiefe Nebelwände hindurch und ich konnte teilweise nur bis kurz hinter die benachbarten Gleise schauen. Kurz vor Bremerhaven wurde es noch dichter und es lag Raureif auf der Natur. Was sicherlich an der Weser lag, an der das langgestreckte Bremerhaven entstanden ist. 
Als ich in dem Stadtteil meiner Eltern aus dem Bus stieg, hörte ich das Tuten über der Weser. Ach, das klang so schön, so vertraut ... es löst ein berühigendes Gefühl in mir aus, wenn Nebelhörner über das Wasser und die Stadt tuten. Verwirrend war etwas, dass man die Nebelhörner - welche ich früher in meinem Zimmer gehört habe und schon vor dem Augen aufschlagen wußte, dass es draußen sehr nebelig ist - schon vor Jahren abgeschafft hat.
Als ich vor der Haustür stand und geklingelt hatte, wartete ich eine Zeit. Hm... ist was passiert? Dann wurde der Türsummer gedrückt und ich ging zur Wohnungstür meiner Eltern. Mein Vater machte die Tür auf und stand mit dem Rolator im Wohnungsflur und fragte mich ganz erstaunt: 
"Was machst Du denn hier?" 
Ich lachte und antwortete, dass ich doch jeden Samstag komme. Meine Eltern hatten keine dirkete Ansage von mir bekommen, dass ich an diesem Samstag komme und so haben sie auch nicht nachgefragt. Meine Mutter war auch erstaunt. Und ich wäre so gern zu Hause geblieben. Seltsamerweise fand ich das nach ein paar Minuten nicht mehr schlimm und nahm die Wäsche in Angriff. 
Als meine Mutter später das Mittagessen kochte, haben mein Vater und ich nach langer Zeit ein Gesellschaftsspiel auf den Tisch gelegt. Dabei bemerkte ich, wie tüddelig mein Vater war. Zum Glück sprach ich später meine Muter darauf an und ich erfuhr, dass er noch stärkere Schmerzmittel bekommt.
Ich habe ihre Erlaubnis, dass ich meine TCM-Ärztin ansprechen darf, ob sie noch eine Idee hat, was man gegen die Schmerzen meines Vaters machen kann.

Übrigens hat mein Vater später das Rätsel um die Nebelhörner gelöst, welche es ja gar nicht mehr gibt. 
Er horchte. Nach einer Zeit sagte er: "Das ist ein Schiff, welches sehr langsam die Weser entlang fährt." Tatsächlich hörte das Tuten nach ca. einer Stunde auf. Frag den alten Seemann. Dann weißte Bescheid! *lach*
Meinen Eltern habe ich deutlich ! gesagt, dass ich am nächsten Samstag komme. Nicht, dass sie sich an dem Tag etwas anderes vornehmen...   

Gestern traf ich mich bei Sonnenschein mit B.K. am Vormittag für einen Spaziergang im B*ürgerpark. Ach... Leute... das Sonnenlicht. Eine Wohltat für die Seele!!! Später noch einen Becker Tee bei ihr. Zuhause buk mir den vorerst letzten Apfelkuchen. 
Öfter habe ich das Gefühl dicker zu sein und zu werden. Das finde ich fürchterlich. Ich bin weiterhin deutlich zu schwer für Füße, Rücken und Knie. Wenn ich jedoch ab und an auf die Waage steige, dann ist das Gewicht weiterhin in der zu akzeptierenden schwankenden Ein-Kilo-Zone. 

Nachtrag / 14.00 Uhr: 
Zwei Absagen (nach einem VG und ohne eines) an einem Tag und dazu vorhin eine nicht stattfindene Verabredung. Da wird die Laune trotz Sonnenschein echt unterirdisch....

Sonntag, 27. November 2016

ein Jahr danach

Vor einem Jahr wurde mein Vater notfallmäßig an der Brustwirbelsäule operiert. Wenn ich daran zurückdenke und an die Krebs-Diagnose am 23.12.2015, dann kommt es mir vor wie gestern und doch liegen fast 12 Monate dazwischen. Das es so sein wird, wie es heute schon ist, daran haben wir alle nicht einmal denken können. 
Einer meiner "Jahrestage" war bereits. Im Zuge der Überlegungen bzgl. meines Vater wurde mir bewußt, dass ich am 26.11.2006 die Diagnose "Fi*bromyalgie" bekam. Genau zwei Monate später hatte mein Vater seinen schweren Schlaganfall. 

Mein destruktives Verhalten durch die Diagnose Fi*bromyalgie konnte ich nach ein paar Jahren ablegen. Es ab*schütteln, was ich für Prognosen von drei ÄrztInnen bekam. Aus der tieferen Phase einer De*pression - welche monatelang wütete - konnte ich mich irgendwann wieder befreien. Wie immer allein.
Die "Fibro" ist für mich seit Jahren aus meinen Gedankenflüssen verschwunden. Der TCM sei Dank und meiner Fähigkeit sehr genau meinen Körper zu spüren und zu beobachten.

Jahrestage haben eine für mich spürbare Energie. Wertschätzung. Für das, was seither passiert ist, losgelassen werden konnte oder für das, was geschafft wurde. Dankbarkeit. Aber vor allem spüre ich, dass es vorallem immer weiter geht. Nach vorne. 

Freitag, 25. November 2016

richtig schlecht gelaunt

Manchmal bin ich sehr verblüfft, warum ich "scheinbar" ohne Grund richtig schlecht drauf bin. Natürlich bin ich keine Maschine. Es fällt mir sehr schwer zu sagen, dass ich auch maulig und knatschig sein darf. Da poltert es im Inneren. Die Geschichte dazu ist alt und echt öde. Weiter aktiv. 
Ich finde es befreiend mal nicht lieb und nett zu sein. Kommt sehr selten vor. Fast noch dabei bekomme ich ein dermaßen großes schlechtes Gewissen und möchte alles wieder "gut" machen...  

Nicht alles muss -verdammt noch mal - einen Grund haben. Dabei war es an sich gut durch den dichten Nebel und bei arger Kälte zur Reiki-Meisterin zu fahren. Eine auffrischende "Einweihnung" und meine Hände glühten. Nach 25 Minuten wieder auf mein Rad und zurück. Während ich fuhr spürte ich es schon. Motzig drauf. 

Dann zu Hause gab es die lauten Gärtner vor der Tür. Die alte Nachbarin, welche mich an der Tür abpasst und mir penetrant ihre Pflegeprodukte überdrückt. Weil ich ihre Mülltonne raus und später wieder reinstelle. Die begreift es einfach nicht. Ich kann mit den Scheiß schon einen Laden aufmachen. Dann ist die ekelige Bio-Tonne wieder aufgetaucht. Das die blöden Verwalter das Ding nicht endlich verschrotten. Habe die wieder dahin gerollt, wo andere sie auch nicht haben wollen. Wenn mich da ein Nachbar bei gesehen hat. Aber ich will dieses Madenteil nicht im Gemeinschaftskeller stehen haben. 
Mir ist etwas schwindelig seit heute morgen und ... ach.. egal. Ich bin schlecht drauf und könnte gut einen Boxsack gebrauchen. Aber mit meinem Körper würde ich mir wahrscheinlich weh tun. Mooah...

Morgen den Tag zu den Eltern. Ich habe keine Lust. 
Der Stellenmarkt gibt nichts her

Hm... ganz unbegründet ist es doch nicht, dass mir heute vieles querliegt. Gern würde ich jetzt Mengen von Kuchen futtern. Aber das hilft nur für ein paar Sekunden.