Samstag, 21. April 2018

nicht geerbt

Wenn eine sich mit den eigenen Eltern abgleicht, dann kann sie Ähnlichkeiten oder gleiche Verhaltensmuster bei sich selbst erkennen. Was logisch ist, denn wie sind die Kinder unserer Eltern. 
Und ich bin es eindeutig. *lächel*

Tatsächlich habe ich in den letzten 15 Monaten ganz erstaunliche Dinge erfahren, die mein eigenes Bild von mir selbst veränderten bzw. es weiter verändern. 

Manches liegt zudem in den Genen. In einem Telefonat mit meiner Tante in Kiel habe ich erfahren, dass sie - wie meine Mutter - mit schwerster Migräne leben musste. Beide Kinder meiner Tante haben mit schwerer Migräne zu tun und auch an meiner Schwester und mir ist dieser Kelch nicht vorübergegangen. Wobei wir bisher etwas verschont geblieben sind. Glaub ich.

Verhaltensmuster: Meine Eltern waren echte S*parfüchse. Meine Schwester und ihr Mann haben das auch sehr gut drauf. Ich schlage aus der Art. Quasi. Nicht das ich das Geld zum Fenster rauswerfe und ich gebe mir echt Mühe, aber ich könnte heute "besser dastehen", wenn ich den besseren Umgang mit Geld "geerbt" hätte. 

Um Missverständnisse nicht aufkommen zu lassen! Dafür können meine Eltern nichts. Sie haben es mir vorgelebt und ich bin längst erwachsen und verantwortlich für alles in meinem Leben. Für genetische Vererbung kann ja nun wirlich niemand was.

Es geht mir um das vere*rben/übernehmen. Dinge, die sich in der nächsten Generation wiederholen. Oder auch nicht. Mit dem neuen Wissen - aus dem letzten Jahr - über die ersten 30 Jahre im Leben meiner Mutter, sehe ich jetzt neu "zurück" auf mein Leben und bin bass erstaunt. Nach vornehin eröffnet das irgendwie neue Wege. 

Es gibt Verhaltensmuster und Lebensentwürfe, die ich abgelehnt habe. Ohne je genau zu wissen warum.
Erst jetzt begreife und verstehe ich es. Bisher habe ich grundlegende Dinge im Leben eines Menschens u. a. auch aus unbewußten Wissen und unerkannten Glaubensmuster abgelehnt oder ausgeblendet. 

Nur was einer bewußt ist, dass kann sie - wenn sie es möchte und kann - verändert oder verbessern oder annehmen. 
Ich kann mich anders / neu entscheiden.


 Weniger kryptisch geht nicht. 

Freitag, 20. April 2018

MACHEN !


könnte
will
müsste
sollte 
MACHEN ! 


Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmer Temperatur bin ich zu einem der F*ahrradfach-Geschäfte in meinem Viertel geradelt.
Ich dachte mir, dass ich das Rad dort abgebe und es ein paar Tage später wieder abholen kann. Aber ich bekam fix neue Griffe angebracht und ich testete zwei Sättel. Dazu hat der Monteur meiner Fahrrad-Kette etwas Fett spendiert. Die 89 Euro gezahlt und ab durch die Mitte. Vor der Kellertür habe ich den neuen Sattel fotografiert. 



Es ist unglaublich, dass ich über ein Jahr gebraucht habe, um diese Aktion endlich zu erledigen. MACHEN !

Seit kurzem habe ich auf meiner Anrichte im Arbeitszimmer eine Bilderrahmen-Sammlung mit den Fotos der Menschen, die mir wichitg sind. Das wollte ich schon lange machen. Früher fand eine leichter schön und etwas originelle Bilderrahmen. Einige Bilder werde ich an der Wand über der Anrichte anbringen. MACHEN !

Für eine Frau mit den leid-vollen Hang zum P*erfektionismus ist das Verreisen keine entspannte Angelegenheit. Ich nehme das nun als Übungsfeld für meine kleine Wochenend-Reisen in 2018 und für die Gartenreise in Süd-England mit meiner Cousine K. im Juni 2019.

Bilder von meiner Reise allein durch Südengland 2008. 
Ganz besonders für Dich K.   ;-)  




















Ein Schiff, das im Hafen liegt, ist sicher. 
Aber dafür werden Schiffe nicht gebaut. 


Donnerstag, 19. April 2018

Hitze im April

Ich mag das nicht. *motz* Wie schrieb eine Freundin: "Wird das jetzt wieder der Sommer?" Eben. Bis übermorgen und dann Herbst bis Weihnachten. Die Welt ist ja ohnehin schon ver-rückt. Nun ja. Die nächste Woche soll nicht mehr so heiß sein. Puh....

Leggings unter Rock geht gar nicht. Schwitze ich mich blöd. Gestrichen. Dafür habe ich im Keller zwei leichte, weite Leinenhosen in Marine und Beige wiedergefunden, die ich im letzten Frühjahr gekauft habe. Hatte ich vergessen.

Die rechte Schulter war heute besonders schlimm. Irgendwas "hängt fest" und es schmerzt noch mehr als sonst. Ich glaube mittlerweile, dass diese "KG am Gerät" = Krafttrainig nicht günstig ist. Für morgen habe ich hoffentlich nicht zu kurzfristig abgesagt und den letzten Termin übernächste Woche storniere ich. 

*
In 14 Tagen ist die Urnenbeisetzung. Dieses Mal haben wir bereits eine Grabplatte und die weitere Beschriftung habe ich vor zwei Wochen in Auftrag gegeben.  

Mittwoch, 18. April 2018

ein weiterer Tag

Er fehlt mir. 
Ich vermisse meine Eltern. 
Die Abende und Nächte bleiben eine Herausforderung. 


Kleidung für den Sommer

Gestern war ich wegen verschiedener Erledigungen in der Innenstadt. Wenn ich da schon bin - immer gleich früh, wenn die Läden aufmachen - , habe ich auch ein wenig nach Kleidung geschaut. Nach Hosen und Schuhen. Nichts gefunden. 

Auf dem Weg nach Hause stellte ich fest, dass ich dieses Spiel seit gefühlt ewig mache und ich anders an die Sache(n) herangehen könnte. 

Ich mag nicht gern im Internet bestellen. Aber es gibt tatsächlich mehr Auswahl. Wenn ich mir jedoch überlege, wie viel Engerie ich verbrauche um eine Fahrkarte im Internet zu buchen - ob nun Zug oder Flug - oder wie vorgestern einen Kettenanhänger, der nirgendswo in Geschäften zu finden war - ob das Bestellen von Kleidung klug ist? 

Im Keller liegen in Tüten und Kartons verstreut meine wenigen "Sommersachen". Die werde ich suchen gehen, anprobieren und was noch passt, das wird gewaschen. 

Leider war der erste Kauf einer dünnen, baumwollende Leggings vor ein paar Wochen ein Reinfall. Obwohl ich eine größere Größe gekauft habe, war die viel zu klein. 
Ich geb nicht auf. Denn dann könnte ich zumindest privat sommerliche Röcke tragen. Da wäre die Länge der Röcke nicht so wichtig, weil ich so oder so immer angezogen bin. N+ackte Beinen gingen noch nie und heute gar nicht mehr, denn ich habe in den letzten zwei Jahren überall stark sichtbare Adern bekommen. 

Ich will mich - gerade weil ich höhere Temperaturen nicht gut aushalten kann - endlich !! in den Sommerklamotten wohler fühlen. Damit auch ich endlich dem Sommer etwas abgewinnen kann. 
Es gibt beinweite marlenhosenartige leichte Sommerhosen. Habe ich im Internet gesehen. Die oben "ordentlich" geschnitten und uni sind. Diese sonst bunten, wildgemusterten, formlosen und clownartigen Flatterhosen kann ich nicht mehr sehen. Solche musste ich anziehen als ich vor elf Jahren die Größe 54 - 56 in Hosen trug. Es gab nichts anderes in das ich reingepaßt hätte und was für Hitze geeignet war. Besonders im g*lühendheißen Büro.

**

Übernächste Woche fange ich wieder mit der A*lexander-Technik an. Dazu gibt es Massagen und Osteopathie. Das geht ins Geld. Dafür leiste ich mir ansonsten fast nichts mehr, was nicht nötig ist. 

Ab und zu eine Zeitschrift wie die flow, die ich jeden Morgen so lange erneut durchblättere und je nach Laune lese, bis alles ausgelesen ist. Ein Teil meines Morgenrituals. 
Tja. Und teure Ziegenmilchprodukte. Hmmm... oder die Fahrkarten sowie einen hoffentlich guten Koffer. 

Was für´n Glück, dass ich kein Auto habe, nicht trinke oder rauche. Kino, Konzerte und Theater mich nicht mehr interessieren *lach*. Bücher habe ich an die 30 ungelesene im Schrank und könnte locker 40 Bücher in den Regalen meiner Freundinnen finden, die ich mir ausleihen könnte. Aber ich lese zurzeit eh wenig. Mir fehlt die innere Ruhe. 

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Seit mehr als acht Wochen haben ich keinen Zucker gegessen. Also in Form von Süßigkeiten, Eis und Kuchen (Ausnahme ein halbes Stück Mohnkuchen) oder pur. Über den Zucker in meiner gekauften Rote Beete, in der selten verarbeiteten Banane oder in der Ziegenmilch für den Cappuccino, mache ich mir keinen Kopf. Im Notfall esse ich etwas "Weizen", weil ich nicht daran gedacht habe etwas anderes mitzunehmen. Laugenstangen gibt es überall. 

Und ich mache weiterhin das Intervallfasten. Allerdings schaffe ich "nur" 12 - 14 Stunden ohne essen. Das ist nicht schwierig, weil ich nicht arbeite. Das wäre schon eine andere Herausforderung. Nach meiner Reise werde ich wieder mehr Gemüse und Fleisch essen. Das ist in den letzten vier Wochen etwas hintenüber gefallen.
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Die Sonne lacht vom Himmel. Am frühen Morgen war ich zur Massage für 40 Minuten. Jetzt läuft die Waschmaschine und später kann ich die Wäsche auf den Balkon hängen. Abends wird sie trocken sein. Am Nachmittag besuche ich meine Cousine K. und ihren Mann auf einen Kaffee (und meine trockenen Kekse ohne Zucker ;-) und Abendbrot.Vermutlich sitzen wir im Garten. Fein!!!

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Freitag fährt mein Fahrrad in die Werkstatt. Ich benötige dringend einen anderen Sattel, neue Griffe am Lenker und die Kette kann etwas Pflege vertragen. 



Dienstag, 17. April 2018

Notiz meiner Großmutter

Am Samstag fand ich in den zwei dicken Briefmarken-Katalogen aus vergangenen Zeiten einen kleinen Zettel. Dieser trägt eindeutig die Handschrift von der Mutter meines Vaters. 
Sorgsam habe ich das Fundsück nach Hause getragen. 




*

Montag, 16. April 2018

verplaudert

Der heutige Tag fing mit einem gemütlichen Frühstück in einer sauberen Küche an. Fein! Um kurz nach 10 Uhr enterte ich eine Straßenbahn, die zum Glück eine zweiminütige Verspätung hatte und fuhr zu meiner Freundin A. auf die andere Seite der Weser. 
Wir haben uns verplaudert und plötzlich war es vier Uhr. Ein gutes und herzwärmendes Zusammensein. Zuhause aß ich etwas und stellte erstaunt fest, dass ich 8 1/2 Stunden nichts gegessen hatte und nur wenig getrunken. Tatsächlich hatte ich Hunger. Fein.

Auf dem Nachhauseweg war ich noch bei einer "Post". Ich hatte mich gerade hinter zwei Menschen in die Schlange gestellt als es "puff" machte und die Schlange hinter mir stand bis raus vor dem Laden. 
Erst als ich zu Fuß weiter nach Hause lief, wurde mir bewußt, dass ich gerade die K*ündigung der Wohnung unserer Eltern per Einschreiben losgeschickt hatte.

einen wech bekommen

Nach drei Wochen verfestigt sich das Gefühl... das Wissen, dass ich Schaden im Inneren genommen habe. In den letzten vier Tagen - und besonders in den letzten 48 Stunden - bevor mein Vater gestorben ist. 

Im Grunde fing es bereits an als meine Mutter im Januar des letzten Jahres ins künstliche Koma versetzt wurde. Ihre letzten 13 Tage zwischen den Welten haben tiefe Wunden in meine Seele geschlagen.

Sonntag, 15. April 2018

Plan B


Teile des Posts gelöscht. 

Nachdem ich gestern vier Stunden mit der „Feinmotorik“ meiner Arme gearbeitet habe und u. a. die gut sortierten Ordner meiner Eltern durchforstete, sind meine Schultersehnen sehr missgestimmt.
Es war emotional anstrengend die Handschrift meines Vaters zu sehen. Alte Fotos zu finden. Dinge, die ihm und meiner Mutter wichtig waren wegzutun. Ich nehme das eine oder andere in die Hand und frage mich, ob ich a) dafür Platz habe und b) ob ich das wirklich mitnehmen möchte und damit stets an die Eltern erinnert werde. Vielleicht kann ich irgendwann einiges ohne Schmerz betrachten. Deswegen nehme ich natürlich trotzdem Dinge mit nach Hause. Z.B. ein paar der Porzellan-Kätzchen meiner Mutter. Sie liebte Katzen und überall stehen verstreut und im Pulk die Figuren, die sie schon früh angefangen hat zu sammeln. Ein kleines, süßes Porzellan-Vögelchen, welches mein Vater und ich von einer Reise aus Mallorca für sie mitbrachten.

Mein Vater hat schon vor vielen Jahren gesagt, dass leider eines Tages seine B*riefmarken-Sammlung „in die Pütz“ geht. Er sammelte seit frühster Jugend und heute sind das an die sechs dicke Alben. Wie oft haben wir am Tisch gesessen und er hat mir die Marken gezeigt und erklärt. Schon damals und auch erneut vor kurzem habe ich ihm versprochen, dass ich seine Sammlung behalte bzw. irgendwann gut weitergebe. Daran halte ich mich, wenngleich ich im Moment nicht weiß, wo ich die Alben gut lagern kann. Wie immer werde ich eine Lösung finden. Dazu gibt es noch einen kleinen Schrank voller Fotos und Dias. Dabei sind u.a. Fotos von den Reisen Anfang der 1960 iger Jahre, wo unser Vater als junger Mann mit der Marine nach Norwegen, Halifax, Rio und Buenos Aires gefahren ist. Davon hat er sehr viel erzählt. Gerade im letzten Jahr. 

Ich muss an die frische Luft. Regen hin oder her. Kann auch schön sein, wenn es nicht schüttet. Am frühen Abend koche ich Labskaus und dazu gibt es Rote Beete. Bis dahin versuche ich die Arme etwas auszuruhen und in Intervallen zu kühlen.


ahoi

und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Freitag, 13. April 2018

fließen lassen


Heute ist der dritte Tag mit Kopfweh. In der Nacht musste ich erneut Schmerzmittel nehmen, die leider kaum wirkten. Diese unruhigen Nächte mit schlimmen Träumen und den Atemaussetzern – ich fühle schreckensstarr gerade so meinen Puls, weil ich glaube: Das war es jetzt - und dazu Schmerzen. Das ergibt wenig Schlaf und das ist nicht gut.

Heute am frühen Morgen war duschen möglich, weil der Kopf etwas weniger schmerzte. Um 08:10 Uhr hatte ich einen Termin zur B12-Spritze und zur E*iseninfusion. Seit vier Monaten gab es nichts und so fange ich nun wieder an mit den Behandlungen.

Als nach 20 Minuten die Infusion drin war, kam meine Lieblings-Arzthelferin, um mich von der Nadel zu befreien. Sie sprach mich an auf den Tod meines Vaters und sie nahm sich die Zeit, um mit mir zu sprechen. Eine Frau, die klug und warmherzig ist, und mich einfach kurz in den Arm nahm. Zuhörte und wertschätzende Dinge sagte.
Es kommt sehr selten vor, dass mich ein Mensch in den Arm nimmt und tröstet. Besonders fällt mir ein angenehmes und wohlwollendes Handeln auf, weil leider „nahe“ Menschen in meinem Leben gar nicht handeln. Ich habe grundsätzlich viel Verständnis für jeden und alles. Besser geschrieben. Rede ich mir das Verhalten anderen Menschen oft „schön“ oder habe Verständnis, dass sie ihre Prioritäten im Leben so und nicht anders setzen. Und davon auch nicht abweichen, wenn ein „Krise“ im Leben eines anderen Menschen vorübergehend alles aus dessen Lot bringt.
Ich weiß, dass es am gesündesten ist/wäre, wenn ich keine Erwartungen habe/hätte. Nicht an andere Menschen (ob nun an nahestehende oder nicht), nicht an die D*eutsche B*undesbahn oder das Amt oder an die Nachbarn oder sogar an das Leben.

Dann kann ich nicht ent-täuscht werden. So ohne Erwartungen oder Hoffnungen. Denn es kommt ja fast nie wie erhofft oder erwartet oder gedacht. 

Nicht geachtete und nicht erfüllte Bedürfnisse (oft einer selbst gar nicht bewusst) führen sehr häufig zu Wut, Ärger, Ent-täuschung, Aggressionen etc. Und obwohl ich das weiß und auch verstanden habe – zumindest im Kopf – dass Gedanken keine Fakten sind, so bin ich getroffen und ent-täuscht, dass Menschen in meinem Umfeld mich gefühlt „mit der Situation allein lassen“. Dabei habe ich früher häufiger gesagt: „Bitte lasst mich nicht allein, wenn auch noch mein Vater stirbt.“

Es ist eher so, dass man mir aus dem Weg geht und weiterhin erwartet (?), dass ich mich – wie immer – melde. Ein Treffen ausmache bzw. gefühlt nach gemeinsamer Zeit hinterher bettle. Und dann bekommt eine gefühlte „Ausflüchte“ und manchmal haarsträubende Erklärungen, warum keine Zeit ist. Für alles andere und jeden schon – so denke ich -. Aber Gedanken sind keine Fakten!!!

Ich meine zu wissen, dass wir einander schon sehr mögen. Verbunden sind. Das die dann gemeinsame Zeit für alle schön ist. Sonst würde ich ja nicht fragen.

Zu erkennen, dass ich eben „nur“ Oona bin und die kriegt das schon hin. Es tut weh zu erkennen, dass ich im Leben der mir eigentlich „nahestehenden“ Menschen – und das ist bei mir schon selten und kostbar – keine größere Einheit bin. Nicht, dass ich das nicht schon immer wusste. Doch gerade ändert sich so viel in meinem Leben. Es ist, wie wenn ich mit einer Lupe dicht ran rutsche.

Also ich versuche stets zu begreifen, dass es meine „Herausforderung“ ist, dass ich Zeit meines Lebens allein war und dass ich mich schwer tue mich auf neuen Menschen „einzulassen“.

Natürlich fällt es mir im Moment noch mehr auf als früher, wo meine Eltern eben Familie waren und Verbundenheit. Nicht immer leicht – wahrlich nicht – aber eben meine Eltern, die ich geliebt habe und denen ich in den letzten 2 ½ Jahren viel näher gekommen bin als vorher. Eine Beständigkeit, Zuwendung, Vertrautheit, Zuhause und gleichsam eine enorme Belastung.

Das es keiner einfällt mich anzurufen. Zu fragen wie es mir geht. Ob man mir helfen kann. Das man mich zum Kaffee einlädt oder ähnliches. Zwei meiner Freundinnen sind zum Glück für mich da (gewesen). Dabei ist die eine weit entfernt und hat wahrlich wichtige Dinge im Leben zu regeln.

Was ich gar nicht hören mag, dass andere Menschen sich mit Krankheit, Trauer, Sterben und Tod so schwer tun. Das weiß ich. Aber dennoch glaube ich, dass man sich zumindest ein paar Gedanken machen kann und Hilfe anbieten. Aber da bin ich wieder bei den Erwartungen und Vorstellungen.

Welche nicht schafft ein „normales“ Leben hinzubekommen, die muss halt sehen wie sie klarkommt.


Wenn ich versuche zu erkennen, dass meine Enttäuschung und die Verstimmungen aus meinen nicht gesehenen Nöten oder nicht erfüllten Bedürfnissen entstehen, dann reduziert sich die Betrachtung der letzten vier Wochen auf Traurigkeit und weiterhin ein wenig Enttäuschung.

In letzter Zeit habe ich den Gedanken, dass es gar nicht liebevoll und klug ist den Kreis um mich und mein Leben immer enger zu zurren. Vieles geht zu Ende – ein paar Dinge erwähne ich im Blog nicht – und andererseits schmeiße ich ständig immer mehr auf allen Ebenen raus aus meinem Leben. Das ist geradezu ein Sog.

**
Etwas blitzt hin und wieder auf an Erkenntnis: 
Menschen, die ich in meinem Leben seit frühster Kindheit „verloren“ habe, sind nicht wirklich verloren. Sie sind tatsächlich vorausgegangen. Irgendwie finde ich diesen Gedanken, der gerade mehr an Tiefe gewinnt, sehr tröstlich.
Ich finde es wichtig, dass ich Verluste (angemessen) betrauere. Mich verabschiede. Bauchgefühltechnisch mache ich so gut ich kann. 
Am Abend und in den Nächten habe ich starke Schwierigkeiten und gestern Nacht fragte ich mich, wen ich um Hilfe bitten könnte. In der Nacht breche ich unter der Trauer, dem Verlust, der Leere und der Einsamkeit zusammen. Am Morgen wird es dann besser. Ein Tag nach dem anderen Tag.

Mittwoch, 11. April 2018

Muskeln aufgewacht !

Ich würde sagen, dass meine Muskeln im Schulterbereich gestern nicht amüsiert waren. Trotz aller Achtsamkeit habe ich am Abend arge Schmerzen im linken Oberarm gehabt. Um 23 Uhr habe ich mich geschlagen gegeben, weil an einschlafen nicht zu denken war. Also aß ich etwas und nahm das Schmerzmittel. Nach einer Stunde konnte ich mich endlich schlafen legen. 

Wie fast jede Nacht heftige Träume. Durch die verkürzte Schlafzeit kam ich körperlich gut aus dem Bett. Der Oberarm ist fast ruhig. Das ist auch gut, denn ich muss in wenigen Minuten zur Doppelstunde bei einer "M*asseurin" in der KG-Praxis. Auf private Rechnung habe ich dort Behandlungen der beiden Schultern gebucht. Als ich das gestern anfragte, war ausgerechnet heute Morgen gerade eine Doppelstunde freigeworden. Bei der K*rankengymnastin war ich vorher zu den "normalen" KG-Behandlungen. Erst einmal habe ich drei Termine gebucht. Dann sehe ich weiter. 

Dienstag, 10. April 2018

ordentlich

Zum Glück bin ich recht ordentlich und habe meine Unterlagen für die Ein*kommens-S*teuererklärung in knapp einer Stunde zusammen gesucht. Wenn nicht sogar schneller. Einen Termin habe ich mir Anfang das Jahres online gesichert. Wie ich heute erfuhr, darf ich auch im nächsten Jahr kommen, weil ich im Januar 2018 im Land Bremen angestellt war. 

Ich war sowas von pünktlich und die S*achbearbeiterin hat quasi auf mich gewartet. Fein. Ordentlich haben wir „die Liste“ abgearbeitet und am Ende hat sie in 20 Minuten die Erklärung für das F*inanzamt fertiggestellt. Die kann ich mit wenigen Belegen - z.B. für die Brille – morgen einwerfen. Bisher haben deren Berechnungen fast auf den Cent gestimmt. Vermutlich werde ich eine höhere Summe erstattet bekommen. Das ist fein. 

Von dort bin ich gleich weiter zum großen Einkaufsgeschäft in der Innenstadt. Vor ein paar Tagen hatte ich gesehen, dass sie Koffer bzw. Roll-Koffer im sale haben. Eine sehr nette junge Frau hat mich beraten und nach kurzer Zeit habe ich mich entschlossen. Der ultraleichte, vierrädrige und leichtläufige Koffer kostet 89 Euro. Ich habe ihn vom dem B*argeld bezahlt, welches wir bei Papa in der Wohnung gefunden haben. Ich weiß, dass er das gut gefunden hätte. Das Geld für etwas Sinnvolles bzw. Nützliches auszugeben. Der Koffer sieht auf dem Foto recht groß aus, würde aber bei den meisten Fluglinien als Handgebäck durchgehen.




Erst auf dem Weg nach Hause wurde mir bewusst, dass der Koffer eine meiner Lieblingsfarben hat. Jetzt freue ich mich noch mehr.

Ich weiß, ich maule oft über das Wetter. Doch es ist einfach zu schnell viel zu warm geworden. Diese massiven T*emperaturwechsel machen mir zu schaffen. Aber an der Sonne, dem hellen Licht und den Stunden am Morgen und am Abend freu ich mich. Das die Vöglein so fein singen und das die Natur jetzt ganz ordentlich loslegt. 

Sinnigerweise muss ich jetzt bei der „B*ullenhitze“ ;-) zur Krankengymnastik am Gerät … 
ahoi 
und die Segel immer fein am Wind halten.


Montag, 9. April 2018

nach Bauchgefühl


Weil mein Bauchgefühl mir sagte, dass es gut ist mich von dem alten Zuhause zu verabschieden, bin ich am Vormittag mit dem Zug nach Bremerhaven gefahren. Die gleichen alten Wege gegangen hin zur Wohnung meiner Eltern. Das eine oder andere in der Wohnung erledigt. Lüften, Blumen gießen, Kühlschrank entleeren, Post durchsehen... Nachdem ich einige Zeit rumgetüddelt hatte, konnte ich mich auf das Sofa setzen und weinen.

Nach 2 ½ Stunden habe ich mich von den Räumen verabschiedet, die schon eine starke Leere und Verlassenheit ausstrahlen. Natürlich muss ich erneut hin. Aber dann ist alles Stück für Stück fort und die Wohnung ist im Grunde eine Ansammlung von Räumen.

Über den Deich zurück in die Stadt. Es war zu warm, dazu Ebbe und recht diesig. Mir ging es nicht gut und deshalb bin ich zum Bahnhof gefahren. Bei einem Bäcker mit Café habe ich einen Cappuccino getrunken. Und bevor die Kundenkarte bei dem Bäcker demnächst nicht mehr benutzt wird, hatte ich den Cappuccino umsonst. Selbst meine B*onuskarte geht zu Ende.

Die Zugfahrt zurück war gerade auszuhalten. Dann nur noch den Hauptbahnhof ertragen bis die Straßenbahn kam. Endlich zu Hause.   

**

Die nächste beunruhigende Nachricht bzgl. eines Menschen in meinem Leben erhielt ich am Morgen. Abwarten. 


Gestern Abend habe ich die Unterlagen für die St*euerberatung zusammen gesucht. Um 09:30 Uhr habe ich einen Termin. Nachmittags beginne ich „wieder“ mit der Krankengymnastik am Gerät. Total verspannt. Ob das gut geht? 

Obwohl mir die Menschen abrieten, habe ich auf mein Bauchgefühl gehört. Ohnehin hatte ich am Freitag ausversehen ein falsches Formular bei meiner K*rankenkasse abgegeben. Und als ich "meine" S*achbearbeiterin am Telefon hatte, habe ich sie gefragt, ob ich demnächst für vier Tage nach Bayern fahren darf. Ich habe die Umstände kurz umrissen und sie hat mir die Erlaubnis gegeben. Ich weiß, dass ich einfach zu unruhig gewesen wäre, wenn ich ohne Anfrage gefahren wäre. Auch auf das Risiko hin, dass sie ablehnen.

Allerdings muss ich vor der Reise noch eine ultraleichten Koffer mit vier Rollen kaufen. Sind gerade im Angebot.  Außerdem passen mir meine Hosen nicht mehr.  

Jetzt muss ich jedenfalls dringend die Sehnen kühlen. Ach so. Die Bilder, die ich für euch vom Deich bzw. dem Wasser aufgenommen habe, sind aufgrund der Lichtverhältnisse leider nichts geworden. Ein S*martphone ist eben keine Kamera.