Freitag, 17. November 2017

An*näherung am Morgen

Vor der Arbeit hatte ich noch etwas Zeit und bin an die Weser gegangen. Mein Gesicht hielt ich der Sonne entgegen und war glücklich einfach nur am Fluß zu stehen. Durchatmen. Der blaue Himmel so strahlend. Diese sonnigen Tage sind jetzt im November doppelt kostbar.
Als ich nach links sah, war geräuschlos eine junge Möwe auf der Flußmauer gelandet. 

 

Ganz entzückt sprach ich sie an. Was sie den Tag noch so vor hätte und ob sie sicher ist, dass der Annäherungsversuch ihrerseits eine gute Idee ist. Sie kam mit zögerlichen Schitten auf mich zu.




 Noch ein paar Schritte....


 


... ein kleinwenig näher...



Einige Zeit schauten wir beide gemeinsam auf das Wasser. 
Eine bezaubernde Momentaufnahme an einem hellen Tag am Fluß.


Mittwoch, 15. November 2017

viele Infos über M*igräne

Falls jemand Interesse hat an (evtl. neuen) Informtionen bzgl. K*opfschmerzen und Mi*gräne von einem Spezialisten aus Hamburg:
DAS Rote Sofa mit Herrn Prof. Dr. M*ay und der Moderatorin Inka Schneider. Ist in der Mediathek vom NDR zu sehen. Ein schnelles und sehr informatives Interview (14.11.2017) mit klaren und guten Infos.



Dienstag, 14. November 2017

nebenbei


Sonntag und heute habe ich viel geschlafen. Sehr früh bin ich wach geworden. So konnte ich sehen, wie in der Ferne über den Baumkronen der Tag anfing. Es war still im Haus und auch draußen. Ich stand in der Küche vor dem bollernden Heizkörper und schaute diesem intensiven Blau zu, welches von Minute zu Minute heller wurde. Als das klare Licht die Umgebung aus dem Dunkel heraus holte. Das sind die Momente, die mir mehr bedeuten, als eine sich vorstellen kann. Das geht bis tief in die Seele. 
Das Wetter war wunderbar. Am späten Vormittag habe ich einen kleinen Spaziergang gemacht habe. Ein heller Tag.

Am frühen Abend habe ich gekocht. Während ich das Essen zubereitete wurde mir plötzlich klar, dass mir bzgl. der "neuen" Arbeit eine deutliche und entspannte Sicht auf die Dinge fehlt. Das ich die "Fehler" nur bei mir suche. Außerdem stellte ich fest, dass mir in der Firma durch verschiedene Umstände mein "Büro-Rückgrat" abhandengekommen ist. 

Nicht, dass ich etwas nicht richtig oder nicht schnell genug mache, ist das Problem. Mein - fast automatisches - Verhalten nach einem „Fehler“ ist schwierig. Meine seelische und körperliche Haltung bricht ein. 

Ich fragte mich und spürte nach, wieso die letzte Arbeitswoche ungut für mich war, warum ich das Gefühl habe ständig arbeitstechnisch "zu schwimmen" und diese Woche mich dermaßen erschöpft hat.

Sehr viel weniger als vor Jahren verhalte ich mich unklug. Das will ich der ehrenhalber für mich selbst hier notieren. Jedoch sind es noch zu viele Dinge, welche mir über kurz oder lang schaden.

Ich habe vergessen, dass eine mit einem vorhandenen oder zumindest gespielten Selbstbewusstsein auf der Arbeit sein muss. Sonst hat eine verloren.

Grundsätzlich ist es wichtig sich zu merken, dass eine nur sehr wenigen und nahen Menschen die eigene Bedürftigkeit, Wahrnehmung oder Verletzlichkeit zeigen darf. 
Eine bekommt durch diese unkluge Vertrauens-Seeligkeit und / oder Offenheit nicht das, was sie braucht, wonach sie sich sehnt, was sie stärkt und was sie zufrieden macht. 
Es bleibt ein „sich verkaufen“ für fast nichts.
Das ist auch das Damoklesschwert über diesem Blog. 

Es gibt diese schöne, kluge Geschichte von E*ckhart von H*irschhausen über das P*inguin-Prinzip. Ein „Seevogel, der unförmig und unpassend für das Leben auf dem Land ist. Eine Fehlkonstruktion? Ein wenig schwerfällig. Wenn er jedoch in seinen Element dem Wasser ist und in der Kälte, dann ist sein Körper perfekt und er hat ungeahnte Fähigkeiten.

Im Moment habe ich weder die Kraft oder die Gesundheit, noch den Mut oder die guten Ideen, wie ich als Pinguinfrau  ;-)  aus dieser heißen Wüste ins das kühle, erfrischende Wasser der Antarktis komme...

Sonntag, 12. November 2017

ditt un datt am Sonntagmorgen

Die ganze letzte Woche war nicht günstig. Nachdem - für mich negativ bewegenden - Mittwoch ging es munter so weiter. Am Freitag waren die sechs Stunden für mich grenzwertig. Die Chefin hatte spontan Urlaub genommen. Jedes Mal wenn sie auf einem Freitag nicht da ist, bohnert der Hamster auf allen Leitungen. Schon als ich um 10.50 Uhr ins Büro kam ging es umgehend los. Gegen 12 Uhr waren mein Kopf und mein Körper so angespannt und heiß. Kopfweh. Die kamen vom Stress und von dem glühend-schmerzenden Nacken/Schulter-Bereich. Selbst der BH-Träger war zu viel. Ich kam kaum dazu etwas zu essen oder zu trinken.

Um 17 Uhr raus in den Feierabend. Wenigstens war es erfrischend kalt. Der Wind pfiff und es schüttet mal nicht. Kurz in die Innenstadt gegangen, weil ich für meinen Vater etwas besorgen musste. Durch die Haupt-Einkaufsstraße kam mir ein große Lampion-Zug entgegen. Vorweg drei wunderschöne Phantasie-Wesen, die auf Stelzen liefen und leuchteten. Leider habe ich nur ein kurzes Video gemacht, aber kein Foto. Sie sahen wirklich toll aus. Direkt dahinter lief ein Spielmannzug mit ca. 20 Leuten. Davon vor allem Trommeln. Ich dachte, mir setzt das Herz gleich aus als die fast auf meiner Höhe ankamen. Ich bin in ein Kaufhaus geflüchtet. Hinter dem Spielmannszug liefen viele Erwachsene mit ihren Kindern … und den Lampions.

Wie schön sind die feinen, kleinen Lampionumzüge, wo die Kinder in den Straßen um ihr Zuhause ganz stolz und staunenden ihre u.a. selbstgebastelten Laternen durch die Nacht tragen und dabei zusammen zart- laut- leise-kräftig ihre Lieder singen. 
DAS  ist berührend. Bei mir löst das schwache, aber schöne Kindheitserinnerungen aus.


Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf mein Licht,
Brenne auf mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht.


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Meine Schwester schickte mir vorgestern ein Foto von der Grabplatte auf dem Friedhof. Endlich ! ist das geschafft. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie macht das was in meinem Inneren.

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Das mit dem „Zucker weglassen“ hat nur bedingt funktioniert. Apfel- und Birnenmus, Bananen und Brot sind zu häufig auf dem Tisch. Zumindest esse ich seit dem 18.10.2017 keinen gekauften Kuchen oder Kekse mehr. Keine süßen Brötchen, Eis und keine Schokoriegel oder Schokolade. Das will ich JETZT wertschätzen. Das ist wirklich (!) ein sehr guter Anfang. Viel mehr Gemüse wäre gut. Befürchte ich. *lach*
Heute und morgen ist erholen und ausruhen … und kühlen … angesagt. Schreiben. Lesen. Viel schlafen. Morgen soll das Wetter gut werden. Frische Luft.


Mittwoch, 8. November 2017

doch nicht

Um 17.40 Uhr im Outdoor-Laden. Konnte mich nicht entscheiden zwischen dem Mantel - etwas zu lang - und der Jacke - etwas zu kurz -. Habe längere Zeit mit mir gerungen. Vor allem die mögliche Geldausgabe machte mir keine Freude. Also. Es muss eine andere warme Jacke zu finden sein.

Im Grunde müsste ich einiges in der Wohnung machen, weil ich am Sonntag tatsächlich Besuch zum Kaffee bekomme. Doch ich habe mich heute Abend entschieden meinen blöden Perfektinismus in den Wind zu schießen. Der hat mir heute schon auf der Arbeit zugesetzt... 
Plan für Sonntag: ich putze das Bad gründlich. Sauge die Wohnung und wische die Bodenfliesen in Bad und Küche. Irgendwann Freitagabend. Fertig!Zeit zum Backen hätte ich eh nur noch nachts. Deswegen hole ich den Kuchen am Sonntag vom besten Konditor der Stadt, der nur ein paar Minuten von hier eine Filiale hat. Das Backwerk kann ich mir jetzt leisten, denn ich habe heute gespart...

Nachtrag um  22:10 Uhr: Das Leben ändert sich schneller als eine so denkt. Keine Putzaktionen nötig. Die Frau, die mich am Sonntag besuchen wollte, hatte einen Unfall und kann nicht kommen.  

Dienstag, 7. November 2017

"mmoahh... immer diese Folgekosten!"

Wenn eine stumpf und starr nur das Allernötigste bewerkstelligt oder einkauft, dann ist das eine fast sparsame Angelegenheit. Fängt eine an sich zu bewegen, dann ergibt das umgehend Folgekosten.


Am Morgen bin ich früh aus dem Bett. Der Arm maulte ein wenig, weil ich wohl auf der Seite und somit auf dem Arm bzw. der Schulter gelegen habe. Leider hatte ich einen Alptraum, der mir noch eine Zeit nachhing. Manche Träume sind inhaltlich ähnlich. Ich versuche ein Flugzeug oder Zug nach Hause zu bekommen, aber einfach nichts funktioniert. Und die ganze Zeit empfinde ich die Panik. Wenn ich erwache, habe ich ordentlich Puls, mein Körper ist sehr verspannt und nassgeschwitzt.


Dann ist eine Dusche eine Wohltat! Nach dem Frühstück habe ich ein Teelicht vor meiner Buddha-Figur angezündet und habe mich danach für acht Minuten nur auf das Gehen konzentriert. Kaum das ich losgeschritten war, klingelte schon der Wecker. Sehr spannende Zeit und Übung. Als ich vor Jahren in einem mehrtägigen Retreat war, wurde im Wechsel von 50 Minuten im Sitzen und im Gehen meditiert. Daher kenne ich Gehmeditationen ein wenig.


Etwas später als geplant – aber trotzdem mehr als rechtzeitig – fuhr ich mit dem Rad zur Arbeit. Um 10.20 Uhr war es hell. Jedoch hing der Nebel über der Stadt und so war nach kurzer Zeit mein Wintermantel etwas feucht. Die Regenhose hielt die Tuchhose trocken. Meine Güte, war das frisch… aber sehr belebend. Ich fuhr ein kleines Stück des Weges durch den wunderschönen, novembrigen Bürgerpark, der fast schon ein Wald ist. Was für eine Wohltat … was für ein Aufatmen… mich an der Natur zu erfreuen. An den Menschen, die sportlich unterwegs waren. Erstaunlich viele ältere Frauen. Zu zweit oder in Grüppchen. RadfahrerInnen in den verschiedenen Geschwindigkeiten. Ein entspanntes Gewusel von Leben und ich mittendrin. Mein Geist so fein klar. Weil ich ausreichend Zeit eingeplant hatte, musste ich mich überhaupt nicht hetzen. Sehr angenehm. 


Kurz vor der Firma machte ich schlapp. Ich sprach mir Mut zu und das es jeden Tag besser werden wird, denn ich mit dem Rad unterwegs bin. Was mir auch klar wurde: ich benötige einen anderen Sattel (mein Rücken findet die Sitzposition nicht gut), eine größere Fahrradtasche (weil da Regenzeug, Nahrungsmittel für die Arbeit u.s.w. bequem reingehen sollten) und die Griffe am Lenker müssen endlich erneuert werden. Super, dass mir das NACH meinen Urlaub klar wird, wo ich jetzt viel weniger Zeit habe.


Vor dem Arbeitsbeginn konnte ich noch in einem Bio-Supermarkt eine Flasche Wasser kaufen. Mehr hätte ich nicht tragen können und die Tasche war schon voll, weil ich mir ein Käse-Brot und Jogurt mit Birnenmus von zu Hause mitgenommen habe. *stolz*

Morgen treffe ich mich mit C. in der Stadt. Dann habe ich auf jeden Fall eine Pause und ich sehe meine Freundin.

Nach Feierabend um 17 Uhr bin ich zum Rad und überlegte, wie ich jetzt am besten zum Outdoor-Laden in die Innenstadt komme. Tatsächlich habe ich einen gut fahrbaren Weg gefunden, welchen ich abends grundsätzlich nehmen kann. Denn um 17:20 Uhr durch den stockdunklen Bürgerpark zu fahren, das finde ich eine unheimliche Vorstellung. Morgens hin durch den Park, abends fast meine alte Rennstrecke wieder zurück. 


Im Outdoor-Laden fand ich fast umgehend eine Winterjacke, die mir gefiel. Aber der Preis !!! Die tomatenrote Jacke ließ ich mir weghängen, da ich sie auf dem Rad nicht hätte transportieren können. 


Zuhause schaute ich im Internet nach der Jacke und die gibt es auch als Mantel. Hm… ich suche eine wasserdichte, warme, längere Winterjacke/mantel mit einer gutsitzenden Kapuze. Dazu ist sie von Innen so schön muckelig warm.


Als ich erstaunlich schnell und locker (?) mit dem Rad zu Hause angekommen bin, ging ich umgehend einkaufen. U.a. im Bio-Laden. Für ein sättigendes Müsli am Morgen habe ich mir dies und das zusammen gesucht. Tja… wenn ich eines echt doof finde, dann ist es, dass aus geöffneten Tüten die Lebensmittel rieseln. Hirse, Haferflocken, gepoppter Dinkel (ungesüßt) oder Mehl. Jetzt muss ich also los und schöne, praktische Vorratsgläser und Dosen kaufen. Na Bravo!  ;-) 


Zum krönenden Abschluss dieses Tages machte ich mir meine kleinen Pizza-Schnecken. Mit viel Appetit und körperlichem Hunger habe ich sie gegessen. Eine DVD als Unterhaltung.


Morgen habe ich meinen langen Tag und mag nicht schon um 07:45 Uhr durch die Stadt fahren, weil mir der Bürgerpark noch zu dunkel ist. Auf meiner Strecke durch die Stadt ist um diese Zeit der Wahnsinn auf Rädern los.
Außerdem bin ich der Meinung, dass ich den Mantel auch in dem Laden hab hängen sehen. Sollte ich den kaufen, wovon ich jetzt ausgehe, dann kann ich bequem mit der dicken Tüte in die Straßenbahn einsteigen, die fast vor dem Laden hält. 
Im Übrigen benötige ich – so oder so – wärmere Handschuhe und eine wärmere Mütze. Und noch irgendwas reflektierendes, dass ich an das Rad oder am mir befestige.